Angehörige

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  • Ich war vor einigen Wochen in einem Forum nur für Angehörige von psychisch Erkrankten. Es hat mich nachhaltig sehr betroffen gemacht zu lesen, wie viel Ohnmacht, Verzweiflung, seelische Qual und auch Wut in Angehörigen durch solche Erkrankungen innerhalb der Familie mobil gemacht werden. Es scheint viel schlimmer zu sein, als wenn jemand an Krebs oder irgendeiner anderen tragisch/chronisch verlaufenden Krankheit erkrankt. Warum empfinden wir es denn als so viel schlimmer?:hmm: Würde ich mich anders fühlen, wenn meine Tochter an einem vielleicht unheilbaren Krebs erkrankt wäre? Was wäre anders?

    Ich war vor vielen Jahren zwei Mal in einer Gruppe von Angehörigen von Alkoholikern. Zwei Mal! Ich hätte es kein drittes Mal ertragen. Warum? Weil ich dort erlebt habe, dass Menschen sich auf ihren Eltern, Geschwistern oder Partnern ausgeruht haben. Sie waren nicht in der Lage für sich zu sorgen und gaben ihrem(n) alkoholabhängigen Familienmitglied(ern) die Schuld dafür. Es war für mich unerträglich.

    Mein Vater,- egal wie viel er gesoffen hat, ist nicht für mein Leben verantwortlich! Gerade durch seine Erkrankung habe ich heute gutes Werkzeug um im Leben klarzukommen.


    So seltsam das klingen mag, ist meine Tochter für mich-so wie sie ist- auch eine Riesenchance. Egal durch welche Höhen und Tiefen ich mit ihr darf und muss. Ich werde daran wachsen und eines Tages erkennen können was ich daraus gelernt habe, egal wie es endet...

  • Hallo Elfriede,

    das ist wirklich traurig,was du für Erfahrungen mit der Selbsthilfegruppe bzw dem Forum gemacht hast,ich denke es würde dir gut tun,wenn du jemand zum Reden hättest.

    Leider ist meine Erfahrung ähnlich,obwohl ich ja auf der " anderen seite" stehe. Ich war ca 2001 in einer Selbsthilfegruppe. Dort wurde immer nur über die Angehörigen und Bekannten gesprochen: sie sind schuld an der Erkrankung. Sie verstehen mich/uns nicht. Sie wollen gar nicht verstehen und helfen usw. Für einige Zeit war die Gruppe gut für mich,aber auf Dauer merkte ich,dass mich das nur noch depressiver,ängstlicher und somit kranker macht. Ich würde es gerne nochmal ausprobieten und gerne nochmal in eine Gruppe gehen,aber wo ich jetzt wohne ist keine erreichbar...

    Dein letzter Absatz ist sehr lieb und deine Tochter kann froh sein dass du so denkst und sie dich hat.

    LG hejemalafa

  • Hallo hejamalafa,

    ja,- Selbsthilfegruppen sind irgendwie nicht mein Ding. Ich war einfach nur interessiert, was Angehörige so schreiben, wie sie ES so erleben. Ehrlich gesagt bin ich über dieses Forum hier sehr froh. Gerade weil du und Felix auf der "anderen" Seite steht, erlebe ich es hier als konstruktiv und bekomme von euch Hinweise, Einsichten und Hilfestellungen die mir wirklich weiterhelfen.

    Dafür bin ich sehr dankbar!

    Ich bin auch froh, dass mein "Darüberreden" sich hier abspielt, da ich die restliche Zeit innerlich freier bin. Hier kann ich alles lassen, was mich gerade bezüglich dieses Themas bewegt und ich muss niemanden in meinem Umfeld damit belasten.


    Ich wünsche dir, dass du eine Gruppe findest die zu dir passt. Als Idee hätte ich natürlich gleich, dass du selbst eine machst. Ich wohne hier auch auf dem tiefsten Land und da es so wenig Angebote gibt, hatte ich oft den Eindruck, dass es niemanden "wie uns" gibt, aber das täuscht.

    Als ich mich bezüglich Elli hilfesuchend nach außen wandte, war ich völlig von den Socken, wie viele Kinder ihrer Art es bei uns im Landkreis gibt. So ähnlich ist das, meiner Meinung nach, auch mit der Anzahl der Menschen mit einer psychischen Einschränkung.

    LG Elfriede

  • Hallo zusammen


    Habe auch eher schlechte Erfahrungen mit Selbsthilfegruppen gemacht, aber war nicht eine für psychische Probleme...


    Teile hier mal den link mit den Anlaufstellen in Deutschland zu Selbsthilfegruppen falls doch Interesse besteht...


    kontaktadressen-zu-selbsthilfe/


    Bin auch froh, dass ich hier im forum schreiben kann... Gibt ja nicht allzuviel Foren für Psychose-erfahrene im deutschen Sprachraum....


    LG

    Achte auf deine Gedanken!
    Sie sind der Anfang deiner Taten.


    (Chinesisches Sprichwort)