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  • Hallo zusammen,

    ich bin mega aufgeregt, das ist das erste Mal dass ich überhaupt in einem Forum schreiben. Ich kenne mich auch überhaupt noch nicht mit diesen ganzen Funktionen aus, ich hoffe das seht ihr mir nach. Ich bin schon lange stille Mitleserin in diesem Forum und finde es total toll, dass es hier Leute gibt die so fühlen wie ich und ähnliche Probleme haben. Besonders den Blog von hejemalafa lese ich regelmäßig und konnte mich in vielem wieder finden, was sie schreibt. Aber auch bei den anderen… Ich habe lange überlegt mich anzumelden. Jetzt hab ich’s endlich gemacht und möchte mich euch vorstellen. Ich bin jetzt 43 Jahre und lebe seit 2001 mit der Diagnose. Ich gehöre zu dem mittleren Drittel, welche wiederkehrende Krisen haben, aber auch wieder relativ „gesunde“ Phasen. Bei mir ist leider eine ausgeprägte Negativ-Symptomatik chronisch vorhanden. Ich beziehe die volle EM-Rente, derweil noch befristet. Aber ich hoffe das ich sie irgendwann unbefristet bekommen werde. Ich habe lange Zeit Vollzeit gearbeitet, doch seit ich Mutter geworden bin habe ich es erst nur noch Teilzeit geschafft und dann nach einer erneuten Krise gar nicht mehr. Nun bin ich schon mit meinem Alltag meistens total gefordert, versuche meiner Tochter gerecht zu werden und den Haushalt irgendwie zu schaffen. Soziale Kontakte habe ich kaum, deswegen mache ich jetzt hier einen ersten Schritt…

    Ich freue mich auf einen guten Austausch hier im Forum :smiling_face:

  • herzliche Willkommen liebe blackbutterfly in dem Forum!

    Ich freue mich dass du dabei bist.


    Wir sind ungefähr gleich lang krank und gleich alt.

    Bin 41 und seit 1998 erkrankt und seit 2004 habe ich eine Rente.

    Bin Schweizerin und Mutter eines bald 10 jährigen.


    Liebe Grüsse und noch einen schönen Nachmittag!


    Windlicht

    Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche bleibt für die Augen unsichtbar.

  • willkommen blackbutterfly , ich denke ich bin hier einer der erfahrensten was arbeit und krankheit angeht, zudem habe ich auch die volle em-rente, inzwischen unbefristet.
    natürlich darfst du mich fragen, eigentlich sogar egal was, denn ich bin in sehr vielen sachen erfahren, also auch zb.: pc, chat, forum, arbeitswelt, rente usw.
    ich bin einer der trotzdem alkohol(meist bier) trinkt, trotz anraten von arzt und betreuer(innen), ich hatte damit recht und inzwischen sagt kaum noch einer was wegen dem alk.
    meine krankheit ist eher durch stress gekommen, bin aber chronisch geschrieben worden, dabei geht es mir inzwischen super. ich hatte ekt und immernoch hammerpillen(clozapin). eventuelle fragen beantworte ich gerne, wie ich schon mal erwähnte.
    gruß Ingo

  • Hallo blackbutterfly,

    willkommen im Forum!


