Beiträge von Supernova

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    Ja, Backofenpommes kaufe ich auch nicht mehr und auch keine TK-Lasagne. Man kann ja TK-Gemüse da haben. Ich esse genügend, mache keine Nulldiät, aber ich bin eben so beschäftigt anderweitig, dass mir zum Frustfressen keine Zeit bleibt, überhaupt dran zu denken.

    Ich mag die "Telling storys" CD von Tracy Chapman. Ist echt eine tolle Sängerin und Songswriterin.

    Meine derzeitige ambulante Betreuerin kam mich besuchen und wir gingen meine Umzugscheckliste durch. Danach war ich einkaufen und dann habe ich meine Checkliste individualisiert, die ich vorher nur aus dem Internet ausgedruckt hatte.


    Büroarbeiten mache ich wirklich gerne, also, die organisatorischen. Die Ausführung und den Stress würde ich lieber meinen Mitarbeiterinnen überlassen, wenn ich welche hätte.

    69,5 kg eben auf der Waage. Gleich gibt es lecker Frühstück. Zu schnell will ich nicht abnehmen, sonst werde ich psychisch instabil.

    Frühstück hatte ich nur Milch im Kaffee und mittags 2 belegte Toastscheiben.


    Daher haue ich mal abends voll rein: eben hatte ich Salat, gerade mache ich eine Dose vegetarische Ravioli warm und danach soll es gefüllte Curryeier geben.

    Ich habe heute viel geschafft, konnte viele Häkchen in meine Liste machen. Jetzt bin ich geschafft.


    Für morgen nehme ich mir etwas weniger vor, damit ich nicht während der Umzugsvorbereitungsarbeiten zusammenbreche.


    Es war aber bedeutsam, dass ich nach dem Packen von 5 Kisten mit meiner Hauswirtschafterin gesagt habe, dass ich nicht weiterpacken will, sondern erst mal was essen. Und meiner Betreuerin habe ich mitgeteilt, dass ich vor ihrem Urlaub lieber meine Checkliste mit ihr durchgehen will, als ins Möbelhaus zu fahren.


    Meine ganzen alltäglichen to dos laufen ja auch weiter, die ich im Blick behalten muss. Da will ich mich nicht überfordern. Und die absoluten basics für mich sind: meine Medikamente, genügend Schlaf, genügend Trinken und Essen.

    Nachdem ich mich bei meiner Schwester per email ausgeheult habe und sie mich trotz ihres eigenen Stress aufgebaut hat, geht es mir besser.


    Die Umzugschecklisten geben mir Struktur und dass ich Einiges schon erledigt habe, Alles im Blick habe, was noch zu tun ist, gibt mir Hoffnung.


    Früher war Umziehen aber mal einfacher, meine ich.

    Gerade habe ich mir eine Umzugscheckliste zum Abhaken ausgedruckt. Das hatte ich zum Tod meines Mannes auch gebraucht, eine Checkliste und ich musste sie ergänzen, weil verwitwet zu werden komplizierter ist als sonstige Todesfälle.


    Dieser Umzug wird auch komplizierter, da ich vieles von meinem Mann und aus meinen Jugendzeiten, das sich angesammelt hat, hinter mir lasse. Ja, und auch das Ehebett, die komplette Schlafzimmereinrichtung, und meine Bibliothek.


    Einiges konnte ich aber gerade abhaken. Ich habe doch schon Einiges erledigt. Da ich nun aber nur noch ein paar Wochen Zeit habe, muss ich mich ranhalten.


    Aber mit so einer Checkliste, die ich mir früher auch selber oft geschrieben habe, geht doch Alles leichter. Das Gefühl der Überforderung geht weg und die Angst, es nicht zu schaffen.

    70,5 kg sind wohl dem momentanen Stress geschuldet. Als mein Mann starb, stand ich so unter Strom, dass ich in kurzer Zeit auf 63 kg abnahm. Zugenommen habe ich dann durch Corona.

    Mir geht es so richtig schön schlecht. Ich fühle mich mit dem anstehenden Umzug komplett überfordert und bin verzweifelt, weil ich alles Notwendige vor mir her schiebe. Es ist zum heulen.

    Psychisch bin ich stabil. Weder besonders schizo, noch besonders manisch. Allerdings kommt bei dem Abschied von hier und meinem alten Leben (ich sortiere alles von meinem Mann aus, aber auch von meinem Leben vor ihm, was sich angesammelt hat, bis auf liebe Andenken) meine melancholische Seite hervor, die ich immer schon hatte. Etwas traurig, manchmal auch depressiv zu sein, das war bei mir immer schon so. Vielleicht habe ich mich deshalb auch so oft betrunken, um lustig zu sein, wie es sich gehört.


    Die Wohnung wird gerade renoviert und der Umzug ist für Mitte August geplant. Bis dahin muss ich meine 20 Kartons voll haben. Der Rest und die zu großen Möbel werden entrümpelt. Einiges werde ich neu (gebraucht) kaufen müssen an Möbeln.


    Ich trinke noch alkoholfreies Bier oder Malzbier. Meine Betreuerinnen sind es zufrieden mit dieser Lösung. Meine Schwester nun auch. Mal sehen, was meine Psychiaterin sagt. Aber: die hat mir nichts zu sagen. Ich bin eine erwachsene Frau.


    Es ist Abschied und Neubeginn. Den neuen Stadtteil kenne ich noch gar nicht, nur den Weg da hin. Es wird aufregend, interessant, auch wie ich mich dort einleben werde. Meine Tagesklinik ist paar Meter weiter, gut erreichbar zu Fuß. Das ist Praktisch für den Fall der Fälle.


    Bushaltestelle und Discounter habe ich auch direkt erreichbar. Ich werde nur selten in die City müssen, außer anfangs auf die Ämter.


    Ich frage mich bloß, wo der Haken an der Sache ist. Lasse ich zu viel plötzlich zurück, an dem ich gehangen habe?

    Ich lasse nun am Abend noch die Spülmaschine laufen, damit ich auch morgen wieder sauberes Geschirr habe. Es ist sehr schön, mit meiner Schwester zu telefonieren und zu mailen, seit ich mich nicht mehr betrinke.