Guten Morgen zusammen,
habt oder hattet ihr auch Erfahrungen mit Suizidgedanken oder sogar Suizidversuchen?
Habt oder sprecht ihr sowas offen z. B. zu euren Bekannten an? Oder verschweigt ihr das?
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Guten Morgen zusammen,
habt oder hattet ihr auch Erfahrungen mit Suizidgedanken oder sogar Suizidversuchen?
Habt oder sprecht ihr sowas offen z. B. zu euren Bekannten an? Oder verschweigt ihr das?
Ich hab nur einmal in der Klinik ein Glas zerschlagen und saß dann mit einer Scherbe am Waschbecken im Zimmer und fragte die Stimmen, ob ich mich umbringen soll. Die Stimmen lachten mich aus.
Hab die Scherben dann in den Mülleimer geworfen und niemandem etwas davon erzählt. ![]()
Hi Barbie90 ich spreche es mittlerweile zu sehr guten Freunden an.
Ich habe 4 Versuche hinter mir, der erste mit 19 Jahren 1988 war ein spontaner Fenstersprung wo ich mir die Wirbelsäule gebrochen hatte. Mit viel Glück kam ich nicht in den Rollstuhl. Habe aber bis heute 54 Jahre immer wieder Probleme damit.
Die nächsten 3 versuche waren von ca 2010 weg bis vor 1 ,5 Jahre her.
Zwei waren mit Tabletten die ich nahm aber nur wenige und dann der Impuls abflachte und ich damit aufhören konnte.
Da bin ich nicht in eine Klinik gegangen, habe es auch erst viel später erzählt.
Der vierte war auch ein anfänglicher Versuch in der Psychiatrie im Andacht Raum wo fast nie wer war. Dort gab es glas Vasen und ich zerbrach eine und fing mich an zu schneiden. Aber! Das Glas war so das es nicht schnitt.
Da ging ich heulend zur Schwester znd Ärztin und bat um Hilfe. Kam dann 1 Woche in die geschlossene. Die war in dem Krankenhaus aber voll ok. Hab viel gemalt.
Immer wenn ich in schwerer Depression bin habe ich auch starke Suizid Gedanken 🤔 das ist sehr schwer für mich.
Warum möchtest du das eigentlich wissen?
Ich spreche da nur offen mit meinen Helferpersonen bzw. Therapeuten und Psychiater drüber oder mit meinem besten Freund, weil der das auch selbst kennt.
Bei anderen Menschen spreche ich nicht drüber, weil es die meist komplett überfordert.
Ich habe auch Stimmen, die mir befehlen vor den Zug zu springen. Am Bahnhof gehe ich immer zurück, wenn der Zug einfährt, weil die Stimmen immer sehr mächtig dann sind und ich auch Angst habe, dass mich wer schubst.
Hallo,
Ich habe öfter Suizidgedanken bzw Todesgedanken - habe auch schon zweimal versucht "es" zu tun.
Die letzten ca 16 Jahre , seitdem ich meine "neue Familie" habe, denke ich schon oft darüber nach wie es wäre wenn ich tot wäre und manchmal wünsche ich mir einen schlimmen Unfall der das herbeiführt - aber ich denke nur noch dran, ich habe nicht mehr vor es zu tun. Meine Gedanken gehen aber oft doch so weit, dass ich mir vorstelle wie und wo - Entschuldigung,ich weiß das kommt nicht gut, aber auch an erweiterten Suizid habe ich in meinem Leben schon gedacht und es bis ins Detail geplant....
Aus meinem Umfeld weiß das niemand außer meinen Mann und der Therapeutin der Tagesklinik - meine Mutter müsste eigentlich auch von dem einen Versuch wissen, aber ich schätze mal das hat sie verdrängt...
Warum möchtest du das eigentlich wissen?
das würde mich auch interessieren. Besonders bei so intimen Fragen finde ich es schön, wenn jemand nicht nur die anderen "aushorcht", sondern ( am besten im Eingangspost) auch von sich erzählt...
LG hejemalafa
Hallo zusammen, hallo Elisa
Ich war jetzt einige Tage inaktiv. Sorry!
