Auf der Suche nach dem Weg

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    • Auf der Suche nach dem Weg

      Liebster P


      Du warst nie ein grosser Redner, doch im Moment lässt du gar kein Gespräch mehr zu, weshalb ich dir schreibe.


      Gar nicht so leicht, die richtigen Worte zu finden.


      Erinnere dich: Habe ich dir jemals schlecht geraten?


      Habe ich nicht immer deine Entscheidungen mitgetragen, ob ich sie nun super fand oder nicht. Dich unterstützt, was immer du für richtig oder wichtig erachtet hast?


      Wenn etwas schiefgelaufen ist, habe ich dir Vorwürfe gemacht, oder dir geholfen, wieder alles in’s Lot zu bringen?


      Gab's je ein Problem, für das wir keine gute Lösung fanden?


      Wir finden sie auch jetzt. Glaube daran, dass alles wieder in Ordnung kommt.


      Finde wieder das Vertrauen, das du immer hattest.


      Dass du bei uns sicher bist, dass wir einzig den Wunsch haben, dass du glücklich bist; nichts anderes zählt, ist wichtig.


      Wenn du erkältet bist, nimmst du ein Denosolbad, um dir Linderung und einen guten Schlaf zu ermöglichen, oder ich durfte dir mal ein Wärmepflaster an der Schulter auflegen, damit die Schmerzen aufhören.


      P, genau so ein Wärmepflaster brauchst du jetzt für deinen Kopf, damit du etwas zur Ruhe kommen kannst.


      Du kennst mich, mein Lieblingssohn, ich bin die Letzte, die für Medi’s plädiert, jedoch wenn’s übel wird, auch ich ein Aspirin schlucke.


      Ich würde dir ganz bestimmt nicht zuraten, wenn es nicht sehr wichtig für dich wäre!


      Denk zurück an Omi.


      Sie war und ist immer wieder psychotischen Schüben ausgeliefert, da sie sich nicht behandeln lässt.


      Mal bin ich für sie die Rettung, dann wieder der Untergang.


      Du hast einige dieser Ausfälle mitgekriegt, und ich hoffe, du erinnerst dich, wie das ausgeartet ist.


      Auch sie ist überzeugt, nicht krank zu sein.


      Anscheinend vererben sich diese Gene.


      Es ist eine Krankheit die Heilung braucht, und zum Anfang, um den Heilungsprozess einleiten zu können, braucht es Medikamente, damit erst einmal etwas Ruhe einkehren, Geist und Körper sich erholen können.


      Du hast am Austrittsgespräch dein Wort gegeben, wenn es dir nicht besser geht, dass du es mit den Medikamenten probierst.


      Es geht dir bedeutender schlechter. Seit Tagen schläfst du nicht mehr.


      Ich habe mich dafür eingesetzt, dass wir uns auf dein Wort verlassen können, und du bisher nie ein Versprechen gebrochen hast.


      Versuch aus, ob es nicht doch hilft, du dich etwas besser fühlen wirst.


      Denke daran: Keine Entscheidung ist für die Ewigkeit.


      Du hast es nun beinahe ein Jahr auf die eine Art probiert; du musstest du zwangsweise in die Klinik.


      Versuch jetzt eine Alternative.


      Halte dich am Vertrauen in Daddy und mich fest, wir sind da für dich.


      Ich umarme dich ganz doll
    • Danke für dein Feedback, TylerD. Mein Sohn hat das nie gelesen und leider geht's nicht besser, er hatte diesen Oktober die 4. Zwangseinweisung. Gruss. heli
    • Liebe Heli

      Das tut mir wirklich sehr leid zu lesen. Schrecklich das mit anzu sehen und zu merken, das was man auch immer versucht nicht beim Gegenüber ankommt.

      Ich wünsche euch alle viel Kraft und deinem Sohn ganz viel Glück, dass er es vielleicht plötzlich doch noch packt.

      Wunder geschehen jeden Tag, man sollte deshalb nie aufhören daran zu glauben.
    • Hallo Liebe Heli

      Schade, dass es deinem Sohn wieder so schlecht geht....Ich hoffe sehr, dass es bald eine dauerhafte Besserung seines Zustandes gibt. Bei mir schwankt es auch immer sehr. Mal geht es mir ganz gut, mal kann ich gar nichts mehr machen weil mich meine Gedanken so quälen....

      Ich wünsche euch beiden viel Kraft und Zuversicht......ich glaube ganz fest daran, dass man sein eigenes Mensch-sein gestallten kann, und zwar so, dass es lebenswert ist....