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  1. Psychose Blogs & Forum – Wissen, Austausch und Hoffnung
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  3. Fragen

Angst vor der Behindertenwerkstatt - wie ging es euch dabei?

  • Bimbo
  • 8. April 2023 um 12:25
  • Zum letzten Beitrag

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  • Bimbo
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    • 8. April 2023 um 12:25
    • #1

    Ich bin mit 18 an Schizophrenie erkrankt und hab 15 Jahre versucht wiedereinzugliedern, kam dann ins betreute Wohnen und lebe jetzt allein.

    Jetzt soll ich in die Werkstatt glaube Lebenshilfe, und habe Angst weil ich nichts mehr richtig packe. Hat dort schon jemand Erfahrungen gesammelt?

    Gliedern die mich dann in ersten Arbeitsmarkt wieder aus? Weil das überlebe ich eher nicht mehr.

  • Bimbo 8. April 2023 um 12:26

    Hat den Titel des Themas von „Angst vor der Behindertenwerkstatt - wie ging es euch dabri?“ zu „Angst vor der Behindertenwerkstatt - wie ging es euch dabei?“ geändert.
  • hejemalafa
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    • 8. April 2023 um 19:12
    • #2

    Hallo Bimbo

    Ich begrüße dich in diesem Forum und wünsche dir viele gute Tipps und einen gelungenen Austausch.

    Ich war mit 18 Jahren das erste Mal in der Psychiatrie. Mit 32 ging ich in Rente. Jetzt bin ich 42 Jahre alt und möchte, wahrscheinlich noch dieses Jahr, bei der Behindertenwerkstatt der Lebenshilfe anfangen.

    Ich habe sehr große Angst davor zu versagen, aber ich habe gleichzeitig auch Hoffnung es zu packen.

    Einmal war ich schon zu einem Gespräch dort, mir wurde gesagt, dass die Arbeitszeit nicht bedeuten muss dass die ganze Zeit gearbeitet wird, wenn es für mich besser ist kann ich jederzeit (?) In einen Ruheraum gehen. Die Arbeitsbereiche sind in kleine Gruppen gegliedert. Man kommt danach nicht zwangsweise auf den 1.Arbeitsmarkt. So ist es zumindest bei uns.

    Ich bekomme immer größere Ängste davor, umso näher es rückt... Will es dennoch versuchen.

    Viel Erfolg wünsche ich dir auf deinem Weg!

    LG hejemalafa

  • Bimbo
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    • 8. April 2023 um 19:56
    • #3

    Hallo hejemalafa

    danke für deine Antwort.

    Ich kann kaum mehr schlafen und grüble ganze Zeit.

    Obwohl deine Beiträge sehr nett auf mich wirken. Wenn es dort so nette Leute gibt wie dich, gehe ich gern dorthin.

  • Ingo Guttkowski
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    • 9. April 2023 um 14:56
    • #4

    ich bin oder war bei der lebenshilfe. überfordert wird man dort nicht, eher gefördert. braucht ihr eventuell infos?
    ich jedenfalls habe mehrere werkstätten besucht, am schlimmsten war dabei die arbeitstherapie, denn das war dort arbeit für doofe. bei der lebenshilfe hab ich mich erst auch nicht wohl gefühlt, bis ich den bereich gewechselt habe. inzwischen arbeite ich aber durch eine inclusion wieder aufm ersten arbveitsmarkt, bin aber weiterhin angestellt bei der lebenshilfe, ich arbeite also wie ein leiharbeiter, aber mit allen vorteilen. nie würde ich es heute anders machen wollen.
    gruß Ingo

    Es ist daher wichtig, die Zeit, die wir haben, effektiv zu nutzen und das Beste aus unserem Leben zu machen.
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  • Bimbo
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    • 9. April 2023 um 17:16
    • #5

    Hallo Ingo Guttkowski

    Kannst du uns etwas erzählen wie die Aufnahme ablief? Muss man da zum Gutachter?

    Wie war es denn dort am Anfang, kannst du etwas erzählen wie es war dort anzufangen?

    Machen die Druck dass man auf dem 1. Arbeitsmarkt wiedereingliedert?

    Danke für deine Nachricht.

