Beiträge von Fania

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    Tell me about it... Den richtigen Arzt zu finden, ist beinahe schon ein kleines Kunststück ^^

    Nach drei Fehlversuchen bin ich folgendermaßen vorgegangen:

    1. Genau überlegen, was ich eigentlich von einem Arzt erwarte.

    2. Anrufen, Situation kurz schildern und schauen, ob sie zurückrufen.

    3. Wenn ich das Erlebte erzählen, checken ob sie eh mitschreiben (Es ist tatsächlich einmal vorgekommen, dass einer es nicht getan hat)

    4. Schauen, ob sie mir eh glauben oder zumindest gut genug so tun können, als ob sie mir glauben könnten. Und im Fall, dass sie es nicht tun, schauen ob sie ehrlich ansprechen, dass sie glauben, dass ich die Unwahrheit sage.

    Der jetzige Arzt (der aber sehr teuer ist, weswegen ich zu ihm nur wegen der Medikamente gehen werde, was ich unglaublich schade finde!):

    a. Erklärt mir schon am Telefon, wie die Sitzung ablaufen wird. (check)

    b. Ist herzlich aber nicht überschwänglich. (check)

    c. Schreibt mit (check)

    d. Fragt nach (check)

    e. Reagiert nicht genervt wenn ich den 5 Satz anfange mit: Ich habe da gelesen, dass...

    sondern geht darauf ein, bestätigt oder berichtigt. (DOUBLE FUCKING CHECK)

    f. Bezieht sich auf Studien, sagt aber, dass auch Psychiatrie nicht ganz nach dem Buch läuft. (check)

    g. Nennt mir mögliche Therapieformen und welche in meinem Fall empfehlenswert sind. (check)

    Das nenne ich einen Profi!

    Wie gesagt, ich kann leider nur meine medikamentöse Therapie mit ihm machen, ich werde jemanden anderen suchen müssen für die weiteren Schritte, aber sollte ich innerhalb kürzester Zeit niemanden finden, mache ich die Therapie dann doch mit ihm, weil er schlicht und ergreifend gut ist.
    Was ich damit sagen will, verzweifel nicht! Es wird sich jemand finden! :)

    Ja, dieses Zombie-Gefühl kenne ich allzu gut. Der Moment, an dem ich beschlossen habe, zu fragen ob ich auf ein anderes Medikament umsteigen kann, war, als meine kleine Nichte ihrer Mutter gesagt hat, dass ich nur noch in die Leere starre und sie das traurig macht.

    Aripiprazol hatte bei mir den gegenteiligen Effekt, es hat sogar belebend gewirkt, würde ich sagen!

    Ich würde auf zwei Sachen achten: Unruhe und Kontrollverlust über Impulse.

    Bei mir war beides doch verhältnismäßig stark ausgeprägt.

    Das Wichtigste erscheint mir allerdings, dass du eine*n Arzt/Ärztin hast, der du vertrauen kannst!

    Die Wahrheit ist, das richtige Medikament kann ein wahrer Segen sein! Erst jetzt, nachdem die Unruhe sich eingestellt hat, merke ich erst, wie innerlich angespannt ich in Wirklichkeit war.

    Achte darauf, ob dein Arzt Fragen stellt und auch nachbohrt. Ich war bei 3 Ärzten, die auf meine Einwände mit Anekdoten aus ihrem Leben reagiert haben. Sie haben es gut gemeint, wollten mir wahrscheinlich zeigen, dass ich nicht anders bin aber bei mir hat das auf völliges Unverständnis getroffen. Erst der 4te jetzt hat mit wissenschaftlichen Studien auf meine Erzählung reagiert. Und wenn ich dir noch einen Rat geben kann: Sei Experte in eigener Sache. Mir haben alle gesagt, ich solle nicht zu viel im Internet nachlesen. Sie werden fehlende Compliance gefürchtet haben. Ich habe fälschlicherweise darauf gehört.

    Der/die richtige Arzt*in werden sich nicht bedroht fühlen oder dir Arroganz vorwerfen, sondern das Verständis dahinter erkennen, dass sie nicht alles wissen können und du ihnen am besten helfen kannst, dir zu helfen.

    Was ich mit dieser Romannachricht sagen möchte: Die Wirkungen sind sehr individuell, bei mir war das Gewicht zum Beispiel selbst unter Olanzapin kein Thema.

