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ROAD TO RECOVERY | Therapien und Heilmethoden bei Schizophrenie:
4. Naturheilkunde
| Symptome bei Schizophrenie | (G) | (+) | (-) | (k) | (D) | (Ä) | (ST) | (SCH) |
| Ernährung [Besserung bei Keto in % in 4 Monaten gegenüber Kontrollgruppe] | 30% | ✓ | 20% | 15% | 40% | 40% | 40% | ✓ |
| Antipsychotische Heilpflanzen [Besserung in % in 2 - 12 Wochen gegenüber Placebo] | 30% | 20% | 20% | 20% | 35% | 85% | 45% | 65% |
| Aromatherapie [ Besserung (Bsp. Lavendel) in % in 1/2h gegenüber Placebo] | ✓ | - | - | - | ✓ | 70% | ✓ | 25% |
| Bewegungstherapie [Besserung in % in 2 - 5 Monaten gegenüber Kontrollgruppe] | 30% | 30% | 25% | 20% | 25% | 30% | 35% | 30% |
| Natur- und Gartentherapie [Besserung in % in 6 - 12 Wochen gegenüber Kontrollgruppe] | 25% | 20% | 25% | 20% | 20% | 25% | 30% | 35% |
(G) = Gesamtsymptome, (+) = positive, (-) =negative, (k) = kognitive Symptome, (D) = Depressionen, (Ä) = Ängste, (ST) = Stress, (SCH) = Schlaf
I. Die Körper-Ebene
Unser physischer Körper ist die materielle Ebene des Menschen. Er besitzt eine anatomische Gestalt, die aus Zellen zusammengesetzt ist und durch eine Vielzahl von biochemischen Stoffwechselprozessen gesteuert wird. Körper und Geist sind mit einander verbunden.
Therapien und Heilmethoden:
1. Arbeit und Beschäftigung
2. Sport
3. Ernährung und Nahrungsergänzung
4. Naturheilkunde
5. Orthomolekulare Medizin
6. Konventionelle Medizin
A. Antipsychotika
B. Antidepressiva
II. Die Energie-Ebene
Auf der 2. Ebene befindet sich der Energiekörper. Er wird vor allem durch unsere Nerven und Energieleitbahnen, den Meridianen gebildet. Die Meridiane sind Energieverbindungen zu unseren Organen, Körperfunktionen und zur Psyche. Auch unser Antrieb und unsere Energie wird dieser Ebene zugeordnet. Die Therapien der Energie-Ebene haben direkten Einfluss auf die Symptome von Psychosen, Schizophrenie und Depression.
Therapien und Heilmethoden:
7. Berührung und Massage
8. Atemtherapie
9. Yoga
10. Akupunktur
11. Qi Gong
12. Tai Chi
13. Naturerleben
III. Die Mental-Ebene
Der Mentalkörper ist eine Struktur, in die alle Lernerfahrungen im Leben eingehen. Zu diesem Feld gehören Gedanken, Gefühle, Erinnerungen und Glaubenssätze. Hier handelt es sich um eine bewusste und unbewusste Ebene, in der u.a. auch das Gedächtnis gespeichert ist.
Therapien und Heilmethoden:
14. Psychosoziale Interventionen
15. Psychotherapien
16. Positive Psychologie
17. Positives Denken
18. Positive Affirmationen
19. Homöopathie
IV. Die intuitive Ebene
Die intuitive Ebene ist der Bereich des Träumens, der Intuition, der Kunst und Kreativität. Es sind Erfahrungen, die mit veränderten Bewusstseinszuständen jenseits des gewöhnlichen „normalen“ Wachbewusstseins einhergehen, insbesondere Zustände wie Trance, Ekstase, spirituelle Erlebnisse und Grenzerfahrungen. Auf dieser Ebene wirkt der Einfluss von Lernerfahrungen aus dem Familiensystem und von traumatischen Ereignissen.
Therapien und Heilmethoden:
20. Maltherapie
21. Musiktherapie
22. Tanztherapie
23. Theatertherapie
24. Systemische Therapie
V. Die Geist-Ebene
Die 5. Ebene beschreibt den geistigen Aspekt eines Menschen. Es ist das Feld von innewohnender Weisheit und Zufriedenheit, des natürlichen Mitgefühls und Liebe zu uns und anderen. Da dieses Feld alles durchdringt, ist es die Ebene, die letztendlich zur Heilung führen kann, vorausgesetzt, wir kümmern uns um die Harmonisierung der anderen Ebenen. Um Erfahrungen auf der fünften Ebene machen zu können, braucht es Zeit und Raum – für das Alleinsein und die Meditation.
Therapien und Heilmethoden:
I. Die Körper-Ebene
Unser physischer Körper ist die materielle Ebene des Menschen. Er besitzt eine anatomische Gestalt, die aus Zellen zusammengesetzt ist und durch eine Vielzahl von biochemischen Stoffwechselprozessen gesteuert wird. Körper und Geist sind mit einander verbunden.
Therapien und Heilmethoden:
1. Arbeit und Beschäftigung
2. Sport
3. Ernährung und Nahrungsergänzung
4. Naturheilkunde
5. Orthomolekulare Medizin
6. Konventionelle Medizin
A. Antipsychotika
B. Antidepressiva
Zitat"Die Natur ist die beste Apotheke" Sebastian Kneipp (dt. Priester und Naturheilkundler)
| Kurzfassung |
| Die Naturheilkunde besteht aus einer beeindruckenden Vielfalt an effektiven Maßnahmen und Therapien, denen insbesondere bei Psychosen und Schizophrenie eine wichtige Bedeutung zukommt. Ihre ganze Bandbreite verfolgt immer dasselbe Ziel: Sie aktivieren und stärken die Selbstheilkräfte des Körpers und des Geistes.
