Mutter und Betreuerin einer Tochter mit paranoid schizophrener Erkrankung

Tagebuch

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    So,- heute war irgendwie nicht mein Tag. Im Büro bin ich nicht so weit gekommen wie ich wollte. Nerv...

    Mit meinem Liebsten habe ich mich heute fast in die Haare bekommen. Ich kann mich nicht erinnern wann das das letzte Mal war.:hmm: bzw. das vorletzte Mal...

    Ich war aber auch zickig aus oben genannten Gründen:oops: :pardon: Na ja...alles wieder gut. :-)

    Ab morgen bin ich wieder zwei Tage in Deutschland und renoviere im Betrieb weiter.:dance:Das liegt mir deutlich mehr!

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    Boh...ich dachte, dass ich mich langsam mit der neuen Software anfreunden könnte. Es geht mir so etwas von auf den Senkel, das ich jeden noch so kleinen Posten einzeln bearbeiten muss. Wie naiv war ich als ich dachte, ich mach das mal eben selbst. :-) Jetzt habe ICH aber nur einen kleinen Betrieb mit nur ca. 70 Buchungen pro Monat! Ich muss nur ein Quartal nacharbeiten. Was das Programm gegenüber meinem alten Rechnungsprogramm alles kann beeindruckt mich allerdings schon. Sobald ich einen Fehler gemacht habe, kann ich den Beleg einfach nicht weiterverarbeiten. Genial!!!:gamer:

    Dann beginnt die Fehlersuche!:rolleyes:


    Ansonsten war es gestern ein ruhiger Tag. Nach meinem kurzen Ausflug nach Drüben habe ich mich besagter Software gequält,- Wäsche von Elli gemacht, mal wieder ein neues Rezept ausprobiert, im Garten nach Arbeit gesucht und mit R. eine flotte große Runde gegangen.

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    Freude...Freude...ich durfte heute beim Wäsche holen Elli sehen! Die "Mädels" hatten es zu meiner Überraschung so arrangiert, dass sie zufällig im Garten waren als ich kam.

    Vielen lieben Dank dafür!!!<3

    Es folgte eine Unterhaltung auf unsere eigentümliche Art zwischen Elli und mir,- in großem Abstand,- so hatten wir ein paar schöne Minuten miteinander.:thumbsup:


    Es ginge im Heim viel besser als alle erwartet hatten,- alles liefe ruhig und entspannt ab,- erzählten mir die anwesenden Betreuerinnen. :thumbup:


    Gott sei dank!!!


    Elli sah gut und war gut drauf. Darüber freue ich mich riesig!!!

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    Endlich.-...gestern kam ein Anruf meiner Tochter! :thumbup:Sie hörte sich fit an und fragte ob ich im Haus sei,-sie wollten mich besuchen kommen. Erleichterung stieg in mir auf. Erstens war Miri nicht alleine und zweitens klang sie fröhlich, liebevoll und fast klar im Denken. Ihr war auch klar, dass sie nicht über die Grenze durften und damit ein Besuch bei uns nicht möglich war. Beim Besuchsverbot im Heim allerdings meinte sie, dass man Elli ab heute schon besuchen könne. Ich habe das dann später überprüft und festgestellt, dass es noch keine Möglichkeit gibt Elli zu sehen.


    Ich bin so dankbar, dass irgendetwas Miri in der Bahn hält. ICH möchte meine Tochter nie wieder so leiden sehen!!! Ihr Leiden geht an die Grenze der Selbstzerstörung und ich glaube nicht, dass irgendjemand das für sich wirklich will! SIE bekommt es ganz einfach gar nicht mit, wenn es mit ihr bergab geht und ihre Gedanken immer verworrener werden.


    Ansonsten habe ich mich gestern durch Berge von Papier gearbeitet und sehe langsam Licht am Ende des Tunnels...:-) Zwischendurch bin ich durchs Haus gewirbelt um den Nebel in meinem Kopf zu lichten und meine Gelenke/Muskeln zu schmieren. Ich wusste noch gar nicht wie viele Muskeln man zum Sitzen braucht.:-))) Mein Liebster hat sich erbarmt und mir einen guten Bürostuhl förmlich aufgedrängt. Danke mein Schatz!!!:*


    Heute mach ich ein Tour nach Deutschland, hole Elli`s Wäsche, schaue nach den Wellensittichen, kaufe ein und entsorge Wertstoffmüll. Gähn...ich möchte langsam einfach wieder arbeiten...

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    4:30Uhr und ich bin hellwach. Ich könnte derzeit doch wirklich länger schlafen. nerv Egal raus aus den Federn, Kaffee und erst mal vor den PC.:-)


    Nach dem ich gestern stundenlang das neue Programm mit Daten gefüttert habe und auch meine ersten Belege eingeben gelernt habe war ich so verspannt, dass ich mich kurzerhand hinter den Rasenmäher geklemmt habe und zwei Stunden hinter ihm hergelaufen bin. Danach war ich wieder fröhlich. Da sehe ich doch was ich getan habe! Das befriedigt mich!:thumbsup:

    Ansonsten war ich mit meinem Mann einkaufen :-) mit Mundschutz und Handschuhen! Das ist seit Mittwoch Pflicht bei uns. Ich hatte das Ding ständig in den Augen! Nach mahnenden Worten meines Liebsten,- doch die Hände aus dem Gesicht zu nehmen,- merkte ich, dass wenn ich mit der Nase wie ein Hase wackle, rutscht der Schutz nach unten,- und das machte ich dann alle drei Minuten. :-)))

    Wenn mir etwas von dieser Krise bleibt.- dann gewiss ein Tick!!!


    Von Miri auch gestern nichts.

