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  1. Psychose Blogs & Forum – Wissen, Austausch und Hoffnung
  2. Persönliche Vorstellung

Ein kurze Vorstellung

  • Navid
  • 25. Juli 2026 um 06:49
  • Zum letzten Beitrag

Fühlst du dich manchmal allein mit deinen Fragen oder Erfahrungen rund um Schizophrenie und Psychosen?

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  • Navid
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    • 25. Juli 2026 um 06:49
    • #1

    Ich weiß noch nicht, ob ich hier etwas für mich finden und bleiben werde. Grundsätzlich bin ich anders, auch anders als viele, die anders sind. Neben einer komplexen PTBS (plus Autismus und einer dissoziativen Störung, wobei eigentlich nur die kPTBS ein Übel ist) leide ich an einer hebephrenen-katatonen Schizophrenie (mit paranoiden Aspekten), die durch eine massive Retraumatisierung getriggert wurde. Da man heutzutage selten von dieser Unterform liest, umso weniger in der Kombination mit hoher Intelligenz, finde ich mich nur selten irgendwo wieder. Wenn, dann eher in alten Fallberichten. Medikamenten stehe ich — nicht zuletzt aufgrund negativer Erfahrungen — kritisch gegenüber, zumal ich viele Negativsymptome habe, die ohnehin kaum darauf ansprechen. Außerdem bin ich der Meinung, dass psychotische Erfahrungen viel mehr als Unsinn, Verrücktheit oder dergleichen sind, auch wenn sie wie ein Rätsel interpretiert, wie ein Symbol entschlüsselt werden müssen. Zum einen haben sie eine individuelle und psychologische Bedeutung; zum anderen verraten sie etwas über die conditio humana und verweisen auf Fragen, deren Antworten weder die empirischen Wissenschaften noch die Religionen werden (letztgültig) beantworten können. Doch jeder soll für sich selbst die Entscheidung treffen, ob er Medikamente nimmt oder es auf therapeutischem Wege versucht; da gibt es kein allgemeines „falsch“ oder „richtig“.

  • Isa
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    • 25. Juli 2026 um 07:39
    • #2

    Hallo Navid Herzlich Willkommen hier.

    Deine Meinung gefällt mir.

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    • 25. Juli 2026 um 08:26
    • #3

    Herzlich Willkommen Navid !

  • Molly
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    • 25. Juli 2026 um 09:13
    • #4

    Herzlich Willkommen, Navid !

    Zitat von Navid

    Doch jeder soll für sich selbst die Entscheidung treffen, ob er Medikamente nimmt oder es auf therapeutischem Wege versucht; da gibt es kein allgemeines „falsch“ oder „richtig“.

    Eigentlich wird bei der Behandlung auf drei Säulen gesetzt, die am besten zusammen wirken! Zuerst auf Medikamente und Psychotherapie. Dazu kommt Soziotherapie incl. Rehabilitation.

    450mg Amisulprid, 25 mg HCT, 2x5mg Ramipril, 2x4mg Doxazosin, 600 mg Kalium

    If liberty means anything at all, it means the right to tell people what they do not want to hear! (George Orwell / Animal Farm)

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    Hallo allerseits, ich bin neu angemeldet hier und komme vom anderen Forum hier rüber. Ich bin gespannt wie es hier ist und freue mich auf Kontakte.

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    • 25. Juli 2026 um 09:37
    • #5

    Willkommen in unserem schönen Forum Navid!

  • Namid
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    • 25. Juli 2026 um 10:38
    • #6

    Herzlich Willkommen, Navid!

    Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hinzuschauen. (Astrid Lindgren)

  • Leah
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    • 25. Juli 2026 um 12:05
    • #7

    Herzlich willkommen 💐

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    • 25. Juli 2026 um 12:11
    • #8

    Willkommen an Bord!

  • escargot
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    • 25. Juli 2026 um 12:47
    • #9

    Herzlich willkommen Navid 🙏

    Fühl Dich wohl hier! (Ich hab auch ähnliche Diagnosen wie Du …. kPTBS und Katatone Schizophrenie..) allerdings auch manchmal die klassische paranoide Schizophrenie!

    Liebe Grüße

    escargot

    🐌

  • Metalhead666
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    • 25. Juli 2026 um 18:51
    • #10

    Herzliche Willkommen Navid

  • manon
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    mich kümmert nicht unsterblichkeit - nur der geschmack von tee.

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    • 25. Juli 2026 um 18:56
    • #11

    Herzlich Willkommen! :)

  • Navid
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    • 25. Juli 2026 um 20:44
    • #12

    Danke für eure Begrüßung.

    manon  Metalhead666  escargot  Bronco  Leah  Namid  Mari  Molly  Glocki  Isa


    escargot

    Oh, das ist interessant. Wenn du es sagen magst (gerne auch per PN) — wie sieht die katatone Symptome für dich aus, wie die paranoide? Hast du auch hebephrene Anteile?


