Wie alles begann

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  • Ich möchte von meiner Kindheit lieber nichts berichten weil da is bestimmt einiges schief gelaufen was meine Erziehung angeht... Habe meine Mama zeitig verloren so mit 16 oder 17 Jahren...

    Ich lebte nach ihrem Tod bei meiner Schwester... Sie sorgte eigentlich ganz gut für mich bis ich dann 18 wurde und ein neuer Start in meine erste Wohnung begann...

    Ich zog mit meiner damaligen Partnerin gleich zusammen wo es auch ziemlich starke Auseinandersetzungen im Nachhinein gab... Ich litt sehr darunter da sie auch in manchen Situationen handgreiflich geworden ist...

    Sie lernte einige Zeit später mein besten Kumpel kennen und haben sich dann ineinander verliebt... Ich verlor dadurch meine beiden Söhne weil ich da den Kontakt komplett abgebrochen habe...

    Das war mein zweiter Schock nach meiner Mutter...

    Nach ein paar Jahren hatte sich auch mein Papa verabschiedet und wir kamen uns in der Zeit wirklich nahe...

    Ich hatte mich nach paar Jahren wieder berappelt und lernte eine tolle Frau kennen sie war mir so sympathisch das ich mich gleich in sie verliebt hatte...

    Ich wusste damals nicht was narzissmus ist... aber nach der Erfahrung mit dieser Frau wusste ich es allmählich... Es war der Himmel auf Erden mit ihr wir hatten geheiratet und bekamen gemeinsam einen tollen Jungen... Eines Tages von heut auf morgen war alles vorbei... Sie wollte sich trennen und ich wusste nicht warum... In der Trennung war Stalking und Cypermobbing sehr schlimm für mich gewesen da ich mich verfolgt und beobachtet gefühlt habe... Mittlerweile sind wir geschieden und habe guten Kontakt zu meinen Sohn... Wir verstehen uns auch sehr gut miteinander... Dann erlitt ich einen Arbeitsunfall wo ich mir zwei Rippen gebrochen hatte und ich es nicht bemerkte... Einige Monate später wurde mein rechter Arm blau ab ins Kh Operation... Mir wurden zwei Rippen entfernt weil sie falsch zusammengewachsen sind... Die Berufsgenossenschaft erkannte es als Arbeitsunfall nicht an... So bekam ich dann meinen zweiten Fall von Psychose... Ich war auf den Friedhof zu meiner Mama geflüchtet wo ich dann von der Polizei und Krankenwagen abgeholt wurde...

    Ich lernte einige Zeit später meine jetzige Lebenspartner kennen... Es verging einige Zeit ich arbeitete und hatten eine gute Zeit... Bis dann ein Brand in meiner Firma ausbrach und ich in einer andere Firma arbeiten musste deswegen... Es wurde soviel Arbeit wegen dem Brand das ich nimmer Herr meiner Dinge war und meine dritte Psychose bekam... Ich lief eines Abends von zu Hause los und lief die ganze Nacht bis mich die Polizei bemerke... Ich antwortete nicht... Sie wussten das was nicht stimmt und riefen den Krankenwagen...

    Ich bin bis heut in Glauchauklinikum in Behandlung... Habe Tagesklinik gemacht eine Reha angefangen gehabt... Konnte es aber nicht vollenden da ich bei zu vielen Leuten in Panik komme... Meine Diagnose ist paranoide Schizophrenie mit Panikstörung... Die Ärzte schwanken aber auch zwischen einer schizoaffektive Störung...


    Ich wünsche mir einfach wieder einen guten Kumpel mit dem ich mal eine Flasche Bier trinken kann und meine Seele zu öffnen...


    Das wäre besser für mich als jedes Medikament... 😊

  • Hey Tony,


    den Kumpel wünsche ich mir auch.

    Bei mir haben sich meine ganzen Freunde verabschiedet als ich krank wurde. Ich hätte wenigstens gerne mal einen richtigen Freund.

    Aber die wachsen nicht an Bäumen. Schade eigentlich. 😁

    Ich wünsche dir alles gute.

    Liebe Grüße Alice

  • Hallo Tony,

    Vielen Dank für deine Offenheit und das Vertrauen, das du uns damit entgegenbringst.

    Manchmal wünsche ich mir auch eine "beste freundin" aber ich glaube dazu wird es wohl nie kommen... vor allem weil: Ich stehe mir selbst im Weg.

    LG hejemalafa

  • Hallo Tony freu mich über deinen Beitrag und die Offenheit.


