Welche Hilfestellungen oder Verhaltensweisen wünschst du dir von deinen Angehörigen?

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  • Meine Tochter hat seit vier Jahren paranoide Schizophrenie.
    Ich frage mich oft, welche Erwartungen und Wünsche sie wohl an mich hat.
    Konkret äußert sie sich darüber nicht. Aktuell ist sie soweit entspannt.
    Also nicht psychotisch oder allzu sehr versponnen in irgendwelche Thematiken mit irgendwelchen Leuten im Umfeld.
    Zurzeit ist es mir möglich fast normale Gespräche mit ihr zu führen, solange wir in inhaltlich unverfänglichen Bereichen bleiben.
    Sie sitzt stundenlang am Tag mit ihrem Kaffee und ihren Zigaretten hinten auf meiner Bank und starrt und redet vor sich hin.
    Es steht an, eine Bleibe für sie zu finden da ich ihr Haus verkaufen musste, monatliches Einkommen zu generieren
    und irgendetwas wie einen Plan für die nächste Zeit zu entwickeln.
    Ich bin dabei alles in die Hand zu nehmen und für sie Entscheidungen zu treffen, die ihr wohl nicht gefallen dürften.
    Die aber NOT-wendig sind um eine bevorstehende Not abzuwenden.


    Ich tue was ich kann....und doch frag ich mich was sie sich von mir wünscht...

  • Hallo Elfriede,
    Zuerst möchte ich dir sagen, dass es ganz toll ist, dass du dir solche Gedanken machst - das zeigt wie wichtig dir das Wohlbefinden deiner Tochter ist.Es ist allerdings sehr schwierig deine Frage zu beantworten, Schizophrenie ist eine sehr komplexe Krankheit und kaum eine gleicht wirklich der anderen.


    Dennoch möchte ich versuchen dir ein wenig von mir mitzuteilen, was für mich wichtig ist.
    Am Wichtigsten ist der Mensch der mich liebt wie ich bin: mein Mann! Nun kannst du deiner Tochter nicht schnell mal so einen Mann an die Seite stellen, aber du kannst ihr so ein geliebter Mensch sein.
    Rituale bzw Gewohnheiten sind für mich sehr wichtig, am Liebsten möchte ich immer die gleichen Abläufe, in der gleichen Reihenfolge, am gleichen Tag der Woche usw. Ich glaube ich muss immer die Kontrolle über alles haben und das geht so am Besten. Das gibt mir ein Stück Sicherheit.
    Dann sind da noch ein paar "peinliche" Dinge...Z.B. höre ich immer Hörspiele, nicht für Erwachsene, sondern für Kinder und Jugendliche - vorzugsweise wo ich die Charaktere bereits seit meiner Kindheit kenne. Ich höre ganz viel mit Kopfhörern, das ist am Besten, und zum Einschlafen muss ich mir immer was anhören - meist monatelang dasselbe. Das gibt mir Sicherheit/Geborgenheit und es hilft etwas bzw anfangs gegen das Stimmenhören. Da ist nicht plötzlich eine Stimme sondern da ist die ganze Zeit was... Das hilft manchmal beim weghören. Wenn viel (Gesprächs-)Lärm ist hilft es mir auch, aus den genannten Gründen.
    Wie soll man mit mir umgehen? Ich weiß nicht so richtig, das switcht oft nach meiner Verfassung hin und her.
    Auf jeden Fall möchte ich ernst genommen werden - egal wie unsinnig meine Ideen, Gedanken und/oder Gefühle sind. Es soll nicht nur wegen der Krankheit auf meinen Charakter geschlossen werden oder auf das was ich tue, lasse, sage, will - ich bin nicht meine Krankheit, sondern sie ist nur ein Teil von mir.
    Hm, mir fällt jetzt nicht wirklich mehr ein, meine Konzentration ist momentan nicht so berauschend und ich sitze an dieser Antwort schon ewig und muss es immer wieder neu lesen... Das ist bei allem was ich schreibe so. Da fällt mir ein, Ich wünsche mir auch, dass man Geduld mit mir hat, viel Geduld.
    Vielleicht hilft dir das ein wenig!?
    Wenn du noch Fragen hast scheue nicht sie zu stellen, das kann nur gut sein für dich und deine Tochter.LG hejemalafa

  • Liebe hejemalafa,


    vielen Dank für deine Antwort um so mehr es dir nicht ganz so leicht fällt und sie dir viel Zeit und Mühe kostet.
    Sie berührt mich sehr und gibt mir Einblicke in das Innere eines "solchen" Menschen.
    Es hilft mir zu verstehen, warum meine Tochter auf spontane Situationen so aggressiv reagiert. Solche lösen offenbar eine Unsicherheit aus.


