Das Beste Neuroleptikum gegen CHRONISCHE Schizophrenie

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  • Nabend zu später Stunde,


    ich wollte gerne fragen, was das Beste Medikament gegen chronische Schizophrenie ist?

    Damit meine ich nicht die Negativsymptome, die ja angeblich überdauern sollen, sondern die positiven mit Wahn und Hallus.

    Ich habe die positiven ständig und wollte daher mal fragen, ob es da ein passendes Medikament für gibt, sowie, wenn ihr das auch habt, welches Medikament ihr empfehlen könnt.


    Meine Medis momentan sind:

    Aripiprazol 30 mg

    Quetiapin 600 mg


    Eure Empfehlungen?


    LG und danke für die Antworten. :smiling_face:

  • Okay Danke für den Tipp.


    Ich brauche halt mal ein neues Medikament das eher gegen chronische Symptomatik wirkt. Auf Wikipedia.de stand mal, dass das Risperidon gut dagegen ist. Risperidon hatte ich aber schon mal genommen und es hat nur wenig bis gar nix gebracht.

    Ich vermute, weil ich den Scheiß schon viel zu lange habe, und erst seit ein paar Jahren Medis nehme, das ich einfach zu spät damit angefangen habe was dagegen zu machen.

    So das man jetzt eben nix mehr machen kann. :loudly_crying_face:

  • Stefan

    Hat den Titel des Themas von „Das Beste Neuroleptika gegen CHRONISCHE Schizophrenie“ zu „Das Beste Neuroleptikum gegen CHRONISCHE Schizophrenie“ geändert.
  • Das Olanzapin hat mir mal geholfen eine akut psychotische Phase, die von jetzt auf gleich angefangen hat, zu überwinden. Hat zwar gedauert bis ich die richtige Dosierung bekam aber naja, ist ja wurscht.

    War dann der Meinung weiter das Olanzapin zu nehmen, doch mehr als diese akut psychotische störung einzudämmen hat es nicht gebracht.

    Habe es dann vor nem halben Jahr gegen das Aripiprazol 'eingetauscht' und nehme meine medis seit dem so wie ich es oben beschrieben habe.

  • Dem kann ich nur teilweise zustimmen. Es ist schon so, das ich auch gehört habe, das gewisse NL zu Übergewicht führen können. Doch viele essen dann auch nicht gesund, dann darf man sich natürlich auch nicht wundern, wenn der Speck mehr wird.

    Generell würde ich die Medis nicht für jede mögliche Nebenwirkung die man hat verantwortlich machen. Gewisse Reaktionen des Körpers sind nicht jedes Mal einfach so zurückzuführen auf die NL.

    Das ist zwar ein anderes Thema, aber auch interessant. So richtig schwere Nebenwirkungen hatte ich bisher (noch) nicht. Ich hoffe natürlich, das es dabei bleibt. :smiling_face:

  • Hallo, es ist bekannt, dass atypische Neuroleptika, wie Olanzapin oder Amisulprid bei jahrelanger Einnahme das metabolische Syndrom verursachen können ( Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen, Heisshunger, Diabetes, Hypertonie usw..). Der Hersteller von Olanzapin wurde in den 90er Jahren schon auf Millionen Dollar Schadensersatz verklagt.

    Es gibt bei Psychosepatienten etwa 30 %, die bezüglich ihrer Positivsymptomatik kaum bis gar nicht ansprechen.

    Das "Beste" Neuroleptikum gibt es in meinen Augen nicht.


    Grüße

  • Wenigstens bin ich mit Olanzapin nicht andauernd akut psychotisch. Trotz bleibender Positivsymptome kann ich am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Frustfressen darf man eben einfach nicht. Dann klappt es auch mit weniger Kalorienaufnahme und Gewicht.

    "Arbeit, Gebet, Mahl, Schlaf und Spiel sind die fünf Finger unserer Lebenshand" (Shakespeare)

  • Hallo, es ist bekannt, dass atypische Neuroleptika, wie Olanzapin oder Amisulprid bei jahrelanger Einnahme das metabolische Syndrom verursachen können ( Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen, Heisshunger, Diabetes, Hypertonie usw..). Der Hersteller von Olanzapin wurde in den 90er Jahren schon auf Millionen Dollar Schadensersatz verklagt.

