Berufliche und persönliche Zukunft nach der medizinischen Reha

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  • Guten Tag,


    ich mache derzeit eine medizinische Rehabilitation während der ich auch schon ein Praktikum in der politischen Bildungsarbeit abgeleistet habe und ein weiteres soll noch im Büro oder in der Verwaltung folgen. Nun dauert die Reha nurnoch knapp 2 Monate und ich mache mir natürlich Gedanken um meine persönliche und berufliche Zukunft. Das Ding ist, ich habe eine Wohnung in der es mir allerdings schwer fällt alleine zu leben. Mein Freund ist auch in der selben Reha wie ich, kommt aber erst später raus, so dass ich quasi 3 Monate ohne ihn überbrücken muss, weil wenn er raus ist wollten wir das so machen, dass ich immer zu ihm komme oder er zu mir für ne Woche. Das ist meine persönliche Situation derzeit.


    Meine berufliche Zukunft ist noch schwieriger. Ich kann mir vorstellen als Bürokraft zu arbeiten, verfüge aber mit meinem Bachelor in Politikwissenschaft und Anglistik nicht unbedingt über die passende Qualifikation. Ich könnte mir auch vorstellen noch eine Ausbildung zu machen als Kauffrau für Büromanagement. Hacken daran ist, dass das meistens in Vollzeit ist und ich habe jetzt im Praktikum die Erfahrung gemacht, dass Teilzeit für mich besser geht als so lange Stunden zu arbeiten. Außerdem habe ich das Gefühl schlechtere Karten zu haben, dadurch dass man sich bei mir immer fragt, warum ich noch ne Ausbildung machen will, wenn ich schon nen Bachelor habe und mittlerweile schon 28 bin. Meine Motivation für den Beruf fällt mir auch schwer in einem Anschreiben klar zu machen.


    Ich freue mich über eure Kommentare, Fragen und Ansichten zu den oben beschriebenen Dingen.


    Danke.

  • Hallo ah28


    Erst mal schön, dass du hier schreibst!


    Wegen dem wohnen finde ich es gut, dass ihr zu zweit seid, dann könnt ihr euch gegenseitig motivieren (für den Haushalt etc.). Ich denke, da müsst ihr halt probieren, wie es für euch am besten geht mir der Aufgabenverteilung, bin aber optimistisch dass das klappt...


    Wegen der Arbeit, was hast du die denn ursprünglich vorgestellte zu arbeiten nach dem Studium? Eher in den Sprachen (Anglizistik) oder dem Feld der Politikwissenschaft? Gibt ja in beiden fällen auch viele verschiedene Möglichkeiten, von englisch Unterricht geben (Nachhilfe Teilzeit?) Bis politische Umfragen entwerfen (wahlbarometer etc) geht bestimmt auch in Teilzeit... Oder liege ich da falsch?


    Falls es dich Richtung Kauffrau gehen soll ist für anspruchsvolle Tätigkeiten bestimmt eine Ausbildung erforderlich. Die Frage ist dann bestimmt wer bezahlt die Ausbildung und vor allem die Lebenshaltungskosten in der Zeit? Eine Stelle als Kauffrau in Teilzeit wird es schon geben (wer sucht der findet) ich kenne einige auf Arbeit (Industriekauffrau) die Teilzeit arbeiten. Ich selber arbeite ja auch Teilzeit und das als Mechanischer Produktentwickler in der Industrie, was auch als Teilzeit eher ungewöhnlich ist....


    Herzliche Grüsse und gute gelingen... Felix

    „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“

    (Johann Wolfgang von Goethe)

  • Hallo,

    Ich denke die Idee, dass du mit deinem Freund im Wechsel in den Wohnungen lebst, ist sehr gut. So seid ihr zusammen habt jedoch gleichzeitig noch eure Rückzugsmöglichkeit, wenn es euch zu viel wird.