    Ich denke Bier und Kumpel kann die Medikamente nicht komplett ersetzen aber das eine schließt das andere nicht aus.


    Also einen guten Freund zum zusammen abhängen und Austausch bei einem Bier..sollte auch drin sein.😉.

    Ich wünsche dir das du so einen Freund findest ist ja nicht so einfach..wie als Jugendlicher.


    Ich habe eine sehr gute Freundin die ich aber nur zwei Mal im Jahr sehe.. ansonsten über Internet Kontakt.


    Liebe Grüße Ida 😎

  • War heut bei meiner Psychologin... Jetzt ist es fest... Habe eine schizoaffektive Störung... Weiß nur nicht was ich tun soll auf Grund dieser Diagnose... Mir geht's in letzter Zeit nicht so gut... Ständige auf und Abfahrt... Weiß auch nicht ob ich meinen Job noch ausüben kann oder überhaupt noch? Ich fange bei jeder neuen Aufgabe was arbeitstechnisch zu tun hat an zu zittern gerate voll in eine Stresssituationen... Was dann noch arbeiten mit anderen Menschen ist kann man sich ja dann vorstellen... 🙄

  • Hallo Tony,

    Ich kann dich gut verstehen, bin selbst in Rente. Anfangs fiel mir das schwer, weil ich doch noch so jung war ( und bin) und Geld verdienen wollte, aber es ging einfach nicht mehr. Mit anderen Menschen zusammen sein ist die Hölle, aber dann auch noch auf Arbeit, wo ich mir die ganze Zeit kontrolliert vorkomme und total der Druck auf mich ausgeübt wird bzw den mache ich mir selbst und ich darf keinen Fehler machen, arbeitete doch mit Kindern... es war die Hölle. Allein schon die Vorstellung arbeiten zu gehen wurde für mich zum Albtraum. Manchmal hatte ich Phasen wo ich unbedingt wieder wollte, aber es blieb immer beim Vorsatz :S

    Versuche dich nicht so zu stressen und probiere die Arbeit einfach weiter aus und wenn es nicht mehr geht, dann geht's ebend nicht mehr.

    LG hejemalafa

  • Juhu heje...


    Ich danke dir das du dir die Zeit genommen hast es durchzulesen😊


    Das ist genau mein Problem...

    Die Psychologin hatte darauf hingeredet ob es nicht doch besser wäre erstmal auf Rente zu zusteuern...


    Aber es ist ein Gefühl für einen ehrgeizigen Menschen wie wenn ein Bein abgehackt wird...


    Ich war die letzten drei Jahre immer wegen der Symptome krank und das auf lange Zeit...


    Habe mich heut mit Leuten unterhalten die mir sehr nahe stehen... Sie sagten zu mir naja vielleicht wäre es ja doch eine Überlegung wert?


    Aber ich sträube mich noch sehr dagegen...


    Es ist nur doof wenn man immer sein Leben mit Kampf und Energie gemeistert hat...


    Ich bin mittlerweile wieder zwei Wochen krank... Ausruhen? Neee


    Habe Bewerbungen geschrieben auf nen neuen Job... Und habe mir weiter Hilfe gesucht die ich bekommen kann...


    Dann ist es mir in den Kopf geschossen... Warum neuer Job wenn die Probleme oder die Symptomatik noch da ist?


    Ich Kämpfe trotzdem weiter egal was kommt ich gebe nicht auf 😊

  • Hallo Tony,

    Ich lese aus deinen Zeilen den gleichen Widerwillen, wie er bei mir da war.

    Nur wenn dir die Arbeit so schwer fällt und du viel krank geschrieben bist und es dir dort bzw damit nicht gut geht, dann stelle einen Antrag auf Eu-Rente.

    Es ist zwar ein komisches Gefühl, aber dafür fällt eine große Last weg: das Geld kommt pünktlich aufs Konto! ganz gleich ob und wie viel du gearbeitet hast

    auch fällt noch eine große Belastung weg, nämlich dass du da hingehen musst, mit anderen Menschen, unter der Kontrolle deines Chefs und der Kollegen und wahrscheinlich auch mit Machtkämpfen oder sogar Mobbing, mit dem Druck den du dir selbst machst...

    Die Rente wird ja auch erstmal für eine Zeit bewilligt und nicht bis ans Lebensende, du kannst also auch wieder zurück ins Arbeitsleben.

    Vielleicht hilft dir irgendetwas davon weiter.

    LG hejemalafa