Ich weiß noch nicht, ob ich hier etwas für mich finden und bleiben werde. Grundsätzlich bin ich anders, auch anders als viele, die anders sind. Neben einer komplexen PTBS (plus Autismus und einer dissoziativen Störung, wobei eigentlich nur die kPTBS ein Übel ist) leide ich an einer hebephrenen-katatonen Schizophrenie (mit paranoiden Aspekten), die durch eine massive Retraumatisierung getriggert wurde. Da man heutzutage selten von dieser Unterform liest, umso weniger in der Kombination mit hoher Intelligenz, finde ich mich nur selten irgendwo wieder. Wenn, dann eher in alten Fallberichten. Medikamenten stehe ich — nicht zuletzt aufgrund negativer Erfahrungen — kritisch gegenüber, zumal ich viele Negativsymptome habe, die ohnehin kaum darauf ansprechen. Außerdem bin ich der Meinung, dass psychotische Erfahrungen viel mehr als Unsinn, Verrücktheit oder dergleichen sind, auch wenn sie wie ein Rätsel interpretiert, wie ein Symbol entschlüsselt werden müssen. Zum einen haben sie eine individuelle und psychologische Bedeutung; zum anderen verraten sie etwas über die conditio humana und verweisen auf Fragen, deren Antworten weder die empirischen Wissenschaften noch die Religionen werden (letztgültig) beantworten können. Doch jeder soll für sich selbst die Entscheidung treffen, ob er Medikamente nimmt oder es auf therapeutischem Wege versucht; da gibt es kein allgemeines „falsch“ oder „richtig“.
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Hallo Navid Herzlich Willkommen hier.
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Herzlich Willkommen Navid !
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Herzlich Willkommen, Navid !
Doch jeder soll für sich selbst die Entscheidung treffen, ob er Medikamente nimmt oder es auf therapeutischem Wege versucht; da gibt es kein allgemeines „falsch“ oder „richtig“.
Eigentlich wird bei der Behandlung auf drei Säulen gesetzt, die am besten zusammen wirken! Zuerst auf Medikamente und Psychotherapie. Dazu kommt Soziotherapie incl. Rehabilitation.
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Herzlich willkommen 💐
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Herzlich willkommen Navid 🙏
Fühl Dich wohl hier! (Ich hab auch ähnliche Diagnosen wie Du …. kPTBS und Katatone Schizophrenie..) allerdings auch manchmal die klassische paranoide Schizophrenie!
Liebe Grüße
escargot
🐌
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Herzliche Willkommen Navid
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Herzlich Willkommen!

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Danke für eure Begrüßung.
manon Metalhead666 escargot Bronco Leah Namid Mari Molly Glocki Isa
Oh, das ist interessant. Wenn du es sagen magst (gerne auch per PN) — wie sieht die katatone Symptome für dich aus, wie die paranoide? Hast du auch hebephrene Anteile?
Ja, das ist die offizielle Empfehlung, mit der ich mitgehen kann. In der Praxis jedoch werden Medikamente — auch wegen zu wenig Therapieplätze (besonders für Psychose-Betroffene — oft überbetont, ihre Nebenwirkungen und potenziellen Folgeschäden unterschätzt, und es wird der Eindruck erweckt, es ginge in keinem Fall ohne, eine medikamentöse Therapie wäre stets von Vorteil. Das ist so nicht korrekt, wie auch Fallberichte und Autobiografien (sogar von einst schwerst Betroffenen) eindrucksvoll demonstrieren. Ich persönlich halte eine gute Psychotherapie für weitaus wichtiger und effektiver, doch muss man auch respektieren, wenn jemand vorwiegend Medikamente nehmen will.
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In Einzelfällen mag es ohne Medikamente gehen, aber wie gesagt sind das Einzelfälle...
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Herzlich willkommen 😘
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Ja ich denke auch dass idr eine Psychotherapie nicht ausreicht um eine Schizophrenie in egal welcher Form zu behandeln. Medikamente sind schon ein wichtiger Faktor. Sobald ich Medikamente weg lasse fangen die Symptome wieder an und ich verliere den Bezug zur Realität
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Meine Psychologin und Psychiaterin sagten dass die 27 jährige Schizoaffektive Störung bei mir aus Traumata herkommt.
Ich denke dass wenn man psychisch gefestigt ist und diese Traumatas aufarbeitet dass es dann ohne Medikamente geht
Ich habe eine Freundin die das gemacht hat und jetzt ohne Medikamente lebt. Und sie arbeitet als Peer ex in
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In Einzelfällen mag es ohne Medikamente gehen, aber wie gesagt sind das Einzelfälle...
Ich will hier, an dieser Stelle gar keine Diskussion darüber aufmachen, sondern nur meine kritische Haltung gegenüber Medikamenten anreißen. In manchen Fällen dürfte es in der Tat insbesondere in der akuten Krise nicht ohne Medikamente gehen, wobei man auch in diesen Fällen darüber diskutieren kann, wie hoch die Dosis sein muss, ob es eine Langzeiteinnahme wirklich braucht etc.pp.
Es gibt valide, nicht nur „krankhafte“ Gründe gegen Medikamente, genauso wie es Gründe dafür gibt. Beispielsweise helfen Neuroleptika — wenn sie es tun, bei einem nicht unerheblichen Anteil wirken sie auch hier kaum — vor allem gegen Positivsymptome, nicht gegen Negativsymptome. Außerdem können sie die verbliebenen psychischen Abwehrkräfte vermindern, wenn sie die intellektuelle Leistungsfähigkeit verringern und ein hochintelligenter Patient dies als starke Einbuße und weiteren Ich-Verlust erleben muss. Schließlich kommen auch Faktoren zu, die im psychotischen Erleben selbst liegen: wenn man jede Medikamenteneinnahme als (potenziell) intrusiv und ich-verändernd erlebt, ist das ein ernstzunehmender Grund, über die Art und Dauer der Medikamentengabe zu diskutieren.
