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ROAD TO RECOVERY | Therapien und Heilmethoden bei Schizophrenie:
3. Ernährung und Nahrungsergänzung
| Besserung bei Symptomen: [in Studien gegenüber Placebo ] | (+) | (-) | (k) | (D) | (Ä) | (ST) | (SCH) |
| Ketogene Ernährung | ✓ | ✓ | ✓ | 50% | 25% | ✓ | 20% |
| Mediterane Ernährung | ✓ | 20% | 15% | 40% | 40% | 40% | ✓ |
| Glutenfreie Ernährung (1) | ✓ | 40% | ✓ | 10% | ✓ | - | - |
(+) = positive, (-) = negative, (k) = kognitive Symptome, (D) = Depressionen, (Ä) = Ängste, (ST) = Stress, (SCH) = Schlaf
(1) = Gilt für 30% der schizophren Erkrankten (mit Glutenunverträglichkeit)
Vitamine, Mineralien und Omega 3
(G) = Gesamtsymptome, (+) = positive, (-) = negative, (k) = kognitive Symptome, (D) = Depressionen, (Ä) = Ängste, (ST) = Stress, (SCH) = Schlaf
Psychobiotika
| Besserung in 4 - 8 Wochen [in Studien gegenüber Placebo ] | (+) | (-) | (k) | (D) | (Ä) | (ST) | (SCH) |
| Psychobiotika | 10% | ✓ | 10% | 35% | 30% | 15% | 25% |
(+) = positive, (-) = negative, (k) = kognitive Symptome, (D) = Depressionen, (Ä) = Ängste, (ST) = Stress, (SCH) = Schlaf
I. Die Körper-Ebene
Unser physischer Körper ist die materielle Ebene des Menschen. Er besitzt eine anatomische Gestalt, die aus Zellen zusammengesetzt ist und durch eine Vielzahl von biochemischen Stoffwechselprozessen gesteuert wird. Körper und Geist sind mit einander verbunden.
Therapien und Heilmethoden:
1. Arbeit und Beschäftigung
2. Sport
3. Ernährung und Nahrungsergänzung
4. Naturheilkunde
5. Orthomolekulare Medizin
6. Konventionelle Medizin
A. Antipsychotika
B. Antidepressiva
II. Die Energie-Ebene
Auf der 2. Ebene befindet sich der Energiekörper. Er wird vor allem durch unsere Nerven und Energieleitbahnen, den Meridianen gebildet. Die Meridiane sind Energieverbindungen zu unseren Organen, Körperfunktionen und zur Psyche. Auch unser Antrieb und unsere Energie wird dieser Ebene zugeordnet. Die Therapien der Energie-Ebene haben direkten Einfluss auf die Symptome von Psychosen, Schizophrenie und Depression.
Therapien und Heilmethoden:
7. Berührung und Massage
8. Atemtherapie
9. Yoga
10. Akupunktur
11. Qi Gong
12. Tai Chi
13. Naturerleben
III. Die Mental-Ebene
Der Mentalkörper ist eine Struktur, in die alle Lernerfahrungen im Leben eingehen. Zu diesem Feld gehören Gedanken, Gefühle, Erinnerungen und Glaubenssätze. Hier handelt es sich um eine bewusste und unbewusste Ebene, in der u.a. auch das Gedächtnis gespeichert ist.
Therapien und Heilmethoden:
14. Psychosoziale Interventionen
15. Psychotherapien
16. Positive Psychologie
17. Positives Denken
18. Positive Affirmationen
19. Homöopathie
IV. Die intuitive Ebene
Die intuitive Ebene ist der Bereich des Träumens, der Intuition, der Kunst und Kreativität. Es sind Erfahrungen, die mit veränderten Bewusstseinszuständen jenseits des gewöhnlichen „normalen“ Wachbewusstseins einhergehen, insbesondere Zustände wie Trance, Ekstase, spirituelle Erlebnisse und Grenzerfahrungen. Auf dieser Ebene wirkt der Einfluss von Lernerfahrungen aus dem Familiensystem und von traumatischen Ereignissen.
Therapien und Heilmethoden:
20. Maltherapie
21. Musiktherapie
22. Tanztherapie
23. Theatertherapie
24. Systemische Therapie
V. Die Geist-Ebene
Die 5. Ebene beschreibt den geistigen Aspekt eines Menschen. Es ist das Feld von innewohnender Weisheit und Zufriedenheit, des natürlichen Mitgefühls und Liebe zu uns und anderen. Da dieses Feld alles durchdringt, ist es die Ebene, die letztendlich zur Heilung führen kann, vorausgesetzt, wir kümmern uns um die Harmonisierung der anderen Ebenen. Um Erfahrungen auf der fünften Ebene machen zu können, braucht es Zeit und Raum – für das Alleinsein und die Meditation.
Therapien und Heilmethoden:
I. Die Körper-Ebene
Unser physischer Körper ist die materielle Ebene des Menschen. Er besitzt eine anatomische Gestalt, die aus Zellen zusammengesetzt ist und durch eine Vielzahl von biochemischen Stoffwechselprozessen gesteuert wird. Körper und Geist sind mit einander verbunden.
Therapien und Heilmethoden:
1. Arbeit und Beschäftigung
2. Sport
3. Ernährung und Nahrungsergänzung
4. Naturheilkunde
5. Orthomolekulare Medizin
6. Konventionelle Medizin
A. Antipsychotika
B. Antidepressiva
Zitat„Lass die Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung! “ Hippokrates (griechischer Arzt der Antike)
| Kurzfassung |
| Ernährung ist ein Schlüsselfaktor für die psychische Gesundheit. Schon seit langer Zeit besteht unter Medizinern Einigkeit darüber, dass die nährstoffarme Lebensmittelherstellung und moderne Ernährungsweise, wie ein Übermaß an Süßigkeiten, Weissmehlprodukten, billigen Fetten, Fertignahrung, Fastfood etc. verheerende Folgen für unsere körperliche und geistige Gesundheit haben können.