Während herkömmliche Arzneimittel Symptome unterdrücken und dabei oft neue Symptome und Folgeerkrankungen verursachen, aber nicht wirklich heilen können, ist das Ziel der Naturheilkunde ein ganz anderes: Die Naturheilkunde aktiviert die körpereigenen Selbstheilkräfte, die jetzt eine echte Heilung herbeiführen und das gesunde Gleichgewicht im Menschen wieder herstellen können.
Die meisten naturheilkundlichen und alternativen Verfahren haben einen ganzheitlichen Ansatz, versuchen stets, den gesamten Organismus zu heilen, also Körper und Psyche. Ebenfalls zentral ist häufig die Übernahme von Eigenverantwortung durch den Patienten mithilfe der Anleitung und Förderung des Arztes.
Naturheilkundliche Psychiater konzentrieren sich auf Therapien, die die Selbstheilung von Körper und Geist fördern. Diese Form der ganzheitlichen Psychiatrie strebt grundsätzlich nach möglichst schonenden und wirksamen Lösungen, einschließlich Naturheilverfahren, wann immer möglich.
Naturheilverfahren sind Therapien, die im Körper und Geist natürliche Reaktionen anregen und in der Natur vorkommende Mittel verwenden, wie z. B. Wärme, Kälte, Wasser, Erde, Licht, Luft, Ernährung und Heilpflanzen.
Der Begriff Naturheilkunde bezeichnet ein Spektrum verschiedener Naturheilverfahren. Die Methoden der Naturheilkunde sind: Ernährungstherapie, Kuren und Heilfasten, Pflanzenheilkunde, Aromatherapie, Naturtherapie, Bewegungstherapie und Ordnungstherapie.
1. Ernährungstherapie
Ernährung ist ein Schlüsselfaktor für die psychische Gesundheit. Eine aktuelle Beweislage aus Studien zeigt, dass Menschen mit Schizophrenie im Vergleich zu Gesunden eine schlechte Ernährung und Nährstoffaufnahme haben. Verschiedene spezielle Ernährungsweisen haben Vorteile bei Schizophrenie, Depressionen, Angstzuständen und Stress gezeigt, sogar zum vollständigen Rückgang schizophrener Symptome geführt, wie einige Erfahrungsberichte zeigten.
Die psychiatrischen Ergebnisse einer 4 monatigen Studie zu ketogener Ernährung zum Beispiel umfassten eine Verbesserung der Gesamtsymptome um 30%, eine Reduktion der Depression um 50%, der Ängste um 25%, eine verbesserte Schlafqualität um 20% und höhere Lebenszufriedenheit um 20 %.
2. Kuren und Heilfasten
Zu gesundheitförderlichen Kuren gehören Entschlackung, Entsäuerung, Darm-, Leber- und Nierenreinigung, Früchte- und Heilfasten.
Einige Forschungsergebnisse zeigen, dass Kuren und Fasten die Symptome einer Schizophrenie, darunter Stimmung und Schlaf, verbessern kann. Während einige Studien darauf schließen lassen, dass Fasten potenzielle Vorteile hat, wie etwa die Verringerung von Entzündungen und die Verbesserung des Stoffwechselprofils, kann es auch Risiken bergen. Jedes Fastenprogramm sollte daher sorgfältig überlegt und auf die spezifischen Bedürfnisse und Umstände des Einzelnen zugeschnitten sein.
3. Pflanzenheilkunde
Antipsychotische Heilpflanzen sind Pflanzen, die spezifische Eigenschaften besitzen und mindestens auf ein Symptom bei Psychosen und Schizophrenie - wie positive, negative, kognitive Symptome sowie bei Depressionen, Ängte, Stress und Schlafschwierigkeiten lindernd wirken. Jede Heilkultur hat pflanzliche Antipsychotika für Schizophrenie erfolgreich in der Anwendung.
In Ländern, in denen aus Kostengründen keine Psychopharmaka zur Anwendung kommen liegt die Genesungrate deutlich höher. Antipsychotische Heilpflanzen bieten aufgrund ihrer breiten Palette biologischer Aktivitäten vielfältige Alternativen als Ersatz oder Ergänzung zu Antipsychotika.
Sie haben ihr therapeutisches Potenzial - mit vergleichbarer Wirkung wie Antipsychotika - in einer Vielzahl an Studien demonstriert, u.a. durch Modulation von dysfunktionalen Botenstoffsystemen, der Reduktion von oxidativem Stress, Linderung von Entzündung des Zentralnervensystem und Stärkung des Immunsystems, die die Kennzeichen von Schizophrenie sind.
4. Aromatherapie
Aromatherapie wird seit Jahrtausenden angewendet und gilt als wirksame Therapie für Körper, Geist und Seele. Sie ist eine ganzheitliche Heilmethode, die die aromatischen Essenzen pflanzlicher ätherischer Öle durch Inhalieren nutzt. Aromatherapie wird weltweit zur Behandlung von einigen kognitiven Störungen, Depressionen, Angstzuständen, Stress und Schlaflosigkeit eingesetzt.
5. Naturtherapie

Psychosen und Schizophrenie sind gekennzeichnet durch einen Zustand der Entkörperung, ein nicht in der Realität verankert und geerdet sein. Geistige Inhalte, wie Wahn und Halluzinationen treten in den Vordergrund des Bewusstseins. Es fehlt die Verbindung zu sich selbst, zum persönlichen Umfeld, zur Gesellschaft und der Natur.
Zur Heilkraft der Natur gehören die Sonne, das Licht, die Luft, das Wasser, die Erde, die Bäume und die Pflanzen. Bei der Gartenarbeit, beim Arbeiten mit Naturmaterialien, beim Wandern in der Natur, dem ganzjährigem Baden im Freien oder bei Sonnenbädern ist die Natur-Energie erfahrbar. Diese Einflüsse fördern das Embodiment, die Wiedereinkehr in den Körper, die Verbindung zu sich selbst und der Natur. Die Folge ist der Rückgang der Symptome von Psychosen und Schizophrenie.
