was macht ihr gerade ?

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  • Auslöschung

    Es geht um eine Expedition in ein Gebiet, das von einer außerirdischen Kraft kontrolliert wird, und wo sich alle Lebewesen verändern. Das Ganze ist eineischung sus Sc-Fi mit Horrorelementen.


    ich hab ihn auch schon gesehen, ist sehr gut!

    also, der ffilm ist völliger quatsch, meiner meinung nach. guckt euch mal "verblendung" an, ich glaube es gibt davon sogar 3 filme, bin mir aber nicht mehr sicher.
    jedenfalls "verblendung" ist ein hardcorephriller, hat mit psychisch kranken menschen und wie mit denen umgegangen wird, zu tun.
    gruß Ingo

  • Mache mich gerade bereit um einige Sachen zu erledigen.


    Ich hasse es aus dem Haus zu gehen und muss jedes Mal meine Angst überwinden. Seit der Psychose ist es schlimm geworden mit den Ängsten.


    Ich habe auch von anderen gelesen, dass sie nach der Psychose Ängste entwickelt haben und frage mich warum das so ist.


    Vielleicht, weil in unserer Psychose Ängste getriggert werden, die wir im Unterbewusstsein haben. Diese kommen dann in der Psychose zum Vorschein und danach müssen wir lernen damit umzugehen. Wie als hätten wir ein Trauma nach der Psychose.

  • Ich habe auch von anderen gelesen, dass sie nach der Psychose Ängste entwickelt haben und frage mich warum das so ist.


    Vielleicht, weil in unserer Psychose Ängste getriggert werden, die wir im Unterbewusstsein haben. Diese kommen dann in der Psychose zum Vorschein und danach müssen wir lernen damit umzugehen. Wie als hätten wir ein Trauma nach der Psychose.

    Ja, das kann gut sein. Bei mir kam noch dazu, dass ich das Vertrauen in mich selbst verloren habe nach der Psychose. Ich habe den Boden unter den Füßen verloren und da kamen die Ängste. Wem konnte ich den noch vetrauen? Nicht mal mir selbst!

  • Hallo Joy

    Deine Überlegung bezüglich der Ängste und wie bzw weshalb sie entstehen kann ich gut nachvollziehen. Danke für diesen Gedankenanstoß, denn ich denke wenn ich weiß woher es kommt, dann kann ich besser damit umgehen.

    Mir geht es leider auch so, dass ich sehr viele und teilweise starke Ängste habe, aber ich kann nicht sagen wann die Psychose ein Ende nahm und die Ängste anfingen - irgendwie gehörten die Ängste schon fast immer zu meinen Leben dazu.

    Ich wünsche dir, dass du deine Sachen heute gut erledigen kannst.

    LG I

    Hejemalafa

  • Ja, das kann gut sein. Bei mir kam noch dazu, dass ich das Vertrauen in mich selbst verloren habe nach der Psychose. Ich habe den Boden unter den Füßen verloren und da kamen die Ängste. Wem konnte ich den noch vetrauen? Nicht mal mir selbst!

    Hallo Rosi

    Das ist sehr traurig, wenn ich das so lese, doch es betrifft auch mich.

    Nachdem ich die Diagnose Schizophrenie (erklärt) bekam wusste ich nicht mehr was Realität ist und was nicht, Ich habe alles angezweifelt was ich fühlte, hörte und sah.

    Heute ist das meistens etwas besser geworden, nur ich habe das Gefühl ich darf meiner Intuition nicht vertrauen - obwohl überall geschrieben steht die weibliche Intuition sei so glaubhaft und läge meist richtig...

    LG hejemalafa

  • Hallo Joy,


    Danke dass du darüber sprichst. Seit der ersten Psychose kann ich keine gesunden Beziehungen wegen meiner Ängste führen. Die Ängste arbeiten mit meinen Minderwertigkeitskomplexen zusammen. Sie sagen mir, in deutlichen Visionen, dass ein Freund von mir besser geeignet für die Frau ist, die ich gerade mag. Dadurch strenge ich mich bei der Frau so sehr an, dass sie sich erschrickt und denkt ich hätte es dringend nötig und sie wendet sich ab von mir oder es bleibt bei einer Freundschaft. Deswegen bin ich seit meiner ersten und einzigen Freundin single, weil das Resultat immer dieses Leid und diese Eifersucht ist, die für niemanden schön ist.

    Ängste wegen Bahnfahren, vieler Menschen etc.. hätte ich gerne lieber.

    Aktuell bin ich ja an einer Weiterentwicklung der Freundschaft mit meiner besten Freundin interessiert. Da habe ich seit zwei Jahren extrem Angst wegen einem bestimmten Freund. Da sie mir die Welt bedeutet, sind die Ängste auch intensiver als sonst. Der Verlust scheint täglich näherzurücken, denn wenn sie tatsächlich mit dem Freund zusammenkäme müsste ich mich von beiden vermutlich für immer trennen, um alleine oder mit jemand anderem glücklich zu werden.

