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ROAD TO RECOVERY | Therapien und Heilmethoden bei Schizophrenie
8. Atemtherapie
| Besserung bei Symptomen: [in Studien gegenüber Kontrolle ] | (G) | (+) | (-) | (k) | (D) | (Ä) | (ST) | (SCH) |
| Atemtherapie | ✓ | 30% | 15% | 20% | 20% | 45% | 30% | 20% |
(G) = Gesamtsymptome, (+) = positive, (-) = negative, (k) = kognitive Symptome, (D) = Depressionen, (Ä) = Ängste, (ST) = Stress, (SCH) = Schlaf
I. Die Körper-Ebene
Unser physischer Körper ist die materielle Ebene des Menschen. Er besitzt eine anatomische Gestalt, die aus Zellen zusammengesetzt ist und durch eine Vielzahl von biochemischen Stoffwechselprozessen gesteuert wird. Körper und Geist sind mit einander verbunden.
Therapien und Heilmethoden:
1. Arbeit und Beschäftigung
2. Sport
3. Ernährung und Nahrungsergänzung
4. Naturheilkunde
5. Orthomolekulare Medizin
6. Konventionelle Medizin
A. Antipsychotika
B. Antidepressiva
II. Die Energie-Ebene
Auf der 2. Ebene befindet sich der Energiekörper. Er wird vor allem durch unsere Nerven und Energieleitbahnen, den Meridianen gebildet. Die Meridiane sind Energieverbindungen zu unseren Organen, Körperfunktionen und zur Psyche. Auch unser Antrieb und unsere Energie wird dieser Ebene zugeordnet. Die Therapien der Energie-Ebene haben direkten Einfluss auf die Symptome von Psychosen, Schizophrenie und Depression.
Therapien und Heilmethoden:
7. Berührung und Massage
8. Atemtherapie
9. Yoga
10. Akupunktur
11. Qi Gong
12. Tai Chi
13. Naturerleben
III. Die Mental-Ebene
Der Mentalkörper ist eine Struktur, in die alle Lernerfahrungen im Leben eingehen. Zu diesem Feld gehören Gedanken, Gefühle, Erinnerungen und Glaubenssätze. Hier handelt es sich um eine bewusste und unbewusste Ebene, in der u.a. auch das Gedächtnis gespeichert ist.
Therapien und Heilmethoden:
14. Psychosoziale Interventionen
15. Psychotherapien
16. Positive Psychologie
17. Positives Denken
18. Positive Affirmationen
19. Homöopathie
IV. Die intuitive Ebene
Die intuitive Ebene ist der Bereich des Träumens, der Intuition, der Kunst und Kreativität. Es sind Erfahrungen, die mit veränderten Bewusstseinszuständen jenseits des gewöhnlichen „normalen“ Wachbewusstseins einhergehen, insbesondere Zustände wie Trance, Ekstase, spirituelle Erlebnisse und Grenzerfahrungen. Auf dieser Ebene wirkt der Einfluss von Lernerfahrungen aus dem Familiensystem und von traumatischen Ereignissen.
Therapien und Heilmethoden:
20. Maltherapie
21. Musiktherapie
22. Tanztherapie
23. Theatertherapie
24. Systemische Therapie
V. Die Geist-Ebene
Die 5. Ebene beschreibt den geistigen Aspekt eines Menschen. Es ist das Feld von innewohnender Weisheit und Zufriedenheit, des natürlichen Mitgefühls und Liebe zu uns und anderen. Da dieses Feld alles durchdringt, ist es die Ebene, die letztendlich zur Heilung führen kann, vorausgesetzt, wir kümmern uns um die Harmonisierung der anderen Ebenen. Um Erfahrungen auf der fünften Ebene machen zu können, braucht es Zeit und Raum – für das Alleinsein und die Meditation.
Therapien und Heilmethoden:
II. Die Energie-Ebene
Auf der 2. Ebene befindet sich der Energiekörper. Er wird vor allem durch unsere Nerven und Energieleitbahnen, den Meridianen gebildet. Die Meridiane sind Energieverbindungen zu unseren Organen, Körperfunktionen und zur Psyche. Auch unser Antrieb und unsere Energie wird dieser Ebene zugeordnet. Die Therapien der Energie-Ebene haben direkten Einfluss auf die Symptome von Psychosen und Schizophrenie.
7. Berührung und Massage
8. Atemtherapie
9. Yoga
10. Akupunktur
11. Qi Gong
12. Tai Chi
13. Naturerleben
Zitat„Wenn der Atem unregelmäßig ist, schwankt der Geist; Wenn der Atem ruhig ist, ist es auch der Geist. "
Iyengar (indischer Yoga-Meister).
| Kurzfassung |
| Atemübungen haben eine lange Geschichte in der Meditation sowie in spirituellen und religiösen Praktiken und wurden in moderne Therapien integriert. Diese Techniken sind weltweit entstanden und haben historische Wurzeln zum Beispiel im Yoga, im Buddhismus und in wissenschaftlich-medizinischen Forschungen.