In den letzten Jahren zeigten mehr und mehr Forschungsarbeiten, dass sich unser Ernährungsstil auch stark auf unsere psychische Gesundheit auswirkt. So entstand das neue Forschungsgebiet der Ernährungspsychiatrie.
Unter Ernährungspsychiatrie versteht man die Praxis, Nahrungsmittel und Nahrungsergänzung als alternative Behandlungsmethoden für psychische Störungen einzusetzen. Aus Studien wurden verschiedene Behandlungsziele identifiziert, darunter Nährstoffmängel und das Darmbiom.
Wirkungsweise von Ernährung
Ernährung kann auf den vielfältigsten Wegen auf unsere psychische Gesundheit einwirken. Neben oxidativem Stress und mitochondriale Dysfunktionen scheinen vor allem Entzündungen in Interaktion mit dem Immunsystem eine Rolle bei der Entstehung von Psychosen, Schizophrenie und Depressionen zu spielen. Eine unausgewogene und durch hohen Zuckerkonsum und Omega 6 Fette, wie billige Fette und Milchprodukte, gekennzeichnete Ernährungsweise schwächt das Immunsystem, sorgt für oxidativen Stress und erhöht die Entzündungswerte.
Minderwertige Ernährungsgewohnheiten und gestörte Nährstoffaufnahme
Eine aktuelle Beweislage aus Studien zeigt, dass Personen mit Schizophrenie im Vergleich zu normalen Kontrollpersonen schlechte Ernährungspraktiken haben. Es wurde über einen erhöhten Konsum von Zucker, ungesunden Fetten, verarbeiteten Lebensmitteln und Fastfood berichtet. Diese schlechten Ernährungsgewohnheiten wurden als mögliche Ursachen für Fettleibigkeit, metabolisches Syndrom und hohe Sterblichkeitszahlen angesehen, die mit Schizophrenie in Verbindung gebracht wurden.
Ein Nährstoffmangel bei Schizophrenie ist nicht nur allein auf eine unzureichende Ernährungsweise zurückzuführen, sondern die Erkrankung selbst ist ein Risikofaktor dafür. Neuste Erkenntnisse zeigen, das schizophren Erkrankte deutlich mehr Vitamine zu sich nehmen müssen als gesunde Kontrollpersonen um den gleichen Vitaminspiegel zu erreichen. D.h. die Nährstoffaufnahme ist bei Schizophrenie gestört.
Nährstoffmangel als Ursache von Psychosen und Schizophrenie
Studien haben gezeigt, dass ein Mangel an einer Reihe von Nährstoffen mit der Entwicklung schizophrener Symptome in Verbindung stehen. Die normale Entwicklung der Gehirnstruktur und -funktion hängt zu einem großen Teil von der Verfügbarkeit von Aminosäuren, Mineralstoffen und Vitaminen ab, die hauptsächlich aus der Nahrungsaufnahme stammen.
Es wurde berichtet, dass ein Mangel oder ein niedriger Gehalt an antioxidativen Vitaminen wie C, E oxidativen Stress verursacht. Es gibt überwältigende Beweise, die die entscheidende Rolle belegen, die oxidativer Stress und Entzündungen in der Krankheitsentwicklung der Schizophrenie spielt.
Das sich entwickelnde Wissen über die Auswirkungen von oxidativem Stress, Autoimmunität, Entzündungen und dem Darmmikrobiom auf die Krankheitsentwicklung der Schizophrenie führt Wissenschaftler dazu, Therapien vorzuschlagen, wie die Verwendung von Diät, Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel.
Gesunde Ernährungsweisen bei Schizophrenie
Verschiedene spezielle Ernährungsweisen haben Vorteile bei Schizophrenie, Depressionen, Angstzuständen und Stress gezeigt, sogar zum vollständigen Rückgang schizophrener Symptome geführt, wie einige Erfahrungsberichte zeigten.
1. Ketogene Ernährung
Die psychiatrischen Ergebnisse einer weiteren 4 monatigen Studie umfassten eine Verbesserung der Gesamtsymptome um 30%, eine Reduktion der Depression um 50%, der Ängste um 25%, eine verbesserte Schlafqualität um 20% und höhere Lebenszufriedenheit um 20 %.
2. Mediterrane Ernährung
Die Mittelmeerdiät gilt allgemein als eine der gesündesten Ernährungsweisen. Als Folge verbessern sich die positiven, negativen (um 20%), kognitiven (um 15%) und allgemeinen Symptome, wie Depressionen, Angstzustände und Stress um 40%. Die Studien dauerten zwischen 1 - 3 Wochen bis 12 Monaten.
3. Glutenfreie Ernährung
Aktuelle Untersuchungen bestätigen den Zusammenhang zwischen Glutenempfindlichkeit und Schizophrenie. Etwa 30% der Menschen mit Schizophrenie weisen erhöhte Werte von Antikörpern gegen Gluten auf – ein höherer Anteil als bei gesunden Kontrollpersonen. Es ist daher für ein Drittel aller Menschen mit Schizophrenie sehr ratsam sich auf eine Glutenunverträglichkeit untersuchen zu lassen.
Eine Studie ergab eine Verbesserung von fünf Parametern des psychotischen Verhaltens durch die glutenfreie Ernährung: Besserung feindseliger Aggressivität, ängstlicher Depression, Verlangsamung des Denkens, psychotische Desorganisation und depressiver Verstimmung. Im Vergleich zu den Teilnehmern mit glutenhaltiger Diät zeigten die Teilnehmer in Studien mit glutenfreier Diät eine deutliche Verbesserung der Gesamtsymptome, bei negativen Symptomen um 40% und Depressionen um 10%.
