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PFLANZLICHE ANTIPSYCHOTIKA
4. JATAMANSI
| INDISCHE NARDE (Nardostachys jatamansi) - Jatamansi (AM) |
Indische Narde ist eine Nutz- und Heilpflanze aus dem Himalaya, deren Rhizom schon in der Antike bis in den Mittelmeerraum exportiert wurde. Man verwendete sie zur Herstellung kostbarer Öle und Salben, was sowohl in den frühen ayurvedischen Schriften, als auch im Alten & Neuen Testament der Bibel erwähnt wurde. Die Indische Narde gehört zur Familie der Valerianacae ist mit dem europäischen Baldrian (Valeriana officinalis) verwandt. Es wird seit langem als ayurvedische Medizin, homöopathische Medizin, Ethnomedizin und im indischen Medizinsystem verwendet und wird heute in der modernen Medizinindustrie eingesetzt. In Indien gehört es zu den 20 meistgehandelten und am meisten genutzten Pflanzen. Sie ist ein bekanntes Medhya-Kraut, das im indischen Ayurveda einen hohen Stellenwert einnimmt. Medhya heißt Geist, Psyche oder Intelligenz. Nardostachys jatamansi ist eine traditionell verschriebene Heilpflanze bei verschiedene Arten von Gehirnerkrankungen. Brahmi und Jatamansi wurden in Nichtunterlegenheitstudie bei 200 Patienten mit 10 mg Olanzapin verglichen. Es wurden keine statistisch signifikanten Unterschiede bei positiven und negativen Symptome und bei allgemeiner Psychopathologie zwischen beiden Gruppen gefunden. ( Mundewadi et al., 2008 ) (3) Die Wurzeln von Nardostachys Jatamansi haben antipsychotische, antidepressive und neuroprotektive Aktivitäten und führen zu einer signifikanten Verbesserung der Lern- und Gedächtnisleistung. |
| ANTIPSYCHOTISCHE WIRKUNG UND STUDIEN |
Wirkungsweise Die Wirkstoffe von Nardostachys jatamansi für die wichtigen Arzneimittelziele, wie Dopamin-, GABA-, NMDA-Rezeptoren und Signalübertragung, die an der Pathophysiologie der Schizophrenie beteiligt sind, sind β-Sitosterin, Chlorogensäure, Oleinsäure und Ursolsäure Säure. Sie alle haben eine hohe Bindungsaffinität gegenüber den Wirkstoffzielen. (1) Experimentelle Studien deuten darauf hin, dass ethanolischer Extrakt aus den Wurzeln von Jatamansi den Dopaminspiegel in den frontalen kortikalen Regionen des Gehirns senkt und antipsychotische Wirkungen hervorruft. Jatamansi zeigt eine antidepressive Wirkung durch die Interaktion über GABAerge Rezeptoren. (7) Das in N. jatamansi enthaltene ätherische Öl hat eine beruhigende Wirkung und übt eine regulierende Wirkung auf das autonome Nervensystem aus. Es verschafft schnelle Linderung bei agitatorischer Psychose, manischer Psychose und Hysterie (5). Die aktiven Inhaltsstoffe der Pflanze reduzieren positive, negativen und kognitiven Symptome der Schizophrenie. Die Behandlung in einer vorklinischen Studie mit N. jatamansi zeigt ermutigende Ergebnisse bei hauptsächlich positiven Symptomen. Es regulierte den Glutamatspiegel signifikant hoch und senkte den Dopaminspiegel. (2) Brahmi und Jatamansi wurden in einer 20 monatigen Nichtunterlegenheitstudie bei 200 Patienten mit 10 mg Olanzapin verglichen. Es wurden keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen beiden Gruppen gefunden, bei positiven und negativen Symptome und bei allgemeiner Psychopathologie. Die ayurvedische Gruppe hatte weniger Gewichtszunahme ( Mundewadi et al., 2008 ) (3) Eine Studie mit einer zusammengesetzten Formulierung, die Shankhapushpi (Convolvulus pleuricaulis), Jatamamsi ( Nardostachys jatamamsi ), Brahmi ( Bacopa monieri ), Ashwagandha ( W. somnifera ) und Vacha ( A. calamus ) enthielt, reduzierte psychotische Symptome. (5) Jatamansie hat Konzentrations- und gedächtnisstärkende Eigenschaften und wird bei Demenz angewandt (3) Depressionen Bei einer placebokontrollierte Studie mit 40 Patienten, bekam die Testgruppe 2 mal täglich 750 mg Jatamansi und die Kontrollgruppe ein Placebo über einen Zeitraum von 6 Wochen. Die Depressionswerte (HDRS- Scale) verbesserten