Beiträge von Vera Maria

Hallo Lieber schizophrenie-online.org Nutzer


Um diese Seite im vollen Umfang Nutzen zu können musst du dich Registrieren, erst dann ist das erstellen und beantworten von Beiträgen möglich. Auch der Chat und der nicht öffentliche Bereich ist nur für Registrierte Benutzer verfügbar.


Als Registrierter Nutzer profitierst du außerdem davon, dass du andere Mitglieder über Privat-Nachrichten oder E-Mail (anonymisiert) kontaktieren kannst.

    also ich nehme noch medis, aber ich habe schon gut die hälfte meiner drei medis in zwei jahren jetzt ausgeschlichen..und mir geht es viel besser mit weniger medis, werde auch noch die zweite hälfte ausschleichen, plane dafür noch einiges an zeit ein, weil ich die medis lange genommen habe und deshalb sehr langsam nur reduzieren kann...

    sonst gibt es ja "Absatzpsychose" , ich hab dazu ein video gemacht, ich poste es mal hier, vielleicht hilft es euch, ist nämlich echt nicht zu spaßen mit zu schnellen reduktionen:


    https://www.youtube.com/watch?v=mQqegtMPkDE


    ich leide aber immer noch sehr an nebenwirkungen vom risperidal und lithium, seroquel..


    für mich ist das eine höllische mischung, die mir sehr schadet.


    müdigkeit, konzentrationsprobleme, aber das schlimmste ist gefühlstaubheit..


    naja aber je weniger medis, wie gesagt, desto besser geht es mir :smiling_face:


    ich glaube das medis wenn dann nur kurzfristig während der krise sinn machen, aber niemals auf dauer.


    ich habe zum open dialog eine kleine fortbildung in freiburg besucht :smiling_face:


    von da her kenn ich diese therapie, von der ich absolut überzeugt bin :smiling_face:


    beim open dialog wird auf gespräche gesetzt, die hierzulande in kliniken leider viel zu kurz kommen..


    so wurde in der psychiatrie in der ich war nur einmal in der woche wenn überhaupt ein kurzes gespräch möglich, das aber keine richtige therapie war, es wurden halt die medis besprochen..


    REDEN, REDEN, REDEN - EMPATHIE UND EIN OFFENES OHR - das therapiert und bewirkt heilung :smiling_face:

    aber in Finnland werden erfolgreich 85 % der Patienten mit dieser Therapieform geheilt :smiling_face:

    warum denkst du genau das die therapieform nicht hilft?

    ich sehe halt in psychose verschiedene ebenen, wie die stoffwechselebene, die psychologische und die spirituelle :smiling_face:

    ich denke nicht das auf der ebene des stoffwechsels heilung möglich ist, hier werden nur sypmtome unterdrückt..

    die "erkrankung" cronifiziert sich..

    heilung kann nur psychologisch oder spirituell passieren..:)

    es ist wie als müsse man die wurzel einer pflanze beseitigen, um das wachstum auszulöschen..

    also an der wurzel der "erkrankung" psychologisch therapieren, um heilung zu erreichen..

    medis stutzen nur die pflanze zurecht..

    sie wird wieder wachsen..

    ist der vergleich verständllich? :smiling_face:

    “Jede Krankheit hat ihre Funktion…“

    Diesen Satz gab mir ein Professor in meinem Psychologiekurs im Studium mit auf den Weg und ich habe ihn immer im Hinterkopf behalten.

    Doch ich war vor allem bei meinen ersten Psychiatrieaufenthalten sehr vom “Psychiatriedenken” geprägt, das psychische Krankheiten stets “behandlungsbedürftiger Wahnsinn” seien und erst als ich meine erste große Psychose hatte, habe ich langsam ein Umdenken erlebt.

    Heute habe ich gelernt mit meiner Psychose zu leben, ja sehr gut sogar zu leben – ich erlebe sie als Heilungschance.

    Als ich dann auf den Youtubekanal “bipolarorwakingup” gestoßen bin und das erste Mal von “Sean Blackwells” Theorie gehört habe, war es für mich wie eine Offenbarung:

    Fernab des “Psychiatriewissens” hat Sean Blackwell eine Erklärung für das bipolare Phänomen und auch für die angebliche “Krankheit” “Schizophrenie” gefunden.