Verlust an Nährstoffen in industriellen Lebensmitteln
Während vor 100 Jahren noch alle wichtigen Vitalstoffe in gewöhnlichen Lebensmitteln reichlich zur Verfügung standen, ermittelten Studien einen schockierenden Rückgang der Vital- und Nährstoffe in unserem Obst und Gemüse um 40 - 95 %.
Warum Nahrungsergänzung so wichtig ist?
Selbst bei dem Bemühen und eine gesunde Ernährung, wird eine Mangelernährung durch den Verlust an Nährstoffen in industriell hergestellten Lebensmittel nur schwer auszugleichen sein. Zudem können bei Schizophrenie krankheitsbedingt nur ungenügende Mengen an Vitalstoffen durch den Körper aufgenommen werden.
Die International Society for Nutritional Psychiatry Research empfiehlt daher die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. Dazu gehören die Vitamine B9, B6, B12 und Vitamin C und D sowie Omega 3. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Verabreichung dieser Vitamine die Krankheitsdauer bei Personen mit Psychose und Schizophrenie wirksam verkürzt.
Je besser der Vitamin-Status, desto schwächer die Schizophrenie-Symptome. Studien zeigten, dass Patienten mit psychischen Störungen, die gleichzeitig an einem Vitaminmangel leiden, im Allgemeinen mit schwerwiegenderen Symptomen zu kämpfen haben als Patienten mit guter Vitalstoffversorgung.
Therapeutische Hoch-Dosierung von Vitalstoffen
Es gibt ausreichend Studien, die die Wirkung einer Hoch-Dosis an Vitalstoffen für den Organismus und die Heilung von Krankheiten aufzeigen. Die Angaben für den Tagesbedarf von der DGE, sind nur ein absolutes Minimum und schützen nur vor schwersten Mangelerscheinungen und Krankheiten.
Therapeutische Dosen zur Vorbeugung oder Linderung von Symptomen, lassen sich nur mit entsprechender hochdosierter Nahrungsergänzung erreichen. Je besser der Vitamin-Status, desto schwächer die Schizophrenie-Symptome.
Psychobiotika
Der Darm mit seinem Einfluss auf das Gehirn, und damit auf die Psyche wird in den letzten Jahren zunehmend in Studien untersucht. Der Darm, der auch als zweites Gehirn bezeichnet wird, produziert wichtige Botenstoffe oder Vorläufersubstanzen.
Diese Untersuchungen legen nahe, dass es einen starken Zusammenhang zwischen dem Darmbiom und der Entwicklung psychiatrischer Störungen gibt. Erste Befunde gibt es für Patienten mit Schizophrenie, Angststörungen, Depressionen und bipolarer Störung.
Eine probiotische Nahrungsergänzung war in Studien mit einer signifikanten Verbesserung der positiven, negativen, allgemeinen und Gesamt-Symptome (PANSS-Scores) bei Psychosen und Schizophrenie verbunden. In einer Studie gab es zum Beispiel eine Verbesserung der positiven Symptome um 10% gegenüber Placebo in 2 Wochen. In einer weiteren Studie zeigte sich eine Reduzierung der Depression und Angst um mehr als 25 % in 4 Wochen nach Studienbeginn bei Schizophrenie-Patienten.
Andere Studien zeigten Besserungen von Depressionen um 35%, der Angst um 30%, von Stress um 15% und Schlafstörungen um 25% in 4 -8 Wochen gegenüber Placebo.
Psychobiotische Zusatzstoffe könnten auch von großem Interesse sein, um psychiatrische Symptome zu verbessern und die Schwere der Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen. Der Einsatz von Psychobiotika zur Behandlung der Symptome von Schizophrenie und seiner Folgeerkrankungen, ist vielversprechend. |
1. Wirkungsweise von Ernährung
Ernährung kann auf den vielfältigsten Wegen auf unsere psychische Gesundheit einwirken. Neben oxidativem Stress und mitochondriale Dysfunktionen scheinen vor allem Entzündungen in Interaktion mit dem Immunsystem eine Rolle bei der Entstehung von Psychosen, Schizophrenie und Depressionen zu spielen. Eine unausgewogene und durch hohen Zuckerkonsum und Omega 6 Fette, wie billige Fette und Milchprodukte, gekennzeichnete Ernährungsweise schwächt das Immunsystem, sorgt für oxidativen Stress und erhöht die Entzündungswerte.
Eine aktuelle Forschungsarbeit berichtet:
"Kürzlich hat sich gezeigt, dass eine Entzündung ein Risikofaktor für Schizophrenie ist, da eine Neuroinflammation (Entzündung des Nervengewebes im Gehirn) zur Pathophysiologie von Schizophrenie und zur Verschlimmerung der Symptomschwere beiträgt. Verschiedene Faktoren, einschließlich der Ernährung, können den Entzündungszustand regulieren. Bestimmte Lebensmittel oder Ernährungsmuster haben entzündungshemmende oder entzündungsfördernde Potenziale." (2)
Zudem zeigt sich immer deutlicher, dass die ca. 100 Milliarden Mikroben unserer Darmflora regulierend auf die Entzündungsreaktionen des Körpers einwirken und wohl auch noch auf andere Wege unsere Psyche beeinflussen. Studien haben gezeigt, dass bei ungünstiger Zusammensetzung der Darmbakterien eine entzündliche Reaktion hervorgerufen wird.
Die Entzündungsreaktionen scheinen jedoch nicht der einzige Grund zu sein, weshalb sich die Zusammensetzung der Darmflora sich auf unsere Stimmung auswirken kann.