    Das Wesen, das meine Tochter in ihren psychotischen Phasen ist kann ich noch nicht lieben. Es macht mir das Leben zur Hölle.
    Ist sie aus dem Schub wieder raus und meine "alte" Tochter kommt zu Vorschein wird mir wieder warm ums Herz und ich kann ihr alle ihre "Marotten" lassen.


    Fehlende Konzentration ist wohl auch ein ausgeprägtes Thema habe ich den Eindruck.
    Auf der anderen Seite wird ein Thema sehr lange bearbeitet und fünfundzwanzig Mal gedanklich und verbal im Kreis gedreht.


    Ich habe mir angewöhnt nichts von ihr zu wollen und sie nirgends hinbringen zu müssen.
    Gibt es etwas zu erledigen oder zu entscheiden, tue ich es wenn ich es für notwendig halte.
    Alles andere bleibt einfach liegen.
    Ich habe im Laufe meines Lebens bei anderen Angehörigen beobachten können,
    dass es immer zu großen Konflikten kam wenn diese dachten der Mensch müsse doch dieses oder jenes und versucht haben ihn dahin oder dorthin zu bringen.
    Ich hoffe, das ist hilfreich und meine Tochter hat dadurch die Chance ihren eigenen Weg zu gehen!?


    Herzliche Grüße


    Elfriede

  • Hallo nochmal.
    Ich habe jetzt keine großen Neuigkeiten, möchte dir aber auf deinen neuen Beitrag antworten


    Spontane Situationen sind wirklich die Hölle, ich versuche geradezu zwanghaft alles durch zu spielen, was passieren könnte, und überlege mir die besten Reaktionen meinerseits - das geht bei spontanen Ereignissen nicht. Meine Angst ist riesig und ich verliere die Kontrolle, das kann auch manchmal aggressiv sein...


    Ich denke du liebst beide Seiten an deiner Tochter, vielleicht bist du dir dessen nur (noch) nicht bewusst. Ich glaube das, weil du versuchst sie zu verstehen, auf sie einzugehen und ihr zu helfen - das erfordert Interesse, Liebe, Kraft und Mut. du siehst also nicht nur die "alte" Tochter, wie du schreibst, sondern bist auch für die psychotische da. Das dir die letztere Seite das Leben zur Hölle macht glaube ich dir. Es ist nicht immer leicht mit psychotischen Menschen umzugehen oder gar zu leben.


    Vielleicht wird alles tausendmal im Kreis gedreht, WEIL (und nicht obwohl) die Konzentration fehlt?
    Ich habe oft schnell vergessen worum es ging und zu welchem Ergebnis ich kam bzw wir gekommen sind. Wenn ich pro und contra abwiege, dann fehlt mir der Anfang wenn ich am vermeintlichen Ende bin.
    Und oft kann ich nicht genau zuhören und sage was, was ich später ändere. Nicht weil ich das Thema neu aufwickle, sondern weil ich "anders" zu höre und mitdenke. Oder ich ändere meine Meinung tatsächlich - meist weil die Stimmen mich beeinflussen, aber das weiß ich dann nicht (sofort).


    Kein gesunder/normaler/durchschnittlicher Mensch möchte etwas MÜSSEN. Schon gar nicht irgendwo hin oder irgendetwas tun, das ist bei "uns" genauso bzw noch schlimmer, weil meist bedrohlich.
    Das was liegen bleiben darf, lass liegen und das Nötige erledige, so weit möglich, für sie.


    Ich denke so bist du auf dem richtigen Weg. Viel Glück und Erfolg und Kraft.


    LG hejemalafa

  • Guten Morgen, bin ja Recht neu hier und habe vielleicht auch keine passende Antwort.

    Mich rührt die Frage..

    Meine Antwort:

    Wertschätzung soweit es möglich ist.

    Ich wünsche mir auch das sie gut mit sich selbst Umgehen.

    Und auch loslassen können..

    Ich bin betroffen und auch Angehörige und ich weiß wie schwer das ist.


    Ich finde das du sehr tapfer bist...

    Liebe Grüße Ida

  • Guten Morgen Ida,

    mit sich selbst gut umgehen,- empfinde ich als einen wichtigen Hinweis für mich. Ich habe manchmal tatsächlich ein schlechtes Gewissen weil ich es mir seit ein paar Monaten gut gehen lasse obwohl es meiner Tochter zeitgleich vielleicht gerade ganz schlecht geht.