Ich möchte einfach viele Dinge wissen, weil ich niemanden habe, mit dem ich reden kann bzw. mich traue. Nichtmal meinem Therapeuten oder Psychiater. Jedes Mal wenn ich in der Sitzung bin, weiß ich nicht, was ich sagen soll oder mir geht es aufeinmal schlagartig gut und ich möchte gar nicht reden. Obwohl ich mir vorher tagelang den Kopf zermatere, was ich ansprechen kann/darf. Schreibe es mir sogar auf. Nur wenn es dann soweit ist, ist es immer anders. Alles total wirr. Ich fühle mich auch immer so bedrängt und ausgehorcht, sodass ich in eine komplette Starre verfalle und nichtmal sagen kann, wie mein Nachbar heißt oder wie meine Telefonnummer ist.
Seit eh und je plagt mich auch dieser Wunsch einfach nichts mehr zu denken, nichts mehr hören und nichts mehr zu sehen. Zu einem Selbstmordversuch kam es bis jetzt noch nicht....
Wenn ich mal mit meinen Eltern telefoniere, die mich konsequent ignoriere und dann zu denen sage: Ich könnte schon wieder eine Woche tot in der Wohnung liegen und keiner würde es merken.", kommt nur Gelache oder sie sagen zu mir, dass ich denen doch nicht drohen soll. Da fühle ich mich vollkommen verarscht und überhaupt nicht ernst genommen. Da denke ich mir wieder für wen oder was soll ich noch leben. Ich bin vor dem finanziellen Ruin und habe keine Familie, die zu mir hält....
Hallo Barbie90 !
Schlimme Situation!
Ich glaube, du kannst deinem Therapeuten noch nicht richtig vertrauen... Wenn du wieder dort bist, erzähle ihm doch einfach mal das, was du hier geschrieben hast, oder kopiere es raus und gib es ihm zum lesen. Dann wird er auf jeden Fall deine Situation verstehen, und dir so auch besser helfen können.
So wie ich es sehe, leidest du zusätzlich unter einer Depression.
Ich wünsche mir für dich, dass bald bessere Zeiten anbrechen... Mit etwas mehr Offenheit, klappt das bestimmt!
Hallo Barbie90 ,
Suizidgedanken, sowie Suizidversuche prägen auch meine Vergangenheit. Mein letzter Suizidversuch ist 9 Jahre her.
Zu dieser Zeit hatte ich ebenfalls den starken Wunsch nicht mehr denken, hören und fühlen zu müssen. Ich habe ebenfalls aufgrund von Missverständnissen ein sehr schlechtes Verhältnis zu meiner Familie gehabt. Heute, Jahre nach meinen Suizidversuchen habe ich erkannt, welches Leid ich meiner Familie zugefügt habe. Es tut mir so unendlich leid und ich würde es gerne ungeschehen machen.
Die Depression kann einen blenden, so war es bei mir. Ich dachte auch ich sei meiner Familie egal aber heute, wo ich die Depression überwunden habe, weiß ich dass meine Familie mich immer geliebt hat.
Es ist wichtig, dass du intensiv mit deinem Therapeuten über deine Gefühle und Gedanken redest. Die Idee von Molly finde ich sehr gut.
Du bist nicht allein, und es gibt Menschen, die dir helfen wollen. Bleib stark und gib nicht auf.
Hatte nur einmal den Gedanken, dass ich will dass es wirklich aufhört. Das ist schon einige Jahre her. Ich hatte Glück.
Ich habe Verantwortung und deswegen kann ich mich vor solch konkreten Gedanken wieder weitgehend distanzieren.
Aus Erfahrung weiß ich mittlerweile, dass das Leben bereits am nächsten Tag schon wieder ganz anders aussehen kann. Deswegen darf man nie die Hoffnung aufgeben.
Das Problem an Suizidgedanken ist, dass wenn man sie hatte, sie nie mehr wieder als Option hatte. Ich äußerte mit 15 Jahren einmal, dass ich mich umbringe und meine Mutter musste weinen. Danach habe ich sie lange Zeit nicht gehabt, bis zu einer Kurklinik. Dort hatte ich sie wieder. Ich war fast vor einer Psychose, rettete mich aber irgendwie wieder. Ja und dann kam der Jahreswechsel 2015/2016. Das war abartig hart, weil ich in eine heftige postpsychotische Depression schlidderte! Da hätte ich es zweimal, beinahe getan. Ich war kurz davor in die geschlossene zu kommen. So viel zu meiner Geschichte!
Das Problem an Suizidgedanken ist, dass wenn man sie hatte, sie nie mehr wieder als Option hatte.