Denn Darmbakterien sind auch an der Produktion wichtiger Neurotransmitter wie GABA, Noradrenalin, Dopamin, Acetylcholin und Serotonin beteiligt. Auch Tryptophan, eine Vorstufe von Serotonin, kann von Darmbakterien werden hergestellt.
(Siehe Artikel: Gesunde Ernährung - der Schlüsselfaktor für die mentale Gesundheit)
2. Minderwertige Ernährungsgewohnheiten und gestörte Nährstoffaufnahme

Eine aktuelle Beweislage aus Studien zeigt, dass Personen mit Schizophrenie im Vergleich zu normalen Kontrollpersonen schlechte Ernährungspraktiken haben. Es wurde über einen erhöhten Konsum von Zucker, ungesunden Fetten, verarbeiteten Lebensmitteln und Fastfood berichtet. Diese schlechten Ernährungsgewohnheiten wurden als mögliche Ursachen für Fettleibigkeit, metabolisches Syndrom und hohe Sterblichkeitszahlen angesehen, die mit Schizophrenie in Verbindung gebracht wurden. Es gab auch Berichte, dass eine Ernährung mit wenig Omega-3-Fettsäuren und B, C und D-Vitaminen das Risiko für die Entwicklung einer Psychose ebenfalls erhöhen kann.
Gestörte Nährstoffaufnahme
Ein Nährstoffmangel bei Schizophrenie ist nicht nur allein auf eine unzureichende Ernährungsweise zurückzuführen, sondern die Erkrankung selbst ist ein Risikofaktor dafür. Neuste Erkenntnisse zeigen, das schizophren Erkrankte deutlich mehr Vitamine zu sich nehmen müssen als gesunde Kontrollpersonen um den gleichen Vitaminspiegel zu erreichen. D.h. die Nährstoffaufnahme ist bei Schizophrenie gestört.
| Gesunde Ernährung (Beispiel "Mediterrane Ernährung") | Ungesunde Ernährung |
| Obst und Gemüse Vollkorngetreide Hülsenfrüchte Nüsse Oliven-, Leinen, Distelöl Fisch/mageres Fleisch | verarbeitete Fleisch- und Wurstprodukte Auszugsmehle und Produkte daraus Frittiertes und billige Fette Softdrinks Süßigkeiten Fast Food Alkohol |
Eine aktuelle Metaanalyse von 2022 mit dem Titel "Untersuchung des kausalen Zusammenhangs zwischen Schizophrenie und Vitaminergänzung" kam zu dem Ergebnis:
"Unser Befund legt nahe, dass die Schizophrenie ein ursächlicher Risikofaktor für Vitaminmangel ist und einen starken Einfluss auf den Vitaminspiegel hat, was zu anderen Stoffwechselstörungen führen könnte. Die von uns präsentierten Beweise liefern einen logischen Grund, den Vitaminspiegel und die Nahrungsergänzung bei Patienten mit Schizophrenie richtig zu untersuchen, was ... helfen könnte, die Symptome zu überwinden." (9)
(Siehe Artikel: Gesunde Ernährung - der Schlüsselfaktor für die mentale Gesundheit)
3. Nährstoffmangel als Ursache von Psychosen und Schizophrenie
Studien haben gezeigt, dass ein Mangel an einer Reihe von Nährstoffen, einschließlich Vitaminen (B1, B6, B9, B12), mit der Entwicklung psychiatrischer Symptome oder einem erhöhten Risiko für die Entwicklung psychischer Gesundheitsstörungen im Erwachsenenalter in Verbindung gebracht werden können. Die normale Entwicklung der Gehirnstruktur und -funktion hängt zu einem großen Teil von der Verfügbarkeit von Aminosäuren, Mineralstoffen und Vitaminen ab, die hauptsächlich aus der Nahrungsaufnahme stammen.

Es wurde berichtet, dass ein Mangel oder ein niedriger Gehalt an antioxidativen Vitaminen wie C, E und Beta-Carotin oxidativen Stress verursacht. Es gibt überwältigende Beweise, die die entscheidende Rolle belegen, die oxidativer Stress in der Krankheitsentwicklung der Schizophrenie spielt.
Oxidativer Stress wurde auch als möglicher Zusammenhang zwischen Vitaminmangel und Schizophrenie beschrieben. Studien haben auch gezeigt, dass antioxidative Vitamine wie C und E Schutz vor Zellschäden durch Entzündungen bieten.
Das sich entwickelnde Wissen über die Auswirkungen von oxidativem Stress, Autoimmunität, Entzündungen und dem Darmmikrobiom auf die Krankheitsentwicklung der Schizophrenie führt Wissenschaftler dazu, Therapien vorzuschlagen, wie die Verwendung von Diät, Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel.
(Siehe Artikel: Gesunde Ernährung - der Schlüsselfaktor für die mentale Gesundheit)
4. Gesunde Ernährungsweisen bei Schizophrenie
Derzeit gibt es keine allgemein anerkannte Ernährungsweise zur Behandlung von Schizophrenie. Verschiedene Diäten und Ernährungsmethoden werden jedoch erforscht und angewendet, um Symptome zu lindern und den allgemeinen Gesundheitszustand zu verbessern. Verschiedene spezielle Ernährungsweisen haben Vorteile bei Schizophrenie, Depressionen, Angstzuständen und Stress gezeigt, sogar zum vollständigen Rückgang schizophrener Symptome geführt, wie einige Erfahrungsberichte zeigten.
