Beiträge von Supernova

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    Besorgungen, Hausarbeiten, Lesen, Medikamente nehmen, Essen und ich habe endlich mit meinem Vermieter gesprochen wegen meines geplanten Umzuges und der schwierigen Wohnungssuche. Abends will ich noch einkaufen und baden.

    Heute war ich 3 Mal draußen unterwegs Besorgungen machen bei dem schönen Wetter, aber das ist für meine Verhältnisse schon fast Hyperaktivität. Ich hatte Kopfschmerzen, die erst weggingen, als ich genügend Kaffee nachtankte. Ich hatte dann eine 2 stündige Besprechung, nach der ich todmüde war.


    Eben habe ich einen groben Freizeitplan für morgen, wo ich keine Termine habe, gemacht und nun ist Feierabend. Gerade habe ich mein Abendessen auf dem Herd. Ich sollte mich mal so richtig sattessen, anstatt zu versuchen, möglichst schnell abzunehmen.


    Ü50 haben die meisten Frauen nicht mehr Größe 38. Vergleichsweise übergewichtig bin ich gar nicht, nur mit vergleichsweise vor der psychiatrischen Behandlung. Und ich finde mich auf Fotos unvorteilhaft mit meinem Mondgesicht, wo ich mal ein zartes Rehlein war.


    Aber: es war ein erfüllter Tag und ich werde bestimmt gut schlafen.

    Ich finde nicht, dass ich ein workoholic sein muss und soviel schaffen muss, wie andere Menschen ohne meine Erkrankung oder so viel, wie ich in jungen Jahren, vor meiner Erkrankung schaffte.


    Meine Medikamente machen alle eher müde, sind gegen Positivsymptome. Da hilft auch jede Menge Kaffee und Nikotin nur gerade insoweit, dass ich nicht den ganzen Tag verschlafe.


    Für mich ist alles anstrengend, weil ich z.B. ewig lange brauche, einen Einkaufszettel zu schreiben. Schon die Entscheidung in welches Geschäft ich gehe, fällt mir dabei schwer.


    Ich brauche dann ewig, bis ich ausgehfertig bin. Zu Fuß bin ich langsam und freue mich über jede Sitzbank, wo ich eine Pause machen kann. Auch im Geschäft bin ich langsam, suche manchmal lange herum.


    Manchmal denke ich, dass ich meine Erkrankung meinem schlimmsten Feind nicht wünschen würde.


    Mir bleibt nur, das beste draus zu machen, und mir bei dem helfen zu lassen, was ich jetzt echt nicht mehr alleine kann, wie in Ecken sauber machen oder für die Fenster herumklettern.

    ich mache, schaffe auch nicht viel. gestern war ich nur ein mal kurz draußen. ansonsten habe ich 2 maschinen wäsche gewaschen und getrocknet und mich selber gebadet.


    heute war ich immerhin 2 mal draußen unterwegs, habe aber ansonsten nur geschafft, medikamente zu nehmen und mir essen zu machen.

    Ich mach mir echt einen Einkaufszettel, an dem ich herumfeile, bevor ich losziehe. und da streiche ich echt so manches von.

    Ich mache eher Trennkost. Esse entweder mal Gemüse/Obst oder Fleisch/Fisch. Sättigungsbeilagen wie Nudeln/Kartoffeln/ Reis lasse ich möglichst weg. Also gemischte Teller gibt es bei mir gar nicht mehr. Manchmal ein Vollkornbrot mit Butter und Käse. Nur mein Müslifrühstück mit Buttermilch lasse ich mir nicht nehmen.

    Ich muss mir einige Gelüste verkneifen um abzunehmen. Ich habe zwar keine Adipositas aber geringes Übergewicht.


    Mein Tiefkühler ist Pizza- Eiscreme- und sonstige Fertiggerichtefrei. Schokolade und Kuchen etc. kaufe ich einfach nicht mehr.


    Zuckerhaltige Getränke wie Limonaden oder Fruchtsäfte sind nicht mehr im Kühlschrank.


    Ich esse nur noch, wenn mir der Magen knurrt.


    Bei mir sind die Kilos eindeutig von Frustessen.


    Beim Einkaufszettel, Einkaufswagen, fängt die Ernährungsumstellung an.

    In höchster psychotischer Not bete ich das Ave Maria und beim Automitfahren falte ich die Hände in den Schoß.


    Ansonsten halte ich mich für eine Prophetin, eben eine der vielen nach Mohammed, bzw. für Gottes Tochter, ja warum soll es auch keine Frau sein?


    Dass ich durch das Internet weiß, dass es Vielen so geht, relativiert meine Egozentristik. Das tut mir gut.

    Ich bin Ü50 und habe mir auch vor Kurzem Knete gekauft. ;)


    Vielleicht kommt der passende Mann, wenn du deinen Sohn vor dir herschiebst? Weißt du, was ich meine? Dass du es nicht als Hindernis siehst, junge alleinstehende Mutter zu sein, sondern als etwas Vorzeigbares.


    Auf deinen Fotos siehst du übrigens sehr vorteilhaft aus. Finde ich.

    Ich bin von Hause aus Akademikerin (Psychologie und Psychopathologie und einige humanwissenschaftliche Nebenfächer). Die Psychose hat mich auf die Seite der sogenannten "Betroffenen" (laut Gesetz heißt das in Deutschland so) gestellt.


    Ich habe mich mit meinem Anderssein versöhnt. Bin eben ein Alien. ;)

    Heute ist nicht viel zu tun. Habe nur gestaubsaugt und Einkäufe hatte ich auch gestern schon fertig. Gebadet habe ich auch gestern schon. Also kann ich mir ein vollkommen relaxtes Wochenende machen. Montag geht es dann wieder weiter mit Terminen, Entscheidungen, die ich übers Wochenende gefällt habe, Emails, Telefonaten.


    Die Sonntage liebe ich noch mehr als die Samstage, weil da nicht einmal Post kommen kann und niemand klingelt an der Haustür.

    Mir ist für mich persönlich der Gedanke unsympathisch, meine Psychose gegen Gottesglauben einzutauschen. Den hatte ich als Kind zur Genüge in einer ziemlich abergläubigen Form. Dass mein Schutzengel immer bei mir ist und Gott mich liebt, bedingungslos, wodurch ich ein ziemlich schwer erträgliches Kind war.

    Das mit dem "jetzt nur noch nach Hause schaffen" habe ich auch öfters. Wenn ich mich überlastet habe. Das kann ein längerer Einkauf zu Fuß gewesen sein oder eine längere Besorgung/Erledigung mit dem Bus.


    Trotzdem trainiere ich meine Belastbarkeit in den Straßen so gut wie täglich. Es wäre zu langweilig, nichts "gefährliches, aufregendes" zu erleben.