Schizophrenie

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    • Offizieller Beitrag

    Hallo Sydneystevens,


    Ganz normal weiter leben ist bestimmt schwierig... Vielleicht hilft es dir, wenn du es als Herausforderung siehst, mit der es sich aber leben lässt... Wenn du erst vor kurzem die Diagnose bekommen hast, kann es auch sein, dass du wieder ganz gesund wirst oder es nicht andauernd eine Belastung ist, sondern nur schubweise zu Problemen kommt...


    Bei mir ist es so, dass es chronisch ist, es ist aber so, dass ich damit ganz gut leben kann, zwar mit Medikamenten und teilweise doch starken Symptomen, aber ich habe trotzdem ein gutes Leben!


    Ansonsten gibt es hier im Forum und in den Blogs schon viele Erfahrungen von denen du vielleicht profitieren kannst!


    Ich würde mich freuen wieder von dir zu lesen!


    Herzliche Grüsse

    Felix

    • Offizieller Beitrag

    Vielleicht auch interessant:


    https://netzwerk-stimmenhoeren.ch/

    • Offizieller Beitrag

    Kommt also drauf an ob du darunter leidest oder ob du es als Bereicherung wahrnimmst... Bei mir ist es eher eine Belastung die schon zu Problemen geführt hat... Aber das ist halt individuelle, auf jeden Fall ist eine positiver und offener Umgang mit der ganzen Thematik wichtig!!

  • Hallo Sydneystevens,

    Im Grunde kannst du "normal" weiterleben - für dich normal. Denn die Symptome waren ja schon vor der Diagnose da und diese wird deinem Leben höchstens mehr Qualität verleihen, als es zu verschlimmern. Lebensqualität bekommst du durch die richtigen Medikamente und vielleicht machst du auch eine Therapie, das wäre ohne Diagnose nicht möglich.

    Sicher ist es erstmal ein Schock so etwas zu hören, aber eigentlich ist es doch gut wenn dieser "Zustand" in dem du dich befindest einen Namen hat und somit behandelt werden kann...

    Wichtig finde ich, dass du dich über Schizophrenie informierst und auch über eventuelle Medikamente, man sollte wissen was mit einem los ist, finde ich. Umso mehr ich weiß bzw wusste, umso besser konnte ich mit der Diagnose klarkommen, allerdings bin ich heute noch oft am Zweifeln oder ich hadere mit meinem Schicksal.

    LG hejemalafa

    • Offizieller Beitrag

    Ja, es fällt mir manchmal auch immer noch schwer die Erkrankung zu akzeptieren und das beste draus zu machen! Schlecht finde ich halte vor allem die Stigmatisierung die es seitens der Gesellschaft gibt... Die ist echt schwierig zu ertragen, aber ich musste feststellen, dass ich mit einem relativen offenen Umgang mit der Erkrankung besser komme... Ich sag's meinen engen bekannten und Arbeitskollegen, was bisher ganz gut geht... Allerdings werden wenig fragen gestellt auf Arbeit, was ein Indiz für die halt doch starke signalisierung ist... Aber ich werde nicht benachteiligt und bin auch beim Kaffee willkommen, und auch sonst ganz gut integriert... Das finde ich schön!


    Der Bekanntenkreis ist aber schon sehr klein bei mir, teilweise aber auch durch die Erkrankung selbst, ich brauche, nach der Arbeit, viel Zeit für mich zum Ausgleich...


    Ausserdem ist das akzeptieren der Krankheit an sich natürlich auch schwierig, ist ja schon eine schwere Erkrankung und nicht nur ein Beinbruch! Eher wie ein starker Bluthochdruck oder Diabetes... Kann zwar noch lange leben damit aber vielleicht nur gut mit Therapie und oder Medikamenten... Ich sag's denn bekannten immer so, dass ich eine Hirn Stoffwechselkrankheit habe die landläufig Schizophrenie genannt wird...usw...