(Siehe Artikel: ERFAHRUNGSBERICHTE | Heilung von Schizophrenie durch Keto- und glutenfreie Ernährung und Die Heilung von Schizophrenie durch Ernährung - Dr. Josef)
1. Ketogene Ernährung
Ketogene Ernährung ist reich an Fett, aber arm an Kohlenhydraten. Eine Studie zeigte eine Verbesserung der Gesamtsymptome (PANSS) um 45%. Depressionen besserten sich um 65%. Signifikante Verbesserungen wurden auch bei Gewicht, Blutdruck, und Blutzucker beobachtet. Bis zum Ende der Intervention konnten 64 % der Patienten Anzahl und/oder Dosierung ihrer Psychopharmaka reduzieren.
Die psychiatrischen Ergebnisse einer weiteren 4 monatigen Studie umfassten eine Verbesserung der Gesamtsymptome um 30%, eine Reduktion der Depression um 50%, der Ängste um 25%, eine verbesserte Schlafqualität um 20% und höhere Lebenszufriedenheit um 20 %.
2. Mediterrane Ernährung
Die Mittelmeerdiät gilt allgemein als eine der gesündesten Ernährungsweisen. Sie zeichnet sich durch einen ausgewogenen Anteil an gesunden Fettsäuren und einen hohen Verzehr von Gemüse, Obst, Nüssen und Olivenöl aus. Auch die mediterrane Ernährung wurde als vorteilhaft bei Schizophrenie angesehen. Als Folge verbessern sich die positiven, negativen (um 20%), kognitiven (um 15%) und allgemeinen Symptome, wie Depressionen, Angstzustände und Stress um 40%. Die Studien dauerten zwischen 1 - 3 Wochen bis 12 Monaten.
Mediterane Ernährung hat sich auch als vorteilhaft bei der Prävention und der Behandlung chronischer Krankheiten erwiesen. Mehrere Studien haben gezeigt, dass die strikte Einhaltung dieser Ernährungsgewohnheit lohnende Auswirkungen auf Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Nierenerkrankungen, Krebs und Stoffwechselerkrankungen hat mit signifikanter Auswirkung auf die Verringerung der Gesamtsterblichkeit.
Die Ergebnisse einer 3 monatigen Ernährungsumstellung übertrafen die Erwartungen der Forscher. Im Vergleich zur Kontrollgruppe lag die sogenannte Remissionsrate, welche Auskunft darüber gibt, wie viele der Patienten nicht länger als klinisch depressiv gelten, in der mediterranen Ernährunggruppe um ein Vielfaches höher bei 25% gegenüber Placebo. Darüber hinaus gaben die Probanden auch an, nun deutlich weniger Ängste zu verspüren. (Jacka und Kollegen, 2017)
Interventionsdauer von nur 3 Wochen
In einer kürzlich veröffentlichten Studie gingen Forscher der Universität Sydney der Frage nach, ob schon eine kürzere Intervention ausreichte, um positive Effekte zu erzielen. Anstatt für drei Monate sollten die Probanden ihre Ernährung lediglich drei Wochen lang umstellen (Francis et al., 2019).
Ergebnisse: Die mediterane Ernährungsgruppe wies um 40% geringere Depressionssymptome auf (DASS-21, siehe Diagramm) als die Kontrollgruppe. Die reduzierten Werte der Depressionsskala blieben auch bei einem Nachuntersuchungsgespräch drei Monate später weitgehend bestehen. Ängste und Stress verbesserten sich ebenfalls um 40%.
3. Glutenfreie Ernährung
Aktuelle Untersuchungen bestätigen den Zusammenhang zwischen Glutenempfindlichkeit und Schizophrenie. Etwa 30% der Menschen mit Schizophrenie weisen erhöhte Werte von Antikörpern gegen Gluten auf – ein höherer Anteil als bei gesunden Kontrollpersonen. Es ist daher für ein Drittel aller Menschen mit Schizophrenie sehr ratsam sich auf eine Glutenunverträglichkeit untersuchen zu lassen. Eine aktuelle Forschungsarbeit berichtet:
"Mehrere klinische Studien mit dem Verzicht auf Gluten in der Nahrung bei Schizophrenie zeigten deutliche Verbesserungen, darunter eine vollständige Linderung der Symptome bei mehreren Schizophreniepatienten ... Angesichts des Bedarfs an effektiven Behandlungen für die Negativsymptome und kognitiven Störungen im Zusammenhang mit Schizophrenie könnte sich die glutenfreie Diät als Behandlungsmethode für diese Patientengruppe als wertvoller Durchbruch erweisen."
In einer Übersichtsarbeit zum Einsatz einer glutenfreien Diät bei Schizophrenie zeigten sechs der neun eingeschlossenen Studien positive Effekte, darunter eine verbesserte Funktionsfähigkeit und eine verringerte Symptomschwere nach einer glutenfreien Diät:
"Zu diesen Ergebnissen gehören schnellere Entlassungszeiten aus dem Krankenhaus, Verbesserungen bei verschiedenen Verhaltensparametern und verringerte extrapyramidale Symptome." (13)
Eine Studie ergab eine Verbesserung von fünf Parametern des psychotischen Verhaltens durch die glutenfreie Ernährung: Besserung feindseliger Aggressivität, ängstlicher Depression, Verlangsamung des Denkens, psychotische Desorganisation und depressiver Verstimmung. Im Vergleich zu den Teilnehmern mit glutenhaltiger Diät zeigten die Teilnehmer in Studien mit glutenfreier Diät eine deutliche Verbesserung der Gesamtsymptome, bei negativen Symptomen um 40% und Depressionen um 10%.