Gartentherapie, die sich auf die Beschäftigung mit Pflanzen und Gärten konzentriert, hat sich als potenziell hilfreich für Menschen mit Schizophrenie erwiesen. Um Symptome wie Wahnvorstellungen und Halluzinationen zu lindern, fördern gärtnerische Aktivitäten den Kontakt zu sich selbst, zwischen schizophrenen Patienten und dem wirklichen Leben. Sie kann so helfen, psychotische Symptome zu lindern, die soziale Funktion zu verbessern und das allgemeine Wohlbefinden die Lebensqualität zu steigern.
Studien mit 1-3 monatigen Naturtherapien wie Waldbaden, Spaziergänge im Park, Gartenarbeit und Meditationen am Seeufer zeigten eine signifikante Verbesserung der positiven, negativen und kognitiven Symptome um 15-25%, der Depression um 20-30%, der Angstwerte um 30-40%, von Stress und Schlafstörungen um 30-35% sowie der Nebenwirkungen von Psychopharmaka um 45% gegenüber der Kontrollgruppe.
6. Bewegungstherapie
Die Bewegungstherapie umfasst Spazierengehen, Wandern oder Nordic-Walking, eine Wanderreise oder Sport. Es gibt kaum eine Einzelmaßnahme, mit so deutlichen Verbesserungen der körperlichen und psychischen Verfassung wie Bewegung und Sport.
Untersuchungen zeigten, dass Yoga unter den verschiedenen untersuchten Sportarten für Schizophreniepatienten am wirksamsten zur Verbesserung der Gesamtsymptome sowie der positiven und negativen Symptome war. Es zeigten sich Besserungen von 30%. Ausdauersport erwies sich kognitiven Symptomen, Depressionen und Schlaflosigkeit als am nützlichsten. Bei Ängsten gilt Krafttraining als die wirksamste Sportart.
7. Ordnungstherapie
Die Ordnungstherapie ist ein Ansatz in der Naturheilkunde, der sich mit der Wiederherstellung und Erhaltung eines gesundheitsfördernden Lebensstils befasst, oft im Kontext von chronischen Erkrankungen wie Schizophrenie.
Die Ordnungstherapie bei Schizophrenie beinhaltet eine individuelle Anpassung der Lebensweise, um eine bessere Struktur und einen gesünderen Rhythmus zu etablieren. Ordnungstherapie ist die gesundheitliche Strukturierung des gesamten Tagesablauf in den Bereichen Ernährung, Bewegung, Entspannung, Selbsthilfestrategien, soziales Eingebunden sein. Der Begriff geht u.a. auf Sebastian Kneipp zurück.
Naturheilkunde bei Naturheilpraktikern, Ärzteschaft und in der Rehabilitationsmedizin
Vor allem in der Ärzteschaft und in der Rehabilitationsmedizin sind naturheilkundliche Verfahren durchaus verbreitet. In Deutschland sind rund 14.000 Ärzte mit Facharztausbildung "Naturheilverfahren" und 50.000 Naturheilpraktiker in Fachgesellschaften organisiert. |
Historie
Die Geschichte der Naturheilkunde ist so alt wie unser menschliches Dasein. In der ägyptischen Hochkultur um 3000 v. Chr. gab es die ersten schriftlichen Erwähnungen von Psychosen und Schizophrenie und schon eine ausgeklügelte Pflanzentherapie, Räuchern, Besprechungen und Rituale.
Hippokrates von Kos (460-370 v.Chr.) war einer der bedeutendsten Ärzte der Antike. Die Heilpraxis beruhte darin, im Krankheitsfall den Organismus unter Beobachtung die individuelle Physis, durch diätische und naturheilkundliche Verordnungen wertvolle Hilfe zu leisten.
Unter dem Arzt und Mystiker Phillippus Theorphrastus Bomastus von Hohnheim, auch Paracelsus genannt, bekam die Naturheilkunde Ende des Mittelalter eine wissenschaftliche Basis.
Es folgten u.a. Hildegard von Bingen, Sebastian Kneipp, Rudolf Steiner und Hahnemann, der Gründer der Homöopathie.
Die Kneipp-Philosophie ist heute so aktuell wie nie. Sie fußt auf Grundprinzipien, die nahezu täglich relevanter werden: Leben im Einklang mit der Natur, Nachhaltigkeit und Achtsamkeit.