Atemtherapien sind hoch wirksam zur Förderung der körperlichen und psychischen Gesundheit, können leicht erlernt werden und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Sie umfassen verschiedene Techniken, wie Beobachtung oder Regulierung der Atmung. Eine aktuelle Übersichtsarbeit "Auswirkung von Atemarbeit auf Stress und psychische Gesundheit" stellt fest:
"Angesichts des Bedarfs an wirksamen Behandlungen, ... könnten Interventionen, die sich auf eine bewusste Veränderung der Atmung konzentrieren, ein erhebliches Potenzial haben." (1)

Durch die bewusste Kontrolle der Atmung erhält man Zugriff auf das automatische Nervensystem des Körpers. Dies kann helfen, sich zentrierter zu fühlen und die eigenen Emotionen besser zu kontrollieren.
Bei Psychosen und Schizophrenie ermöglich ein regelmäßiges Atemtraining einen gewissen Abstand, vor Wahnideen und Halluzinationen zu wahren. Die inneren Prozesse können beobachtet werden und die Funktionalität kann im Alltag besser erhalten bleiben. Atemmeditation enspannt, beruhigt und verschafft einen konzentrierten, stabilen und gelassenen Geist.
Atem-Meditation und Atemtechniken
Es werden zwei Kategorien von Atemübungen unterschieden, Atem-Meditation und Atemtechniken.
Atem-Meditation ist achtsames Atmen und bezieht sich auf die Aufmerksamkeit und die Sensibilisierung für den natürlichen Atem, ohne zu versuchen, ihn zu kontrollieren.
Atemkontrolle oder Atemarbeit beinhaltet die bewusste Veränderung der Atemfrequenz, der Atemtiefe, des Ein-/Ausatmungsverhältnisses und/oder der Position des Atems, wie Bewegung des Bauches gegenüber der Brust sowie Nasen oder Mundatmung.
Psychosen und Schizophrenie
Atemmeditation ermöglichen es, sich der Gedanken und Gefühle bewusster zu werden, ohne zu urteilen, was auch helfen kann, gelassener mit belastenden Erfahrungen umzugehen. Achtsames Atmen lehrt dem Übenden beänstigende (Wahn-) Gedanken, überwältigende Emotionen, Halluzinationen wie Stimmenhören als vorübergehende Erfahrungen und nicht als absolute Realitäten wahrzunehmen. Dies fördert die Akzeptanz und mindert so das Leiden.
Studien zeigten, das achtsames Atmen kann beitragen dazu, verschiedene Symptome einer Psychose zu verbessern. Es zeigte sich eine Verringerung positiver Symptome um 30%, negativer Symptome um 15% sowie kognitiver Störungen um 20% gegenüber Kontrollbedingungen in 3-24 Monaten. Bei der üblichen Behandlung mit ambulanten psychiatrischen Leistungen gab es eine Verschlechterung der positiven Symptome um 20% und der negativen Symptome um 10%. (10)
Atemtherapie, insbesondere langsamere, kontrollierte Techniken, ist wirksam bei der Bewältigung auch von Angst und Stress, die oft mit Psychosen einhergehen.
Die durchschnittliche Dauer der erneuten Krankenhausaufenthalte innerhalb von 2 Jahren verringerte sich bei den Teilnehmern der Achtsamkeitsgruppe um 50% von 19 Tagen auf 10 Tage. Bei üblichen psychiatrischen Behandlung gab es hingegen einen leichten Anstieg um 15% von 19 Tagen auf 22 Tage. Die vollständige Genesung war mit 37% bei der Achtsamkeitgruppe am höchsten, verglichen mit 26 % bei der Kontrollgruppe und nur 7,2 % bei der üblichen psychiatrischen Behandlung. (10)
Schlussfolgerungen der Studie: Im Vergleich zu den anderen Gruppen "verbessert Achtsamkeit die Remissions- und Hospitalisierungsraten von Menschen mit Schizophrenie-Spektrum-Störungen über 24 Monate." (10)
Wut und Agression
Entspannungstechniken mit tiefer Atmung wurden erfolgreich eingesetzt, um gewalttätiges Verhalten bei Schizophrenie-Patienten zu reduzieren. Diese Techniken helfen, zu beruhigen, indem sie Wut, Reizbarkeit und körperliche Aggression reduzieren und zu einem Gefühl der Ruhe und Entspannung führen. (3)
Depressionen
Atem-Meditation hilft, das Bewusstsein für die Gedanken, Emotionen und körperlichen Empfindungen zu schärfen und einen Abstand und Gelassenheit dazu zu fördern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Loslösen von Grübeleien. Negative Gedankenschleifen werden effektiv gelöst, der Geist wird stabil und beruhigt. Es entsteht ein gefestigtes Körper- und Geistbewusstsein. Dieses hilft alte Negativitäten aufzuarbeiten und zu lösen und schützt gleichzeitig vor neuen negativen Gedankenschleifen.