    Es gibt bei Psychosepatienten etwa 30 %, die bezüglich ihrer Positivsymptomatik kaum bis gar nicht ansprechen.

    Das "Beste" Neuroleptikum gibt es in meinen Augen nicht.


    Grüße


    Hi, die Frage ist: warum sprechen diese Patienten nicht an? In meinem Fall liegt der Grund recht nahe:

    Ich habe mein ganzes Leben lang vor allem eingesteckt. Wirklich gute (längere) Phasen gab es nicht. Vor allem nicht solche, wo ich sage würde: Mensch da war ich ja glücklich und ich habe gerade nichts worüber ich mich beschweren kann, bzw. Probleme habe.

    Mein Leben war so, das ich erst nach verdammten 15 Jahren, nach dem ich die ersten Vorläufer Symptome hatte, das erste Mal mit Antipsychotika behandelt wurde.

    Was jetzt kommt, kann sich der Ein oder Andere vielleicht schon denken.

    Wenn man die Symptome jahrelang, ständig hat und erst dann Medis bekomme: dann kann ich nicht mehr erwarten, das nach all dieser Zeit die Medis bei mir ansprechen? Richtig oder nicht? Wie ist da eure Erfahrung?


    In dem Sinne habe ich die Frage um die es hier geht, falsch formuliert. Sie sollte eher lauten: welches Antipsychotische Mittel wirkt nach 15 Jahren ohne Medis, bei ständiger Symptome am besten?


    Vielleicht hat da jemand was zu berichten, würde mich freuen.


    Lg

  • ich denke clozapin

  • @Ingo23.07.1973


    Zerstört Clozapin nicht die weißen Blutkörperchen?

    Ich glaube die braucht man, wenn man alt werden will.

    Das kann passieren, allerdings liegt die Wahrscheinlichkeit m. W. im Promillebereich. Das passiert auch nicht schlagartig, sondern schleichend. Wenn man Clozapin nimmt, sollte man regelmäßig ein Blutbild machen lassen, um rechtzeitig zu merken, wenn die Zahl der weißen Blutkörperchen herunter geht. Aus diesem Grund darf Clozapin auch nur verschrieben werden, wenn mindestens zwei andere NL nichts gebracht haben oder nicht vertragen wurden.

    Ansonsten ist Clozapin ein sehr wirksames Antipsychotikum. Ich habe es selbst jahrelang in einer sehr niedrigen Dosierung genommen, und hatte in der ganzen Zeit nie Symptome - nachdem ich es abgesetzt habe schon. Wenn bei Dir nichts anderes hilft, würde ich Deinen Arzt auf Clozapin ansprechen.

    "Warum weinst du? Es tut mir sehr leid, ich weiß nicht, was ich in einem solchen Moment tun oder fühlen soll." - "Warum versuchst du nicht, einfach zu lächeln?"

    (Rei Aynami - Shinji Ikari, Neon Genesis Evangelion)

  • Naja, um den Thread mal fortzuführen.


    Die Eingangsfrage war ja, ob es ein insgesamt über alle Patienten hinweg, ein Medi gibt, das gut ankommt und gleichzeitig gut gegen dauerhafte Positivsymptomatik wirkt.

    Das scheint es nicht zu geben, wobei das Clozapin und das Aripiprazol einige 'Fans' hat.

    Das Aripiprazol nehme ich seit ca. nem halben Jahr mit 30 mg.

    Das Ausschleichen von dem Quetiapin hat mir einige Symptome beschert, aber ich kann damit leben, ich lebe zurückgezogen und solange man mich in Ruhe lässt, lasse ich im Regelfall auch andere in Ruhe. Also ich bin zumindest nach außen hin nicht auffällig.


    Bevor ich wieder den Punkt verpasse und wieder Dünnschiss von mir gebe, mache ich hier mal schluss.


    Könnt aber gerne nochmal was zu meiner Eingangsfrage schreiben.


    Lg

  • Mir hat Risperidon geholfen, aber es ist nicht das stärkste Neuroleptikum. Jetzt nehme ich Abilify, mag ich, aber ist auch nicht das stärkste NL. Ich denke mal Clozapin ist am Besten gegen die Positivsymptome.

    „Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es Dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können.“ — Antoine de Saint-Exupéry, Buch "Der kleine Prinz"