1. Ernährungtherapie Ernährung ist ein Schlüsselfaktor für die psychische Gesundheit. Schon seit langer Zeit besteht unter Medizinern Einigkeit darüber, dass die nährstoffarme Lebensmittelherstellung und moderne Ernährungsweise, wie ein Übermaß an Süßigkeiten, Weissmehlprodukten, billigen Fetten, Fertignahrung, Fastfood etc. verheerende Folgen für unsere körperliche und geistige Gesundheit haben können. Eine aktuelle Beweislage aus Studien zeigt, dass Personen mit Schizophrenie im Vergleich zu normalen Kontrollpersonen schlechte Ernährungspraktiken haben. Ein Nährstoffmangel bei Schizophrenie ist jedoch nicht nur allein auf eine unzureichende Ernährungsweise zurückzuführen, sondern die Erkrankung selbst ist ein Risikofaktor dafür. Neuste Erkenntnisse zeigen, das schizophren Erkrankte deutlich mehr Vitamine zu sich nehmen müssen als gesunde Kontrollpersonen um den gleichen Vitaminspiegel zu erreichen. D.h. die Nährstoffaufnahme ist bei Schizophrenie gestört. Gesunde Ernährungsweisen bei Schizophrenie Verschiedene spezielle Ernährungsweisen haben Vorteile bei Schizophrenie, Depressionen, Angstzuständen und Stress gezeigt, sogar zum vollständigen Rückgang schizophrener Symptome geführt, wie einige Erfahrungsberichte zeigten. Die psychiatrischen Ergebnisse einer 4 monatigen Studie zu ketogener Ernährung zum Beispiel umfassten eine Verbesserung der Gesamtsymptome um 30%, eine Reduktion der Depression um 50%, der Ängste um 25%, eine verbesserte Schlafqualität um 20% und höhere Lebenszufriedenheit um 20 %. Selbst bei dem Bemühen und eine gesunde Ernährung, wird eine Mangelernährung durch den Verlust an Nährstoffen in industriell hergestellten Lebensmittel nur schwer auszugleichen sein. Die International Society for Nutritional Psychiatry Research empfiehlt daher die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. Dazu gehören die Vitamine B9, B6, B12 und Vitamin C und D sowie Omega 3. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Verabreichung dieser Vitamine die Krankheitsdauer bei Personen mit Psychose und Schizophrenie wirksam verkürzt. Je besser der Vitamin-Status, desto schwächer die Schizophrenie-Symptome. Studien zeigten, dass Patienten mit psychischen Störungen, die gleichzeitig an einem Vitaminmangel leiden, im Allgemeinen mit schwerwiegenderen Symptomen zu kämpfen haben als Patienten mit guter Vitalstoffversorgung. Eine probiotische Nahrungsergänzung war in Studien mit einer signifikanten Verbesserung der positiven, negativen, allgemeinen und Gesamt-Symptome (PANSS-Scores) bei Psychosen und Schizophrenie verbunden. In einer Studie gab es zum Beispiel eine Verbesserung der positiven Symptome um 10% gegenüber Placebo in 2 Wochen. Andere Studien zeigten Besserungen von Depressionen um 35%, der Angst um 30%, von Stress um 15% und Schlafstörungen um 25% in 4 -8 Wochen gegenüber Placebo ... ... mehr Informationen (und Quellenangaben) siehe ausführlicher Artikel "Ernährung und Nahrungsergänzung" |
2. Kuren und Heilfasten
Einige Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Fasten die Symptome einer Schizophrenie, darunter Stimmung und Schlaf, verbessern kann. Fasten kann zur Produktion von Ketonkörpern führen, die als alternative Energiequelle für das Gehirn dienen und möglicherweise die neuronale Funktion fördern können. Während einige Studien darauf schließen lassen, dass Fasten potenzielle Vorteile hat, wie etwa die Verringerung von Entzündungen und die Verbesserung des Stoffwechselprofils, kann es auch Risiken bergen. Erhöhtes Risiko Personen mit Schizophrenie haben möglicherweise bereits ein höheres Risiko für das Metabolische Syndrom und damit verbundene Probleme. Fasten kann diese Probleme verschlimmern, insbesondere wenn es nicht sorgfältig durchgeführt wird. Jedes Fastenprogramm sollte daher sorgfältig überlegt und auf die spezifischen Bedürfnisse und Umstände des Einzelnen zugeschnitten sein, wobei sein allgemeiner Gesundheitszustand, die eingenommenen Medikamente und mögliche Risiken berücksichtigt werden müssen. Es ist angeraten, vor Beginn einer Fastenkur einen Arzt zu konsultieren. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kuren und Fasten einige potenzielle Vorteile für Menschen mit Schizophrenie bieten können. Ein sorgfältiger und individueller Ansatz unter fachlicher Aufsicht ist entscheidend, um die Sicherheit zu gewährleisten, den potenziellen Nutzen zu maximieren und gleichzeitig potenzielle Risiken zu minimieren. Studien zum Fasten bei Schizophrenie1. Im Bereich der Psychiatrie ließ Juri Nikoliav vom Moskauer Psychiatrischen Institut zehntausend Patienten mit chronischer, refraktärer Schizophrenie fasten. Die Patienten, die zuvor mit konventionelleren psychiatrischen Methoden behandelt worden waren und nicht darauf reagiert hatten, wurden 25 bis 30 Tage lang auf Wasserfasten angewiesen. Nikoliavs Fastenkur war in über 70 % aller Fälle erfolgreich. Die Ergebnisse waren so beeindruckend, dass die große Mehrheit der Schizophreniepatienten des 3.000-Betten-Forschungszentrums um Aufnahme in die Station bat. 2. Der New Yorker Psychiater Alan Cott beobachtete Nikoliavs Fastenkuren zwei Wochen lang. Die Patienten in Cotts Studie litten bereits seit mindestens fünf Jahren unter der Diagnose Schizophrenie, und ihr Zustand hatte sich unter früheren Behandlungsformen nicht verbessert. Nach der Behandlung von 28 Schizophrenen berichtete Cott, dass über 60 % derjenigen, die das Fasten beendet hatten, gesund blieben, sofern sie eine spezielle fettarme Diät einhielten. 3. In seinem Buch „Was sind die wahren Ursachen von Schizophrenie?“ bezeichnet Harold Foster das therapeutische Fasten bei Schizophrenen als eine der „fünf wirksamsten unkonventionellen Methoden zur Behandlung von Schizophrenie“. |
