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  • Vielen Dank, hejemalafa


    bei deinem Link ist auch ein Video dabei mit Erklärungen zur Cogito App.

    Ich habe sie eine Zeit lang täglich genutzt und jeden Tag eine der Übungen gemacht. Es gibt dort einen aufmunternden Tagesspruch und es wird eine der Übungen vorgeschlagen, für die man nur ein paar Minuten braucht.

  • Das Gasthaus

    Das menschliche Dasein ist ein Gasthaus.

    Jeden Morgen ein neuer Gast.

    Freude, Depression und Niedertracht –

    auch ein kurzer Moment von Achtsamkeit

    kommt als unverhoffter Besucher.

    Begrüße und bewirte sie alle!

    Selbst wenn es eine Schar von Sorgen ist,

    die gewaltsam dein Haus

    seiner Möbel entledigt.

    Selbst dann behandle jeden Gast ehrenvoll,

    vielleicht reinigt er dich ja

    für neue Wonnen.

    Dem dunklen Gedanken, der Scham, der Bosheit –

    begegne ihnen lachend an der Tür

    und lade sie zu dir ein.

    Sei dankbar für jeden, der kommt

    denn alle sind zu Deiner Führung geschickt worden

    aus einer anderen Welt.


    (Rumi)


  • Guten Morgen hejemalafa


    Danke für die Frage, jetzt habe ich selber noch einmal über das Gedicht nachgedacht, ich schreibe später, woher ich es kenne.

    Es geht - soweit ich es verstehe - um das Zulassen auch von unangenehmen Gefühlen und Stimmungen.

    Heute Nacht lag ich von 2 bis 4:30 Uhr wach und jetzt hat sich der Gast Müdigkeit eingestellt. Ich versuche nicht in Gedanken wie "Wie soll ich heute die Arbeit schaffen?" zu verfallen, sondern bewirte den Gast mit Kaffee. Naja, eher ein einfaches Beispiel.

    Schwerer tue ich mich mit Ärger. Erstmal "da sein zu lassen", wenn möglich, und - wenn möglich - nicht "ausagieren". Das gelingt mir mal und mal nicht, manchmal platzt dieser Gast dann raus.

    Schwer ist es für mich bei "depressiven Stimmungen", schwer anzunehmen und schwer damit umzugehen.


    Ich kenne das Gedicht aus meinem/unserem MBCT Kurs.

    Das erste mal habe ich es 2016 in dem Buch "Das MBCT-Arbeitsbuch" von Teasdale, Williams und Segal gefunden:

    "Wenn wir etwas freundlich im Gewahrsein halten, ist das eine Bestätigung, dass wir uns ihm stellen, es benennen und damit arbeiten können.

    ...

    Das Gedicht, "Das Gasthaus" des Dichters Rumi, der im 13. Jahrhundert lebte, weist uns eindrucksvoll darauf hin, welch radikaler Wandel unserer Einstellung von uns gefordert wird."


    LG,

    Wetering

  • Hallo @Wetering

    Vielen Dank für diese ausführliche Erklärung. Ja, so kann man es wohl sehen.

    In der Tagesklinik heisst es auch oft wir sollen unsere Gefühle annehmen - erstmal ohne sie zu bewerten - und dann erst darauf reagieren. Das bedeutet wohl auch sie zu bewirten... aber ich finde das sehr schwer.

    LG hejemalafa

  • Hallo,

    Ich kaufe mir manchmal eine Zeitschrift, in der es um Glück, Seelenfrieden, Selbstfürsorge usw geht.

    Diesmal war gleich eingangs ein Text drin, der mir Mut macht und Hoffnung gibt. Da der Text etwas länger ist schreibe ich ihn nicht ab, sondern setze euch ein Bild rein, ich bitte das zu entschuldigen:


    Es lohnt sich, finde ich, das alles zu lesen.

    Zuerst musste ich darüber nachdenken, wie ist das gemeint und wie auf das Leben übertragbar. Als es dann „Klick“ machte fand ich den Text sehr gut und es gibt mir Hoffnung und Mut, denn es heißt ja:

    hinter allen traurigen Gedanken und Gefühlen gibt es doch auch noch das Positive und nichts ist grundlegend schlecht, es gibt auch immer noch etwas schönes ( im Leben) .


    Lg hejemalafa

  • Bücher gegen Depression?


    Anfang 2021 und Anfang dieses Jahres hatte ich eine "depressive Verstimmung", für ein gutes halbes Jahr bzw. für etwa drei Monate.

    Ich schreibe "depressive Verstimmung", mir ist klar, dass Depression noch einmal etwas ganz anderes ist.

    Meine Aufgaben und Pflichten fielen mir schwer, (zu) viel geschlafen, war eine Belastung für mein Umfeld.


    Wie es meine Art ist, habe ich dann Bücher gesucht, die "helfen" könnten, muss aber leider gleich sagen, dass ich eher mäßig erfolgreich war diesbezüglich.


    - Bücher von Betroffenen

    Haben mich eher noch mehr runtergezogen. Gefunden habe ich ein wirklich schweres Schicksal, zum Glück einigermaßen mit happy End. Und eher Bücher von Menschen, die recht erfolgreich waren und super toll und dann eher ein Burnout hatten als eine Depression und auch dann eine tolle Klinik fanden und dann waren sie wieder toll.


    - Ratgeber

    Ich schreibe hier einfach mal die Bücher rein, bei keinem habe ich es geschafft, es durchzuarbeiten, am meisten noch beim ersten, hier einfach mal in "zeitlicher Reihenfolge".

    1)

    Gib dich nicht auf, lass dich wieder ein!: Depressionen mit der Akzeptanz– und Commitmenttherapie (ACT) überwinden

    von Matthias Wengenroth


    (Fortsetzung folgt, tut mir leid, habe gerade etwas Schwierigkeiten beim Kopieren der Buchtitel...)

  • - Ratgeber Depression Teil 2


    Lebe mehr, grüble weniger: Mit klarem Kopf Niedergeschlagenheit und Depression loswerden

    von Pia Callesen


    Wenn dunkle Wolken die Lebensfreude eintrüben: Der Selbsthilfe-Ratgeber gegen Depressionen

    von Dr. Christina Wiesemann


    Feeling Good: Depressionen überwinden, Selbstachtung gewinnen: Sich wieder wohlfühlen: Wie Sie lernen, sich wieder wohlzufühlen

    von David D. Burns


    Erfolgreich gegen Depression und Angst: Wirksame Selbsthilfe - Anleitungen Schritt für Schritt - konkrete Tipps

    von Dietmar Hansch

  • Guten Morgen, heute liege ich schon länger wach, das Handy unterhält mich mit kindle usw., werde wohl jetzt dann aufstehen. Hier ein Lied(text), den ich mag:


    Warum gibt es unsere Erde?

    Warum kreist um sie der Mond?

    Warum dreht sie um die Sonne ihre Bahn?

    Warum hat der Mensch das Glück, dass er auf dieser Erde wohnt?

    Ist das Zufall oder folgt es einem Plan?

    Warum fühl’n wir inn’ren Frieden, wenn wir Kinder schlafen sehen?

    Warum ist ein Tag am Meer so tröstend schön?

    Warum rührt Musik uns oft zu Tränen?

    All das würde ich so gerne mal verstehen.

    So viel kann ich mir nicht recht erklären,

    all das würde ich so gerne mal verstehen.

    ...


    (Maybebob, Lied vom Nicht-Verstehen)