  • Mindhunter
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    • 9. April 2023 um 17:19
    • #6

    Hallo Bimbo

    Frohe Ostern erstmal.

    Also ich habe in der Zeit zwischen 2012 und 2016 erst ein Jahr in der Arbeitstherapie der Diakonie gearbeitet und danach in einer Behindertenwerkstatt.

    Mein Talent war schon immer die Musik und ich war in der Zeit einfach konstant unterfordert und lustlos.

    Zudem hatte sich in der Arbeitstherapie eine Kollegin die ich toll fand für einen anderen Kollegen entschieden, mit dem ich bis heute befreundet bin.

    Bis heute leide ich aber unter der Entscheidung von ihr damals, da ich mich ihm seitdem sehr unterlegen fühle und minderwertig (hat mit meiner Familie eigentlich mehr zu tun, verglichen werden etc.)

    Warum ich das erzähle ist, weil meine komplette Zeit in Reha insgesamt von dem Zusammenarbeiten mit diesem Freund und den komplizierten gefühlen überschattet war und als es vorbei war war ich einfach nur froh, mich der Musik widmen zu können und heute bin ich an einer Musikhochschule und am richtigen Ort.

    Aber was die Arbeit und die Kollegen und so weiter angeht, brauchst du keine Angst zu haben. Das werden, auch wenn man sich nicht immer mag, immer deine Brüder und Schwestern was die Krankheit angeht sein und mit guten Anleitern kannst du deine Arbeitsfähigkeiten aufbauen und wer weiss, vielleicht findest du dann mit der Zeit eine erfüllendere Aufgabe. Es wird immer relativ viel Verständnis für die Gesundheit aufgebracht dort.

    Du musst mit der Zeit überlegen, reicht dir das Leben so - arbeiten, essen, fernsehen - oder willst du mehr und wie kommst du dahin. Aber das musst du ja nicht am ersten Tag wissen/entscheiden.

    Der Freund von mir von dem ich sprach ist auch Musiker, macht das in seiner Freizeit für seine Identität arbeitet mittlerweile halbtags in einer Kochgruppe in einer niederschwelligen Werkstatt und hat da super kochen gelernt und überlegt jetzt nach all den Jahren des Trainings als Briefträger bei der Post anzufangen, da er sich gerne bewegt. Es war aber auch für ihn ein sehr langer Weg mit immer wieder fallen und wieder aufstehen.

    So kann man sich was zusammenbasteln.

    Du bist der Kapitän deines Lebensschiffs, vergiss das nie, auch wenn wir es schwerer haben als andere. Kreativ mit den Möglichkeiten umgehen ist die Devise.

    Unterm Strich: Probier es aus, entdecke es und freu dich über neue Kontakte und Möglichkeiten. Jeder Mensch hat der Welt etwas zu bieten und ich wünsche Dir, dass sie dort deine Qualitäten entdecken und fördern.

    Liebe Grüße

    Mindhunter

    God, give me the serenity to accept things I cannot change, the courage to change things I can,
    and the wisdom to distinguish one from the other.

  • Ingo Guttkowski
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    • 9. April 2023 um 17:24
    • #7
    Zitat von Bimbo

    Hallo Ingo Guttkowski

    Kannst du uns etwas erzählen wie die Aufnahme ablief? Muss man da zum Gutachter?

    Wie war es denn dort am Anfang, kannst du etwas erzählen wie es war dort anzufangen?

    Machen die Druck dass man auf dem 1. Arbeitsmarkt wiedereingliedert?

    Danke für deine Nachricht.

    nein, war alles voll easy, beim einstieg hat mir meine betreuerin geholfen, aber nur weil ich den verein nicht kannte.
    es gab keine besonderen vorraussetzungen.
    das geld was man bekommt ist sehr mager, aber die zahlen super in deine rentenkasse ein, was man nicht vergessen sollte.
    am anfang ist natürlich alles neu und man muß die leute erstmal kennenlernen, aber alle waren sehr freundlich.

    den ersten job den ich hatte, war gärtner, war mir aber zu stupide, dann wechselte ich zu den gärtnern die beim kunden arbeiten, war mir aber zu anstrengend, war aber auszuhalten. dann wechselte ich zu der schredderei, wo ich voll aufging. ich durfte zuletzt an alle geräte usw.

    danach hab ich versucht wieder mich einzugliedern, also inclusion gemacht, jetzt bin ich greenkeeper aufn ersten arbeitsmarkt, der job gefällt mir sehr und ich möchte dort wohl bis zur rente bleiben.