3. Pflanzenheilkunde ![]() Antipsychotische Heilpflanzen sind Pflanzen, die spezifische Eigenschaften besitzen und mindestens auf ein Symptom bei Psychosen und Schizophrenie - wie positive, negative, kognitive Symptome sowie bei Depressionen, Ängten, Stress und Schlafschwierigkeiten lindernd wirken. Jede Heilkultur hat pflanzliche antipsychotsche Medikamente für Schizophrenie erfolgreich in der Anwendung. Die Heilungschance nach der ersten Psychose ist u.a. doppelt so hoch wie in westlichen Ländern. Seit der Behandlung von Psychosen mit Psychopharmaka in den 1950-zigern ist die Genesungsrate von Schizophrenie von 20-30% auf 10-20% gesunken. Ebenso sind die Invalidenrenten für psychisch belastete Menschen in Deutschland um 200% und in den USA um 400% gestiegen. In einer aktuellen Forschungsarbeit von 2023 "Neue Entwicklungen in der Behandlung von Schizophrenie " ist zu lesen: "Der Anteil der „geheilten“ Schizophreniepatienten ist in den letzten 70 Jahren gering geblieben. Die mittleren Genesungsraten sind im Laufe der Zeit von vor 1941 bis nach der Einführung atypischer Antipsychotika stabil geblieben oder sogar gesunken, wobei sich nur 10–20 % der Patienten vollständig erholten. Patienten mit Schizophrenie haben eine geschätzte Lebenserwartung von 15–20 Jahren weniger als die allgemeine Bevölkerung , wobei die metabolischen und anderen Nebenwirkungen von Antipsychotika ein potenzieller Faktor sind." (1) In Ländern, in denen aus Kostengründen keine Psychopharmaka zur Anwendung kommen liegt die Genesungrate deutlich höher. Etwa 80 % der Gesamtbevölkerung Asiens und Afrikas sind auf natürliche pflanzliche Heilmittel angewiesen - ein Grund für die besseren Heilungschancen. Zitat aus der Gesundheitsberichterstattung des Bundes: "So werden in Entwicklungsländern oft weniger schwere Verlaufsformen beobachtet. In einer Studie der WHO erwies sich das Behandlungsergebnis (»Outcome«) sowohl im klinischen als auch im sozialen Bereich in den Entwicklungsländern als signifikant besser im Vergleich zu den Industrieländern. Zwei Jahre nach einer akuten Krankheitsepisode war in den Entwicklungsländern bei 63 % der schizophren Erkrankten eine vollständige Remission (Gesundung) gegeben, in den Industrieländern jedoch nur bei 37 % " (2) (3) (5) Antipsychotika oder antipsychotische Heilpflanzen ? Schizophrenie ist eine multifaktorielle Erkrankung mit komplexer Ursache und Verlauf, die mehrere zielgerichtete Substanzen zur Verbesserung positiver, negativer und kognitiver Symptome sowie von Depressionen, Ängsten, Stress und Schlafstörungen erfordert. Typische und atypischen Antipsychotika sind nicht in der Lage, Psychosen und Schizophrenie umfänglich bzgl. aller Symptome angemessen zu behandeln, zudem sind sie begleitet von zahlreichen stark belastenden Nebenwirkungen, verursachen schwerwiegende Folgekrankheiten und Langzeitfolgen. Bei Patienten mit Schizophrenie haben eine Mehrheit, also über 50% mindestens eine typische Folgeerkrankung, 30% sogar zwei oder mehr chronische körperliche Folgeerkrankungen aufgrund eines langfristigen Gebrauchs von Antipsychotika. (24) Sie führen letztendlich nur zu einer schweren Abhängigkeit und Chronifizierung von Psychosen und Schizophrenie und nicht zur Gesundung. Daher fühlen sich viele Menschen mit chronischer Schizophrenie zu Recht von der offensichtlichen Ineffektivität der konventionellen Behandlung mit Psychopharmaka enttäuscht und suchen natürliche, nach einem ganzheitlicheren Behandlungsansatz ausgerichtete, alternative Arzneimittel mit weniger oder keinen Nebenwirkungen. Antipsychotische Heilpflanzen bieten aufgrund ihrer breiten Palette biologischer Aktivitäten vielfältige Alternativen als Ersatz oder Ergänzung zu Antipsychotika. Sie sind reich an Stoffen, die mit dem Zentralnervensystem interagieren können, um Wirkungen hervorzurufen, die für die Behandlung von Psychosen und Schizophrenie von Vorteil sind. Sie haben ihr therapeutisches Potenzial - mit vergleichbarer Wirkung wie Antipsychotika - in einer Vielzahl an Studien demonstriert, u.a. durch Modulation von dysfunktionalen Botenstoffsystemen, der Reduktion von oxidativem Stress, Linderung von Entzündung des Zentralnervensystem und Stärkung des Immunsystems, die die Kennzeichen von Schizophrenie sind. Eine aktuelle Studie von 2024 mit dem Titel "Rolle von Phytochemikalien bei der Behandlung von Schizophrenie" schlussfolgert: "Etwa 80 % der Menschen in Asien und Afrika verlassen sich auf Komplementär- und Alternativmedizin. Die häufig eingesetzten antipsychotischen Medikamente haben eine Reihe von Nebenwirkungen ... Die überwiegende Mehrheit der Forschung hat gezeigt, dass die antioxidative Aktivität der Phytochemikalien ihnen ihre antipsychotischen und neuroprotektiven Eigenschaften verleiht. Der medizinische Nutzen, die geringe Nebenwirkungsrate, das verbesserte Sicherheitsprofil und die hervorragende Wirksamkeit dieser Phytochemikalien haben Aufmerksamkeit erregt."