Bruder mit paranoider Schizophrenie

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  • Hey Leute, leider bin ich irgendwie zu blöd ein Forum zu eröffnen,deshalb versuche ich es hier. Es geht dadrum,dass mein Bruder an einer paranoiden Schizophrenie leidet. Er ist leider überhaupt nicht Krankheitseinsichtig und lehnt jegliche Hilfe ab (Therapie,hilfe von Familie,etc). Das ganze geht so weit,dass ich nicht einschätzen kann,ob er in seinem Wahn nicht sogar jemanden aus der Familie verletzen könnte,deshalb kann ich nicht von Zuhause

    ausziehen,ich hätte sonst immer den Gedanken,dass er etwas dummes anstellen könnte.Das macht mich langsam selbst kaputt und müde. Ich hoffe jemand kann mir helfen wie ich damit umgehen kann..

  • Hallo Katrin,

    Erstmal Herzlich willkommen hier im Forum *SchüttelHand*

    Krankheitsuneinsichtigkeit ist leider typisch für diese Erkrankung.

    Wie kommst du darauf, dass dein Bruder jemandem etwas antun könnte? Die wenigsten schizophrenen sind anderen Gegenüber gefährlich - das wird nur oft so dargestellt, in den Medien z.B.

    Wenn es konkrete Ansätze gibt, dass er eine Gefahr für sich oder andere darstellt, dann kannst du ihn zwangseinweisen lassen - dann ist er in einem sicheren Raum untergebracht und wird (auch gegen seinen Willen) behandelt. Mit der Medikation kommt oft auch die Krankheitseinsicht.

    Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen...

    LG hejemalafa

  • Hey, danke für deine liebe Antwort :)

    Ich habe diesen Gedanken, weil er nur noch mit Cuttermessern raus geht und auch Drohungen ausspricht...Er war schon mal in einer psychiatrischen Einrichtung,doch leider kannten die sich überhaupt nicht aus und ließen ihn nur auf dem Zimmer hocken..eine Medikation lehnt er auch ab..

  • Hey, danke für deine liebe Antwort :)

    Ich habe diesen Gedanken, weil er nur noch mit Cuttermessern raus geht und auch Drohungen ausspricht...Er war schon mal in einer psychiatrischen Einrichtung,doch leider kannten die sich überhaupt nicht aus und ließen ihn nur auf dem Zimmer hocken..eine Medikation lehnt er auch ab..

    Hallo Kathi


    Das mit dem Cuttermesser hört sich schon beunruhigend an! Wahrscheinlich hat er grosse Angst vor etwa was in seinem Wahn passiert.... Vielleicht wäre es wirklich das beste, dass die Angehörigen mit einem Psychiater sprechen und eine geeignete Klinik finden wo er, erst mal gegen seinen Willen, behandelt wird...


    Die hejemalafa schon geschrieben hat, ist es leider bei vielen fällen so, dass die Krankheitseinsicht erst mal fehlt...


    In den allermeisten fällen sind schizophrene nicht gefährlich, aber wenn eine sehr grosse Angst beim Betroffenen da ist, kann es zu Gewalt kommen...


    Ich hoffe, das hilft dir irgendwie weiter...


    P.s. habe das Thema schoben...


    Herzliche Grüsse, Felix

    „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“

    (Johann Wolfgang von Goethe)

  • Hey Felix ,

    Danke für deine Antwort,sie war sehr hilfreich! :)

    Ich werde mal versuchen mit einem Psychiater zu sprechen.

    Er war schon mal freiwillig in der Psychiatrie,allerdings meinte er,der Grund wäre ein Entzug. Als ich den Mitarbeitern gesagt habe,dass ich Angst habe um ihn und um andere, meinten die nur zu mir prophylaktisch kann niemand eingewiesen werden...Als müsste er erst was dummes anstellen um Hilfe zu bekommen :(

  • Hallo Kathi


    Bei eigen- oder Fremdgefährdung kann man schon auch gegen seinen Willen in die Psychiatrie eingewiesen werden. Es muss nur die Gefährdung bestehen, nicht schon was passiert sein... Sollte aber das letzte mittel sein, da es nicht immer zielführend ist einen Betroffenen gegen seinen ausdrücklichen Willen einzusperren und mit Medikamenten zu behandeln... Das kann langfristig auch negative folgen haben, da er dann vielleicht noch mehr Angst bekommen wird vor der Umwelt...


    Aber ein Psychiater kann eure spezifische Situation einschätzen und gegebenfalls die nötigen Schritte einleiten....


    Herzliche Grüsse, Felix

    „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“

    (Johann Wolfgang von Goethe)