Hallo,
Ich bin die Aurora und ich bin gerade ganz neu hier.
Ich würde kurz meinen Krankheits-Werdegang beschreiben und dann auch zu Fragen kommen, die ich habe.
Ich weiß allerdings nicht ob man hierauf antworten kann, aber ich versuche es einmal.
Ich höre schon seit ich ca. 16 bin Stimmen. Es sind mehrere und ich hatte mich eigentlich schon daran gewöhnt. 2023 habe ich dann eine Therapie begonnen. Während meiner Therapie ist eine Imperative Stimme dazu gekommen. Ich habe dann mit Absprache meines Hausarztes gering dosiertes Neuroleptika bekommen- wirklich nur sehr wenig, was aber überhaupt nichts gebracht hat. Zu der Zeit habe ich mein Abitur nachgeholt und bin alleinerziehend einer kleinen Tochter. Ich hatte wirklich viel Stress.. aus Frust habe ich die neuroleptika abgesetzt, da die eh nicht geholfen haben und ich dadurch zugenommen habe. Der Stress hat zugenommen und dann kam meine Psychose. Ich war überzeugt, Menschen wären ausgetauscht, ich hatte Verfolgungswahn, dachte ich würde beobachtet werden, dachte mein Essen wäre vergiftet und vieles mehr.
Glücklicherweise hat mein Therapeut recht schnell gemerkt was nicht stimmt und hat mir mit sehr viel Druck vermittelt, dass ich Medikamente nehmen muss. Ich hatte zwar keine krankheitseinsicht, aber er hatte ein gutes Druckmittel- und da ich eh dachte er könnte meine Gedanken lesen, dachte ich, ich könnte ihm auch nicht vormachen welche zu nehmen. Daraufhin folgte eine lange Phase mit extremen negativsymptomen. Ich habe ein halbes Jahr fast 20 std am Tag geschlafen.
Das ist heute besser, aber Reste sind noch davon da. Mittlerweile habe ich auch eine Psychiaterin, die mir die Diagnose Schitzophrenie gegeben hat. Ich höre trotz Amisuprid 600mg immernoch täglich Stimmen. Jetzt habe ich einen neuen Job angefangen und dann hat es wieder begonnen dass ich unter Stress leicht psychotisch werde. Leicht heißt, dass ich nach einigen Stunden immernoch ein Realitätscheck hinbekomme, wenn die psychotischen Symptome ein wenig abgeklungen sind. Ich habe aber das Gefühl, die Spanne wird immer länger, bis ich mich wieder in der Realität verankern kann.
Ich würde mich sehr über Menschen freuen, die sich mit mir austauschen mit ähnlichen Erfahrungen…
Jetzt zu meinen Fragen:
Ist es normal, trotz Medikamente Symptome zu haben?
Wann hört diese erdrückende Müdigkeit auf, die ich seit dem habe ?
Gibt es Notfallmedikamente, die nicht abhängig machen? Meine Psychiaterin möchte mir keine verschreiben, weil sie nicht möchte dass ich in eine Sucht gerate…
Vielen Dank und einen schönen Abend
-Aurora![]()