Atemtechniken verbessern das Körperbewustsein
Depressionen werden mit einem veränderten Körpergefühl und einer veränderten Erfahrung des eigenen Körpers in Verbindung gebracht. Der Körper wird als schwer und starr empfunden oder auch mit einer reduzierten Verkörperung, bei der eine Trennung vom Körper empfunden wird. Eine Verbesserung des Körperbewusstseins durch die Atmung kann Verkörperungsstörungen bei Depressionen lindern. Atemtechniken, wie tiefes und kontrolliertes Atmen, kann Depressionen deutlich um 20% in 4 Wochen reduzieren. (12)
Angst
Atemübungen helfen, Ängste abzubauen, indem sie die Atmung verlangsamen und das Nervensystem beruhigen. Regelmäßiges Üben kann helfen, die natürliche Reaktion des Körpers auf Angst zu verbessern. Durch die bewusste Verlangsamung der Atmung wird dem Gehirn signalisiert, dass man in Sicherheit ist, was die Angstreaktion abschalten kann.
Angst kann mit einfachen Atemübungen bewältigt werden, wie Box Breathing, bei dem man jeweils vier Sekunden lang einatmet, die Luft anhält, ausatmet und wieder anhält, oder die 4-7-8-Technik, bei der man 4 Sekunden einatmet, 7 Sekunden die Luft anhält und 8 Sekunden ausatmet.
Eine weitere hilfreiche Methode ist die Bauchatmung, bei der eine Hand auf dem Bauch liegt und man sich darauf konzentriert, den Bauch zu heben und zu senken, ohne den Brustkorb zu bewegen.
Einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass langsames, tiefes Atmen bei der Behandlung von Angststörungen genauso wirksam sein kann wie Medikamente. Studien zeigten Besserungen um 45% in 8 Wochen gegenüber der Kontrollgruppe. (14) Auch Symptome bei Panikstörungen und posttraumatischen Belastungsstörungen können reduziert werden.
Stress
Atemtherapie fördert die Entspannung. Eine langsamere Atmung kann dazu beitragen, die Herzfrequenz zu senken, den Blutdruck zu reduzieren und den Spiegel von Stresshormonen im Blut zu verringern. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Techniken wie tiefes Atmen, Zwerchfellatmung und Wechselatmung das autonome Nervensystem positiv beeinflussen und die Sauerstoffversorgung des Gehirns verbessern können. Studien zeigten das Stress um 25-40% in 4-8 Wochen gegenüber Kontrollbedingungen reduziert werden konnte. (14) (15)
Schlaflosigkeit
Atemtherapie verbessert nachweislich die Schlafqualität bei Menschen mit Schizophrenie. Studien haben ergeben, dass Atem- und Entspannungstraining das psychische Wohlbefinden steigern und die Schlafqualität von Menschen mit Schizophrenie um 20% verbessern kann. (8)
Medikamente reduzieren
Eine Forschungsarbeit kommt zu dem Ergebnis:
"Tiefes Atmen als ergänzende Therapie ist eine wirksamere Möglichkeit, die Dosierung pharmakologischer Medikamente zu reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Durch tiefe Atemübungen können die degenerierten Nervenzellen mit Sauerstoff versorgt werden, sodass sie sich im Laufe der Zeit langsam regenerieren und den gestörten Nasenzyklus bei Schizophrenie wiederherstellen können." (4)
Verbessertes psychisches Wohlbefinden und Genesung
Studien zeigen, dass Atem- und Entspannungsübungen das psychische Wohlbefinden von Personen mit Schizophrenie steigern können. Durch die Förderung von Fähigkeiten wie Akzeptanz und emotionaler Regulierung kann Atemmeditation zu einer besseren Lebensqualität und einem verbesserten sozialen Funktionieren führen. Eine Studie zeigte eine vollständige Genesung bei 37% der Teilnehmern der Achtsamkeitgruppe, 26 % bei Psychoedukation, im Gegensatz zu nur 7,2 % der üblichen psychiatrischen Behandlung. (10)
Wichtige Hinweise und Sicherheit
Keine Studie berichtete über nachteilige Auswirkungen, die direkt auf Atemübungen zurückzuführen waren. Dies deutet darauf hin, dass Atemarbeit grundsätzlich ein hohes Sicherheitsprofil aufweist und langsame Atemtechniken für Menschen mit Psychosen und Schizophrenie empfohlen werden können. Jedoch gilt:
Nicht alle Atemtechniken sind bei Psychosen und Schizophrenie empfehlenswert. Holotropes Atmen, bei dem durch beschleunigte Atmung veränderte Bewusstseinszustände hervorgerufen werden, kann für Menschen mit Schizophrenie riskant sein. Es ist wichtig, zwischen sicheren, beruhigenden Atemübungen und dieser Art intensiver Praxis zu unterscheiden.
Emotionale Belastung: Die Praxis der „Trauma-Atemarbeit“, die dazu dient, unterdrückte Emotionen freizusetzen, kann zu starkem Stress führen und sollte, wenn überhaupt, nur unter professioneller Anleitung durchgeführt werden. |
1. Wirkungsweise
Bewusstes Atmen hat einen außerordentlich starken Einfluss auf die psychische Gesundheit und es ist daher eine elementar wichtige Heilmethode im Recovery-Prozess. Atem-Meditation ist einfach zu erlernen und auch nur zweimal täglich 10-20 Minuten am Tag können eine deutlich spürbare Hilfe sein.