Die folgende Tabelle zeigt die Besserung von Symptomen mit speziellen Ernährungsweisen in Studien gegenüber Placebo:
| Besserung bei Symptomen: [in Studien gegenüber Placebo ] | (+) | (-) | (k) | (D) | (Ä) | (ST) | (SCH) |
| Ketogene Ernährung | ✓ | ✓ | ✓ | 50% | 25% | ✓ | 20% |
| Mediterane Ernährung | ✓ | 20% | 15% | 40% | 40% | 40% | ✓ |
| Glutenfreie Ernährung (1) | ✓ | 40% | ✓ | 10% | ✓ | - | - |
(+) = positive, (-) = negative, (k) = kognitive Symptome, (D) = Depressionen, (Ä) = Ängste, (ST) = Stress, (SCH) = Schlaf
(1) = Gilt für 30% der schizophren Erkrankten (mit Glutenunverträglichkeit)
(Siehe Artikel: Spezielle Ernährungsweisen bei Schizophrenie)
5. Vitamine und Omega 3
Forschungen haben gezeigt, dass es einen deutlichen Zusammenhang zwischen langfristiger Schizophrenie und verschiedenen Nährstoffmängeln, einschließlich der Vitamine B, C, D und E und Omega 3 gibt. Menschen mit Schizophrenie haben im Vergleich zu Gesunden einen Nährstoffmangel, wegen unzureichender Ernährung aber auch bei gleicher Ernährung, weil sie Vitamine schlechter aufnehmen und dem Gehirn und Organismus daher nicht in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen können.
Die Ergebnisse von Tests hatten niedrige Spiegel der Vitamine B9, B12, C , D und E im Blut von neu diagnostizierten Patienten und Patienten mit chronischer Schizophrenie gemeldet. Mangel oder Überschuss an essentiellen Spurenelementen, einschließlich Calcium, Zink, Selen, Kupfer und Mangan, wurde auch bei Personen mit Schizophrenie beobachtet.
Die Bedeutung von Vitaminen und Mineralstoffen bei Schizophrenie wird durch Ergebnisse klinischer Studien weiter untermauert, die ebenfalls gezeigt hatten, dass eine Nahrungsergänzung mit einer Reihe dieser Vitamine mit einer Verringerung der Symptome und der Verbesserung neurologischer Defizite im Zusammenhang mit Schizophrenie verbunden war.
Die folgende Tabelle zeigt die Besserung von Symptomen mit Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen sowie Omega 3 in Studien gegenüber Placebo. Ausführliche Artikel dazu siehe Verlinkung:
(+) = positive, (-) = negative, (k) = kognitive Symptome, (D) = Depressionen, (Ä) = Ängste, (ST) = Stress, (SCH) = Schlaf
(Siehe Artikel: Vitamine B, C, D und E und Omega 3 senken Risiko einer Psychose und bewirken eine Besserung der positiv-, negativ und allgemeinen Symptomatik)
6. Verlust an Nährstoffen in industriellen Lebensmitteln

Die Qualität der Lebensmittel hat sich verändert. Während vor 100 Jahren noch alle wichtigen Vitalstoffe in gewöhnlichen Lebensmitteln reichlich zur Verfügung standen, ermittelten das renommierte Lebensmittellabor Karlsruhe und unabhängig davon das schweizerische Pharmaunternehmen „Geigy“ einen schockierenden Rückgang der Vital- und Nährstoffe in unserem Obst und Gemüse um bis zu 95 %.
Desweiteren führten 2004 Forscher der University of Texas eine Studie durch, bei der sie Daten von 1950 bis 1999 verglichen, die den Gehalt von 13 verschiedenen Nährstoffen in Obst und Gemüse auflisteten. Sie stellten einen erheblichen Rückgang des Gehalts von Calcium, Phosphor, Eisen, Vitamin B2 und Vitamin C fest. Der Rückgang betrug zwischen 6 und 38 %.
(Siehe Artikel: Mangelernährung und der Verlust an Nährstoffen in industriellen Lebensmitteln - Möglichkeiten einer optimalen Versorgung)
7. Warum Nahrungsergänzung so wichtig ist?
In jüngerer Zeit wird auch eine Nahrungsergänzung zunehmend als wichtiger Faktor bei psychischen Gesundheitsstörungen in Betracht gezogen. Es gibt eine wachsenden Zahl von Beweisen, die zeigen, dass eine Nahrungsergänzung mit Vitaminen, essentiellen Fettsäuren, Mineralien und Spurenelementen nicht nur zusätzliche physiologische Vorteile bietet, sondern auch auf die Psyche deutliche Wirkungen hat.
Selbst bei dem Bemühen und eine gesunde Ernährung, wird eine Mangelernährung durch den Verlust an Nährstoffen in industriell hergestellten Lebensmittel nur schwer auszugleichen sein. Zudem können bei Schizophrenie krankheitsbedingt nur ungenügende Mengen an Vitalstoffen durch den Körper aufgenommen werden.
Die International Society for Nutritional Psychiatry Research empfiehlt daher die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. Dazu gehören die Vitamine B9, B6, B12 und Vitamin C und D sowie Omega 3. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Verabreichung dieser Vitamine die Krankheitsdauer bei Personen mit Psychose und Schizophrenie wirksam verkürzt.
Je besser der Vitamin-Status, desto schwächer die Schizophrenie-Symptome. Studien zeigten, dass Patienten mit psychischen Störungen, die gleichzeitig an einem Vitaminmangel leiden, im Allgemeinen mit schwerwiegenderen Symptomen zu kämpfen haben als Patienten mit guter Vitalstoffversorgung.
Die Vorteile von Nahrungsergänzung bei Nebenwirkungen von Antipsychotika
Die Vorteile von Nahrungsergänzung bei der Milderung der oxidativen und anderen arzneimittelbedingten Nebenwirkungen von Antipsychotika wie Haloperidol wurden berichtet. Die Ergebnisse zeigten eine Verbesserung der klinischen Symptome und eine Abnahme der Schwere der durch Haloperidol induzierten Nebenwirkungen.
(siehe Artikel: Warum Nahrungsergänzung so wichtig ist?)
