Sind die stimmen die eigenen Gedanken also kommt mir so vor

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  • Bei mir ist das denke ich so, ja.


    Die stimmen sind ein teil der eigenen Gedankenwelt...

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    (Chinesisches Sprichwort)

  • Ja, es freut mich, dass es dir offenbar soweit gut geht!


    Ich nehme REXULTI und Abilify... Geht mir damit auch ganz gut...


    Schön, dass du den Weg Hier ins forum gefunden hast... Würde mich freuen mehr von dir zu lesen...

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    (Chinesisches Sprichwort)

  • Hallo,

    Ich finde das schwierig.

    Anfangs merke ich immer, dass das fremde Stimmen sind,die zu mir sprechen - doch dann (wenn ich nicht rechtzeitig Hilfe suche bzw finde) geht das irgendwie in meine eigenen Gedanken über und wird zu meiner Überzeugung. Das ist schlimm für mich, weil die Stimmen immer negativ sind.

    Meine Therapeutin hat mir erklärt - falls ich das richtig verstanden habe - es sind Stimmen und Gefühle aus meiner Kindheit, die sich in mir festgesetzt haben und in Form dieser eingebenden Stimmen zum Ausdruck kommen. An einigen Beispielen hat sie mir das schon verdeutlicht...

    Im Alltag ist es allerdings auch sehr oft so, dass ich die Stimmen nicht verstehe, weil da nur so ein Murmeln im "Hintergrund" ist. Damit zu leben bzw umzugehen habe ich gelernt. Das ist einfach da und fertig.


    Seitdem ich Risperidon nehme fällt es mir leichter mich von den Stimmen abzugrenzen, ich meine das geht nicht (so schnell) in meine eigenen Gedanken über.


    LG hejemalafa

  • mit dem stimmen abgrenzen geht es auch besser seit dem ich medis nehme

    Ich habe die vermutung das man die kontrolle über sein verstand verliert und ich habe stark gemerkt das ich die gedanken selber aus einem grund projeziere

  • Hallo nochmal,

    So kann man das auch ausdrücken, dass man die Stimmen selbst projeziert, das meinte ich damit, dass der Inhalt aus der Kindheit kommt und in den "schlechten Zeiten" wieder "da" ist. Das Unterbewusste hat Sätze in mir verankert, dass ich störe,schuld bin und unfähig usw... und in Form der Stimmen kommen diese Verinnerlichungen ans Bewusstsein.

    LG hejemalafa

  • stimmen

    Hallo nochmal,

    So kann man das auch ausdrücken, dass man die Stimmen selbst projeziert, das meinte ich damit, dass der Inhalt aus der Kindheit kommt und in den "schlechten Zeiten" wieder "da" ist. Das Unterbewusste hat Sätze in mir verankert, dass ich störe,schuld bin und unfähig usw... und in Form der Stimmen kommen diese Verinnerlichungen ans Bewusstsein.

    LG hejemalafa

    exakt hab es auch so gemerkt wir nehmen unsere normalen gedanken anerster wahr wie normal das sind leider die schlechten symptome , mir kommt es vor als weren wir in einer spirale aus schuldgefühlen

  • Hallo.

    >Schuldgefühle< ist auch ein Schlüsselwort bei mir, leider beziehe ich fast alles auf mich. Egal was schief ging oder geht ich habe das Gefühl Schuld zu sein.

    Heute höre ich wenig Stimmen und es geht mir gut, da überwiegt mein Verstand und ich kann mir sagen, dass ich krank bin und deshalb so denke. Ich habe zwar negative Gefühle,kann jedoch dagegen angehen mit dem Kopf... an anderen Tagen leide ich sehr darunter,dass alles wegen mir passiert und ich Schuld bin und ein schlechter Mensch. Ich sehe mich dann als Störfaktor und habe leider auch oft das Gefühl es wäre für alle besser wenn ich nicht da wäre.

    Das ich so negativ denke liegt wohl in meiner "Programmierung", die ich als Kind erfuhr: es sind teilweise sehr schlechte Dinge passiert und immer wurde mir gesagt und gezeigt ich sei selbst dafür verantwortlich. Wenn ich heute darüber nachdenke sehe ich das von "oben" betrachtet nicht so, aber die Gefühlswelt lässt sich leider nicht mehr ändern...

  • Hallo.

    >Schuldgefühle< ist auch ein Schlüsselwort bei mir, leider beziehe ich fast alles auf mich. Egal was schief ging oder geht ich habe das Gefühl Schuld zu sein.