Psychosen können stressbedingt sein. Akute und chronische Lebensereignisse gehen in der Regel mit Stress einher oder werden durch diesen ausgelöst. Bei Stress werden psychophysiologische Systeme aufgrund des hohen Sauerstoffbedarfs des Gehirns beeinträchtigt. Tiefes Atmen beeinflusst senkt Cortisol – das Stresshormon. Atemübungen fördern auch die Produktion von Oxytocin, dem "Kuschelhormon", welches positive, negative und kognitive Symptome senkt. Eine Forschungsarbeit berichtet:
"Hypoxie ( Sauerstoffmangel) und eine gestörter Nasenzyklus können zu Psychopathologien wie Schizophrenie beitragen. Regelmäßige tiefe Atem-Yoga-Übungen können als ergänzende Therapie bei der Wiederherstellung der Sauerstoffversorgung der Gehirnneuronen, der Korrektur des Nasenzyklus und der Behandlung von Schizophrenie hilfreich sein." (4)
Bei Schizophrenie sind beide Gehirnhälften gestört, da die rechte Hemisphäre unteraktiv und die linke überaktiv ist. Veränderungen im Nasenluftstrom wirken sich auf den linken und rechten Hirnstamms aus. Ruhiges Atmen während der Meditation aktiviert den linken präfrontalen Kortex und unterdrückt gleichzeitig die Aktivität im rechten präfrontalen Kortex.
Autonomes Nervensystem: Atemübungen können das Gleichgewicht zwischen dem sympathischen (Kampf-oder-Flucht) und dem parasympathischen (Ruhe-und-Verdauung) Zweig des Autonomes Nervensystem beeinflussen und so einen entspannteren Zustand fördern.
2. Trauma, Atem und Embodiment
Im Atmen drückt sich nicht nur Körperliches, sondern auch Seelisches aus. Diesen Zusammenhang nutzt die Atemtherapie, um über das bewusste Erleben des Atmens die Wahrnehmung innerer Empfindungen zu schulen. Unter Anspannung atmen wir schneller, unregelmäßiger und flacher. Bewusstes Atmen kann helfen, zu entspannen, Ängste zu lösen, Schmerzen weniger wahrzunehmen, Herausforderungen gelassener zu begegnen, die Konzentration zu steigern.
Trauma verarbeiten und loszulassen
Traumata haben Auswirkungen auf unseren Körper und unser Unterbewusstsein. Bewusstes Atmen und Atemarbeit können dabei helfen, traumatische Erfahrungen zu verarbeiten und loszulassen. So wie Atemarbeit viele positive Auswirkungen auf die Linderung von Angstzuständen und die Stressbewältigung hat, kann Atemarbeit helfen, Aspekte des Selbst zu heilen, freizugeben und wiederherzustellen, die von traumatischen Ereignissen betroffen sind.
Die 3 beliebte und wirkungsvolle Atemtechniken für Traumata sind
1. Biodynamische Atemarbeit
2. Holotrope Atemarbeit
3. Wim-Hof-Atemarbeitsmethode
Trauma-Atemarbeit ist eine bewusste und absichtliche Atmung, die im Körper gespeicherte Traumata löst. Absichtliche Trauma-Atemarbeit hilft bei der Verarbeitung und Heilung von Traumata, indem sie das Bewusstsein umgeht, das sympathische Nervensystem deaktiviert und eine erholsame Wirkung auf die Praktizierenden hat.
Atemarbeit bei Traumata ist eine therapeutische Technik, die Praktizierende in ungewöhnliche Bewusstseinszustände versetzt. Es funktioniert, indem es einen sicheren Raum für tiefe Entspannung schafft, in dem man sich ungehemmt und frei fühlen kann, um alle Emotionen oder körperlichen Bewegungen auszudrücken, die während einer Sitzung auftauchen. Letztendlich sind Atemtechniken bei Traumata darauf ausgelegt, die Selbstheilung durch die Verbindung zum Atem zu erleichtern – so dass alles, was auftaucht, ausgedrückt, verarbeitet und losgelassen werden kann.
Die Atem-Meditation des Buddha
Anapana bedeutet Beobachtung der natürlichen, normalen Atmung, sowohl beim Ein- als auch beim Ausatmen. Es handelt sich um eine leicht zu erlernende Technik, die dabei hilft, die Konzentration des Geistes zu fördern und ist ein wichtiges Werkzeug beim Umgang mit Ängsten und seelischen Belastungen.
Anapana hilft auch, sich selbst besser zu verstehen und gibt einen Einblick in die Funktionsweise des eigenen Geistes. Aufgrund ihrer Einfachheit ist die Technik leicht zu verstehen und zu praktizieren. Die Beobachtung des Atems ist das ideale Meditationsobjekt, da er immer verfügbar ist. Anapana unterscheidet sich stark von Techniken, die auf der künstlichen Regulierung des Atems basieren.
Anleitung zur Anapana-Meditation s.u.