    Ich will hier meine Notizen, die ich mir zu den deutschen Youtubevideos zu Seans Theorien gemacht habe, mit euch teilen:
    • Sean Blackwell kommt aus Brasilien und hat das Buch Am I Bipolar or Waking Up? geschrieben.
    • Seine Theorie ist auch auf folgendem Youtubekanal zu finden: bipolarorwakingup Youtube Kanal
    • und hier Sean Blackwells Theorie im Deutschen auf dem Youtubekanal BipolareSeele 
    • Sean erlebte im Jahr 1996 eine Bipolare Krise während der er in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wurde. Es dauerte einige Monate bis er sich darüber bewusst wurde, dass man seine Erfahrung in anderen Kulturkreisen völlig anders interpretieren würde.

    55495052_235825893923383_5238382288772792320_n-225x300.jpg

    Krankheit als Weg

    Bevor ich Seans Theorie wiedergebe, will ich noch an einem Beispiel aus meinem Buch zeigen, wie ich meine Psychose als Heilungschance erleben durfte – wenn man eine Psychose nur oberflächlich betrachtet, mag man zu dem Schluss kommen, der Betroffene sei “wahnsinnig”, “fernab jeglicher Realität” – doch Psychose ist weit mehr, als “behandlungsbedürftiger Wahnsinn” – hier nur eines von vielen Beispielen, wie ich meine Psychose als Heilung erlebt habe:

    Textstelle aus “die unheimlichen Magie der Psychose” von Vera Maria

    „Die Symbolfigur des Todes ist mir in der Klinik während meiner Psychose zweimal begegnet.
    Einmal waren wir beide im Raucherzimmer und es entwickelte sich folgender Dialog zwischen mir und dem Menschen, den ich für die leibhaftige Verkörperung des Todes hielt:
    Ich sagte zu ihm: „Ich weiß, ich rauche zu viel, bitte tue mir den Gefallen und lass mich nicht nicht mit 40 oder noch früher an Lungenkrebs sterben.“.
    Er antwortete: „Nun, es ist zu früh, sich darüber Sorgen zu machen, aber das Laster des Rauchens sei dir mal verziehen.“
    Ich darauf: „Gut, meine Oma ist jetzt 85, so alt will ich gar nicht werden.“.
    Er: „Das kannst du dir nun mal nicht aussuchen. Wobei…bei dir ist das mit Vorsicht zu genießen, bei deinen gewissen Tätigkeiten; du weißt, ich meine deine Suizidversuche.“
    Ich musste schlucken: „So etwas mache ich nie wieder. Ich will eines natürlichen und friedlichen Todes sterben. Bitte lass mich keine Schmerzen haben.“
    Daraufhin klopft mir der Tod auf die Schulter und meint:„Also wegen des Rauchens mach dir mal keine Sorgen, wir sehen uns wieder, wenn du dein Leben gelebt hast.“
    Daraufhin gehen wir einträchtig zusammen aus dem Raucherzimmer und schreiten wie alte Freunde den Gang entlang und suchen unsere Zimmer auf.
    Als ich nicht mehr psychotisch war, habe ich den Jungen, den ich für den Tod hielt, wieder gesehen, da er immer noch auf meiner Station war. Da hielt ich ihn natürlich nicht mehr für den Tod und seine Gegenwart war mir sehr peinlich, da sie mich an unser Gespräch im Raucherraum erinnerte.
    Ich frage mich heute noch, ob er meinen Zustand bemerkte und einfach gut mitspielte.
    Habe ich das komplette Gespräch halluziniert?
    Hat er sich über mich lustig gemacht?
    Ich weiß es nicht. Auch wenn es auf meine eigene verquere Weise geschah. Ich konnte mit dem Thema Tod Frieden schließen."