    Molly

    Ja, das ist die offizielle Empfehlung, mit der ich mitgehen kann. In der Praxis jedoch werden Medikamente — auch wegen zu wenig Therapieplätze (besonders für Psychose-Betroffene — oft überbetont, ihre Nebenwirkungen und potenziellen Folgeschäden unterschätzt, und es wird der Eindruck erweckt, es ginge in keinem Fall ohne, eine medikamentöse Therapie wäre stets von Vorteil. Das ist so nicht korrekt, wie auch Fallberichte und Autobiografien (sogar von einst schwerst Betroffenen) eindrucksvoll demonstrieren. Ich persönlich halte eine gute Psychotherapie für weitaus wichtiger und effektiver, doch muss man auch respektieren, wenn jemand vorwiegend Medikamente nehmen will.

  • Molly
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    • 25. Juli 2026 um 20:50
    • #13

    In Einzelfällen mag es ohne Medikamente gehen, aber wie gesagt sind das Einzelfälle...

    450mg Amisulprid, 25 mg HCT, 2x5mg Ramipril, 2x4mg Doxazosin, 600 mg Kalium

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  • Eislicht
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    Seit meinem 18ten Lebensjahr (1998) Diagnose paranoide Schizophrenie die im Jahr 2010 auf schizoaffektive Störung gewechselt wurde.

    Mutter eines Teenagers und alleinerziehend mit grosser Unterstützung meiner beider Eltern.

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    • 25. Juli 2026 um 20:52
    • #14

    Herzlich willkommen 😘

    Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche bleibt für die Augen unsichtbar.

  • Aurora
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    Hi,

    Ich bin die Aurora, bin 30 Jahre alt und habe seit ca 4 Monaten meine Diagnose Paranoide Schitzophrenie.

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    • 25. Juli 2026 um 20:53
    • #15

    Ja ich denke auch dass idr eine Psychotherapie nicht ausreicht um eine Schizophrenie in egal welcher Form zu behandeln. Medikamente sind schon ein wichtiger Faktor. Sobald ich Medikamente weg lasse fangen die Symptome wieder an und ich verliere den Bezug zur Realität

  • Eislicht
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    Schweizerin mit schwedischen Wurzeln.

    Seit meinem 18ten Lebensjahr (1998) Diagnose paranoide Schizophrenie die im Jahr 2010 auf schizoaffektive Störung gewechselt wurde.

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    • 25. Juli 2026 um 21:02
    • #16

    Meine Psychologin und Psychiaterin sagten dass die 27 jährige Schizoaffektive Störung bei mir aus Traumata herkommt.

    Ich denke dass wenn man psychisch gefestigt ist und diese Traumatas aufarbeitet dass es dann ohne Medikamente geht

    Ich habe eine Freundin die das gemacht hat und jetzt ohne Medikamente lebt. Und sie arbeitet als Peer ex in

    Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche bleibt für die Augen unsichtbar.

  • Navid
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    • 25. Juli 2026 um 21:12
    • #17
    Zitat von Molly

    In Einzelfällen mag es ohne Medikamente gehen, aber wie gesagt sind das Einzelfälle...

    Ich will hier, an dieser Stelle gar keine Diskussion darüber aufmachen, sondern nur meine kritische Haltung gegenüber Medikamenten anreißen. In manchen Fällen dürfte es in der Tat insbesondere in der akuten Krise nicht ohne Medikamente gehen, wobei man auch in diesen Fällen darüber diskutieren kann, wie hoch die Dosis sein muss, ob es eine Langzeiteinnahme wirklich braucht etc.pp.

    Es gibt valide, nicht nur „krankhafte“ Gründe gegen Medikamente, genauso wie es Gründe dafür gibt. Beispielsweise helfen Neuroleptika — wenn sie es tun, bei einem nicht unerheblichen Anteil wirken sie auch hier kaum — vor allem gegen Positivsymptome, nicht gegen Negativsymptome. Außerdem können sie die verbliebenen psychischen Abwehrkräfte vermindern, wenn sie die intellektuelle Leistungsfähigkeit verringern und ein hochintelligenter Patient dies als starke Einbuße und weiteren Ich-Verlust erleben muss. Schließlich kommen auch Faktoren zu, die im psychotischen Erleben selbst liegen: wenn man jede Medikamenteneinnahme als (potenziell) intrusiv und ich-verändernd erlebt, ist das ein ernstzunehmender Grund, über die Art und Dauer der Medikamentengabe zu diskutieren.
    Welche Wirkungen der Medikamente überwiegen, hängt also von verschiedenen Faktoren ab, die beim jeweiligen Betroffenen zusammenkommen. Mir geht es darum, dass man auch mit Schizophrenie ein grundsätzlich mündiger Mensch bleibt (selbst dann, wenn man zeitweise unzurechnungsfähig sein sollte), sich seiner verbliebenen Möglichkeiten nicht beraubt und die Betroffenen nicht infantilisert werden. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass manche Betroffene ihre Eigenverantwortung gerne abgeben. Es gibt also keinen Einheitsweg.

    2 Mal editiert, zuletzt von Navid (25. Juli 2026 um 21:23)

  • Navid
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    • 25. Juli 2026 um 21:14
    • #18

    Eislicht

    Auch dir Dankeschön für deine Begrüßung.