    Es ist daher wichtig, die Zeit, die wir haben, effektiv zu nutzen und das Beste aus unserem Leben zu machen.
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  • Bimbo
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    • 9. April 2023 um 17:31
    • #8

    Hallo Mindhunter

    Danke für deine Worte.

    Das hilft mir schon sehr.

    Dann werde ich da jetzt versuchen angstfrei ranzugehen.

    Ingo Guttkowski

    Vielen Dank dir.

    Das macht Hoffnung.

    Da hast du ja sogar deinen Traumjob gefunden.

    Danke für die Infos.

    Grüße bimbo

  • Oliver
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    • 10. April 2023 um 13:50
    • #9
    Zitat von Ingo Guttkowski

    nein, war alles voll easy, beim einstieg hat mir meine betreuerin geholfen, aber nur weil ich den verein nicht kannte.
    es gab keine besonderen vorraussetzungen.
    das geld was man bekommt ist sehr mager, aber die zahlen super in deine rentenkasse ein, was man nicht vergessen sollte.
    am anfang ist natürlich alles neu und man muß die leute erstmal kennenlernen, aber alle waren sehr freundlich.

    den ersten job den ich hatte, war gärtner, war mir aber zu stupide, dann wechselte ich zu den gärtnern die beim kunden arbeiten, war mir aber zu anstrengend, war aber auszuhalten. dann wechselte ich zu der schredderei, wo ich voll aufging. ich durfte zuletzt an alle geräte usw.

    danach hab ich versucht wieder mich einzugliedern, also inclusion gemacht, jetzt bin ich greenkeeper aufn ersten arbeitsmarkt, der job gefällt mir sehr und ich möchte dort wohl bis zur rente bleiben.

    Hallo Ingo Guttkowski,

    ich habe ein paar Fragen an dich und würde mich freuen, wenn du sie mir beantworten kannst.

    1. Wie viel zahlt denn die Lebenshilfe in die Rentenkasse ein? Was ergibt das für Entgeltpunkte am Ende des Jahres bzw. mehr an einer hochgerechneten Regelaltersrente, wenn eine Arbeit bei der Lebenshilfe aufgenommen wird? Ist das individuell oder werden pauschale Beiträge an die Rentenkasse für jeden Mitarbeiter abgeführt? Nach meiner Erfahrung bekommst du als Erwerbsminderungsrentner keine jährliche Renteninformation mehr. Dadurch sind dir solche wichtigen Informationen, die deine spätere Altersrente betreffen, verschlossen. Ich meine, die Lebenshilfe kann dir diesbezüglich viel erzählen. Im Endeffekt ist mir sowas schriftlich bzw. schwarz auf weiß lieber. Ich überlege nämlich ebenfalls bei der Lebenshilfe oder durch einen Minijob beruflich wieder aktiver zu werden und nicht nur meine 2 - 3 ehrenamtlichen Stunden in der Woche zu leisten. Ich weiß jedoch nicht, ob durch die Lebenshilfe oder durch einen Minijob mehr Beiträge in die Rentenkasse fließen. Mein Kenntnisstand ist, dass ein Minijob mehr monatliches Einkommen ermöglicht (520 €) als eine Tätgkeit bei der Lebenshilfe (165 €).

    2. Wird einem bzw. wurde dir die Erwerbsminderungsrente gestrichen, wenn du als EM-Rentner wieder in Form einer Inklusion auf dem allgemeinen 1. Arbeitsmarkt tätig bist.

    Vielen lieben Dank im Voraus für deine Antworten.