sich um 32% gegenüber Placebo. Die Lebensqualität stieg um 46%. Nach der Intervention kam es bei 90% Patienten zu einer Linderung ihrer depressiven Verstimmung und Anhedonie, bei 85 % zu einer Linderung von Energieverlust, verminderter Konzentration und Aufmerksamkeit, bei 75% zu einer Linderung von Schlafstörungen. (6) Ängste, Schlaf und Stress Die indische Narde wirkt stresslösend und stark beruhigend, zudem stimmungsaufhellend und hilft so bei Ängsten und Schlafstörungen. Jatamamsi hat angstlösende Eigenschaften und erhöht den Monoamin- und GABA-Neurotransmitterspiegel im Gehirn. In einer Studie mit 15 Patienten wurde Jatamansi Churna (Pulver aus N. jatamansi Wurzel) in der Dosis von 4 g mit Milch wurden über einen Zeitraum von 1 Monat dreimal täglich nach dem Essen verabreicht. Die Jatamansi-Gruppe sorgte für eine Verbesserung von 61,34 % bei der Einschlafphase, 48,25 % bei der Schlafdauer und 53,08 % bei der Verbesserung der Schlafdauer. (7) |
| HILFE BEI NEBENWIRKUNGEN UND FOLGEKRANKHEITEN VON ANTIPSYCHOTIKA |
Viele Heil- oder Nahrungspflanzen und die darin enthaltenen Elemente können nicht nur als therapeutische Mittel dienen, sondern auch als vorbeugende Behandlung wirken und die negativen Folgen vieler chronischer Krankheiten hinauszögern und abmildern. 1. Gehirnschrumpfung Antipsychotika zerstören Gehirnzellen und führen zu Gehirnschrumpfung und damit potentiell zu kognitiven Störungen (13). Die Indische Narde wirkt neuroprotektiv, schützt Nerven und Gehirnzellen. (10) |
| ANWENDUNG |
Das Wurzelpulver kann 2 x tägliche in der Dosisi von 2 - 10 g eingenommen werden. Ein gestrichner Teelöffel entspricht 3 g (3) |
| EINKAUF |
Ein günstiges Einkaufsbeispiel: Wurzel [magicherbs.de] 3€/ 50g Ich kaufe mir die Pflanze Rohform und mahle sie zu Pulver. Die enthaltenen Wirkstoffe in Form von ätherischen Ölen können so am besten erhalten bleiben und eingenommen werden. Indische Narde ist auch ein Bestandteil recht bekannter ayurvedischer Kräuterformulierungen namens Brahmi-Vati, Mehdya oder Mentat. In diesen Mischungen sind auch 5-7 weitere antipsychotische Heilpflanzen enthalten, wie Brahmi, Kalmus, Gudduci usw. Diese Mischungen sind auch in Deutschland gut erhältlich und da eine Kombination die Wirksamkeit verstärkt auch zu empfehlen. |
Studien und Quellen: (1) In silico investigation on the probable macromolecular drug targets involved in the antischizophrenia activity of Nardostachys jatamansi, 2022 (2) Nardostachys jatamansi targets BDNF-TrkB to alleviate ketamine-induced schizophrenia-like symptoms in rats, A Janardhanan, 2017 (3) A randomized, controlled, clinical trial of a herbal combination of aqueous extracts of bacopa monnieri and nardostachys jatamansi in schizophrenia, compared to standard anti-psychotic drug, olanzapine as an active control. Bombay Hospital J. Mundewadi AA, Joshi DD, Arekar AS, Bakre GB, Mundewadi RA. (2008) (5) Role of Ayurveda in the Treatment of Psychotic Disorders: A Systematic Review of Clinical Evidence. Kavyashree Kulamarva, Venkataram Shivakumar, Umesh Chikkanna, Kishore Kumar Ramakrishna, Hemanth Bhargav and Shivarama Varambally, 2023 (6) Efficacy of Nardostachys jatamansi (D.Don) DC in post stroke depression: A randomized, double blind, controlled trial. Muzafar Din Ahmad Bhat, Husain Ahmad, 2023 (7) A comparative clinical study on the effect of Tagara (Valeriana wallichii DC.) and Jatamansi (Nardostachys jatamansi DC.) in the management of Anidra (primary insomnia) Toolika E., Bhat NP, Shetty SK, 2015 (8) https://arznei-news.de/antipsychotika-herzerkrankungen/ (9) https://arznei-news.de/herzerk…ka-und-die-sterblichkeit/ (10) https://www.vorsichtgesund.de/ (11) https://dorsch.hogrefe.com/sti…er-psychopharmakotherapie (12) https://www.infomed.ch/screen_template.php?articleid=2387 (13) https://www.depression-heute.de/neuroleptika-l…das-gehirn-auf/ |