    Ich stelle es mir als extrem schwierig vor, selbst betroffen zu sein und gleichzeitig eine Mutter mit der gleichen Erkrankung zu haben. Unvorstellbar für mich. wie schaffst du das?


    Liebe Grüße

    Elfriede

  • Hallo liebe Elfriede, ja es ist nicht einfach .


    Mir hat Psychotherapie geholfen und Abstand nehmen.


    Es ist traurig einen nahen Menschen so garnicht zu erreichen.


    Meine Kindheit war nicht gerade einfach und ich musste sehr früh zuviel Verantwortung übernehmen.


    Meine eigene Krankheit hat bei mir auch viel Scham verursacht.


    Ich musste mich weitestgehend zurück ziehen um Überhaupt leben zu können.


    Heute haben wir meine Mutter und ich ab und an WhatsApp Kontakt.

    Und selbst da muss ich extrem aufpassen alles richtig einzuordnen.


    Versuche nicht mehr meine Mutter zu ändern und auch nicht mich in den perfekten Menschen zu verwandeln.


    Hab gekämpft wie blöd als Kind um endlich gesehen und geliebt zu werden.

    Heute weiß ich das meine Mutter,so stark von ihrer Krankheit beeinflusst war, das sie mich einfach nicht wahrnehmen könnte.


    Von einem Menschen im Rollstuhl erwarte ich, ja auch keinen Marathon.

    Leicht ist es nicht für keinen von uns .


    Mir wurde die Mutter Rolle zu geteilt obwohl ich die Tochter bin.

    Ja es ist absolut wichtig gut mit sich selbst umzugehen..und ist nicht immer einfach.


    Wenn man zusammen klappt dankt einen das niemand.

    Das habe ich in der Arbeit erlebt und auch privat.

    Immer alles Tragen und ausgleichen im Dauer Stress.

    Meine Seele ist selbst Krank geworden.


    Es hilft deiner Tochter nicht, wenn's dir schlecht geht.


    Mein Stiefvater war auch Alkoholiker und ich bin ein co Abhängiger Typ.


    Aber ich gebe auch nicht meiner Mutter noch meinen Stiefvater die Schuld.

    Wenn man für sich selbst sorgt ist das gut und gesund.


    Das kann alles mögliche sein..von Wanderung bis zur Sauna Oder auch einfach Mal nichts tun.


    Mein Luxus ist gerade eine Kanne Tee und das ich hier schreibe.


    Servus Ida

  • wieso erwartet man von den Betroffenen "Krankheitseinsicht.."?


    Der Mensch ist frei geboren,niemand kann mich zwingen,etwas anzunehmen,was in unserer Gesellschaft abwertend und stigmatisierend ist.das gilt auch für andere Angehörige und Betroffene.


    "Krankheitseinsicht" ist eine Unterwerfung unter die persönlichkeitsverändernde Psychopharmakatherapie der Psychiatrie,die abzulehnen jedem freien Menschen gegeben ist.

  • Liebe Ida,

    ich danke dir für deine Offenheit. Ich habe großen Respekt vor deinen Erkenntnissen und Leistungen. Es war wohl ein harter Weg der dich sehr stark gemacht hat.

    Liebe Grüße

    Elfriede

  • Lieber Merlinavalon,

    mein Wunsch, dass meine Tochter ihre Krankheit erkennt ist der Situation geschuldet, dass ich sehe, fühle wie Miri leidet wenn sie tagelang ihr Medikament nicht nimmt. Als ihre Mama wünsche ich mir, dass es ihr möglichst oft gut geht,- dass sie ihr Leben meistert, dass sie Freude erlebt, dass sie lachen kann, dass sie ihren wunderbar eigenwilligen Charakter lebt ....und nicht nur in der Ecke sitzt und mit verstörtem Blick hinter jedem Wort und hinter jedem Blick das Schlimmste vermutet und das auch noch für DIE WAHRHEIT hält. Ich liebe diese junge Frau seit ihren ersten Minuten auf dieser Welt und mein Herz blutet wenn sie so abdriftet....

  • @merlinavalon


    Jeder kann tun und lassen was er will, solange er damit nicht anderen schadet. Wir leben ja zum Glück in einer freien, liberalen Gesellschaft hier. Niemand wird gezwungen Medikamente zu nehmen, oder eingesperrt nur weil er seine Erkrankung nicht akzeptiert und behandeln will, egal welche Erkrankung das ist...