Welche Wirkungen der Medikamente überwiegen, hängt also von verschiedenen Faktoren ab, die beim jeweiligen Betroffenen zusammenkommen. Mir geht es darum, dass man auch mit Schizophrenie ein grundsätzlich mündiger Mensch bleibt (selbst dann, wenn man zeitweise unzurechnungsfähig sein sollte), sich seiner verbliebenen Möglichkeiten nicht beraubt und die Betroffenen nicht infantilisert werden. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass manche Betroffene ihre Eigenverantwortung gerne abgeben. Es gibt also keinen Einheitsweg. -
Auch dir Dankeschön für deine Begrüßung.
Ja, es ist allgemein bekannt und eigentlich auch anerkannt, dass ein recht hoher Prozentsatz an Betroffenen Traumata, insbesondere in der Kindheit, erlebt hat. Wieviel Belastung es braucht, damit sich eine Psychose manifestiert, ist individuell verschieden.
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Wenn es für dich so ist, ist das auf jeden Fall zu respektieren, dann ist das dein Weg.
Doch den eigenen Weg zu verallgemeinern, das ist eben nicht möglich. Egal, ob man persönlich eher für oder gegen Medikamente ist. Im Übrigen sind sich auch die Psychiater nicht darin einig, wann welche Medikamente in welcher Dosis notwendig sind. Es ist eben kein heterogenes Krankheitsbild, und die Betroffenen Menschen sind Individuen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten und Biographien.Will heißen: Man sollte möglichst gut informiert sein, und dann eine Entscheidung bestenfalls mit dem Psychiater und Therapeuten treffen. Zum Informiertsein gehört auch, dass man nach einer längeren Einnahme von Neuroleptika nicht gut sagen kann, was genuine Symptomatik ist, die wieder durchbricht, und was eine sogenannte „Absetzungs-Psychose“, die eine unmittelbare Folge der Langzeiteinnahme ist. In vielen Fällen muss man von einer Absetzungs-Psychose ausgehen, die jedoch häufig nicht erkannt wird, was die Problematik verschärft.
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In Einzelfällen mag es ohne Medikamente gehen, aber wie gesagt sind das Einzelfälle...
Ich will hier, an dieser Stelle gar keine Diskussion darüber aufmachen, sondern nur meine kritische Haltung gegenüber Medikamenten anreißen. In manchen Fällen dürfte es in der Tat insbesondere in der akuten Krise nicht ohne Medikamente gehen, wobei man auch in diesen Fällen darüber diskutieren kann, wie hoch die Dosis sein muss, ob es eine Langzeiteinnahme wirklich braucht etc.pp.
Es gibt valide, nicht nur „krankhafte“ Gründe gegen Medikamente, genauso wie es Gründe dafür gibt. Beispielsweise helfen Neuroleptika — wenn sie es tun, bei einem nicht unerheblichen Anteil wirken sie auch hier kaum — vor allem gegen Positivsymptome, nicht gegen Negativsymptome. Außerdem können sie die verbliebenen psychischen Abwehrkräfte vermindern, wenn sie die intellektuelle Leistungsfähigkeit verringern und ein hochintelligenter Patient dies als starke Einbuße und weiteren Ich-Verlust erleben muss. Schließlich kommen auch Faktoren zu, die im psychotischen Erleben selbst liegen: wenn man jede Medikamenteneinnahme als (potenziell) intrusiv und ich-verändernd erlebt, ist das ein ernstzunehmender Grund, über die Art und Dauer der Medikamentengabe zu diskutieren.
Welche Wirkungen der Medikamente überwiegen, hängt also von verschiedenen Faktoren ab, die beim jeweiligen Betroffenen zusammenkommen. Mir geht es darum, dass man auch mit Schizophrenie ein grundsätzlich mündiger Mensch bleibt (selbst dann, wenn man zeitweise unzurechnungsfähig sein sollte), sich seiner verbliebenen Möglichkeiten nicht beraubt und die Betroffenen nicht infantilisert werden. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass manche Betroffene ihre Eigenverantwortung gerne abgeben. Es gibt also keinen Einheitsweg.Die sogenannte "Negativsymptomatik" kann in manchen Fällen einfach auch eine Folge der Neuroleptikaeinnahme, also der Einschränkung des Hirnstoffwechsels sein. Ich kann das ganz klar dadurch bestätigen, dass ich in den ersten Jahren meiner Diagnose des öfteren einfach die Medikamente abgesetzt habe. Danach ging es mir erst mal Wochenlang super! Die Müdigkeit, die Depressionen und die körperlichen Probleme waren wie weggeblasen. Nur sind dann halt nach einigen Wochen die Stimmen wiedergekommen und darauf folgend die Paranoia, was mir das Leben zur Hölle machte.
Ob Neuroleptika wirken oder auch nicht, ist teilweise fraglich, denn viele können nicht erkennen, wie ihr Zustand komplett ohne die Neuroleptika wäre. Bei mir dimmen sie die Stimmen auch nur bis zu einem gewissen Grad herunter, aber ganz ohne sie, wären die negativen Umgebungseinfüsse, die ich dann wahrnehme, nicht auszuhalten.
Wie gesagt, habe ich entsprechende Erfahrungen über lange Jahre gesammelt.
Intellektuell beeinträchtigt fühle ich mich durch die Medikamenteneinnahme kaum. Für das was es in meinem Leben braucht, reicht mein Gehirnschmalz noch allemal.
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