(9) So war die gemessene Wirkungsstärke von TCM-Formulierungen bei der Reduzierung von Symptomen vergleichbar mit Antipsychotika. Es zeigten sich Besserungen von 20% bei positiven Symptomen in 6 Wochen gegenüber Placebo. In einer Forschungsarbeit über Wendan-Absud beispielsweise ist zu lesen: "Wendan-Absud kann für Personen mit Schizophrenie als Alternative zu typischen Antipsychotika nützlich sein, die erhebliche Nebenwirkungen haben können. In China wird Wendan nicht nur zur Behandlung schizophrenieähnlicher Erkrankungen eingesetzt, sondern auch zur Verringerung unerwünschter Nebenwirkungen westlicher Medikamente ... Zwei Studien berichteten über verwertbare Daten für klinisch bedeutsame Verbesserungen (< 50 % Reduktion des PANSS). Insgesamt gab es keinen klaren Unterschied zwischen der Wendan-Gruppe und den Antipsychotika-Gruppen ... Für dieses Ergebnis scheint die Behandlung mit Wendan bei Schizophreniepatienten ähnlich wirksam zu sein wie Antipsychotika." (3) Antipsychotische Heilpflanzen können beliebig kombiniert werden oder verschiedene Mischung zu unterschiedlicher Tageszeit eingenommen werden, sodass nicht nur positive Symptome sondern auch negative und kognitive Symptome sowie Depressionen, Ängste, Stress und Schlafstörungen wirksam gelindert werden können ... ... mehr Informationen (und Quellenangaben) siehe ausführlicher Artikel "Was sind antipsychotische Heilpflanzen?" |
4. Aromatherapie ![]() Aromatherapie wird seit Jahrtausenden angewendet. Hippokrates, der Vater der modernen Medizin, befürwortete die Anwendung der Aromatherapie, da er davon überzeugt war, dass aromatische Bäder und Duftmassagen der Schlüssel zur Gesundheit seien. Es traten führende Experten für ätherische Öle auf den Plan, die die Aromatherapie als wirksame Therapie für Körper, Geist und Seele unterstützten. Aromatherapie, eine ganzheitliche Heilmethode, die die aromatischen Essenzen pflanzlicher ätherischer Öle nutzt, erfreut sich aufgrund ihres therapeutischen Potenzials zur Förderung des allgemeinen Wohlbefindens großer Beliebtheit. Die Verwendung ätherischer Öle auf Pflanzenbasis hat maßgeblich zur Entwicklung der Aromatherapie als ergänzendes medizinisches System beigetragen. Die Aromatherapie kombiniert traditionelle und moderne Medizin und bietet ganzheitliche Heilung mit ätherischen Ölen. Durch komplexe Wechselwirkungen modulieren ätherische Öle die Gesundheit und beeinflussen Stimmung, Wohlbefinden und Wohlbefinden. Eine Übersichtsarbeit berücksichtigte Erkenntnisse u.a. aus klinischen Studien zur „Psychoaromatherapie“ im Zusammenhang mit psychiatrischen Erkrankungen und kommt zu dem Schluss: "Es wird der Schluss gezogen, dass Aromatherapie eine potenziell wirksame Behandlung für eine Reihe psychiatrischer Erkrankungen bietet. Darüber hinaus scheint die Aromatherapie unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen zur Sicherheit frei von den Nebenwirkungen vieler herkömmlicher Psychopharmaka zu sein. " (Vora et al., 2024) Ängste, Anspannung, Schlaflosigkeit und Depressionen Die Aromatherapie heilt mit Düften. Durch den Einsatz natürlicher Aromen, beispielsweise durch ätherische Öle, können insbesondere psychische Symptome wie Ängste, Anspannung, Schlaflosigkeit und Depressionen mit außergewöhnlich hohen Effektstärken von 80% Besserung gelindert und für eine positive Stimmung gesorgt werden. Lavendel, Bitterorange (Neroliöl), Rosen und Salbei sind Beispiele für klassische Heilmittel in der Aromatherapie. Klinische Studien deuten darauf hin, dass Aromatherapie dazu beitragen kann, den Neurotransmitterspiegel im Gehirn von Menschen mit Schizophrenie zu regulieren. Beispielsweise können Aromen von Lavendel, Pfefferminze oder Rosmarin dazu beitragen, Stress und Angstzustände zu reduzieren, was das allgemeine Wohlbefinden und die psychische Gesundheit der Patienten verbessern kann. Weitere ätherische Öle, die auf ihren potenziellen Nutzen bei der Linderung von Schizophreniesymptomen untersucht wurden, sind Pfefferminze, Zitrone , Neroli , Rosmarin und Bergamotte. Diese ätherischen Öle tragen nachweislich zur Verbesserung der kognitiven Funktionen, zur Reduzierung von Stress und Angstzuständen sowie zur Förderung der Entspannung bei. Welche ätherischen Öle helfen bei psychischen Erkrankungen?Lavendelöl: Weitere Öle bei Psychosen und Schizophrenie
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5. Naturtherapie | Psychosen und Schizophrenie sind gekennzeichnet durch einen Zustand der Entkörperung, ein nicht in der Realität verankert und geerdet sein. Geistige Inhalte, wie Wahn und Halluzinationen treten in den Vordergrund des Bewusstseins. Es fehlt die Verbindung zu sich selbst, zum persönlichen Umfeld, zur Gesellschaft und der Natur. Zur Heilkraft der Natur gehören die Sonne, das Licht, die Luft, das Wasser, die Erde, die Bäume und die Pflanzen. Bei der Gartenarbeit, beim Arbeiten mit Naturmaterialien, beim Wandern in der Natur, dem ganzjährigem Baden im Freien oder bei Sonnenbädern ist die Natur-Energie erfahrbar. Diese Einflüsse fördern das Embodiment, die Wiedereinkehr in den Körper, die Verbindung zu sich selbst und der Natur. Die Folge ist der Rückgang der Symptome von Psychosen und Schizophrenie. Naturtherapie Naturtherapie nutzt natürliche Umgebungen, um eine Verbesserung des Wohlbefindens zu ermöglichen, und es gibt immer mehr Beweise dafür, dass Menschen mit psychischen Gesundheitsproblemen verhältnismäßig stärker von einer solchen naturbasierten Therapie