3. Studien
Positive Symptome und Genesung
1. Ziel einer Studie war es, bei 300 Patienten mit Schizophrenie über einen Zeitraum von 24 Monaten eine achtsamkeitsbasierte Psychoedukationsgruppe mit Atemmeditation im Vergleich zu einer gewöhnlichen Psychoedukationsgruppe im Vergleich zur üblichen psychiatrischen Behandlung zu testen. (10) Die Teilnehmer der Achtsamkeitsgruppe wurden gebeten und ermutigt, regelmäßig (mindestens zweimal täglich) Übungen zur gezielten Wahrnehmung von Gedanken, Gefühlen, Körperempfindungen und achtsamem Atmen und Gehen durchzuführen. (Kabat-Zinns MBSR-Programm)
Ergebnisse: Die durchschnittliche Dauer der erneuten Krankenhausaufenthalte innerhalb von 2 Jahren verringerte sich bei den Teilnehmern der Achtsamkeitsgruppe von 19 Tagen auf 10 Tage, also um 50%. Bei üblichen psychiatrischen Behandlung gab es hingegen einen leichten Anstieg um 15% von 19 Tagen auf 22 Tage .
Die positiven Symptome verbesserten sich um 40% in der Achtsamkeitsgruppe und um 10% in der gewöhnlichen Psychoedukationsgruppe. Bei der üblichen Behandlung mit ambulanten psychiatrischen Leistungen gab es eine Verschlechterung der positiven Symptome um 20% und der negativen Symptome um 10%.
Bei den Teilnehmern kam es zu Unterschieden für eine vollständige Genesung, mit 37% bei der Achtsamkeitgruppe, 26 % bei Psychoedukation, im Gegensatz zu nur 7,2 % der üblichen psychiatrischen Behandlung.
Schlussfolgerungen der Studie: Im Vergleich zu den anderen Gruppen "verbessert Achtsamkeit die Remissions- und Hospitalisierungsraten von Menschen mit Schizophrenie-Spektrum-Störungen über 24 Monate." (10)
Negativen Symptome
2. Eine Studie untersuchte die Wirksamkeit von Achtsamkeit hinsichtlich der Verringerung negativer Symptome bei 59 Personen mit einer frühen Psychose. Der Lehrplan bestand aus achtsamen Atmen, angeleiteter Meditation mit Fokus auf Körperempfindungen und Aktivitäten. Die Teilnehmer wurden entweder drei Monaten lang wöchentlich einstündigen Achtsamkeitssitzungen oder der Standardbehandlung zugeteilt.
Ergebnisse: Nach 3 Monaten zeigten Teilnehmer, die Achtsamkeitstraining erhielten, im Vergleich zu gewöhnlichen Behandlung größere Reduktionen der negativen Symptome um 15%.
"Unsere Ergebnisse zeigten, dass Mindfulness Ambassador Program kurzfristig negative Symptome wirksamer reduzierte als gewöhnlichen Behandlung. Eine frühere Reduktion negativer psychotischer Symptome kann langfristig zur Genesung beitragen." (11)
Wut und Aggression
3. Ziel einer Studie von 2022 war es, die Wirkung von Entspannungstechniken durch tiefes Atmen auf Wut und Aggression von Schizophreniepatienten zu bestimmen. (3) Die Stichprobe dieser Studie bestand aus 20 Schizophreniepatienten mit einem Risiko für gewalttätiges Verhalten.
"Die Ergebnisse zeigten, dass das Wutverhalten von Schizophreniepatienten vor der Anwendung von Techniken zur tiefen Atementspannung bei 70 % mittelschwer und bei 30 % schwer lag. Nach der Anwendung von Techniken zur tiefen Atementspannung waren es 60 % leichtes, 35 % mittelschweres und 5 % schweres Wutverhalten.
Techniken zur tiefen Atementspannung, die mit der richtigen Intensität und im richtigen Rhythmus angewendet werden, sind sehr gut geeignet, um den Prozess der Kontrolle von Gewaltverhalten zu unterstützen. Psychiatrischen Kliniken wird empfohlen, tiefe Atementspannung anzuwenden, um Wutverhalten zu kontrollieren." (3)
Kognition
In einer Studie zur Kognition wurde 84 Teilnehmer einer schnellen Pranayama-, einer langsamen Pranayama- und einer Kontrollgruppe zugeteilt. Pranayama ist die yogische Praxis der Konzentration auf den Atem. Das jeweilige Pranayama-Training wurde dreimal pro Woche für 35 Minuten über einen Zeitraum von 12 Wochen unter der Aufsicht eines zertifizierten Yoga-Trainers durchgeführt.
Ergebnisse und Schlussfolgerung: Exekutivfunktionen und Reaktionszeit verbesserten sich sowohl in der schnellen (um 20%) als auch in der langsamen Pranayama-Gruppe signifikant um 10%.
Beide Arten von Pranayama wirken sich positiv auf die kognitiven Funktionen aus, schnelles Pranayama hat mit 20% Besserung jedoch zusätzliche Auswirkungen auf die exekutive Funktion des auditiven Arbeitsgedächtnisses und der Verarbeitung als langsames Pranayama mit 10% Besserung. (7)
Depressionen
1. Eine Übersichtsarbeit zur Wirkung von Atemarbeit auf Stress und psychische Gesundheit hat Atemarbeit bei Depressionen als vielversprechend erachtet: (1)
Darüber hinaus haben Metaanalysen von 20 bzw. 18 Studien zu sekundären Ergebnismessungen von selbstberichteten/subjektiven Angst- und Depressionssymptomen gezeigt, dass Atemarbeitsinterventionen im Vergleich zu Kontrollen ebenfalls signifikante kleine bis mittlere Effektstärken erbrachten, was die Atemarbeit begünstigte." (1)
Hinweis: Tiefes und kontrolliertes Atmen hat sich bei der Verringerung von Depression als wirksamer erwiesen. Achtsame Atemmeditation hingegen kann Stress und Angst besser reduzieren.
