"Sind wir nicht alle ein bisschen bluna?" ![]()
Sind wir alle traumatisiert?
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ich kenne die these, dass wir alle traumatisiert sind schon und teile sie. unter anderem in meinem aktuellen life-script-arbeitsbuch geht es darum.
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Für mich ist so gut wie jeder Mensch traumatisiert. Von daher ist das für mich keine sogenannte "hinreichende Bedingung" für Störungen aus dem schizophrenen Formenkreis. Also nicht ursächlich für bestimmte Diagnosen.
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Ich kann mir gut vorstellen dass viele Menschen traumatische Erfahrungen machen. Es muss ja nicht gleich so heftig sein wie bei mir, aber es stört die Lebensqualität. Sehr schöner Bericht Molly
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Traumata sind lebensbedingt überall. Mein Traumata war die Sterbebegleitung meines Vaters mit 18 Jahren. Krebstod ist übel und da gab es noch keine Palliativstation. Da wurde die Sterbenden ins Lager geschoben, damit die etwas "Gesünderen" ruhig schlafen konnten. Jaja so war das in der Onkologie!
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Ich glaube nicht daran, dass jeder Mensch traumatisiert ist. Es handelt sich hier um eine Begriffserweiterung von einem ursprünglich körperlichen Schaden, der dann auf schwere psychische Schäden und zuletzt auf normale Widrigkeiten des Lebens ausgeweitet wurde. Es ist heutzutage ja schick, ein Opfer zu sein.
Ich halte eine solche Sichtweise für schädlich, sie entwertet echte Traumata.
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"Entwertet echte Traumata" finde ich eine seltsame Formulierung...
Soweit ich weiß, gibt es keine strikte Trennung zwischen den Folgen körperlicher und psychischer Traumata...Körper und Seele sind so eng miteinander verbunden, dass es kein psychisches Trauma gibt, das nicht auch im Körper Spuren hinterlässt.
Andersherum ist es vielleicht weniger der Fall - körperliche Traumata müssen in einem psychisch resilienten Menschen nicht zwangsläufig gravierende Spuren hinterlassen.
Es gibt ja auch die Unterscheidung von kollektiven und individuellen Traumata, aber damit kenne ich mich nicht aus.
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Es ist heutzutage ja schick, ein Opfer zu sein.
Autsch...
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forsythia Mit "echte Traumata" meinte ich auch schwere psychische Schädigungen z.B. durch sexuellen Missbrauch, Kriegs- und Gewalterfahrungen usw. Ich finde die Erweiterung dieses Begriffs auf gewöhnliche Kindheitserfahrungen, die durchaus auch mal belastend sein können, nicht sehr sinnvoll. Aber wer sich unbedingt als traumatisiert ansehen will, wenn er/sie als Kind mal zum Nachtisch kein Eis bekommen hat oder in der Schule gehänselt wurde ... bitte sehr.

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Ich muss mich da Gargel anschließen, ich tue mich auch schwer mit der infaltionären Nutzung des Begriffs "Trauma".
Auf der anderen Seite kann man aber Leid auch nicht vergleichen.
Ich müsste zu persönlich werden, um das weiter auszuführen, aber das täte mir sehr schlecht hinsichtlich Flashbacks und allem.
Es ist einfach ein sehr kontroverses Thema und grundsätzlich wünschte ich mir, dass Menschen den Griff bedachter wählen würden. -
gargel in einem Forum für Schizophrenie kann man davon ausgehen, dass ca. 80 % aller Betroffenen schwere Traumata erlebt haben.
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forsythia Die Aussagen in diesem Thread und das Video bezogen sich aber auf alle Menschen, nicht nur auf Schizophrene.
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Also ich finde auch man sollte Leid nicht vergleichen. Jemand der nur ein kleines Trauma hat kann sich genauso mies fühlen wie jemand mit einem größeren Trauma. Es scheint mir hilfreich zu sein, dieses auch zu benennen. Wenn der mit dem kleinen Trauma immer nur denkt, ich darf das nicht, ist auch niemandem geholfen.