" Diagnose Schizophrenie " Was tun, wie geht man damit um, wie kann man helfen ???

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    • Hallo liebe(r) Waldi

      Da ich selber unter Schizophrenie leide (seit ich 22 bin), schreibe ich mal was mir bis jetzt am besten geholfen hat:

      Ich denke das der Rückhalt der Familie sehr wichtig ist und deshalb auch Besuche in der Klinik, gerade wenn es Ihrem Sohn schlecht geht, unentbehrlich sind. Ihr Sohn wird dann vielleicht auf Sie abweisend wirken oder Sie nicht lange sehen wollen, ich denke aber das es trotzdem gut für Ihn ist, dass er weiß, dass er auf Sie zählen kann.

      Sie selbst müssen natürlich auch den Besuch mit Ihrem Gewissen vereinbaren können, es soll ja ein Freundschaftsbesuch und keine Pflicht oder Zwang sein.

      Vielleicht hilft auch ein klärendes Gespräch mit dem Pflegepersonal oder dem Stationsarzt weiter, damit Sie die ganze Situation besser Einschätzen können.

      Generell möchte ich noch anmerken, dass die Diagnose Schizophrenie nicht heißt, dass Sie Ihren geliebten Sohn verlieren, viele die, die Diagnose Schizophrenie erhalten sind die meiste Zeit Ihres Lebens ganz normal und können ein "normales" Leben führen.

      Als Abschluss möchte ich noch Schreiben, dass Sie möglichst "normal" und natürlich mit Ihrem Sohn umgehen sollten, da er sonnst, wenn er Wahnhaft ist, falsche Schlüsse ziehen könnte. Dies kann zwar auch so passieren, davon dürfen Sie sich jedoch nicht abschrecken lassen und sollten trotzdem den Kontakt nicht abbrechen.

      Es würde mich sehr freuen noch mehr über Sie und Ihren Sohn zu erfahren.

      Liebe Grüße von Felix
    • Ihre Frage kann ich sehr gut verstehen, da ich selber vor einiger Zeit in dieser Situation war.....

      Dem, was Felix schreibt, kann ich voll zustimmen. Und ergänzen möchte ich noch das:

      Ihr Sohn ist erwachsen. Und er bleibt es auch in dieser schwierigen Situation. Sie helfen ihm auch damit, dass Sie ihm seine Selbständigkeit weiterhin zuerkennen und ihm nur jene Hilfe gewähren, um die er Sie bittet. Und besprechen Sie das, worum er Sie bittet, immer dann mit seinen Ärzten, wenn es Bitten sind, die seine Therapieprozess betreffen.

      Und machen Sie sich nicht mitverantwortlich für den Erfolg seiner Therapie insofern, dass Sie Ihre Hilfe als entscheidend für den Therapieerfolg betrachten. Sie geraten damit möglicherweise in eine "Ko-Abhängigkeit".

      Klären Sie auch mit seinen Ärzten, welche Unterstützungsmöglichkeiten es in Ihrer Region für Angehörige gibt.
      Schließen Sie sich einer Selbsthilfegruppe aber nur dann an, wenn sie von einer qualifizierten Fachperson moderiert wird. Besprechen Sie das am besten mit den Ärzten Ihres Sohnes.

      Und bleiben Sie - trotz allem - zuversichtlich: Viele von Schizophrenie Betroffene können im Verlauf der Therapie lernen, mit ihrer Schizophrenie so umzugehen, dass sie ein ganz normales Leben führen können.

      8-) Happy
    • happy schrieb:

      Und bleiben Sie - trotz allem - zuversichtlich: Viele von Schizophrenie Betroffene können im Verlauf der Therapie lernen, mit ihrer Schizophrenie so umzugehen, dass sie ein ganz normales Leben führen können.
      Ja, diese Aussage von Happy kann ich nur bestätigen. Mein Freund lebt auch schon einige Jahre mit der Diagnose Schizophrenie.
      Er meistert seinen Lebensalltag genauso, wie jeder andere Mensch auch. Er geht seinen anspruchsvollen Vollzeitjob nach, hat seine Hobbies/ Interessen und gestaltet sein Leben, trotz Erkrankung, mit Bravur.
      Was wirklich schön ist, dass wir beide eine normale und wunderschöne Beziehung führen können. Wo gemeinsame Ziele und Interessen gepflegt werden können und man Rücksicht aufeinander nimmt.
      Mit meinem Beitrag möchte ich auch Mut machen und aufweisen, dass Menschen mit Schizophrenie, in Sachen Partnerschaft und Beziehung ebenso Chancen haben können, wie Alle anderen auch! :)
    • Ruhe bewahren, Fels in der Brandung werden.

      Mein Sohn, heute 27, ist vor 4 Jahren erkrankt, und ich verstehe deine Unsicherheit. Was ich bis heute gelernt habe - und ich lerne jeden Tag dazu, immer noch - ist, dass ich ihm am besten helfe, wenn ich ihm zeige und immer wieder sage, dass ich für ihn da bin - und nur für ihn (nicht auf Seiten von Arzt, Klinik, Betreuern etc.). Mach dich schlau übers Internet. Was mir immer wieder geholfen hat, sind die Seiten der VASK, www.vask.ch (Verein Angehöriger Schizophren-Psychisch-Kranker). Auch erhielt ich dort Unterstützung per Telefon, obwohl ich kein Mitglied war. Da wird dir wirklich mit Herzblut geholfen. Vielleicht hilft dir eine Selbsthilfegruppe? Auch die findest du über die Seiten von VASK oder im Internet allgemein. Viel Kraft. heli