    Heute höre ich wenig Stimmen und es geht mir gut, da überwiegt mein Verstand und ich kann mir sagen, dass ich krank bin und deshalb so denke. Ich habe zwar negative Gefühle,kann jedoch dagegen angehen mit dem Kopf... an anderen Tagen leide ich sehr darunter,dass alles wegen mir passiert und ich Schuld bin und ein schlechter Mensch. Ich sehe mich dann als Störfaktor und habe leider auch oft das Gefühl es wäre für alle besser wenn ich nicht da wäre.

    Das ich so negativ denke liegt wohl in meiner "Programmierung", die ich als Kind erfuhr: es sind teilweise sehr schlechte Dinge passiert und immer wurde mir gesagt und gezeigt ich sei selbst dafür verantwortlich. Wenn ich heute darüber nachdenke sehe ich das von "oben" betrachtet nicht so, aber die Gefühlswelt lässt sich leider nicht mehr ändern...

    Das alles kommt mir stark bekannt vor :)

  • Ich habe weniger mit Schuldgefühlen zu kämpfen, die Gedanken sind bei mir sehr verschieden, und manchmal habe ich das Gefühl telepathisch zu kommunizieren, erhalte ob die Person in einem Raum mit mir sitzt oder ich eine Doku über dem ersten Weltkrieg schaue und die Person schon tot sein müsste... Ist schwer zu beschreiben... Diese telepathie ist zwar anstrengend, aber manchmal auch ganz interessant oder sogar lustig... Auch wenn es nur meine Gedanken sind, kann es trotzdem lehrreich sein so ein zwiegespräch zu führen...

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    (Chinesisches Sprichwort)

  • Hallo,

    Felix: dein letzter Satz gefällt mir!

    Auch wenn es nur meine Gedanken sind, kann es trotzdem lehrreich sein so ein zwiegespräch zu führen...


    Meine Stimmen sind in der Regel sehr negativ, dennoch habe ich manchmal das Gefühl es ist positiv sie zu hören, denn bei mir ist das auch meistens ein Zwiegespräch - ich sage immer rechts auf der Schulter sitzt ein Teufelchen und links ein Engel. Oder ich erkläre dass mein Verstand und mein Gefühl streiten.

    Positiv daran ist , dass ich mehrere Seiten der Sache sehe und sogar Aspekte die mir alleine nicht einfallen wollen. Manchmal schützt mich die negativ eingestellte Stimme sogar vor einem Fehler oder sogar Unfall, weil sie mich indirekt warnt.

    Ich muss noch lernen die Stimmen anzunehmen und sie vielleicht positiv zu sehen, so als Teil von mir, aber ich glaube ich bin auf einem guten Weg.


    Telepathische Gedanken habe ich nur in de Form, dass ich denke jemand will mir Gedanken einflößen bzw eingeben, ich selbst kann die Gedanken anderer nicht beeinflussen. Und ein Gespräch geht , wie oben beschrieben, als gedankliches Streitgespräch von statten.


    LG hejemalafa

  • Tauwetter , bei mir ist es so, dass ich meine #Telepathie ohne #Neuroleptika ständig habe mit eher selten und schubweise, wogegen #Benzodiazepine am besten helfen bei mir.


    Hoffe, du findest eine gute Medikation wenn dich die stimmen so stören. Es gibt auch Vorgehensweisen, wie man mit den stimmen arbeiten kann, dazu dieser #links unter Netzwerk Stimmen-hören...

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    (Chinesisches Sprichwort)

  • Hallo

    Tauwetter was mir besonders geholfen hat war vor Jahren Diazepam, das verschreibt mir aber (leider?) keiner mehr - wegen des Suchtpotentials dieses Mittels.


    Was mir zur Zeit,also seit Dezember, sehr hilft ist Risperidon. Damit gehen die Stimmen nicht weg, aber seitdem ich das nehme kann ich mich besser von den Stimmen abgrenzen. Sie gehen nicht mehr so in meine Gedanken über wie vorher und ich kann mir besser sagen "sie sind halt da - na und!" Sie sind einfach nicht so drängend, wodurch ich auch weniger das Gefühl habe, dass sie mir von anderen Menschen eingegeben werden.

    So kann ich die meisten Tage damit leben, obwohl die Stimmen da sind. Und schau mal - falls du das noch nicht gelesen hast - was ich oben geschrieben habe: die Stimmen können sogar (manchmal) positiv sein... dazu steht was direkt über deinem Beitrag.