    Falls ihr den Film A Beautiful Mind kennt, da hat der Hauptdarsteller einen Aha Moment, der seine Familie rettet. Er erkennt, dass bestimmte Dinge sich in seiner Psychose niemals ändern, und ist dadurch in der Lage besser mit ihr umzugehen.
    Ich hatte diese Ängste schon in ganz vielen Konstellationen. Also müsste ich denken, dass ist nur wieder diese Angst. Dann kommt aber die Angst, dass ich dieses Mal doch Recht haben könnte und ich verzweifele total.

    Ich habe jetzt meiner besten Freundin eine Nachricht geschickt über den Messenger, den wir immer verwenden, dass ich zwei Wochen weg bin und mich um meine Sachen in der neuen Stadt kümmern muss, mit voller Konzentration. Habe ihr und ihrem kleinen Sohn aber mit viel Liebe eine Playlist bei Youtube zusammengekocht und in den Kühlschrank gestellt" wie ich es formuliert habe für die Zwischenzeit.
    In diesen zwei Wochen will und muss ich mich wieder aufbauen und mich lösen, mein Selbstwertgefühl wieder aufbauen so gut es geht.

    Dann werden die Ängste weniger und ich kann mit ihr umgehen, wie sie es sich wünscht und wie es ihr gut tut.

    Denn Beziehung hin oder her, wenn ich sie verlieren würde wäre das das schlimmste, und ihren kleinen Sohn. Sie sind die wichtigsten Menschen für mich.

    Es ärgert mich, dass etwas das so stark und echt in mir ist, durch sowas so kaputtgemacht wird.

    Jetzt kann ich ihr auch zeigen, dass ich doch konsequent bin.

    Wenn ich doch nur sein könnte wie ich wirklich bin.

    Liebe Grüße

    Mindhunter

  • Hallo Mindhunter

    Das tut mir sehr leid mit deinen Ängsten, dass sie dich so quälen.

    Einen, wie ich finde ganz wesentlichen, Satz kenne ich aus meinem täglichen Leben:

    ...Dann kommt aber die Angst, dass ich dieses Mal doch Recht haben könnte...


    Mir wird so oft gesagt ich müsste doch jetzt wissen, dass meine Ängste nicht zutreffen, aber ich habe immer diese von dir beschriebene Angst im Kopf -> vielleicht ist bis jetzt nichts passiert, aber das heißt ja nicht, dass es heute auch nicht passiert...


    Nur wegen dieser Angst funktioniert das Prinzip, dass man sich seiner Angst entgegenstellen muss und mit Übung Verschwindet sie, bei mir nicht.


    Aber bisher verstand das keiner. Ich soll die beängstigenden Situationen üben - ich mache es schon seit Jahrzehnten ohne Besserung. Denn es könnte ja doch irgendwann sein dass ich richtig liege...


    LG hejemalafa

  • Hey hejemalafa

    Danke für dein Mitgefühl. Ja, die Situationen üben ist so eine Sache...
    Ich habe bisher verhindert dass sich die beiden treffen (sie haben sich mal vor Jahren als sie mich in der Klinik besucht haben kennengelernt) weil ich denke dass dann was in Gang gesetzt wird. Ich müsste das eigentlich herbeiführen - aber solange ich mich nicht sicher mit ihr fühle und noch nicht klar ist wo wir stehen mache ich das lieber nicht, das macht sonst auch keiner.
    Wenn ich merken sollte, dass das eh nichts wird, kann ich ja immer noch üben.

    Liebe Grüße

    Mindhunter

  • Kann ich so gut nachempfinden. Geht mir ganz genauso. Diffuse Ängste den ganzen Tag über. Vor dem Rausgehen, Einkaufen, Bahn fahren, Terminen usw.


    Eigentlich heisst es ja in der Verhaltenstherapie das die Ängste weniger werden wenn man sich ihnen stellt. Ich geh trotz Angst dennoch raus Einkaufen und merke bisher keine Verbesserung. Beim nächsten Mal ist die Angst wieder da 😶

  • warten bis mein Kind nach Hause kommt.


    Später gehe ich dann noch zum E Bass Unterricht.

    Also mein Kind geht, ich begleite ihn.


    Ergotherapie habe ich für morgen abgesagt.

    Ich schaffe es zur Zeit nicht mehr hin.

    Und jedesmal bezahlen für zu kurzfristige Absagen, kann ich mir nicht mehr leisten


    Ich glaub ich sag die Ergo ganz ab.

    Es hat mich zwar immer gefreut, aber zur Zeit ist davon nichts mehr übrig.


    Am liebsten mach ich einfach gar nichts!

    Keine Verplfichtung und keine Termine.

    Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche bleibt für die Augen unsichtbar.

  • Ja, das kann gut sein. Bei mir kam noch dazu, dass ich das Vertrauen in mich selbst verloren habe nach der Psychose. Ich habe den Boden unter den Füßen verloren und da kamen die Ängste. Wem konnte ich den noch vetrauen? Nicht mal mir selbst!