    Die Wahl des richtigen Medikaments ist aber teilweise auch ein trial/error-Verfahren. Ärzte wissen das. Ich verstehe, dass du möchtest, dass es so schnell wie möglich vorbeigeht und du zur Normalität finden kannst. Das wirst auch mit Sicherheit! Ich hoffe, dass das Aripiprazol die richtige Lösung für dich ist! :) Solltest du allerdings bemerken, dass du Sachen machst, die du früher nicht oder nicht in diesem Ausmaß gemacht hast (einkaufen, rauchen, im Internet surfen, Computer spielen, etc.) dann sprich das. Achte darauf, dass dein Arzt dich ernst nimmt und falls du auch nur im Entferntesten das Gefühl hast, dass es nicht so ist, wechsel ihn!

    Tut mir leid für den kleinen Roman - kurze, prägnante Antworten sind nicht meine Stärke :/

    Tauwetter, puh, das ist jetzt doch schon ein Weilchen her und ich kann es nur schätzungsweise sagen. Da es ja Stimmen von mir bekannten Personen waren, ist die Grenze schwer zu ziehen. Ich habe zunächst eine Olanzapin - Spritze bekommen, da es unmöglich war, mich davon zu überzeugen, dass ich krank bin. Die hat auch relativ rasch gewirkt. Innerhalb zwei Wochen (schätzungsweise) war ich wieder in der Realität angelangt.

    Das Aripripazol habe ich später bekommen, da das Olanzapin mich extrem müde gemacht hat und ich nachgefragt habe, ob man denn nicht umsteigen kann. Ich hoffe die Antwort hilft dir etwas :)

    Und ja, da hast du Recht - es dauert einige Zeit bis das Medikament seine volle Wirkung entfaltet - genau so wie es etwas dauert bis es die Wirkung verliert und vollständig aus dem Körper ausgeschieden ist, da es sich im Gewebe festsetzt (falls ich es richtig verstanden habe!!)

    Allerdings ist es individuell. Ich habe bei Aripripazol beispielsweise Unruhe verspürt. Die ist jetzt weg und das schon 10 Tage nach dem Absetzen... da wird aber das Olanzapin seines dazu beitragen. Am besten ist du wendest dich an deine*n behandelnde*n Arzt/Ärztin. Sie haben viel Erfahrung damit und können dir die Frage eher beantworten :)

    Halbtags zu arbeiten, ist keine Schande. Du wirst die Stunden aufstocken, wenn du so weit bist.

    Was mir bei mir etwas Sorgen macht, ist, dass ich mein Studium bereits Ende 2018 abgeschlossen habe und seither nur ein Praktikum gemacht habe. Ich hatte meinen psychotischen Schub im Jänner 2019...

    Ich weiß nicht genau, wie ich die lange Pause erklären soll...

    Ich gehe nicht zur Arbeit, besuche allerdings einen Fortbildungskurs. Mein Verhalten ist ist anders - große Gruppen verunsichern mich unglaublich. Die Menschen merken das und es erzeugt Aversionen glaub ich.

    Manchmal möchte ich herausschreien, dass ich krank bin. Vor allem, wenn mir jemand zu nahe kommt. Eigenartigerweise auch dann wenn es positiv ist.

    Ich möchte sagen: Vorsicht, du hast es mit jemanden zu tun, der anders ist.

    Jetzt gilt es in einer kognitiven Verhaltenstherapie zu lernen, wie ich mich verhalten soll.

    In der Arbeit, sollte ich denn je eine finden, werde ich nichts sagen.

    Ich hoffe aufs Beste, bereite mich allerdings aufs Schlimmste vor!

    Bei mir war das so ja. Es waren Stimmen von Personen, die ich gekannt habe und sie haben Dinge zu mir gesagt, von denen ich dachte, dass diese Personen sie über mich denken.

    Das Eigenartige war, dass es anfangs sehr nette Kommentare waren, bis sie dann relativ schnell in sehr Negatives umgeschwappt sind.

    Ich höre keine Stimmen mehr (weder unter Aripiprazol noch unter Olanzapin), die Angst vor Menschen ist allerdings als eine Folge geblieben.

    Das Interessanteste ist, dass in anderen Kulturen, wie z.B. in Indien die Stimmen von mehr Menschen als positiv empfunden werden als in der westlichen Kultur. Erklärt wird das damit, dass sich das Leben dort eher in der Gemeinschaft abspielt, während bei uns Individualisierung groß geschrieben wird.

    Was ich damit sagen will ist, dass die Stimmen sicher einen starken Zusammenhang mit deinen eigenen Gedanken und mit dir haben, aber auch mit der Umgebung, in der du aufgewachsen bist und dich derzeit befindest :) Glaube ich zumindest ^^