    Die Überwindung des Suizidwunsches


    Hier wird deutlich, wie psychotisches Erleben Heilung sein kann, denn ich konnte mich durch die Symbolfigur des Todes mit diesem Thema aussöhnen (einst hatte ich ein sehr schwieriges Verhältnis zum Thema Tod nach meinen 4 Suizidversuchen)

    Auch Sean Blackwell sieht Psychose als Heilungschance
    • zentral bei seiner Theorie: das Seele (intuitives, göttliches im Menschen) und Ego (die sich abgrenzende, begrenzende Kraft im Menschen) Modell
    • „Das Ego ist hier das falsche Ich, die Maske die wir der Welt zeigen und die uns zeitgleich von ihr abgrenzt. Vergleichbar wie die Eierschale, die ein Kücken beschützt und zugleich einschränkt.”
    • Das Kücken ist hier die Seele, der wahre Kern des Menschen.
    • Dieses Ego kann nun beispielsweise durch radikale Veränderungen im Leben, verletzlich in seiner Beschaffenheit, wie die Eierschale eines Kückens zusammenbrechen.
    • Dann kommt es zum manischen, psychotischen Zustanden.
    • “Der gegenteilige Fall ist, jener: das Ego bezwingt mit aller Kraft die Seele, dann kommt es zur Depression.“
    → bei bipolar Störung: Kampf von Ego und Seele
    → „ich kann nicht ich selbst sein Störung“
    • bei Depression: Ego stülp sich über Seele → viel grübeln
    • bei Manie oder Psychose: Seele bricht aus Ego aus → Heilungschance in der Psychose, da hier Seele hervortritt und Unbewusstes in Bewusstsein gelangt → wie ein Seeungeheuer, das an Meeresoberfläche gelangt
    Symptome bei Psychose nach Sean Blackwell erklärt:
    • Betroffener glaubt Reinkarnation von jemand Heiligem zu sein → Seele ist heilig und diese wird spürbar → je nach Kulturkreis und Geschlecht glauben Betroffene zum Beispiel die “Heilige Maria” oder “Jesus” zu sein
    • Betroffene von Psychose sprechen in Metaphern → denn die “normale Sprache” mag psychotische Erlebnisse nicht auszudrücken
    • Betroffene haben gesteigerte Sinneswahrnehmungen → besonders schön ist es in der Natur, dagegen oft Reizüberflutung in der Stadt
    • Betroffene könne sich in andere Menschen verstärkt reinfühlen, werden noch verstärkter sensibel → da Grenze des Egos sich auflöst → Gefühl des “ALLES ist mit ALLEM” verbunden
    • aggressives Reagieren von Betroffenen auf Umfeld der Klinik → wird oft als intuitiv feindlich wahrgenommen, da es heilenden Prozess der Psychose stoppt → tristes Erscheinungsbild der meisten Kliniken tut sein übriges
    • Betroffene durchleben in der Psychose ihre Kindheitstrauma (als heilenden Prozess)
    • Betroffene haben oft das Gefühl das eigene Gedanken gelesen werden können → wegen Verschwimmen der Grenzen durch Auflösen des Egos
    Sean Blackwells Behauptung: je nach seinem individuellen Bewusstsein bekommt ein Mensch seine individuelle Psychose, also “Psychoseart” je nach “Bewusstsein”, das der Mensch hat:
    • es gibt verschiedene Bewusstseinsstufen
    • eigentlich sollte man keine wertenden Begriffe verwenden (wie höheres, niedrigeres Bewusstsein) aber es ist eine Einteilung in höhere und niedrigere Bewusstseinsstufen notwendig, um zu verdeutlichen, wo die Probleme liegen
    • und so hat zum Beispiel ja auch ein Steinzeitmensch ein deutlich niedrigeres Bewusstsein wie der moderne Mensch
    • es gibt zahlreiche verschiedene Bewusstseinsstufen als Entwicklungsstufen
    • und je nach Bewusstsein erlebt ein Mensch die Welt
    Beispiele für verschiedene Bewusstseinsarten:
    • z.B. depressives, manisches, paranoides Bewusstsein: psychologische Tendenzen prägen Bewusstsein
    • z.B. oberflächliches, materialistisches, spirituelles Bewusstsein: Glaubenssätze prägen Bewusstsein,
    • z.B. europäisches, amerikanisches, afrikanisches Bewusstsein: Kulturkreis prägt Bewusstsein
    • z.B. konservatives, alternatives Bewusstsein: Erziehung, Umfeld prägen Bewusstsein
    → jeder Mensch hat ein individuelles Bewusstsein, das seine Welt schafft
    Je nach Bewusstsein kommt es zur Psychose
    • bei überwiegend niederen Bewusstseinsanteilen (Hass/Groll/negative Gefühle gegen sich selbst oder andere) kommt es häufig zur paranoiden Schizophrenie → düstere Psychose
    • bei vielen liebenden Bewusstseinsanteilen kommt es häufig zur schizoaffektiven Psychose