    Aber egal ob bei Krebs, Schmerzen, oder eben einer Psychose, Depression oder was auch immer ist es oft besser sich zu behandeln, notfalls mit Medikamenten oder gar einer Operation (z.B. bei Krebs) als einfach auf bessere Zeiten zu hoffen...


    Aber wenn du nicht unter der Erkrankung leidest und ein gutes leben hast musst du natürlich nichts tun... Dann bist du allerdings, meiner Meinung nach, auch nicht von Schizophrenie betroffen, da du ja keine Symptome hast die dich beeinträchtigen

    ...

    Achte auf deine Gedanken!
    Sie sind der Anfang deiner Taten.


    (Chinesisches Sprichwort)

  • Elfriede


    Ja, kann gut nachvollziehen, dass du mit deiner Tochter mit leidest! Ich hatte am Anfang, kurz nach meiner Diagnose, auch Mühe mein leben so umzustellen, dass es auch mit Schizophrenie lebenswert ist und die Medikamente zuerst nur widerwillig und zum teil auch gar nicht genommen... Habe aber die Erfahrung machen müssen, dass es ohne Medikamenten bei mir nicht geht und ich ohne Medikamente sogar weniger ich selbst bin als mit, da ich ohne Medikamente stark wie ein Einsiedler lebe und mich schlecht konzentrieren kann, womit ich vor meiner Erkrankung gar keine Probleme hatte... Und mit Medikamenten kann ich mich auch recht gut konzentrieren und bin geselliger...


    Um die Erkenntnis zu kommen, dass man selbst ein (psychisches) Problem hat braucht es grosse selbstreflexion und manchmal einen kleinen Schubs von aussen... Gerade weil das Thema psychische Probleme noch immer in der Gesellschaft stigmatisiert ist, gerade Schizophrenie.... Darum habe ich ja dieses Forum gegründet und probiere offen mit meiner Erkrankung umzugehen...


    Herzliche Grüsse

    Achte auf deine Gedanken!
    Sie sind der Anfang deiner Taten.


    (Chinesisches Sprichwort)

  • Hallo,

    Ida du hast meine Hochachtung ! Es ist toll, wie "klar" du bist bei dem was du bestimmt erlebt hast und mit dieser Doppelbelastung (Betroffene und Angehörige). Für mich war es sehr sehr schwer mit meinem psychisch kranken Sohn auszukommen und vielleicht ( Nein bestimmt) war ich nicht immer genug für ihn da, aber ich habe mir immer Mühe gegeben und ich kann daher deine Belastung etwas verstehen/ nachvollziehen.

    Elfriede ich finde du machst das gut mit deiner Tochter, aus jeder Zeile lese ich,dass du nur ihr bestes möchtest und dir viel Mühe gibst und ich hätte mich gefreut wenn meine Mutter so gewesen wäre bzw ist.

  • Hallo nochmal

    Ida das hat mich jetzt nicht losgelassen. Natürlich ist es für dich als Tochter schwieriger (gewesen), als für mich als Mutter. Ein Kind benötigt ja die elterliche Liebe,Aufmerksamkeit und Zuspruch usw - ich als Erwachsene sollte auch ohne Kind bestehen können...


    @merlinavalon meine Therapeutin findet für den Behandlungserfolg eine gewisse krankheitseinsicht unabdingbar,sie sagt jedoch auch es ist erst/ nur dann krank(haft) wenn ich darunter leide, ansonsten ist das halt mein Leben,mein Charakter oder es ist einfach so. Aber wenn man leidet,dann muss etwas unternommen werden und dafür muss man einsehen dass man krank ist und wie.


    Felix ich denke man kann auch Symptome haben ohne sich beeinträchtigt/krank zu fühlen, vor meiner Diagnose fühlte ich mich lange Zeit im Recht: alle Menschen und alles ist böse und gegen mich. Ich habe das einfach als Tatsache hingenommen,an der ich nix ändern kann. Die Welt ist halt böse. Erst mit der Zeit kamen dann suizid Gedanken auf, weil ich in so einer Welt nicht leben will und erst dann fing ich an zu leiden - aber Symptome waren schon viel früher da; nur habe weder ich noch sonst jemand Sie als solche wahrgenommen.

    Obwohl ich dir/euch das schreibe glaube ich zu verstehen was du merlinavalon sagen möchtest. Und ich kann heute nachvollziehen,weshalb sich Angehörige eine gewisse krankheitseinsicht wünschen. Ich selbst wünschte ich wäre immer einsichtig, denn tief in mir drin weiß ich noch wie schlecht es mir vor der Behandlung ging,und dass diese mir gut tut - leider fehlt bei mir oft das Verständnis und ohne meinen Mann sein Zutun würde ich wahrscheinlich keine Medikamente mehr nehmen... Ich weiß nicht wieso das so ist und ich wünsche mir sehr,dass es sich noch irgendwann ändert.