    Beste Grüße

    Oliver

    5 Mal editiert, zuletzt von Oliver (10. April 2023 um 14:29)

  • Ingo Guttkowski
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    • 10. April 2023 um 14:34
    • #10

    1. man bekommt eine pauschale eingezahlt in die rentenkasse, ca 2000€. was man am ende rausbekommt weiß ich nicht, würde das aber erfragen, wenn ich in altersrente komme.
    2. die em-rente bleibt im vollem umfang enthalten, es gibt keine kürzungen.

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    • 10. April 2023 um 14:46
    • #11
    Zitat von Ingo Guttkowski

    1. man bekommt eine pauschale eingezahlt in die rentenkasse, ca 2000€. was man am ende rausbekommt weiß ich nicht, würde das aber erfragen, wenn ich in altersrente komme.
    2. die em-rente bleibt im vollem umfang enthalten, es gibt keine kürzungen.

    Hallo Ingo,

    vielen Dank für deine zügige Antwort. Weißt du auch, ob die 2000 € jährlich an die Rentenkasse gezahlt werden oder sogar monatlich. Bei einer jährlichen Beitragszahlung von 2000 € an die Rentenversicherung ergibt das nämlich noch nicht einmal 1 Entgeltpunkt bzw. Rentenpunkt.

    Da bin ich beruhigt, dass die Erwerbsminderungsrente unangetastet bleibt und sie nicht gestrichen oder gekürzt wird.

  • Ingo Guttkowski
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    • 10. April 2023 um 14:55
    • #12
    Zitat von Oliver

    Hallo Ingo,

    vielen Dank für deine zügige Antwort. Weißt du auch, ob die 2000 € jährlich an die Rentenkasse gezahlt werden oder sogar monatlich. Bei einer jährlichen Beitragszahlung von 2000 € an die Rentenversicherung ergibt das nämlich noch nicht einmal 1 Entgeltpunkt bzw. Rentenpunkt.

    Da bin ich beruhigt, dass die Erwerbsminderungsrente unangetastet bleibt und sie nicht gestrichen oder gekürzt wird.

    die 2000€ rente wird monatlich eingezahlt

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  • Oliver
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    • 10. April 2023 um 15:47
    • #13
    Zitat von Ingo Guttkowski

    die 2000€ rente wird monatlich eingezahlt

    2000 € pro Monat???? Das entspricht 24000 € im Jahr. Um 1 Entgeltpunkt zu erhalten, musst du als Angestellter ca. 8000 € von deinem Bruttojahreseinkommen an die Rentenversicherung im Jahr abdrücken. Bei 24000 € wären es ja 3 Entgeltpunkte pro Jahr. Das kann nicht sein. Hast du diesen hohen monatlichen Rentenbeitrag von der Lebenshilfe auch schriftlich erhalten bzw. bekommst du noch deine Renteninformation als Erwerbsminderungsrentner, wo diese hohe eingezahlte Summe sich in irgendeinem Rentenwert, wie Entgeltpunkte oder der Höhe deiner Regelaltersrente, widerspiegelt? Es muss sich ja diese Summe irgendwie bemerkbar machen, d. h. dass die spätere Regelaltersrente (wesentlich) höher als die jetzige Erwerbsminderungsrente sein muss. Man muss doch über sowas in irgendeiner Form informiert werden, sonst weiß man doch nicht, wie hoch die spätere Regelaltersrente in etwa ausfällt, um sich einen groben Überblick zu verschaffen, ob diese Rente zum Leben später ausreicht.

  • Bimbo
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    • 10. April 2023 um 16:31
    • #14

    Berechnungsgrundlage für die Beiträge ist nicht der tatsächliche Verdienst, sondern 80 Prozent vom an alle Arbeitnehmer gezahlten Durchschnittsentgelt im vorletzten Kalenderjahr. Diese sogenannte Bezugsgröße ist in § 18 Sozialgesetzbuch Viertes Buch (SGB IV) geregelt.

    Rentenberechnung Lebenshilfe

    Du bekommst also soviel Renteneinzahlungen, als würdest du 80% vom Durchschnittseinkommen verdienen.

    In 20 Jahren Behindertenwerkstatt sind das ca. 700EU Rente nach meinen Berechnungen.

    Ob deine Altersrente noch steigen kann wenn du EU Rente bereits beziehst, müsste man googeln.

    Ein 450,- EU Job hingegen ändert an deiner Altersrente sehr wenig.