2. Ziel einer Studie war es, die Wirksamkeit eines Atemtraining auf die Lebensqualität und Depression von 41 Dialysepatienten zu untersuchen. Das Programm umfasste drei Arten von Atemübungen. Die Teilnehmer wurden gebeten, das Atemtrainings 30 Tage lang dreimal täglich durchzuführen.
Ergebnisse: Nach dem Atemtraining wurde eine Abnahme der Gesamtdepression um 20% beobachtet (BDI-II). sowie eine Verbesserungen der allgemeinen Lebensqualität um 10%.
Schlussfolgerungen: "Atemübungen werden mit einer verbesserten Lebensqualität und einer Verringerung der Depression bei Huntington-Patienten in Verbindung gebracht und stellen eine einfache und kostengünstige Intervention dar." (12)
Angst

1. Ein Review untersuchte die Wirksamkeit von Atemübungen bei Erwachsenen mit Angststörungen. Es wurden 16 Studien in die Untersuchung aufgenommen.
Ergebnis: "Diese evidenzbasierte Übersichtsarbeit unterstützt den klinischen Nutzen von Ateminterventionen und diskutiert wirksame Behandlungsoptionen und -protokolle, die für Patienten mit Angstzuständen praktikabel und zugänglich sind." (13)
2. Eine Studie wurde mit dem Ziel durchgeführt, die klinische Wirksamkeit von angeleiteten Atemübungen zur Verringerung von Angstzuständen, Stress und Depressionen bei Patienten mit COVID-19 zu untersuchen. Die Probanden wurden nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen aufgeteilt: Atemübungen und Kontrollgruppe.
Die Teilnehmer wurden angewiesen über einen Zeitraum von 8 Wochen, viermal täglich Atemübungen durchzuführen, wobei jede Sitzung etwa 15–20 Minuten dauerte. Diese Übungen bestanden aus 10 tiefen Atemzügen, wobei der Atem 2 bis 3 Sekunden angehalten und langsam durch gespitzte Lippen ausgeatmet wurde. Die Ergebnisse dieser Studie zeigten, dass klinisch angeleitete Atemübungen eine signifikante Wirkung auf die Verringerung von Angstzuständen um 45% und Stress um 40% bei COVID-19-Patienten hatten.
Ergebnisse:"Geführte Atemübungen sind eine wirksame ergänzende Methode zur Reduzierung von Angst und Stress bei COVID-19-Patienten. Darüber hinaus können die Übungen einen wertvollen nicht-pharmakologischen Ansatz zur Bewältigung psychischer Belastungen bei COVID-19-Patienten darstellen." (14)
3. Die Studie von Dhruva et al. (2012) untersuchte speziell Dosis-Wirkungs-Effekte und stellte einen positiven Zusammenhang zwischen dem Gesamtumfang der Atemübungen und der Verbesserung der Lebensqualität fest. Jede Stunde Atemarbeit ergab eine Abnahme der Angst.
Stress
Eine Metaanalyse von RCTs zur Wirkung von Atemarbeit auf Stress wurde durchgeführt und dabei 12 Studien mit insgesamt 785 Teilnehmern analysiert. Atemübungen führten zu geringerem Stressniveau. (1)
1. Ziel der Studie war es, für einen Monat den Einfluss einer Atemübung mithilfe einer webbasierten App auf den Stresspegel von Pflegekräften zu untersuchen. Nach der Atemübung sank das Stressniveau im Durchschnitt um 25%. Die Ergebnisse weisen auf eine große Effektstärke hin.
Ergebnisse der Studie:
"Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Atemübungen mithilfe einer App den Stresspegel von Pflegekräften senken können. Die regelmäßige Nutzung solcher Apps kann das Stressmanagement unterstützen und die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden verbessern." (15)
Schlaf
Langsames, tiefes Atmen führt nachweislich zur Produktion von Melatonin, das nicht nur die Entspannung fördert, sondern auch ein essentielles Schlafhormon ist. (6)
1. Eine kontrollierte Studie wurde durchgeführt, um die Wirkung von Atem- und Entspannungsübungen auf das psychische Wohlbefinden und die Schlafqualität bei Personen mit Schizophrenie zu bestimmen. (8) Die Personen der Experimentalgruppe absolvierten 6 Sitzungen mit Atem- und Entspannungsübungen in Form eines Gruppentrainings, während bei den Personen der Kontrollgruppe kein Training durchgeführt wurde.
Es wurde festgestellt, dass bei den Personen der Experimentalgruppe nach dem Training mit Atem- und Entspannungsübungen das psychische Wohlbefindens um 15% und die Schlafqualität um 20% zunahm.