profitieren können. Denn der Aufenthalt in der Natur hat positive Auswirkungen auf die soziale, psychische und physische Gesundheit. Es wurde gezeigt, dass ein deutlicher Zusammenhang zwischen Naturerleben und der Genesung psychiatrischer Patienten besteht. (1) Psychosen und Schizophrenie Das Leben in städtischen Gebieten, insbesondere in solchen mit wenig Grünflächen, wird immer wieder mit einem höheren Risiko für die Entwicklung von Psychosen in Verbindung gebracht. Städtische Umgebungen sind oft mit erhöhtem Stress, sozialer Isolation und anderen Faktoren verbunden, die zu Psychosen beitragen. (16) ![]() Mehrere Studien haben ergeben, dass Personen, die sich – insbesondere in der Kindheit – häufiger im Grünen aufhalten, ein geringeres Risiko haben, an Schizophrenie zu erkranken. Dieser Schutzeffekt könnte mit reduziertem Stress und verbesserter psychischer Erholung in Grünflächen zusammenhängen. (8) Studien haben eine Dosis-Wirkungs-Beziehung gezeigt, was bedeutet, dass ein häufiger Aufenthalt in Grünflächen mit einem geringeren Risiko verbunden ist. Über Schizophrenie hinaus wird der Aufenthalt im Grünen mit verschiedenen anderen Vorteilen für die psychische Gesundheit in Verbindung gebracht, darunter einer Verringerung von Stress, Angstzuständen und Depressionen. Stress, Angstzuständen und Depressionen und Ängste Die vorhandene Literatur zeigt, dass der Aufenthalt in der Natur mit einer Verringerung von Stress und geringerer Angst bei Erwachsenen einhergeht, Naturinterventionen wie Shinrin-yoku (Sitzen oder Gehen im Wald) und Wanderprogramme zeigen positive Auswirkungen. Untersuchungen zur Teilnahme an naturnahen Freizeitaktivitäten zeigen positive Auswirkungen auf die Lebenszufriedenheit, positive emotionale Erfahrungen und die Verringerung von Depressionen. Studien legen nahe, dass ein Spaziergang in der Natur für mindestens 90 Minuten oder ein Aufenthalt von 10 Minuten oder mehr in einem Garten Grübeln, negative selbstbezogene Gedanken und depressive Symptome verringern kann. Die Forschung ergab, dass die größte Effektstärke nach Aktivitäten im Freien in der Nähe von Wasser, beispielsweise einem Strand oder Fluss, gemessen wurde. (16) Lebensqualität und Selbstwertgefühl In einer anderen Studie berichteten Erwachsene, die mindestens 5 Minuten lang in Grünanlagen trainierten, von einem verbesserten Selbstwertgefühl. Außerdem deutet die Forschung auf einen Zusammenhang zwischen dem Aufenthalt in der Natur und einer gesteigerten Lebenszufriedenheit hin, die 20 Minuten pro Woche in einer natürlichen Umgebung ihrer Wahl verbringen. Junge Erwachsene, die der Natur ausgesetzt waren, berichteten von einem stärkeren Selbstbewusstsein, Gefühlen des Abschaltens, Verbundenheit und Fürsorge für andere Menschen. (16) Gartentherapie und Schizophrenie Gartentherapie, die sich auf die Beschäftigung mit Pflanzen und Gärten konzentriert, hat sich als potenziell hilfreich für Menschen mit Schizophrenie erwiesen. Um Symptome wie Wahnvorstellungen und Halluzinationen zu lindern, fördern gärtnerische Aktivitäten den Kontakt zu sich selbst, zwischen schizophrenen Patienten und dem wirklichen Leben. Sie kann so helfen, psychotische Symptome zu lindern, die soziale Funktion zu verbessern und das allgemeine Wohlbefinden die Lebensqualität zu steigern. Gartentherapie kann kognitive Funktionen wie Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Problemlösung verbessern, die durch Schizophrenie beeinträchtigt werden können. Sie kann eine beruhigende Wirkung haben und Ängste sowie depressive Symptome Stress und zwischenmenschliche Sensibilität lindern, die bei Menschen mit Schizophrenie häufig auftreten. Metaanalysen Aktuelle Metaanalysen mit bis zu 3000 schizophren Erkrankten kommen zu folgenden Schlussfolgerungen: "Der Aufenthalt in Grünflächen verringert das Schizophrenierisiko ..." Die untersuchten Studien "berichten von einer Reihe von Vorteilen des Aufenthalts im Grünen für Menschen mit Schizophrenie, darunter eine verbesserte Stimmung und geringere Angst- und Psychosesymptome sowie eine Verringerung der Krankenhauseinweisungsraten." (8) Eine weitere Meta-Analyse "zeigte, dass Umgebungen außerhalb von Krankenhäusern bei allen Indikatoren eine bessere therapeutische Wirkung haben als Umgebungen in Krankenhäusern. Die Ergebnisse zeigten auch die Wirksamkeit der Gartenherapie auf Symptome, Rehabilitationsergebnisse, Lebensqualität und soziales Funktionieren bei Patienten in außerklinischen Umgebungen und lieferten weitere evidenzbasierte Unterstützung für die Landschaftsgestaltung" (2) Eine Analyse ergab, dass eine kurzfristige Gartentherapie eine mittlere bis große Wirkung und eine langfristige Gartentherapie eine große Wirkung auf die Gesamtsymptome bei Personen mit Schizophrenie hat. Schlussfolgerungen der Studie: "Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Patienten mit Schizophrenie, die stärkere Anfangssymptome aufweisen, als potenzielle Kandidaten für Gartentherapie gelten können und dass eine längere Therapiedauer zu besseren Ergebnissen führen kann." (14) Naturtherapie in Studien Studien mit 1-3 monatigen Naturtherapien wie Waldbaden, Spaziergänge im Park, Gartenarbeit und Meditationen am Seeufer zeigten eine signifikante Verbesserung der positiven, negativen und kognitiven Symptome um 15-25%, der Depression um 20-30%, der Angstwerte um 30-40%, von Stress und Schlafstörungen