7. Therapeutische Hoch-Dosierung von Vitalstoffen
Reichen für psychische Erkrankungen die Dosis-Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung aus oder braucht es therapeutische Hoch-Dosierungen ?
Es gibt ausreichend Studien, die die Wirkung einer Hoch-Dosis an Vitalstoffen für den Organismus und die Heilung von Krankheiten aufzeigen. Die Angaben für den Tagesbedarf von der DGE, wie sie meist auf den Packungen steht, sind nur ein absolutes Minimum und schützen nur vor schwersten Mangelerscheinungen und Krankheiten, wie Skorbut ect.
In Umfragen zeigt sich, dass große Teile der Bevölkerung nicht einmal die Vorgaben der DGE erfüllen, die nach Ansicht vieler Nährstoffmediziner ohnehin viel zu niedrig angesetzt sind. (Quelle) Da zeigt sich die Wichtigkeit von Nahrungsergänzung.
Die richtige Dosierung
Für die Dosierung gibt es unterschiedliche Empfehlungen, je nach Institution und Bedarf, wie z.B. von der DGE oder die Empfehlungen der Nährstoffmedizin bei spezifischen Erkrankungen wie Schizophrenie oder Depressionen.
Gibt es gesundheitliche Defizite, wie Schizophrenie oder/und Depression ist die Tagesangabe der DGE unzureichend und es ist eine Dosis mit therapeutischer Wirkung empfohlen.
Therapeutische Dosen zur Vorbeugung oder Linderung von Symptomen, lassen sich nur mit entsprechender hochdosierter Nahrungsergänzung erreichen. Je besser der Vitamin-Status, desto schwächer die Schizophrenie-Symptome.
Welche Vitamine in welchen Dosen für Schizophrenie?
| Vitalstoff | Nährstoffmedizin | Orthomol vital | DGE | Multivitamin A-Z (Doppel-Herz) |
| Omega-3-Fettsäuren | 400 - 800 mg | 600 mg | 250 mg | |
| Omega-6-Fettsäuren | 200 – 600 mg | |||
| Vitamin C: | 1000 mg | 530 mg | 100 mg | 150 mg |
| B - Vitamine: | - | - | - | - |
| Folsäure: | ||||
| B1 | 50 mg | 25 mg | 1,2 mg | 3,5 mg |
| B2 | 50 mg | 25 mg | 1,4 mg | 4 mg |
| B3 | 190 mg | 60 mg | 16 mg | 18 mg |
| B6 | 50 mg | 25 mg | 1,5 mg | 5 mg |
| B9 | 800 µg | 400 µg | 400 µg | 450 µg |
| B12 | 1000 µg | 450 µg | 4 µg | 2,5 µg |
| Vitamin D3 | 20 µg | 15 µg | 5 µg | 5 µg |
| Vitamin E | 400 mg | 150 mg | 12 mg | 10 mg |
(Siehe Artikel: Über die therapeutische Hoch-Dosierung von Vitalstoffen durch Nahrungsergänzung zur Vorbeugung und Linderung von psychotischen Symptomen)
8. Der Darm - das zweite Gehirn.
ZitatAlle Krankheiten beginnen im Darm“ Hippokrates (griechischer Arzt der Antike)
Der Darm mit seinem Einfluss auf das Gehirn, und damit auf die Psyche wird in den letzten Jahren zunehmend in Studien untersucht. Der Darm, der auch als zweites Gehirn bezeichnet wird, produziert wichtige Botenstoffe oder Vorläufersubstanzen.
Diese Untersuchungen legen nahe, dass es einen starken Zusammenhang zwischen dem Darmbiom und der Entwicklung psychiatrischer Störungen gibt. Erste Befunde gibt es für Patienten mit Schizophrenie, Angststörungen, Depressionen und bipolarer Störung.
Fünf Studien haben die Darmmikrobiota-Zusammensetzung bei chronisch mit Antipsychotika behandelten Schizophrenie-Patienten und gesunden Kontrollpersonen untersucht. Sie zeigten eine signifikante Abnahme der Darmmikrobiota-Diversität bei Schizophrenie im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen. Insbesondere wurde berichtet, dass Schizophrenie-Patienten niedrigere Konzentrationen von Darmbakterien aufweisen, von denen berichtet wurde, dass sie gesundheitsfördernd sind.
Eine probiotische Nahrungsergänzung war in Studien mit einer signifikanten Verbesserung der positiven, negativen, allgemeinen und Gesamt-Symptome (PANSS-Scores) bei Psychosen und Schizophrenie verbunden. In einer Studie gab es zum Beispiel eine Verbesserung der positiven Symptome um 10% gegenüber Placebo in 2 Wochen. (5) In einer weiteren Studie zeigte sich eine Reduzierung der Depression und Angst um mehr als 25 % in 4 Wochen nach Studienbeginn bei Schizophrenie-Patienten.
Andere Studien zeigten Besserungen von Depressionen um 35%, der Angst um 30%, von Stress um 15% und Schlafstörungen um 25% in 4 -8 Wochen gegenüber Placebo. Psychobiotika wurden in festen Formulierungen mit mehreren probiotischen Stämmen verabreicht. Insgesamt zeigten Psychobiotika bei richtiger Verabreichung ein großes Potenzial für die Bewältigung der psychischen Gesundheit.
Psychobiotische Zusatzstoffe könnten auch von großem Interesse sein, um psychiatrische Symptome zu verbessern und die Schwere der Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes, im Zusammenhang mit der Verwendung von Psychopharmaka zu minimieren. Der Einsatz von Präbiotika und Probiotika zur Behandlung der Symptome von Schizophrenie und seiner Folgeerkrankungen, ist vielversprechend.