Ergebnis der Studie: "Man kann sagen, dass Atem- und Entspannungsübungen als wirksame Intervention zur Verbesserung des psychischen Wohlbefindens und der Schlafqualität von Personen mit diagnostizierter Schizophrenie eingesetzt werden können ..." (8)
4. Anwendung
Die Atem-Meditation des Buddha: Anapana
Die Atmung fungiert als Brücke zwischen dem Bewusstsein und dem Unbewussten sowie zwischen willkürlichen und unwillkürlichen Prozessen des Körpers.
Der erste Schritt dieser Technik besteht darin, ein Bewusstsein für die gegenwärtige Realität zu entwickeln. Das Leben kann wirklich nur in der Gegenwart gelebt werden. Wenn man die Atmung beobachtet, beginnt man, die Natur des Geistes zu verstehen. Der Geist ist sehr flüchtig, sehr wankelmütig – diese Realität wird sehr deutlich. Er bleibt nie in der Gegenwart, sondern versucht ständig, in eine Vergangenheit oder Zukunft zu fliehen, die unerreichbar ist. Indem der die natürliche Atmung beobachtet wird, wird der Geist trainiert, in der Gegenwart zu leben.
Ein weiterer Grund dafür, den natürlichen ein- und ausströmenden Atem als Objekt der Konzentration zu nutzen, besteht darin, dass der Rhythmus unserer Atmung eine enge natürliche Verbindung mit den Negativitäten des Geistes hat und diese auch beeinflussen kann.
1. Atem-Meditation (Anapana) (13 min)
2. Einführung und Atem - Meditation (26 min)
3. Atem-Meditation für Fortgeschrittene (1: 11h )
Die Atemtechniken des Yoga
Anfänger sollten diesen Übungen mindestens drei bis fünf Minuten am Tag widmen. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, kann die Übungszeit nach einigen Wochen konsequenten Übens schrittweise auf eine halbe Stunde erhöht werden. Es ist wichtig, den Körper während der Übung nicht zu überanstrengen und auf einfache und natürliche Weise zu üben.
Yoga-Techniken
Arten von Atemübungen
- Zwerchfellatmung : Konzentriert sich auf die Verwendung des Zwerchfells zum tiefen Atmen, wobei sich der Bauch beim Einatmen ausdehnt.
- Vollständige Atmung : Beinhaltet das vollständige Füllen und Entleeren der Lunge.
- Abwechselnde Nasenlochatmung (Nadisuddhi) : Eine Technik, bei der ein Nasenloch zum Einatmen und das andere zum Ausatmen geschlossen wird, mit bestimmten zeitlichen Verhältnissen für Einatmen, Anhalten und Ausatmen.
- Box Breathing : Eine rhythmische Technik, bei der Sie gleichmäßig einatmen, die Luft anhalten, ausatmen und die Luft anhalten, oft jeweils 4 Sekunden lang, um eine beruhigende Wirkung zu erzielen.
1. Anulom-Vilom oder Nadi Shodhan Pranayama (abwechselnde Nasenlochatmung) - Video zur Anleitung
Anulom-Vilom Pranayama ist das beste Pranayama oder tiefe Atemübungen gegen Schizophrenie, Depression, Angstzustände und Stress. Es hilft, chemische und hormonelle Defizite im Körper auszugleichen und verleiht dem Geist absolute mentale, emotionale und physiologische Harmonie, Einheit und Ruhe. Die Symptome von Angst, Stress und Depression nehmen mit fortschreitendem Bewusstsein allmählich ab.
2. Kapalbhati Pranayama - Video zur Anleitung
Vorteile: Diese Übung bringt Positivität in die Gedanken und sorgt gleichzeitig für emotionale und mentale Stabilität, indem sie den Geist beruhigt. Es lindert Bluthochdruck, Depressionen, Stress und Angstzustände.
3. Ujjayi- Atmung - Video zur Anleitung
Eine weitere bekannte Yoga-Atemtechnik ist die Ujjayi- Atmung, eine Zwerchfellatmungsmethode, die besser als „Ozeanklang“ bekannt ist. Es füllt zunächst den Unterbauch aus, steigt dann zum unteren Brustkorb auf und bewegt sich schließlich in den oberen Brustkorb und den Rachen. Das Ein- und Ausatmen erfolgt jeweils durch die Nase.
Therapeutische Atemtechniken
Es gibt unzählige Atemtechniken – und einige bekannte Atemtherapeuten, meist im Bereich der Psychotherapie:
- Atemarbeit nach Cornelis Veening: Eine auf der Psychologie Carl Gustav Jungs basierende Atemtherapie, die über eine leib-seelische Entwicklung einen Weg von „innen nach außen“ anbietet, damit „der Mensch das werde, was er sein soll“.
- Atemarbeit nach Herta Richter: Sie basiert auf der Vorstellung, dass die Entwicklung des eigenen Atems Verbindungen zum innersten Wesen ermöglichen kann.
- Atem- und Leibtherapie nach Graf Dürckheim: Der Klient wird angeleitet, sich seinen Verhaltensmustern und Ängsten zu stellen, um damit einen Neubeginn zu ermöglichen. Dabei soll der Leib als „beseelter Körper“, der mit der Psyche eine Einheit bildet, erfahrbar gemacht werden.