    LG hejemalafa

  • Habe vor etwa einer Woche nun die Kombi Duloxetin-Abilify-Melneurin in niedriger Dosis verschrieben bekommen.


    Macht, zumindest jetzt am Anfang, sehr müde.

    Und die Stimmen schwafeln und schwafeln und schwafeln.... das ist natürlich etwas, das gerade beim Einschlafen oder in Situationen, in denen man sich konzentrieren muß, extrem stört.

    Hoffe, daß sie auf Sicht durch die Medis zumindest zeitweise öfter Pause machen und lese mich online gerade durch die Theorien von Romme, um damit besser klarzukommen.

  • Bei mir war das so ja. Es waren Stimmen von Personen, die ich gekannt habe und sie haben Dinge zu mir gesagt, von denen ich dachte, dass diese Personen sie über mich denken.

    Das Eigenartige war, dass es anfangs sehr nette Kommentare waren, bis sie dann relativ schnell in sehr Negatives umgeschwappt sind.

    Ich höre keine Stimmen mehr (weder unter Aripiprazol noch unter Olanzapin), die Angst vor Menschen ist allerdings als eine Folge geblieben.

    Das Interessanteste ist, dass in anderen Kulturen, wie z.B. in Indien die Stimmen von mehr Menschen als positiv empfunden werden als in der westlichen Kultur. Erklärt wird das damit, dass sich das Leben dort eher in der Gemeinschaft abspielt, während bei uns Individualisierung groß geschrieben wird.

    Was ich damit sagen will ist, dass die Stimmen sicher einen starken Zusammenhang mit deinen eigenen Gedanken und mit dir haben, aber auch mit der Umgebung, in der du aufgewachsen bist und dich derzeit befindest :) Glaube ich zumindest ^^

  • Felix: Danke für die Links, ich lese mich dort gerade ein.


    Fania: Vielen lieben Dank. Bei mir sind es keine Stimmen von mir bekannten Personen. Nehme jetzt zu Beginn der Behandlung Aripripazol in niedriger Dosierung und soll nach zwei Wochen steigern.

    Darf ich Dich fragen, bei welcher Aripripazol Dosis bei Dir die Stimmen weg waren und wie lange es gedauert hat, bis das Medi gewirkt hat? Wenn ich das bis hierhin richtig verstanden habe, dauert es ja ne Weile bis im Blut ein Medi Spiegel aufgebaut ist, oder? Liebe Grüße

  • Tauwetter, puh, das ist jetzt doch schon ein Weilchen her und ich kann es nur schätzungsweise sagen. Da es ja Stimmen von mir bekannten Personen waren, ist die Grenze schwer zu ziehen. Ich habe zunächst eine Olanzapin - Spritze bekommen, da es unmöglich war, mich davon zu überzeugen, dass ich krank bin. Die hat auch relativ rasch gewirkt. Innerhalb zwei Wochen (schätzungsweise) war ich wieder in der Realität angelangt.

    Das Aripripazol habe ich später bekommen, da das Olanzapin mich extrem müde gemacht hat und ich nachgefragt habe, ob man denn nicht umsteigen kann. Ich hoffe die Antwort hilft dir etwas :)

    Und ja, da hast du Recht - es dauert einige Zeit bis das Medikament seine volle Wirkung entfaltet - genau so wie es etwas dauert bis es die Wirkung verliert und vollständig aus dem Körper ausgeschieden ist, da es sich im Gewebe festsetzt (falls ich es richtig verstanden habe!!)

    Allerdings ist es individuell. Ich habe bei Aripripazol beispielsweise Unruhe verspürt. Die ist jetzt weg und das schon 10 Tage nach dem Absetzen... da wird aber das Olanzapin seines dazu beitragen. Am besten ist du wendest dich an deine*n behandelnde*n Arzt/Ärztin. Sie haben viel Erfahrung damit und können dir die Frage eher beantworten :)

  • Fania, ja diesen extremen Müdigkeitseffekt hatte ich, als ich zuerst nur das Melneurin verschrieben bekommen hatte. Fühlte mich wie ne Art Zombie damit, es wirkte stark sedierend.

    Deshalb wurde jetzt Melneurin reduziert und Aripripazol zusätzl. verschrieben.

    Habe - zumindest jetzt nach der ersten Woche der Einnahme - den Eindruck, daß es einen gottseidank nicht so "lahmlegt", verspüre durch das Medi im Moment aber auch keine Unruhe und hoffe, es bleibt so.