29.11.2019

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  • 5:30 Uhr

    Müde bin ich und lustlos, doch der Tag beginnt. Leider! Habe mich schon fertig gemacht und wecke gleich die Kinder, hoffentlich klappt das heute reibungslos, ich bin heute nicht stressresistent. Ach, bin ich ja nie.

    Irgendwie habe ich Lust in die Tagesklinik zu fahren, es hat die letzten Male geholfen, dass es mir besser geht. Andererseits ist mir übel wenn ich daran denke, so viel Anstrengung, so viel Angst, so viel aushalten müssen *kopfSchüttel* ich bin mir nicht sicher wie lange ich das noch schaffe. Heute ist H. nicht da - die einzige Mitpatientin der ich ein wenig vertraue. Aber das Therapieprogramm freitags das geht, kann man aushalten. Werde ICH aushalten! Jetzt Kinder schulfertig machen und los geht's. 

     

    19:30 Uhr

    Jetzt gerade geht es, vorhin war mir nicht wohl. Was heisst schon "nicht wohl"? Also in der  Tagesklinik hätte ich beinahe meine Bedarfsmedikation genommen, ich konnte das kaum aushalten. Nur weil es kurz vor "Feierabend" war habe ich durchgehalten.

    Direkt nach dem Frühstück kam die Ärztin auf mich zu und bat mich zur Untersuchung, puhh, ich wollte eigentlich nicht -  und uneigentlich schon, dann habe ich es wenigstens hinter mir, dachte ich. Die Untersuchung war nicht so schlimm wie ich dachte, ich hatte nur einen Kloß im Hals und einen Knoten im Bauch ;)  habe aber alles gemacht und mit mir machen lassen. Keine Auffälligkeiten. Soll ich mich freuen? Irgendwie wusste ich das schon, allerdings sagen mir meine Stimmen, dass es vielleicht doch was gab, die Ärztin mich aber nicht beunruhigen möchte... 

    Die Ergotherapie fiel aus und an der Tanztherapie nehme ich nicht teil, also Zeit für innere Arbeit über einen Zeitraum von ca 2einhalb Stunden.  Die Zeit mit den anderen Patienten verbringen, heisst das. Wir sitzen in einem Raum und sollen uns unterhalten oder etwas spielen oder malen, rätseln usw  oder im Idealfall: uns mit uns selbst auseinander setzen. Ich habe mich nicht unterhalten, aber ich habe zugehört - jedem! Das muss ich einfach.  Ich muss überall zuhören, weil ich Angst habe sie reden über mich, planen etwas gegen mich oder wollen etwas von mir oder so ähnlich. Gerade die M. Hat mich mit ihren Themen sehr getriggert, ich glaube das hat sie absichtlich gemacht. Sie wollte erst versuchen mein Vertrauen zu gewinnen, damit ich ihr von mir und meiner Familie erzähle, als es nicht klappte mich auszuhorchen wurde sie provokant. Das hat sie gemacht um mich zu testen, wann ich nicht mehr kann, wann ich was sage oder was ich mache. Ich bin sitzen geblieben und habe geschwiegen. Wie so oft!

    Ich habe in mein Büchlein geschrieben was gerade in mir vor geht, das hilft manchmal die Gedanken und Gefühle zu sortieren -  doch dann fragte ich mich, ob die Schwester das liest, wenn ich mein Buch abgebe!? Das geht nicht das möchte ich nicht! Sie würde mich nicht verstehen, für völlig blöde halten und sie hätte eine Grundlage mich vollstationär zu bringen oder mir die Kinder wegzunehmen... Ich werde die Seiten entfernen.

    Ich habe mehrere Seiten geschrieben, allerdings bekomme ich das jetzt nicht mehr zusammen, vielleicht möchte ich das auch nicht *kopfSchüttel* es war sehr quälend, anstrengend und ängstigend.

    Das war es für heute - morgen lasse ich bestimmt wieder ein paar Gedanken hier.

    8 mal gelesen