  • Oliver
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    • 10. April 2023 um 17:11
    • #15
    Zitat von Bimbo

    Berechnungsgrundlage für die Beiträge ist nicht der tatsächliche Verdienst, sondern 80 Prozent vom an alle Arbeitnehmer gezahlten Durchschnittsentgelt im vorletzten Kalenderjahr. Diese sogenannte Bezugsgröße ist in § 18 Sozialgesetzbuch Viertes Buch (SGB IV) geregelt.

    Rentenberechnung Lebenshilfe

    Du bekommst also soviel Renteneinzahlungen, als würdest du 80% vom Durchschnittseinkommen verdienen.

    In 20 Jahren Behindertenwerkstatt sind das ca. 700EU Rente nach meinen Berechnungen.

    Ob deine Altersrente noch steigen kann wenn du EU Rente bereits beziehst, müsste man googeln.

    Ein 450,- EU Job hingegen ändert an deiner Altersrente sehr wenig.

    Alles anzeigen

    Danke für die wichtige Information. Das ergibt einen Entgeltpunkt von 0.8 pro Jahr. Das macht wesentlich mehr Sinn als die 2000 € pro Monat! Denn laut Rentenversicherung beträgt der Rentenbeitrag pro Jahr ca. 8000 € bei einem jährlichen Durchschnittseinkommen aller Versicherten der DRV.

    Ich mache mich mal schlau, ob die EM-Rente durch einen kleinen Nebenverdienst weiter gesteigert werden kann. Aktuell werden die Entgeltpunkte anhand deines letzten Gehalts, den Alter deines Berufseinstiegs und der Zurechnungszeit hochgerechnet. Ob zusätzliche Entgeltpunkte erarbeitet werden können, frage ich morgen bei der Rentenversicherung nach.

  • Bimbo
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    • 10. April 2023 um 19:04
    • #16

    Habe das jetzt mal gegoogelt.

    Es scheint auf ersten Blick nicht möglich, die Altersrente zu heben, nachdem man in die Erwerbsminderungsrente eingetreten ist.

    Sonderfall ist hier die Erwerbsminderungsrente nach 20 Jahren Behindertenwerkstatt, bei der geht das. Alle anderen sammeln dach EU bzw. EM Renteneintritt keine Rentenpunkte mehr.

    Aber das nur nach grobem Überfliegen einiger Artikel.

    Quelle:

    Rentenpunkte nach Erwerbsminderung

    Wäre sehr gut Oliver wenn du uns hier nach deinem Gespräch mit der Rentenkasse Rückmeldung gibst.

    Wenn das so stimmt, würden ja Ingo und auch Hejemalafa keine zusätzlichen Rentenpunkte in der Werkstatt sammeln und ihre Altersrente entspräche der Höhe der Erwerbsminderungsrente (gilt immer, Altersrente > Erwerbsminderungsrente).

    Dann wäre es finanziell kaum ein Zugewinn für beide, obwohl halt noch Taschengeld und Kranken/Pflegeversicherung gezahlt wird.

  • Bimbo
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    • 10. April 2023 um 19:10
    • #17

    Offene Fragen wären:

    1. Kann die Altersrente noch erhöht werden durch die Arbeit in der Werkstätte wenn man bereits Erwerbsminderungsrentner ist?

    2. Erhöht sich die Erwerbsminderungsrente durch die Arbeit in der Werkstätte?

  • Oliver
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    • 10. April 2023 um 19:35
    • #18
    Zitat von Bimbo

    Habe das jetzt mal gegoogelt.

    Es scheint auf ersten Blick nicht möglich, die Altersrente zu heben, nachdem man in die Erwerbsminderungsrente eingetreten ist.

    Sonderfall ist hier die Erwerbsminderungsrente nach 20 Jahren Behindertenwerkstatt, bei der geht das. Alle anderen sammeln dach EU bzw. EM Renteneintritt keine Rentenpunkte mehr.

    Aber das nur nach grobem Überfliegen einiger Artikel.

    Quelle:

    Rentenpunkte nach Erwerbsminderung

    Wäre sehr gut Oliver wenn du uns hier nach deinem Gespräch mit der Rentenkasse Rückmeldung gibst.