    .“Sean Blackwell erklärt die unterschiedlichen Schizophrenietypen damit, dass es verschiedene Bewusstseinsebenen gibt und je nachdem in welcher sich der Mensch befindet, er die dazugehörige Krankheit bekommt. Manche Leute erleben also eine Psychose des Lichts, manche eine des Schattens, aber die meisten sind gemischt. Warum? Weil jeder in einem anderen Bewusstseinsebene ist und jemand der ängstlicher und verschlossener ist, eher eine düstere Psychose hat, wie jemand der liebevoll und offen denkt und lebt.“

    Sean behauptet also das das Bewusstseinsspektrum die Psychoseart bestimmt.
    Ich habe sowohl die schizoaffektive, wie auch die paranoide Psychose erlebt:
    Ich habe beide Psychosearten als Heilungsweg erlebt!
    Doch der paranoide Weg das Ego zu heilen ist viel schmerzvoller, als der schizoaffektive!
    Wie kann man nun als Außenstehender psychotischen Menschen helfen?
    • mit dem “Open Dialogue” (Gesprächsstrategie mit einer Heilungsquote von 85 % bei Psychosen)
    • durch kreative Angebote und Sport, Bewegung
    • Schaffen eines reizarmen Umfelds
    • durch liebevolle Zuwendung und Gespräche, ein offenes Ohr
    • Annahme und Vertrauen
    • Akzeptanz


    Psychose – mehr als die angebliche “Krankheit”?

    Auf meiner Homepage findet ihr weitere Informationen zusammengefasst zu Sean Blackwell und der Therapieform des “Open Dialogue”
    Artikel von Vera Maria

    Was genau ist der „Open Dialog“ Ansatz aus Finnland?


    “Open Dialog” ist eine Gesprächsstrategie zur Behandlung von Psychosen aus Finnland.

    In der Region, in der in Finnland “Open Dialog” schon länger praktiziert wird, ist Schizophrenie kaum mehr verbreitet.

    Der “Offene Dialog” hat eine Heilungsquote bei Psychosen von 85 %.

    Die “Open Dialogue Therapeuten” sind hierbei eher wie Gesprächspartner, als Therapeuten.

    Dazu kommt diese Therapieform nahezu ohne Medikamente aus, denn nur in Sonderfällen werden Medikamente gegeben, wenn der Leidensdruck beispielsweise beim Betroffenen zu groß wird.

    Die Lösung im Gespräch erarbeitet der Patient selbst.


    faces-2148341_1920-1030x419.jpg

    Hier die Gesprächsstrategie des “Offenen Dialoges”:

    Dem Betroffenen wird Raum gegeben so lange und so viel er will zu reden und er wird niemals unterbrochen:

    • wenn Betroffener nichts mehr sagt, wird 10 Sekunden gewartet, ob er weiterspricht
    • falls nicht, wird Kernsatz des Erzählten wiedergegeben (z.B. “Da ist eine Abneigung gegen die Mutter vorhanden..”)
    • dann erzählt Betroffener weiter und das Muster wiederholt sich
    • an einem gewissen Punkt reflektieren Therapeuten untereinander in Anwesenheit des Betroffenen über ihn
    • immer wertschätzend und vom eigenen Standpunkt ausgehend (z.B. “Ich hatte auch ein schwieriges Verhältnis mit meiner Mutter”)
    Warum setzt sich dieser Ansatz nicht in Deutschland durch?

    Die Pharmaindustrie ist hier leider übermächtig (für Medikamente wird sehr viel Geld ausgegeben, aber beim Personal streikt das System) und Schuld hat auch das Festhaften an veralteten Methoden von Psychiatern und Pflegern.


    medications-257344_1920-300x199.jpg

    Doch: Finnland hat eine viel höhere Heilungsquote als hier in Deutschland, denn hier trifft man ständig die selben Leute in Kliniken, Heilung erfolgt bei den wenigsten Patienten..