Ein Ernährungsprogramm, das sich auf die Erhöhung von Präbiotika und Probiotika konzentriert, verbessert wirksam das Risiko für Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen und Schlaganfall um 30% bei Störungen des Schizophrenie-Spektrums, wie eine aktuelle Studie von 2023 zeigte.
Die folgende Tabelle zeigt die Besserung von Symptomen mit Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen sowie Omega 3 in Studien gegenüber Placebo. Ausführliche Artikel dazu siehe Verlinkung:
| Besserung in 4 - 8 Wochen [in Studien gegenüber Placebo ] | (+) | (-) | (k) | (D) | (Ä) | (ST) | (SCH) |
| Psychobiotika | 10% | ✓ | 10% | 35% | 30% | 15% | 25% |
(+) = positive, (-) = negative, (k) = kognitive Symptome, (D) = Depressionen, (Ä) = Ängste, (ST) = Stress, (SCH) = Schlaf
(Siehe Artikel: Der Darm - das zweite Gehirn. Wie eine gesunde Darmflora die Symptome von Schizophrenie verbessert ? )
1. Psychobiotika bei Psychosen und SchizophrenieProbiotika haben sowohl in vorklinischen als auch in klinischen Studien gezeigt, dass sie Depressionen, Angst, Kognition, Aktivität und Stress verbessern. In einer Studie erhielten Schizophrenie-Patienten 4 Wochen lang eine probiotische Formulierung. Es gab eine Reduzierung der Angst und Depressionsskala um mehr als 25 % in 4 Wochen. Ebenso verbesserten sich die negativen und kognitiven Symptome bei Schizophrenie-Patienten ... weiterlesen 2. Psychobiotika bei kognitiven StörungenProbiotika haben nachweislich Auswirkungen auf das Gehirn, insbesondere auf die kognitiven Funktionen, wenn sie im Rahmen einer gesunden Ernährung oder Nahrungsergänzung eingenommen werden. Eine Übersichtsarbeit kommt zu dem Schluss: "Laut dieser Metaanalyse hatte die Nahrungsergänzung mit Probiotika einen äußerst signifikanten Einfluss auf die kognitive Funktion bei Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen" ... weiterlesen |
3. Psychobiotika bei DepressionVeränderungen in der menschlichen Ernährung, einschließlich ungesunde Ernährungsmustern, Gewohnheiten und Lebensmittelverarbeitung, haben die Darmgesundheit stark beeinflusst. Angesichts des starken Zusammenhangs zwischen Darmgesundheit und psychischem Zustand einer Depression sind eine gesunde Ernährung und die Aufrechterhaltung einer optimalen Darmfunktion für das psychische Wohlbefinden von größter Bedeutung ... weiterlesen |
4. Psychobiotika bei AngstzuständenDer Darm mit seinem Einfluss auf das Gehirn und damit auf die Psyche wird in den letzten Jahren zunehmend in Studien untersucht. Eines steht fest, psychisch erkrankte Menschen haben eine veränderte Darmflora, und diese beeinflusst die Symptome auch von Angstzustände. Ihre Stimmung und ihr Wohlbefinden verbesserten sich messbar nach Gabe von Psychobiotika ... mehr erfahren |
5. Psychobiotika bei StressPsychosen sind mit einem hohen Rückfallrisiko verbunden - 50 % der Erkrankten erleiden einen Rückfall innerhalb eines Jahres nach einer ersten Episode. Die Rolle von Stress beim Ausbruch oder Rückfall in eine Psychose ist mittlerweile allgemein anerkannt. Aber auch Depressionen, Angst- und Schlafstörungen werden durch Stress ausgelöst. Frühe Studien haben gezeigt, dass ein vielfältiges Mikrobiom dabei hilft, in Krisen die Stressfaktoren zu regulieren und effizient mit ihnen umzugehen ... weiterlesen |
6. Psychobiotika bei SchlafstörungenPsychosen sind mit einem hohen Rückfallrisiko verbunden - ca. 50 % der Schizophrenie-Erkrankten erleiden einen Rückfall innerhalb eines Jahres nach einer ersten Episode. Die Rolle von Schlafstörungen beim Ausbruch oder Rückfall in eine Psychose ist mittlerweile allgemein anerkannt. Von der Darmmikrobiota produzierten Stoffe wie gesunde Fettsäuren, GABA, Serotonin, Melatonin und Tryptophan spielen eine entscheidende Rolle bei der Schlafregulierung. Psychobiotika haben einen signifikanten positiven Effekt auf die Schlafqualität von Erwachsenen mit Schlafstörungen ... mehr erfahren ERFAHRUNGSBERICHT | PROBIOTIKA: "Halbierter Appetit, habe 23 kg abgenommen und leichter Effekt auf das Befinden""Auf jeden Fall nehm ich selbst ein Probiotikum als Medikament und spüre wirklich einen leichten Effekt auf das Befinden, aber der ist wirklich nicht stark. Das einzige was ich seit der ersten Kapsel habe ist halbierter Appetit, weswegen ich seit Mitte Januar 23 kg abgenommen habe " ... weiterlesen Wie versorgt man sich am besten mit Psychobiotika ?Wie Studien zeigen konnten, gibt es einige potentielle Vorteile von Psychobiotika für die Gesundheit. Sie helfen nachweislich bei positiven, negativen, kognitiven und allgemeine Symptomen, wie Ängsten und Depression und lindern die darmschädigenden Nebenwirkungen der Antipsychotika, die stoffwechselbedingte Folgeerkrankung wie Fettleibigkeit und Diabetes verursachen. In Tablettenform, bekommt man Probiotika in der Drogerie schon ab 7€ ... weiterlesen |
Studien und Quellen
Studien und Quellen siehe Verlinkung zu den Hauptartikeln