    Und für die 3 Monate bis er aus der Reha zurück ist solltest du dir vielleicht Beschäftigungen suchen, dich ablenken. Vielleicht hast du auch Freunde oder Familie mit denen du dich treffen kannst, eventuell auch mal dort übernachten?!



    Was die Arbeit betrifft fällt mir jetzt nicht so viel ein. Du scheinst ja gute Qualifikationen zu haben.... als was wolltest du denn eigentlich arbeiten, dass du das gemacht hast ? Ich denke mit etwas Ausdauer lässt sich auch ein Teilzeitjob finden. Dafür wünsche ich dir viel Erfolg!


    LG hejemalafa

  • Danke für eure Antworten!


    Erstmal zu den Fragen: Ursprünglich wollte ich in der politischen Bildungsarbeit Fuß fassen, habe in diesem Bereich auch schon mehrere Praktika und ein freiwilliges Jahr abgeleistet. Es ist nur schwer in diesem Bereich Arbeit zu finden und die meisten Stellen sind zentral in Bonn oder Berlin, wo ich nicht hin möchte.


    Wenn ich eine Ausbildung mache, würde ich ja auch bezahlt werden, darüber mach ich mir deswegen weniger Gedanken. Die Schwierigkeit liegt eher darin, überhaupt erstmal einen Ausbildungsplatz zu ergattern. Dazu kommt, dass ich wirklich eine Niete in Mathe bin und mich gefragt hab ob das eher schlecht wäre als Kauffrau.

  • Ja, ich denke wenn du einen bachelor in Wirtschaft machen möchtest braucht es schon etwas bessere Mathe Kenntnisse, für eine Lehre, falls das auch in Frage kommt, nur eher einfache Kenntnisse die du im Gymnasium bestimmt schon hattest...


    Auch würde aber versuchen entweder direkt als Kauffrau einzusteigen (Praktika) oder aber in dem Gebiet zu arbeiten wo du schon den bachelor hast... Ist aber auch eine sehr persönliche Sache bezüglich deinen Interessen... Kann dir da deshalb nicht wirklich weiterhelfen..


    Vielleicht würde dir eine Entscheidungshilfe (z.B. eine Liste mit den pro und contra zu jedem Beruf der für dich machbar wäre zu erstellen) helfen...


    Kannst du wohl sehr gut englisch (wie ein Muttersprachler??) --> dann könntest du auch als Übersetzerin arbeiten (freiberuflich oder fest angestellt in Teilzeit) das Stelle ich mir noch gut vor, da es bei dieser Arbeit einen weniger grossen sozialen Stress Pegel gibt, da man viel für sich arbeiten kann... Auch gut von zu Hause aus im Homeoffice. Falls das für dich angenehmer ist als unter vielen Menschen...


    So, dass ist das was mir momentan dazu einfällt...


    Herzliche Grüsse, Felix

    „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“

    (Johann Wolfgang von Goethe)

  • Ich will aber garkeinen Bachelor in Wirtschaft machen, da hast du mich missverstanden. Ein abgeschlossenes Studium habe ich ja schon und ich war nicht aufm Gymnasium, sondern einer Gesamtschule.


    Als Übersetzerin könnte ich nur mit meinem muttersprachlichen Englisch nicht arbeiten, weil ALLE Englisch können. Als Übersetzerin müsste ich mindestens noch eine weitere Sprache auf muttersprachlichem Niveau haben und ein spezieller Abschluss eines Übersetzerstudiums ist in der Branche ebenfalls unerlässlich um ernstgenommen zu werden und tatsächlich Aufträge zu bekommen, denn es ist leider so, dass es Übersetzer wie Sand am Meer gibt. Außerdem müsste ich mich wenn dann selbstständig machen, was ich ebenfalls nicht will, weil man dann selbst immer ständig arbeiten muss. Ich kenne das von meinem Vater.


    Trotzdem danke für deine Ideen!