    Damit bist du nicht alleine. So erging es mir auch. Mein Selbstvertrauen leidet heute auch noch darunter aus dem selben Grund wie bei dir.


    Man bemerkt einfach wie unsicher und ungewiss alles ist. Mittlerweile überprüfe ich meine Gedanken und Eindrücke mehrmals um Ja nicht nochmal falsch damit zu liegen.


    Es ist schon wirklich ein hartes Los, wenn man selbst mal zu spüren bekommen hat, dass alles was man dachte, falsch war, weil der Gehirnstoffwechsel außer Kontrolle geraten ist.

  • Kann ich so gut nachempfinden. Geht mir ganz genauso. Diffuse Ängste den ganzen Tag über. Vor dem Rausgehen, Einkaufen, Bahn fahren, Terminen usw.


    Eigentlich heisst es ja in der Verhaltenstherapie das die Ängste weniger werden wenn man sich ihnen stellt. Ich geh trotz Angst dennoch raus Einkaufen und merke bisher keine Verbesserung. Beim nächsten Mal ist die Angst wieder da 😶

    Ich mache ja auch eine Verhaltenstherapie und es ist so wie du sagst. Dort wird vertreten all das trotz der Angst zu erledigen und über die Angst hinauszugehen.


    Das mache ich auch jedes Mal, aber ich habe das Gefühl die Angst will einfach nicht verschwinden. Sie ist mein täglicher Begleiter und nur zu Hause finde ich Schutz vor der Angst, denn da taucht sie nicht auf.


    Ich überwinde mich aber auch immer und wenn ich dann mal draußen bin ist es halb so schlimm, aber ich möchte dann schnellstmöglich wieder zu Hause sein. Kennst du das auch?

  • Gerne. Ich mache mir viele Gedanken darum, warum ich so ängstlich geworden bin. Und wie ich sehen kann, geht es euch nicht viel anderst. Wir müssen wieder in unser Selbstvertrauen kommen und es ist auch kein Wunder warum es uns abhanden gekommen ist. Schließlich hat jeder von uns erlebt, von was man Überzeugt sein kann, wenn man eine akute Psychose hat.


    Aber ich denke wir müssen auch langsam begreifen, dass die akute Psychose rum ist und wieder lernen uns selbst zu vertrauen. ( Das hatte Rosi ja so gut dargelegt.

  • Ich kann deine Ängste gut verstehen, du hast Angst, dass er dir wieder jemanden weg nimmt, den du gern hast. Aber vielleicht wäre es besser wenn du rationaler an die Sache heran gehst. Nicht jeder bzw. Jede steht auf deinen besagten Freund nur weil er einmal geschafft hat dir eine Freundin auszuspannen.


    Vermutlich tust ihm mittlerweile selber leid dass er das getan hat.


    Wenn deine beste Freundin wirklich eine gute Freundin ist, wird sie sich von nichts und niemandem daran hindern lassen den Kontakt zu dir aufrechtzuerhalten.


    Ich finde es gut, dass du selber merkst, dass du etwas Abstand benötigst und dir auch die Zeit gibst. Übrigens süße Idee mit der YouTube Playlist.

  • Ich soll die beängstigenden Situationen üben - ich mache es schon seit Jahrzehnten ohne Besserung.

    Ich habe wahnsinnige Angst vor vielen Leuten zu reden oder auch vor mehreren Menschen im Mittelpunkt zu stehen. Ich habe mir immer zurecht gelegt was ich sage und dann habe ich mich verhaspelt oder habe gestottert. Es waren grausige Situationen für mich. Das schlimmste war mal, dass ich bei einer Hochzeit einen lustigen Text vorgetragen habe, aber ich habe so viel gestottert, dass am Ende niemand gelacht hat über den Text. Es waren alle eher - betroffen. Ich habe mich so geschämt. In der Therapie habe ich aber gelernt, dass man auch mal akzeptieren muss etwas nicht zu können und mit der Angst zu leben, also diese Angst zu akzeptieren. Ich weiß, dass ich niemals der große Redner werde. Und das ist jetzt auch in Ordnung für mich.


    Meine Angst vor dem Einkaufen habe ich in den Griff bekommen. Ich hatte so große Ängste, dass mir sogar schwindelig wurde und ich einen grauen Schleier vor Augen hatte. Es war das Gefühl ohnmächtig zu werden. Durch einen einfachen Tip von meiner damaligen Psychologin habe ich diese Ängste nicht mehr. Und zwar habe ich über der Oberlippe mit dem Zeigefinger und Mittelfinger zusammen geklopft. Das war zwar für viele Menschen im Laden komisch mit anzusehen, aber das war mir egal. Und tatsächlich wurde es immer besser und irgendwann hatte ich keine Angst mehr. Ich gehe zwar immer noch nicht gerne einkaufen, aber ohne Angst, ich fínde es einfach nur lästig.