um 30-35% sowie der Nebenwirkungen von Psychopharmaka um 45% gegenüber der Kontrollgruppe. Andere Studien ergaben, dass Gartenarbeit das Gefühl vermittelt, voller Energie, weniger isoliert und glücklich zu sein und das Leben wieder genießen zu können. So verbesserte sich in einer Studie das soziale Funktionieren und die Lebenszufriedenheit um 20%. (10) Ihr Fazit: "Rehabilitation ist ein Thema, das viele Faktoren wie klinische, psychologische, soziale und pädagogische Faktoren integriert, und hat keine einfache therapeutische Funktion. Gartentherapie ist der Träger der wechselseitigen Integration mehrerer Faktoren und Gartentherapie ist eine wirksame Ergänzung zur modernen Rehabilitationstherapie. Gartentherapie kann zur Linderung klinischer Symptome bei Schizophrenie und zur Wiederherstellung sozialer Funktionen beitragen." (10) Naturtherapien können dazu beitragen, die Motivation an Aktivitäten zu wecken und so effektiv das Wohlgefühl und eine hohe Lebensqualität wieder herstellen. Sie können eingesetzt werden, um das Erfolgs-, Verantwortungs- und Zugehörigkeitsgefühl zu stärken ... mehr Informationen (und Quellenangaben) siehe ausführlicher Artikel "Naturtherapie" |
6. Bewegungstherapie Die Bewegungstherapie umfasst Spazierengehen, Wandern oder Nordic-Walking, eine Wanderreise oder Sport. Es gibt kaum eine Einzelmaßnahme, mit so deutlichen Verbesserungen der körperlichen und psychischen Verfassung wie Bewegung und Sport. Es gibt gute Belege dafür, dass Bewegung die allgemeine Funktionsfähigkeit, die sozialen und alltäglichen Fähigkeiten von Menschen mit Schizophrenie verbessern kann. Prof. Joachim Cordes, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Florence-Nightingale-Krankenhaus berichtet: „Sport ist eine hochwirksame Methode bei der Behandlung von Depressionen, kognitiven Einbußen oder Schizophrenie. Studien belegen, dass sportliche Betätigung so wirksam ist wie eine medikamentöse Therapie oder eine psychotherapeutische Intervention ... Vor allem wirkt körperliche Betätigung auf das Selbstbild des Menschen, stärkt Selbstbewusstsein und Körperwahrnehmung. Gerade Menschen mit Depressionen können dabei die Erfahrung machen, selbstwirksam zu handeln, die eigene Erkrankung wirksam selbst zu behandeln und das Rückfallrisiko zu senken.“ (1) Spazierengehen Eine Studie untersuchte die Auswirkungen von Spaziergänge auf Lebensqualität, psychosoziale Funktionen und Symptome bei Patienten mit Schizophrenie über die Dauer von drei Monaten. Das Gehtraining war auf drei Gehübungen pro Woche begrenzt, wobei die Dauer der Einheiten von 20 min. im ersten Monat auf 40 min. im dritten Monat gesteigert wurde. Ergebnisse: "Bei chronischer Schizophrenie kann eine einfache, aber konsequente, organisierte Gehintervention zu einer Verbesserung der Funktionsfähigkeit, einer Linderung psychiatrischer Symptome (um 15%) und einer Verbesserung der Lebensqualität führen." Sport Eine aktuelle Metaanalyse von 2024 hat die Daten aus einer Vielzahl an Studien zu Sport bei Schizophrenie-Patienten ausgewertet:
Die optimale Gesamttrainingsdosis zur Verbesserung der Gesamtsymptome beträgt etwa 5 Stunden mäßig intensiver Bewegung oder 2,5 Stunden hoch intensiver Bewegung pro Woche. Analysen haben gezeigt, dass häufigere Trainingseinheiten pro Woche zu besseren Funktionswerten führen. Eine höhere Frequenz von Trainingseinheiten pro Woche kann eine stärkere Tagesstruktur und beständigere soziale Interaktionen bieten und sich positiv auf die psychosoziale Funktionsfähigkeit auswirken ... ... mehr über Bewegung und Sport bei Psychosen und Schizophrenie erfahren |
7. Ordnungstherapie ![]() Die Ordnungstherapie ist ein Ansatz in der Naturheilkunde, der sich mit der Wiederherstellung und Erhaltung eines gesundheitsfördernden Lebensstils befasst, oft im Kontext von chronischen Erkrankungen wie Schizophrenie. Sie zielt darauf ab, durch eine geordnete Lebensweise die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und das Wohlbefinden zu steigern. Bei Schizophrenie kann die Ordnungstherapie als ergänzende Maßnahme zu anderen Behandlungen wie Medikamenten und Psychotherapie eingesetzt werden. Was ist Ordnungstherapie bei Schizophrenie? Die Ordnungstherapie bei Schizophrenie beinhaltet eine individuelle Anpassung der Lebensweise, um eine bessere Struktur und einen gesünderen Rhythmus zu etablieren. Ziel ist es, eine Lebensordnung zu schaffen, die den individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten des Patienten entspricht und ihn dabei unterstützt, seine Symptome besser zu bewältigen und seine Lebensqualität zu verbessern. Ordnungstherapie ist die gesundheitliche Strukturierung des gesamten Tagesablauf in den Bereichen Ernährung, Bewegung, Entspannung, Selbsthilfestrategien, soziales Eingebunden sein. Der Begriff geht u.a. auf Sebastian Kneipp zurück. |
Studien und Quellen
(1) https://de.wikipedia.org/wiki/Naturheilkunde
(2) https://www.zentrum-der-gesundheit.de
(3) Alternative Therapie der Psychose: Potentielle Phytochemikalien und Wirkstoffziele bei der Behandlung von Schizophrenie, 2022
(4) Psychose und Antipsychotische Pflanzen: Ein Überblick, 2022
(5) Indische antipsychotische Kräuterformulierungen: Ein Überblick, 2017
(6) Pflanzliche Medikamente, die bei antipsychotischen Aktivitäten verwendet werden: Eine Übersicht, 2022
(7) Ein Überblick über Psychose und antipsychotische Pflanzen, 2015