    Hoffe, Du findest einen individuellen weg mit der Erkrankung umzugehen und mit ihr leben zu können!


    Herzliche Grüsse

    Felix

  • Von einer Diagnose alleine würd ich mich nicht kränken lassen.

    Es gibt da echt viele Varianten der „Schizophrenie“.

    Ich hab die Diagnose auch, aber empfinde sie eher als demütigend.

    Ist mir zu abnormal.

    Mich interessiert der Weg ohne Medikamente.

    • Offizieller Beitrag

    Ertl , würde auch gerne ohne Medikamente leben, wer nicht!? Aber ich habe diverse versuche unternommen um ohne oder mit weniger klar zu kommen, bisher aber ohne Erfolg, wäre auch dankbar wenn es ein Patentrezept gäbe, aber ich denke dafür ist die "Schizophrenie" eben zu Different...


    Ich finde auch, dass die Erkrankung die als Schizophrenie bezeichnet wird leider zu negativ wahrgenommen wird und häufig wird das Wort Schizophren ja auch als Schimpfwort verwendet, was ich Hasse, vielleicht müsste die Erkrankung umbenannt werden... Damit eine bessere Gesellschaftliche Integration der betroffenen möglich wird!! Stimmen-hörende gibt es ja viele, auch herausragende Persönlichkeiten...

  • Hast du „Verlockung des Wahnsinns“ gelesen?

    Da geht es um einen vor 200 Jahre lebenen reichen Engländer der in eine der teuersten Anstalten kommt. Da wird er in ein Zimmer gesperrt und vor der Tür steht einer der nur Essen reingibt und ihn nicht rauslässt. Dort drin durchlebt er die Psychose mit all seinen negativen Seiten, aber auch die wenigen positiven, die aber dafür umso schöner sind.

    Aber wer bezahlt schon einen 3 jährigen Aufenthalt in der Psychiatrie, noch dazu ohne sichere Aussicht dass man danach gesund ist. Früher hatte diese Krankheit ja den Namen Präcox dementiert, was vorzeitige Demenz heißt.

  • Hallo Leute,


    Ich habe vor kurzem die Diagnose Schizophrenie bekommen. Seit dem weiß ich nicht mehr weiter, wie soll ich normal weiter leben? Wie geht ihr mit dieser Diagnose um ?

    hallo sydneystevens.


    also ich glaube dass es schwieriger ist damit umzugehen wenn man sich zu sehr auf die diagnose versteift. eigentlich ist es ja nur eine kategorisierung zur hilfe für die passende behandlung.


    bei mir wissen in meinem umfeld die wenigsten menschen von meinen gesundheitlichen schwierigkeiten, weil ich hab die erfahrung gemacht dass viele menschen einen anders behandeln wenn sie erfahren dass man psychisch krank ist. ich will nicht bemitleidet oder bevormundet werden. dadurch fühle ich mich minderwertig. und erst recht krank.


    du musst versuchen eine gewisse distanz zu halten. und dich nicht über die krankheit definieren. du bist trotzdem ein menschliches Individuum.


    ich glaube dass es fragwürdig ist ob man normal weiterleben kann oder soll. weil "normal" bedeutet dass es der norm enspricht und das glaube ich geht mit so einer krankheit einfach nicht. du musst mit den neuen umständen einfach einen weg finden wie es für dich richtig ist und wie du damit am besten leben kannst.

  • Gute Frage !

    Ich muss mich damit irgendwie abfinden. Ich bekomme Medikamente und mein leid Menschen zu sehen und laute Stimmen zuhören hat aufgehört.

    Jetzt höre ich trotz Medikamente nur noch sehr leise Stimmen. Aber die sind nicht mehr so störend. Ich ignoriere diese Stimmen einfach.

    Das Leben ist anders mit einer Schizophrenie. Man muss es leider jetzt so nehmen wie es ist. Zurück kann man eh nicht. Also muss man damit leben lernen. Ich will endlich in September in die Rehabilitation gehen. Vielleicht hilft das ja auch.