    Wenn das so stimmt, würden ja Ingo und auch Hejemalafa keine zusätzlichen Rentenpunkte in der Werkstatt sammeln und ihre Altersrente entspräche der Höhe der Erwerbsminderungsrente (gilt immer, Altersrente > Erwerbsminderungsrente).

    Dann wäre es finanziell kaum ein Zugewinn für beide, obwohl halt noch Taschengeld und Kranken/Pflegeversicherung gezahlt wird.

    Alles anzeigen

    Ich erkundige mich diesbezüglich nochmal. Laut Rentenberater und Rechtsanwalt Peter Knöppel, der über http://www.rentenbescheid24.de über solche Sachverhalte aufklärt, fallen laut aktueller Gesetzeslage die späteren Regelaltersrenten nicht geringer als die Erwerbsminderungsrenten aus, d. h. dass aufgrund des Bestandschutzes die Regelaltersrenten mindestens genauso hoch wie die vorher bezogenen Erwerbsminderungsrenten sind. Sie können lediglich durch zusätzliche Rentenbeiträge, z. B. in Form eines Minijobs, leicht angehoben werden. Wenn ich mich recht daran erinnere, habe ich deswegen in der Vergangenheit bereits mit einer Sachbearbeiterin von der DRV darüber gesprochen. Ihre Aussage glich der von diesem Herrn Knöppel, dass die regulären Altersrenten durch zusätzliche Beiträge in geringem Maße aufpoliert werden können, jedoch nicht geringer als die EM-Renten ausfallen.
    Deswegen konnte ich mir es einfach nicht vorstellen, dass durch die Rentenbeiträge der Lebenshilfe in die Rentenversicherung die Regelaltersrente bei EM-Rentnern überhaupt verbessert wird, weder leicht noch erheblich.

  • Oliver
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    • 10. April 2023 um 19:43
    • #19
    Zitat von Bimbo

    Offene Fragen wären:

    1. Kann die Altersrente noch erhöht werden durch die Arbeit in der Werkstätte wenn man bereits Erwerbsminderungsrentner ist?

    2. Erhöht sich die Erwerbsminderungsrente durch die Arbeit in der Werkstätte?

    Den 1. Punkt deiner offenen Fragen werde ich bei der DRV nochmal erfragen.

    Zum 2. Punkt ist mein Kenntnisstand, dass die Erwerbsminderungsrente durch eine Arbeit nicht mehr erhöht werden kann. Jedoch ist ein zusätzliches Einkommen in Form eines Hinzuverdienstes durch Arbeit neben der Erwerbsminderungsrente möglich.

  • Bimbo
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    • 10. April 2023 um 20:30
    • #20

    Trotzdem denke ich, dass auch nach Eintritt der Erwerbsminderungsrente, Entgeldpunkte für die Altersrente gesammelt werden können. Hinweise darauf findet man hier:

    "Der Endzeitpunkt für die Ermittlung von Entgeltpunkten nach den §§ 70 ff. ist der Rentenbeginn. Sinn der Regelung ist es daher, dem rentenrechtlichen Grundsatz Ausdruck zu verleihen, dass ein bereits eingetretener Versicherungsfall bzw. Leistungsfall nachträglich grundsätzlich nicht mehr versichert werden kann. Dieses Versicherungsfallprinzip wird durch das Rentenbeginnprinzip ergänzt (vgl. auch GRA der DRV zu § 75 SGB VI,Stand: 12.2.2020, Anm. 2; vgl. auch die Komm. unter Rz. 8 ff. – Rentenzuschläge bei Altersrenten nach Abs. 1). Die Berücksichtigung solcher nach Rentenbeginn erworbener Entgeltpunkten wird daher auf die Folgerente verschoben."

    Quelle:

    Erklärung zu § 75 SGB VI

    Ich fasse es so auf, dass somit die EM Rente nicht mit jedem Jahr Werkstatt steigt, die Altersrente jedoch schon (=Folgerente).

    Aber das wird die RV dem Oliver hoffentlich erklären.

    Der maßgebliche Paragraph ist jedenfalls der 75 SGB VI.

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