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  1. Psychose Blogs & Forum – Wissen, Austausch und Hoffnung
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Xeplion Depot & Prolaktinspiegel erhöht

  • Joy
  • 5. August 2022 um 17:04
  • Zum letzten Beitrag

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  • Joy
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    • 5. August 2022 um 17:04
    • #1

    Hallo Community,

    ich wurde mit Schizophrenie diagnostiziert und erhalte deswegen einmal monatlich das Xeplion Depot.

    Es hilft mir sehr gut und ich bin jetzt nach langer Zeit komplett symtomfrei.

    Das Problem an der Sache ist aber, dass Xeplion den Prolaktinspiegel erhöht.

    Dies wurde heute beim Frauenarzt so auch festgestellt. Mir bleibt deswegen die Periode aus.

    Ein zu hoher Prolaktinspiegel kann zu Unfruchtbarkeit führen. Ich habe auch keine Libido mehr.

    Was soll ich denn jetzt tun? Ich bin in einer Zwicklage.

    Xeplion ist das erste Medikament, welches nach jahrelanger Suche gegen die Symtome der Schizophrenie hilft. Aber es hat bei mir die oben aufgeführten Nebenwirkungen.

    Kann mir jemand einen Ratschlag geben? War jemand auch schon in der selben Situation?

    Was würdet Ihr tun?

    Liebe Grüße

    Joy

    Einmal editiert, zuletzt von Joy (5. August 2022 um 17:20)

  • Felix
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    • 5. August 2022 um 18:57
    • #2

    Hallo Joy, ich persönlich nehme nun REXULTI und bin damit ganz zufrieden... Nehme mittags rexulti und abends noch etwas Quetiapin damit ich schlafen kann...

    Ich bin zwar kein Arzt, und Rate dir deshalb das mit einem Psychiater zu besprechen, aber ich würde mal schätzen, dass der prolaktin Spiegel nicht ohne absetzen des invega und dem ersten von invega durch ein anderes hochpotentes Psychoparmaka zurück geht... Unbedingt bald mit deinem Psychiater besprechen, was für Möglichkeiten es noch gibt....

    Ich hatte auch mal einen erhöhten prolaktin Spiegel (als Mann) bin mir jetzt aber nicht mehr sicher bei welchem Medikament dass war, hatte ich nur ganz kurz und deswegen abgesetzt...

    „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“

    (Johann Wolfgang von Goethe)

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    • 6. August 2022 um 06:28
    • #3

    Hallo Joy,

    Ich nehme Xeplion jetzt seit bald 10 Jahren und es hat mir gut geholfen, obwohl ich nicht symptomfrei bin und noch zusätzlich Risperdal, Trazodon und Abilify nehme.

    Mein Prolaktinspiegel ist auch erhöht. Das ist für mich jedoch nicht schlimm, da ich bereits 5 Kinder bekommen habe und mein Kinderwunsch abgeschlossen ist.

    Ich hatte erst die höhere Dosis:

    Ein Ausbleiben der Menstruation war für mich toll, doch Milchfluss sehr nervtötend.

    Das ist mit der geringeren Dosis nicht mehr so, ich habe gesagt damit (extremer Milchfluss) kann ich nicht leben, deswegen die Reduzierung. Jetzt kommt die Mens unregelmäßig.

    Wahrscheinlich durch den Medikamentenmix habe ich Diabetes Bekommen, der vom Xeplion begünstigt oder sogar ausgelöst werden kann - das finde ich weitaus schlimmer, als das andere, außerdem extreme Gewichtszunahme...

    Meine Frauenärztin erklärte mir Sie könne etwas verschreiben, was den Prolaktinspiegel normalisiert, aber das macht sie nicht weil ich schon so viel einnehme. ( zusätzlich zu den oben aufgeführten noch Gabapentin, Pantoprazol, Metformin und Amineurin) ich schreibe es hier, weil das vielleicht eine Option für dich ist?!