Ich meinte das Gegenteil. Wenn man sie hatte, bringt man sie nicht mehr los!!!
Wirklich antuen würde ich mir wohl nie etwas, aber schon ewig lange "Lebensüberdrussgedanken".
Das ich irgendwie einfach nicht mehr sein will. Die Antidepressiva haben da auch nicht wirklich etwas geändert.
Habe das bestimmt schon seit der Pubertät, mit 16 Jahren, oder so.
Ich war nie suizidal, bis ich in diese postpsychotische Depression kam.
Und das war echt heftig- ich wurde quasi mit entsprechenden Gedanken bombadiert.Ich konnte über keine Brücke mehr gehen, an keinem Gewässer entlanglaufen, kein Messer sehen, ohne mit Gedanken in diese Richtung konfrontiert zu sein.
Das hielt ca einen Monat an und war das Zünglein an der Waage, um nach der akuten Phase der Psychose in eine Klinik zu gehen.
Ich hatte das Gefühl, mich diesbezüglich nicht mehr im Griff zu haben.
hm, also als Kind mit ca. 11-12 Jahre, als ich realisierte was mir geschehen war und meinen Dad auch nicht mehr etrug. Hab ich einmal Tbl. geschluckt....stellte sich heraus welche mit denen es nicht geht, und mal Messer an meine Pulsader gehalten, war aber zu stumpf. Dann 2010 in der Psychose wollte ich mich an der Stubentür erhängen, da sah mein Saluki Ben mich mit ganz grossen Augen an und ich hörte auf. Ende vom lied, ein blaues Auge wortwörtlich und sTriemen am hals. Damals dachten alle das wär von meinem Bekannten.
Heut bin ich öfter Traurig und frag mich warum, aber richtige Suizidgedanken nicht mehr.
achso, der Tipp mit ausdrucken was Du hier schriebst und zum Therapeuten mitnehmen find ich gut, ist ein Anfang.
Ich war auf der Offenen.
Die behandelnde Ärztin nahm mir erfolgreich das Versprechen ab, mir innerhalb der nächsten 24 h nichts anzutun.Das ging ein paar Tage lang so.
Diese Verbindlichkeit hat geholfen.
Wenn jemand akuter war, gab es noch einen Raum, der permanent per Kamera beobachtet wurde von den Pflegern.
Alles anzeigenTherapie hat mir bei Suizidgedanken leider nicht viel gebracht.
Die Therapeuten müssen nach Leitlinien therapieren, also: wenn ernsthafte Suizidgedanken vorliegen, müssen sie dich dazu bewegen in die Klinik zu gehen.
Wenn du auf der Offenen sagst, dass du ernsthafte Suizidabsichten hast, dann kommst du auf die Geschlossene.
Wenn du in der Geschlossenen sagst, dass du ernsthafte Suizidabsichten hast, dann wirst du fixiert - zu deinem eigenen Schutz.
Die Fixierung wird erst beendet, wenn du nicht mehr suizidgefährdet bist.
👍👍 (sowas nennt sich Therapie)
Wenn du es da wieder raus geschafft hast: Glückwunsch. Du hast jetzt gelernt, dass man besser nicht suizidal sein sollte. Du kannst jetzt wieder zum Therapeuten gehen.
naja, was sollen die denn Deiner Meinung nach machen, jemanden jeden Suizidgefährdeten einen Mitarbeiter zur Seite stellen und auf Dich einquatschen? Ich denke das man in der Therarpie schon darüber reden kann, nur wenns akut ist wird natürlich nach einer Lösung gesucht und das ist dann leider Klinik.
Ich war auf der Offenen.
Die behandelnde Ärztin nahm mir erfolgreich das Versprechen ab, mir innerhalb der nächsten 24 h nichts anzutun.Das ging ein paar Tage lang so.
Diese Verbindlichkeit hat geholfen.
Wenn jemand akuter war, gab es noch einen Raum, der permanent per Kamera beobachtet wurde von den Pflegern.
Ja das Versprechen musste ich auch abgeben, als ich es ansprach. Und es wurde viel nach mir geguckt. Aber ich sagte auch das ich es nicht akut will.
Der Depressive ist in den Augen der Psychotherapie nicht zurechnungsfähig.
Hab ich anders erfahren. Aber ich wusste ja auch woher diese Gedanken kamen und das konnten wir besprechen.