    Die Vorteile Open Dialogue:
    • Die Heilungschance von 85 %..
    • Beim “Offenen Dialog” geschieht keine Unterbrechung, sondern eine Unterstützung des heilenden Prozesses der Psychose!
    • Die Psychose wird als das erkannt, was sie sein kann: eine Heilungschance
    • Zudem kommt der “Offene Dialog” nahezu ohne Medikamente aus: Somit herrschen keine Nebenwirkungen und Schädigung für Geist, Seele und Körper und ohne abhängig machende Medikamente existiert auch nicht die Gefahr der Absatzpsychose für den Patient
    • meist wird auch zuhause behandelt, in Ausnahmefällen in einer Krisenwohnung: das “feindliche Umfeld” der Klinik wird vermieden
    • Psychose wird letztlich als Chance gesehen das Ego zu heilen und möglicherweise kann ein “Bewusstseinsanstieg” verwirklicht werden
    Die Gegenargumente von Psychiatern:
    Ein häufiges Gegenargument:

    Der „Open Dialogue“ sei hauptsächlich erfolgreich bei Erstpsychosen und würde bei den Patienten, die schon öfter Psychosen hatten nicht so zielführend sein und deshalb könne man keine Behandlung mit dieser neuen Therapieform anfangen..

    Aber soll man dann nie mit der viel zielführenderen Behandlung des „Open Dialogues“ anfangen???
    (immerhin entspricht die Heilungsquote 85 % ??) und irgendwann muss mit der Umstrukturierung der gängigen Psychiatrie begonnen werden, da diese schlechte Heilungsquoten aufweist!

    Ein weiteres Gegenargument:

    Der „Open Dialogue“ sei hauptsächlich erfolgreich bei der schizoaffektiven Störung..

    Es gibt auch viele Fälle von paranoider Schizophrenie, die auf „Open Dialogue“ ansprechen
    und zumindest für diese Patientengruppe wäre dann eine Behandlung ohne Medikamente möglich (und somit keine Störung und Zerstörung der Verbindung von Geist und Gehirn durch Neuroleptika & kein Abhängigkeitssyndrom von diesen).

    Doch auch bei Medikamenten gilt das buddhistische Sprichwort: „ob gut oder schlecht, wer weiß es“ und so kann man auch aus den vorhandenen Neuroleptika durchaus Gewinn ziehen:
    Das Zauberwort heißt: Psychiatrische Medikamente nicht als Standartbehandlung, sondern als Notfallbedarf.
    Meine Utopie ist folgende: Der „Open Dialogue“ in Kombination mit sparsamer Gabe von Neuroleptika.

    Der “Open Dialogue” hierbei als Mittel erster Wahl und nur in Sonderfällen (wie beispielsweise ein sehr, sehr stark paranoider Patient mit paranoiden Gedanken gegen den “Open Dialogue Therapeuten”) und Extremsituationen Gabe von Neuroleptika und diese nur als Bedarf!!

    Denn: eine längere Verordnung von Neuroleptika sollte immer vermieden werden!

    Ich spreche mich also dafür aus, Neuroleptika gezielt einzusetzen und niemals als Mittel erster Wahl zu verwenden, außer es ist der ausdrückliche Wunsch des Patienten!

    Aber ich vermute: Dank „Open Dialogue“ werden Neuroleptika nur noch selten genutzt werden in der Zukunft (und das ist meine Utopie).

    handshake-2009195_1920-1-1030x550.png

    Denn: bei längerer Gabe von Neuroleptika entsteht fast zwangsläufig die Gefahr der Abhängigkeit und damit entsteht die Gefahr der Absatzpsychose.

    Und ein großer Teil der bekannten Fälle von Psychosen sind Absatzpsychosen.

    Fakt ist: bei einer erfolgreichen Therapie mit dem “Offenen Dialogue” hat der Betroffene keine Schädigung durch eben die schweren Nebenwirkungen der Neuroleptika (diese sind zahlreich, vielfältig und stehen in keinem vernünftigen Kosten/ Nutzen Verhältnis (außer für die Pharmalobby und Industrie… )).

    Zudem es neben dem “Open Dialogue“ und auch pflanzliche Alternativen wie CBD/ Passionsblume/ Baldrian etc. zu Neuroleptika gibt…(es gibt Fälle, in denen CBD gewinnbringender ist, als die Gabe von Neuroleptika!).

    Der “Offene Dialog” – ich sehe in ihm die Zukunft bei der Behandlung von Psychosen..
    Auf meiner Homepage gibt es weiterführende Informationen zum “Offenen Dialog” (ca. auf der Mitte der Seite)..

    Artikel von Vera Maria