    LG hejemalafa

  • Joy
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    • 6. August 2022 um 07:48
    • #4

    Hallo hejemalafa, hallo Felix,

    meine Frauenärztin hat mir Dostinex verschrieben. Das sind zwei Tabletten, welche ich nehmen soll und im Oktober wird der Prolaktinspiegel nochmal kontrolliert.

    Oha, das mit dem Diabetes durch Xeplion wusste ich auch nicht. Das sind ganz schön starke Nebenwirkungen.

    Ich habe das Gefühl, man muss sich mit den Nebenwirkungen abfinden, wenn man endlich ein Medikament bekommen hat, welches einem Hilft.

    Ich traue mich auch wegen der Symtome der Schizophrenie nicht das Medikament zu wechseln. Möchte nie mehr in diese Situation kommen.

    Aber ich werde das mal mit meinem Psychiater besprechen. Da hat Felix schon recht. Werde am Montag auch gleich einen Termin machen.

    Danke für eure Reaktion und die Darlegung eurer Erfahrungen.

    Liebe Grüße

    Joy


    Zitat von hejemalafa

    Hallo Joy,

    Ich nehme Xeplion jetzt seit bald 10 Jahren und es hat mir gut geholfen, obwohl ich nicht symptomfrei bin und noch zusätzlich Risperdal, Trazodon und Abilify nehme.

    Mein Prolaktinspiegel ist auch erhöht. Das ist für mich jedoch nicht schlimm, da ich bereits 5 Kinder bekommen habe und mein Kinderwunsch abgeschlossen ist.

    Ich hatte erst die höhere Dosis:

    Ein Ausbleiben der Menstruation war für mich toll, doch Milchfluss sehr nervtötend.

    Das ist mit der geringeren Dosis nicht mehr so, ich habe gesagt damit (extremer Milchfluss) kann ich nicht leben, deswegen die Reduzierung. Jetzt kommt die Mens unregelmäßig.

    Wahrscheinlich durch den Medikamentenmix habe ich Diabetes Bekommen, der vom Xeplion begünstigt oder sogar ausgelöst werden kann - das finde ich weitaus schlimmer, als das andere, außerdem extreme Gewichtszunahme...

    Meine Frauenärztin erklärte mir Sie könne etwas verschreiben, was den Prolaktinspiegel normalisiert, aber das macht sie nicht weil ich schon so viel einnehme. ( zusätzlich zu den oben aufgeführten noch Gabapentin, Pantoprazol, Metformin und Amineurin) ich schreibe es hier, weil das vielleicht eine Option für dich ist?!

    LG hejemalafa

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    • 22. August 2022 um 13:30
    • #5

    Hallo Community,

    ich war bei meinem Psychiater und habe das mit dem erhöhten Prolaktinwert angesprochen.

    Da es eigentlich nur ein Termin für das Depot war, wurde es kurz zwischen Tür und Angel mitgeteilt.

    Ich muss mich wohl noch bis zu meinem nächsten Gesprächstermin gedulden.

    Liebe Grüße

    Joy

  • blueberry
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    • 28. August 2022 um 22:41
    • #6

    Ich hatte auch einen erhöhten Prolaktinspiegel, als ich Risperidon genommen habe. Meine Tage blieben aus. Danach habe ich in Absprache mit meiner Psychiaterin das Medikament gewechselt.

    „Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es Dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können.“ — Antoine de Saint-Exupéry, Buch "Der kleine Prinz"

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    • 29. August 2022 um 05:17
    • #7
    Zitat von blueberry

    Ich hatte auch einen erhöhten Prolaktinspiegel, als ich Risperidon genommen habe. Meine Tage blieben aus. Danach habe ich in Absprache mit meiner Psychiaterin das Medikament gewechselt.

    Welches Medikament hast du dann genommen? Und hat es dir geholfen? Nimmst du es immernoch?

  • blueberry
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    • 29. August 2022 um 07:49
    • #8
    Zitat von Joy

    Welches Medikament hast du dann genommen? Und hat es dir geholfen? Nimmst du es immernoch?