    Ja, es ist allgemein bekannt und eigentlich auch anerkannt, dass ein recht hoher Prozentsatz an Betroffenen Traumata, insbesondere in der Kindheit, erlebt hat. Wieviel Belastung es braucht, damit sich eine Psychose manifestiert, ist individuell verschieden.

  • Navid
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    • 25. Juli 2026 um 21:21
    • #19

    Aurora

    Wenn es für dich so ist, ist das auf jeden Fall zu respektieren, dann ist das dein Weg.
    Doch den eigenen Weg zu verallgemeinern, das ist eben nicht möglich. Egal, ob man persönlich eher für oder gegen Medikamente ist. Im Übrigen sind sich auch die Psychiater nicht darin einig, wann welche Medikamente in welcher Dosis notwendig sind. Es ist eben kein heterogenes Krankheitsbild, und die Betroffenen Menschen sind Individuen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten und Biographien.

    Will heißen: Man sollte möglichst gut informiert sein, und dann eine Entscheidung bestenfalls mit dem Psychiater und Therapeuten treffen. Zum Informiertsein gehört auch, dass man nach einer längeren Einnahme von Neuroleptika nicht gut sagen kann, was genuine Symptomatik ist, die wieder durchbricht, und was eine sogenannte „Absetzungs-Psychose“, die eine unmittelbare Folge der Langzeiteinnahme ist. In vielen Fällen muss man von einer Absetzungs-Psychose ausgehen, die jedoch häufig nicht erkannt wird, was die Problematik verschärft.

    Einmal editiert, zuletzt von Navid (25. Juli 2026 um 22:39)

  • Molly
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    • 25. Juli 2026 um 21:53
    • #20
    Zitat von Navid
    Zitat von Molly

    In Einzelfällen mag es ohne Medikamente gehen, aber wie gesagt sind das Einzelfälle...

    Ich will hier, an dieser Stelle gar keine Diskussion darüber aufmachen, sondern nur meine kritische Haltung gegenüber Medikamenten anreißen. In manchen Fällen dürfte es in der Tat insbesondere in der akuten Krise nicht ohne Medikamente gehen, wobei man auch in diesen Fällen darüber diskutieren kann, wie hoch die Dosis sein muss, ob es eine Langzeiteinnahme wirklich braucht etc.pp.

    Es gibt valide, nicht nur „krankhafte“ Gründe gegen Medikamente, genauso wie es Gründe dafür gibt. Beispielsweise helfen Neuroleptika — wenn sie es tun, bei einem nicht unerheblichen Anteil wirken sie auch hier kaum — vor allem gegen Positivsymptome, nicht gegen Negativsymptome. Außerdem können sie die verbliebenen psychischen Abwehrkräfte vermindern, wenn sie die intellektuelle Leistungsfähigkeit verringern und ein hochintelligenter Patient dies als starke Einbuße und weiteren Ich-Verlust erleben muss. Schließlich kommen auch Faktoren zu, die im psychotischen Erleben selbst liegen: wenn man jede Medikamenteneinnahme als (potenziell) intrusiv und ich-verändernd erlebt, ist das ein ernstzunehmender Grund, über die Art und Dauer der Medikamentengabe zu diskutieren.
    Welche Wirkungen der Medikamente überwiegen, hängt also von verschiedenen Faktoren ab, die beim jeweiligen Betroffenen zusammenkommen. Mir geht es darum, dass man auch mit Schizophrenie ein grundsätzlich mündiger Mensch bleibt (selbst dann, wenn man zeitweise unzurechnungsfähig sein sollte), sich seiner verbliebenen Möglichkeiten nicht beraubt und die Betroffenen nicht infantilisert werden. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass manche Betroffene ihre Eigenverantwortung gerne abgeben. Es gibt also keinen Einheitsweg.

    Die sogenannte "Negativsymptomatik" kann in manchen Fällen einfach auch eine Folge der Neuroleptikaeinnahme, also der Einschränkung des Hirnstoffwechsels sein. Ich kann das ganz klar dadurch bestätigen, dass ich in den ersten Jahren meiner Diagnose des öfteren einfach die Medikamente abgesetzt habe. Danach ging es mir erst mal Wochenlang super! Die Müdigkeit, die Depressionen und die körperlichen Probleme waren wie weggeblasen. Nur sind dann halt nach einigen Wochen die Stimmen wiedergekommen und darauf folgend die Paranoia, was mir das Leben zur Hölle machte.

    Ob Neuroleptika wirken oder auch nicht, ist teilweise fraglich, denn viele können nicht erkennen, wie ihr Zustand komplett ohne die Neuroleptika wäre. Bei mir dimmen sie die Stimmen auch nur bis zu einem gewissen Grad herunter, aber ganz ohne sie, wären die negativen Umgebungseinfüsse, die ich dann wahrnehme, nicht auszuhalten.

    Wie gesagt, habe ich entsprechende Erfahrungen über lange Jahre gesammelt.

    Intellektuell beeinträchtigt fühle ich mich durch die Medikamenteneinnahme kaum. Für das was es in meinem Leben braucht, reicht mein Gehirnschmalz noch allemal.

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