- Erfahrbarer Atem nach Ilse Middendorf: Es wird mit dem so genannten „zugelassenen Atem“ gearbeitet und mit der Vorstellung, dass zwischen „Atem, Sammlung und Empfindung“ eine gegenseitige Wechselwirkung besteht, die bei gleichzeitiger Balance zwischen „Hingabe und Achtsamkeit“ eine bewusste Entwicklung aller Ebenen (je nach Hinwendung) des Klienten möglich machen soll.
- Energetic Breathing nach Dhyan Manish
- Der bewusste zugelassene Atem - Erika Kemmann
- Psychotonik – nach Volkmar Glaser
- Eutonie nach Gerda Alexander
- Holotropes Atmen nach Stanislav Grof,
- Transformational Breath nach Judith Kravitz,
- Intuitives Atmen nach Karl Scherer und Qigong-Atmung (s. Wikipedia)
Wichtige Hinweise und Sicherheit
Warnung vor holotropem Atmen : Nicht alle Atemtechniken sind bei Psychosen und Schizophrenie empfehlenswert. Holotropes Atmen, bei dem durch beschleunigte Atmung veränderte Bewusstseinszustände hervorgerufen werden, kann für Menschen mit Schizophrenie riskant sein. Es ist wichtig, zwischen sicheren, beruhigenden Atemübungen und dieser Art intensiver Praxis zu unterscheiden.
Emotionale Belastung: Die Praxis der „Trauma-Atemarbeit“, die dazu dient, unterdrückte Emotionen freizusetzen, kann zu starkem Stress führen und sollte, wenn überhaupt, nur unter professioneller Anleitung durchgeführt werden.
Studien und Quellen
(1) Effect of breathwork on stress and mental health: A meta-analysis of randomised-controlled trials. Guy William Fincham, Clara Strauss, Jesus Montero-Marin, and Kate Cavanagh, 2023
(2) Virtual Reality Breathing Interventions for Mental Health: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials. Gabriela Cortez-Vázquez, Marcel Adriaanse, George Louis Burchell, Raymond Ostelo, Georgia Panayiotou & Elke Vlemincx, 2024
(3) The Influence of Deep Breathing Relaxation Techniques on Angry Behavior of Schizophrenia Patients in UPTD RSJ Bali Province. Jayanti, DMAD, Budianto, IW, & Laksmi, IGAPS (2022)
(4) Deep Breathing: An Indigenous Cure for Schizophrenia. Ashok Kumar Dudi, 2023
(5) Analogy between classical Yoga/Zen breathing and modern clinical respiratory therapy. Masaru Tobe and Shigeru Saito, 2020
(6) Self-Regulation of Breathing as an Adjunctive Treatment of Insomnia. Ravinder Jerath,, Connor Beveridge, and Vernon A. Barnes , 2018
(7) Effect of Fast and Slow Pranayama Practice on Cognitive Functions In Healthy Volunteers. Vivek Kumar Sharma, Rajajeyakumar M., Velkumary S., Senthil Kumar Subramanian, Ananda B. Bhavanani, Madanmohan, Ajit Sahai, and Dinesh Thangavel, 2014
(8) The Effect of Breathing and Relaxation Exercises Training on Psychological Well-Being and Sleep Quality in Individuals Diagnosed With Schizophrenia
A Randomized Controlled Study. Yıldırım Üşenmez, Tülay PhD, RN; Kavak Budak, Funda PhD, RN, 2025
(9) The effect of relaxation techniques on changes in the mental status of schizophrenic clients at the Surakarta Regional Mental Hospital. Kustanti, E. , 2020
(10) An international multi-site, randomized controlled trial of a mindfulness-based psychoeducation group programme for people with schizophrenia. W. T. Chien, D. Bressington, A. Yip and T. Karatzias, 2017
(11) Effectiveness of a mindfulness-based intervention for persons with early psychosis: A multi-site randomized controlled trial. Arlene G. MacDougall, Joshua C. Wiener,, Klajdi Puka ,Elizabeth Price, Oluwatoni Oyewole-Eletu Elmar Gardizi, Kelly K. Anderson a b c, Ross M.G. Norman, 2024
(12) Treatment of depression and poor quality of life through breathing training in hemodialysis patients. Hayfa Almutary & Noof AlShammari , 2025
(13) Breathwork Interventions for Adults with Clinically Diagnosed Anxiety Disorders: A Scoping Review. Blerida Banushi 1,*, Madeline Brendle 2,3,4, Anya Ragnhildstveit 4,5,6, Tara Murphy 7, Claire Moore 3, Johannes Egberts 8, Reid Robison, 2023
(14) Clinical effectiveness of guided breathing exercises in reducing anxiety, stress, and depression in COVID-19 patients. Sara Sheikh, Asma Rostami, Azam Shahbazi, Fahime Abdollahi Nezhad, Omonabi Khazai & Azizollah Arbabisarjou, 2024
(15) The Effect of a Web-Based Deep Breathing App on Stress of Direct Care Workers: Uncontrolled Intervention Study. Authors: Jinsook Kim, Jennifer A. Gray, and Hannah Johnson.