    Ich bin auf Abilify (Aripiprazol) umgestiegen. Ich nehme es immernoch und es hilft mir gut. Ich habe gar keine Positivsymptome mehr, nur ein paar Negativsymptome und keine Nebenwirkungen. Und es macht keinen Übergewicht. Ich vertrage es gut.

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    • 30. August 2022 um 19:33
    • #9

    hejemalafa danke für deinen ausführlichen Bericht dazu.

    Ich bin mir noch nicht ganz sicher was ich mache. Aber ich wünsche mir auch, dass das Xeplion auf die Hälfte reduziert wird. Bekomme aktuell 150mg. Und möchte gerne auf 75mg reduzieren.

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    • 31. August 2022 um 05:30
    • #10

    Hallo Joy

    Ich hatte gar nicht geschrieben wie hoch meine Dosis ist: ich nehme jetzt seit fast 10 Jahren 100mg Xeplion alle 4 Wochen, davor hatte ich ungefähr ein halbes Jahr lang 150mg alle 4 Wochen.

    LG hejemalafa

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    • 12. Oktober 2022 um 12:11
    • #11

    Ich will euch diesbezüglich auf dem Laufenden halten.

    Ich hatte heute mein Gespräch bei meinem Psychiater und er hat die Dosis heute von 150mg auf 100mg Xeplion runtergesetzt.

    Er ist bei der Reduzierung dabei, aber sobald ich wieder Symtome bekomme, soll ich schnellstmöglich zu ihm kommen.

    Ich bin so erleichtert, dass ich jetzt etwas weniger Medikament bekomme. Ich werde sehen wie es jetzt auf meinen Körper wirkt und ob ich Symtome spüre. Dann möchte ich es weiter reduzieren.

  • blueberry
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    • 12. Oktober 2022 um 20:45
    • #12
    Zitat von Joy

    Ich will euch diesbezüglich auf dem Laufenden halten.

    Ich hatte heute mein Gespräch bei meinem Psychiater und er hat die Dosis heute von 150mg auf 100mg Xeplion runtergesetzt.

    Er ist bei der Reduzierung dabei, aber sobald ich wieder Symtome bekomme, soll ich schnellstmöglich zu ihm kommen.

    Ich bin so erleichtert, dass ich jetzt etwas weniger Medikament bekomme. Ich werde sehen wie es jetzt auf meinen Körper wirkt und ob ich Symtome spüre. Dann möchte ich es weiter reduzieren.

    Aber war von dem Medikament nicht dein Prolaktinspiegel erhöht? Ich habe das Medikament gewechselt, welches meinen Prolaktinspiegel erhöht hat.

    „Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es Dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können.“ — Antoine de Saint-Exupéry, Buch "Der kleine Prinz"

  • Joy
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    • 13. Oktober 2022 um 08:29
    • #13
    Zitat von blueberry

    Aber war von dem Medikament nicht dein Prolaktinspiegel erhöht? Ich habe das Medikament gewechselt, welches meinen Prolaktinspiegel erhöht hat.

    Richtig, mein Prolaktinwert ist stark erhöht. Aber er meinte ich solle noch zu einem MRT um ein Prolaktinom im Kopf ausschließen zu können.

    Jetzt wird erst mal geschaut, ob der Prolaktinwert ebenfalls sinkt, wenn wir die Dosis verringern.

    Ich kann mich nicht mehr erinnern. Hast du damals auch Xeplion erhalten als dein Prolaktin erhöht war?

    Einmal editiert, zuletzt von Joy (13. Oktober 2022 um 08:42)

  • Nova
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    • 13. Oktober 2022 um 08:49
    • #14

    Bei mir war der Prolaktinspiegel extrem hoch unter Risperidon (wovon Xeplion der Hauptmetabolit ist). Seit ich Olanzapin nehme ist der Prolaktinspiegel normal.

    Man kann nicht gleichzeitig den Kuchen essen und behalten.

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    • 17. Oktober 2022 um 17:29
    • #15
    Zitat von Supernova

    Bei mir war der Prolaktinspiegel extrem hoch unter Risperidon (wovon Xeplion der Hauptmetabolit ist). Seit ich Olanzapin nehme ist der Prolaktinspiegel normal.