    Ich habe hebephrene Schizophrenie im Februar 2019 im Alter von 31 Jahren diagnostiziert bekommen und war über 2 Jahre in Behandlung in Form von Psychiatrie, Tagesklinik und RPK. Ich war aber auch schon mal mit 27 Jahren in einer Psychiatrie. Dort wurde mir eine rezidivierende schwere depressive Episode diagnostiziert und eine Anpassungsstörung. Ich leide auch sehr stark an den Negativsymptomen, sodass mein Facharzt mir ein schizophrenes Residuum bzw. chronische Schizophrenie konstatiert hat und ich deswegen ab dem 02.09.2022 eine auf 3 Jahre befristete volle EM Rente erhalte. Heute bekam ich den Bewilligungsbescheid per Post zu geschickt und habe mich sehr darüber gefreut, da ich jetzt vom Jobcenter nicht mehr unter Druck gesetzt werden kann, unbedingt einen Job anzunehmen und dadurch mich um meine Gesundheit kümmern kann. Da ich mal als Ingenieur gearbeitet habe und gut verdient habe, bekomme ich deswegen eine gute EM Rente und plus BU-Rente kann ich sehr gut leben in meiner Region, ohne arbeiten gehen zu müssen. Ich hoffe nur, dass dann später die EM Rente auch unbefristet genehmigt wird, aber das sollte laut Psychotherapeut und Psychiater aus ihrer Sicht klappen, da diese Erkrankung bei mir nämlich chronisch ist. Ich gehöre also zu diesem letzten Drittel der Erkrankten. Aktuell ziehe ich mich sehr stark sozial zurück und bekomme gerade so meinen Alltag auf die Kette. Ich bin auch wieder zu meinen Eltern ins Haus gezogen, und zwar ins Gästezimmer, damit ich überhaupt noch soziale Kontakte pflege. Hätte ich damals nicht die Sozialarbeiterin meines damaligen Arbeitgebers und meine Eltern gehabt, wäre ich wahrscheinlich in die Obdachlosigkeit geschlittert, weil ich durch die Negativsymptomatik nichts mehr gebacken bekommen habe, weder privat noch beruflich. Ich war auf der Arbeit nur noch körperlich anwesend gewesen und bin direkt von der Arbeit in die Psychiatrie per Notarzt geliefert worden. Ich habe auch dieses läppische Verhalten, d. h. ich benehme mich teilweise sehr kindisch und verantwortungslos. Stimmen höre ich nicht und Wahnvorstellungen habe ich auch nicht. Soziale Kontakte habe ich ebenfalls sehr wenig, da ich kaum noch aus dem Haus gehe. Meine Lebensqualität ist aktuell sehr schlecht. Donnerstag fahre ich meistens zum VdK bei uns in der Stadt und arbeite dort ehrenamtlich. Da ich jetzt gesetzlicher Rentner bin, muss ich erstmal schauen, wie ich meine Zeit sinnvoll nutze, damit ich nicht ganz verblöde und eine Aufgabe habe. Ziel von mir ist es, eine kleine Beschäftigung neben dem VdK zu finden, bei der ich nicht über- oder unterfordert bin und wo ich noch was zu meiner vollen EM Rente hinzuverdienen darf. In einer Behindertenwerkstatt zu arbeiten wäre auch noch eine Option, da ich einen GdB von 60 habe und demzufolge schwerbehindert bin. Leider fallen mir Entscheidungen zu treffen extrem schwer (Abulie nennen das die Ärzte) und durch mein ambivalentes Verhalten bin ich zudem sehr handlungsunfähig. Meistens reagiere ich sehr passiv im Leben, weil ich sehr ziellos bin und kein Plan mehr habe, wie es so richtig weitergeht bei mir. Ich brauche immer jemanden, der mich an die Hand nimmt und sagt, was ich zu tun habe. Eine Tagesstruktur fehlt mir auch. Dadurch vegetiere ich tagsüber mehr vor mich hin, anstatt das Leben zu genießen, gerade jetzt mit der EM Rente. Ich bin wie so ein kleines Kind geworden, was extrem hilfsbedürftig ist und mit dem Leben überfordert.


    Wenn du Fragen hast an mich, dann kannst du sie gerne bei mir loswerden.

    Ansonsten wünsche ich dir hier im Forum sehr viel Freude und regen Austausch.

  • Hallo blackbutterfly

    Vielen Dank für deine Vorstellung und das damit entgegengebrachte Vertrauen.

    Danke auch, dass du den Blog liest - dann weißt du ja schon einiges über mich.

    Ansonsten möchte ich noch sagen, dass ich fast 42 bin und 1999 das erste mal in der Psychiatrie war. Meine Kinder sind 12,13 und 14 Jahre alt und ich bin dauerberentet.

    Darf ich dich etwas fragen?

    -Wie alt ist deine Tochter und

    -bist du alleinerziehende oder mit Partner/Mann?

    Wenn du noch Fragen hast darfst du sie gerne stellen...

    LG hejemalafa