wie war es bei euch, vor, während und nach der schizophrenie?

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  • moin moin,

    hab mal ne frage im eigenen sinne, denn ich denke das die schizophrenie ein weg zum erwachsen werden ist.(etwas forschen :winking_face: )
    die schizophrenie tritt normal immer erst in den jungen jahren auf, so ca 18-25 jahre, man fühlt sich wie ein kind das gerade geboren wird und plums erwachsen werden muß.
    hat der wandel im körper mit der schizo zu tun? was meint ihr?
    ich fühle mich selber inzwischen sehr erwachsen, was am anfang natürlich nicht so war. deshalb glaube ich das die schizo mit dem erwachsen werden zu tun hat.

    gruß Ingo

  • Ich selbst hatte erste Symptome schon früh, und das erste mal in der Klinik war ich mit etwas über 20. Ich denke schon, dass mich die Erkrankung im Sinn, wie es Elfriede beschrieben hat, hat reifen lassen... Ich nehme nicht mehr alles so als selbstverständlich, sondern bin froh ein einigermassen gutes leben führen zu können und in meinen guten Phasen soweit gesund zu sein...

    „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“

    (Johann Wolfgang von Goethe)

  • Ich habe die Krankheit schon so lange, das ich gar nicht mehr weiß, wie es ohne ist.


    Man muss mit den Einschränkungen Leben lernen, im Grunde bleibt einem auch nichts anderes übrig. Den die Dinge die man sonst noch tun kann, sind nicht gerade rosig.


    Ich sage mal so, ich bin derart anfällig für Stress und Chaos im Kopf, das ich gezwungen bin, mich zurückziehen. Großartig belastbar bin ich seit Jahrzehnten nicht. Um das nicht überhand werden zu lassen, ziehe ich mich wie gesagt zurück. Da ich aber ein eher introvertierter Mensch bin, dem Gesellschaft sowieso nicht besonders wichtig ist, ist mir das krankheitsbedingte zurückziehen aber egal.

    Ich kann so 'leben' auch wenn mein 'Traumleben' eigentlich immer ganz anders ausgesehen hat.

    Zum Beispiel muss ich damit leben, ein grottenschlechter Vater zu sein, wenn ich Vater werden würde. Was mache ich also? Richtig, gar nicht erst Vater werden. Das sind Einschränkungen die das 'krankheitsleben' so mit sich bringt, zumindest bei mir.


    Aber um die Frage zu beantworten: Ich weiß nicht ob es ein danach gibt. Und ohne kenne ich mein Leben nicht (mehr).


    Lg

  • Ich hatte vermutlich eine psychotische Episode mit 19 Jahren als ich aus dem Fenster sprang. Diagnostiziert wurde bei mir erst vor 5 Jahren, bin jetzt52 Jahre. Da hatte ich richtige Psychose mit über Monate Stimmen hören. Etc.

    Ich war früher sehr lebendig, auch im Reden und Tun. Bin dagegenviel ruhiger geworden auch wenn mich manche noch aktiv finden. Ich finde gut das ich jetzt besser zuhören kann.

  • Hallo Stefan,

    wie alt bist du denn schon, wenn ich fragen darf und wann brach bei dir die Erkankung aus? Ich bin ebenfalls sehr anfällig für Stress und kaum noch belastbar. Ich ziehe mich ebenfalls sehr stark zurück und lebe wieder im Gästezimmer meiner Eltern, liegt aber auch wahrscheinlich daran, dass ich ebenfalls sehr introvertiert bin und in mich gekehrt. Vater werden will ich auch nicht mit dieser Erkrankung, da diese ja auch vererbt werden kann. Ich hätte auch keine Lust oder Kraft dazu, wie in meinem Freundeskreis, auf Scheidung oder Trennung und dann um den Streit und Stress ums Sorgerecht und Unterhaltszahlung. Da bin ich froh, dass ich da sehr frei leben kann ohne Verpflichtungen.