    Also Olanzapin, habe ich bereits durch. Das hat bei mir starkes Übergewicht ausgelöst, da ich nur noch am Essen war. Und meine Positivsymtome sind dadurch leider auch nicht verschwunden.

  • Nova
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    • 17. Oktober 2022 um 18:04
    • #16

    Meine Positivsymptome verschwinden durch kein Medikament, da ich meinen Wahrnehmungen mehr traue als der Wissenschaft, die Symptome sagt.

    Seit ich Olanzapin nehme habe ich gegenüber Risperdal abgenommen, weil ich weiß, dass es Esssucht, Übergewicht oder gar Diabetes einbringen kann. Da habe ich meine Kalorienzufuhr runtergefahren und habe nun ein paar "Wohlstandskilos" über normal, also habe Größe 44 wegen Bauchfett und zu bequemer Körperhaltung, wie es eine Heilpraktikerin sagte.

    Wenigstens ist der Milchfluss weg. Ich kam mir schon vor wie eine dumme Kuh und mit dem gespritzten Risperdal Consta wie ein gespritztes Stück Vieh.

    Man kann nicht gleichzeitig den Kuchen essen und behalten.

  • Joy
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    • 17. Oktober 2022 um 18:27
    • #17
    Zitat von Supernova

    Meine Positivsymptome verschwinden durch kein Medikament, da ich meinen Wahrnehmungen mehr traue als der Wissenschaft, die Symptome sagt.

    Seit ich Olanzapin nehme habe ich gegenüber Risperdal abgenommen, weil ich weiß, dass es Esssucht, Übergewicht oder gar Diabetes einbringen kann. Da habe ich meine Kalorienzufuhr runtergefahren und habe nun ein paar "Wohlstandskilos" über normal, also habe Größe 44 wegen Bauchfett und zu bequemer Körperhaltung, wie es eine Heilpraktikerin sagte.

    Wenigstens ist der Milchfluss weg. Ich kam mir schon vor wie eine dumme Kuh und mit dem gespritzten Risperdal Consta wie ein gespritztes Stück Vieh.

    Es gibt auch wirklich angenehmeres, als das spritzen lassen des Depots.

    Jetzt werden wir im kommenden halben Jahr sehen, ob der Prolaktinwert rückläufig ist und damit wäre das größte Problem gelöst.

    Wenn nicht, muss ich das Medikament auf jeden Fall wechseln. Ich geb dem aber noch Zeit bis März nächstes Jahr.

  • Joy
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    • 26. Oktober 2022 um 15:38
    • #18

    Die Dosisreduktion von 150mg auf 100mg vertrage ich bisher ganz gut.

    Zumindest fühle ich mich nicht mehr so zugedröhnt wie vorher. Nebenwirkungen spüre ich leider immernoch, aber diese sind schon wesentlich besser geworden als mit der Höchstdosis.

    Auf das es so gut weitergeht.

  • blueberry
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    • 30. Oktober 2022 um 22:22
    • #19
    Zitat von Joy

    Richtig, mein Prolaktinwert ist stark erhöht. Aber er meinte ich solle noch zu einem MRT um ein Prolaktinom im Kopf ausschließen zu können.

    Jetzt wird erst mal geschaut, ob der Prolaktinwert ebenfalls sinkt, wenn wir die Dosis verringern.

    Ich kann mich nicht mehr erinnern. Hast du damals auch Xeplion erhalten als dein Prolaktin erhöht war?

    Nein, ich hatte unter Risperidon erhöhten Prolaktinwert, und bin danach auf Abilify umgestiegen 🙂

    „Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es Dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können.“ — Antoine de Saint-Exupéry, Buch "Der kleine Prinz"

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    • 31. Oktober 2022 um 06:10
    • #20
    Zitat von blueberry

    Nein, ich hatte unter Risperidon erhöhten Prolaktinwert, und bin danach auf Abilify umgestiegen 🙂

    Und dann hat sich dein Prolaktin wieder normalisiert?

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