    Ida Hast du deiner Mutter die Schuld für deine Erkrankung und nicht so tolle Kindheit gegeben? Ich habe große Angst, dass meine Kinder mir mal vorwerfen werden überhaupt Kinder bekommen zu haben... Mein einer Sohn hat den Kontakt bereits abgebrochen und der andere hatte es zwischendurch und ist jetzt nur sehr sporadisch...


    LG hejemalafa

  • Hallo liebe hejemalafa, ich habe meiner Mutter nie die Schuld gegeben! Meine Mutter hat keine Schuld an ihrer Krankheit und ich auch nicht.


    Es war teilweise nicht mehr möglich in Kontakt zu bleiben..weil meine Mutter sich von mir bedroht fühlte .


    Sie hatte Angst vor mir...sah mich als das ur böse.


    Du lässt dich doch Behandeln und kämpfst für deine Kinder.

    Deine Beiträge rühren mich sehr.. trotz Krankheit bist du eine ganz liebe Mama.


    Meine Mutter konnte das nicht und es ist schade. Ich selbst kann keine Kinder bekommen und habe es für mich akzeptiert.

    Liebe Grüße Ida

  • Hallo Ida,

    Vielen Dank für deine Antwort.

    Ich höre oft von "meinen Stimmen",dass ich keine Kinder hätte bekommen dürfen und Schuld am Kummer dieser Menschen bin, besonders meinem Ältesten, der auch psychisch krank ist.

    Es ist das erste Mal,dass ich mit jemand Kontakt habe,der nicht nur Betroffener ist,sondern Kind einer schizophrenie erkrankten Mutter. Daher interessiert unD berührt mich sehr was du uns schreibst.

    Danke,LG

    Hejemalafa

  • hallo Felix,


    ich wusste gar nicht, dass du Arzt bist und auch Ferndiagnosen stellen kannst, so wie dass ich ja nicht betroffen sei von Psychosen? da ich nicht leiden würde..?


    du weißt wohl,was ich alles, auch an Leid, erlebt habe?


    und: muss man leiden, um Betroffener von gewissen Problemen zu sein? Stell dir vor, es gibt Menschen mit seelischen Ausnahmezuständen, die nicht nur leiden...


    Die Gleichsetzung von Psychosen = Krankheit= Leiden kann dir die Psychiatrie und Pharmaindustrie vermitteln, um Betroffene kontrollieren zu können, aber nicht mir.

  • @merlinavalon


    So habe ich das nicht gemeint sorry fürs Missverständnis...


    Du hast weiter oben geschrieben:

    Zitat

    "Krankheitseinsicht" ist eine Unterwerfung unter die persönlichkeitsverändernde Psychopharmakatherapie der Psychiatrie,die abzulehnen jedem freien Menschen gegeben ist.

    darauf habe ich geschrieben:

    Zitat

    Aber wenn du nicht unter der Erkrankung leidest und ein gutes leben hast musst du natürlich nichts tun... Dann bist du allerdings, meiner Meinung nach, auch nicht von Schizophrenie betroffen, da du ja keine Symptome hast die dich beeinträchtigen

    wichtig dabei das "aber" und dann das "dann"... Ich habe also nur die Vermutung angestellt, dass du keine Medikamente nehmen willst, da du nicht unter der Erkrankung leidest.... Aber wenn du leidest ist es vielleicht doch gut eine Behandlung zu machen... Welche ist selbstverständlich dir überlassen... Ob du eine klassische Behandlung mit Psychotherapie und Medikamenten machst oder Globilis nimmst oder zum Schamanen gehst ist mir egal. Ist ja nicht mein Leben sondern deins!


    In diesem Sinne einen schönen Abend...

    Achte auf deine Gedanken!
    Sie sind der Anfang deiner Taten.


    (Chinesisches Sprichwort)

  • werd mal wach..leiden ist nichts behandlungsbedürftiges,sondern eine menschliche Erahrungsebene.,.vielleicht nimmst du ja noch Pillen gegen deine seelische Not,ich fühle sie lieber

  • Lass mich mein leben führen wie ich es mag und ich lass dir dein leiden... Ich habe ein schönes leben und muss nicht aufwachen, da ich schon wach bin und nicht in einem Alptraum lebe...

    Achte auf deine Gedanken!
    Sie sind der Anfang deiner Taten.


    (Chinesisches Sprichwort)