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    Donnerstag,- ich habe den vierten Tag nichts von Miri gehört. Sie ist weiter im Kontakt mit ihrem R., mit ihrem Mann und ihrem Sohn. Das ist gut. Hauptsache sie kommt aus ihrer Wohnung raus und versumpft nicht. :thumbup:


    Ich selbst hatte gestern einen sehr traurigen Moment, in dem mich der ganze Schmerz was das Thema Miri angeht völlig übermannt hat. Ich war zum Glück alleine und habe Rotz und Wasser geheult bis ich wieder Frieden/Annahme in mir fühlen konnte. Das hat wirklich gut getan. :-)


    Gut getan hat mir auch der Zuspruch den ich von euch erhalten habe!!! Ich danke euch dafür von ganzem Herzen!!!<3


    Im Moment habe ich das Gefühl, dass die Situation mit Miri stagniert und ich zu wenig tue. Geduld ist halt nicht meine Stärke,- ich weiß.:-) Ich nutze die gewonnene Zeit um Dinge zu erledigen, die schon lange auf ihre Abarbeitung warten. Das lenkt mich ab. Meistens...

    Das Thema Krankheitseinsicht und die aufgrund der krankheitstypischen Auswirkungen auf Gehirn, Wahrnehmung, Sprache, Konzentration und die motorischen Fähigkeiten, für mich dazu gehörige Medikation, lässt mich auch heute gedanklich noch nicht los. Ich vergleiche das innerlich für mich mit meiner Neigung zur Migräne. Es fing mit zwanzig an,- da hatte ich meinen ersten Migräneschub. Ich quälte mich zwei Tage durch übelste Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit und ständiger Übelkeit mit nicht enden wollendem Erbrechen. Ich machte das ca. zwei Jahre mit bis ich entschied, dass ich das nicht mehr will und beschäftigte mich mit allen mir ersichtlichen Seiten dieses Handicaps. Es dauerte ca. zwei weitere Jahre bis ich herausfand, dass wenn ich beim ersten Einsetzen eines bestimmten Schmerzes im Kopf sofort zwei starke Schmerztabletten nehme, ich innerhalb einer halben Stunde fit wurde. Das bedeutete für mich einen riesen Erfolg. Das handhabe ich bis heute so. Ich musste kein einziges Mal mehr unter diesen starken Symptomen meinen Mann/Frau stehen und habe damit für mich viel angenehme Zeit gewonnen. Außerdem haben sich die Schübe,- das ist meine Annahme-, durch eine höhere Frustrationschwelle und ein besseres Durchsetzungsvermögen, um ein vielfaches reduziert. Ansonsten meide ich Medikamente und Ärzte wo ich nur kann.:-)))So,- das waren meine Gedanken zu diesem Thema.:-)


    Ich arbeite mich heute weiter in die neue Software ein, probiere ein neues Rezept aus, buddle im Garten und ordne ein paar Angelegenheiten für Miri.

    Die Sonne lacht...ein guter Tag also...:dance:

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    Von Miri habe ich seit Sonntag nichts mehr gehört. Ich gewöhne mich langsam an diese längeren Kontaktpausen. Das innere Horchen, Sorgen, Fühlen und Suchen nach Anzeichen wie es Miri geht wird leiser und kürzer. Ich hoffe, ich bin trotzdem am Ball. Ich beruhige mich innerlich damit, dass ich mir sage, dass ihr Mann/und oder Sohn sich melden werden wenn es Hilfe für Miri bedarf. :/


    Nachdem ich mir einen Überblick über die Einträge des letzten Monats verschafft habe, muss ich leider feststellen, dass Miri im März weniger oft gute Zeiten hatte als in den letzten beiden Monaten zuvor. Schade! Trotzdem bin ich dankbar, dass auch jetzt eine Psychose ausgeblieben ist. Danke lieber Schwiegersohn, dass du doch weiter den Kontakt mit deiner Frau aufrecht hältst! Das hält sie offenbar auf der Bahn.


    Ich selbst war zwei Tage im Haus und habe angefangen die Kühlzelle zu renovieren, habe den Garten auf dem bestehenden Level gehalten und viel Zeit mit meinem Sohn alleine und seiner Familie verbracht(Ich habe die Zeit mit ihnen sehr genossen:-)), abends den Staub vom Leib gespült , gelesen und ziemlich schlecht geschlafen. Das habe ich selten und gut weggesteckt.

    Montags habe ich Wäsche zu Elli in`s Heim gebracht und den wunderbaren Frauen dort eine große Tasche Kaffee, Kekse und Schokolade als Nervennahrung . Ich habe mir bewusst Zeit genommen und der anwesenden Betreuerin solange zugehört, bis sie sich alles von der Seele geredet hatte. Elli geht es gut und sie freut sich über den eigenen Fernseher, den wir ihr in ihr Zimmer gestellt haben, damit sie sich aus den manchmal lauten, anstrengenden Zeiten mit den anderen Kindern herausziehen kann.


    Heute widme ich mich meinem neu erworbenen, längst anstehenden, Rechnungs- und Buchhaltungsprogramm. Zuvor werde ich mich allerdings an den Küchenschränken innen austoben um meinen Kreislauf nach dem längeren Sitzen hier vor dem PC in Schwung zu bringen.:-))

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    Das Telefon klingelt 4:45Uhr. Ich spring aus dem Bett...ist etwas mit Elli? Schießt mir durch den Kopf...So leise wie möglich die Treppe hinunter...Ja...Es ist Miri. Sie hört sich noch etwas verschlafen an...möchte von mir wissen wann und wie lange ich kommende Woche im Haus sein werde. Sie könne ja keine Kartons aus dem Haus holen wenn ich da sei. :hmm: Warum denn nicht ? frage ich. Das ginge nicht, das sei irgendwie komisch, sagt sie. Ich erkläre ihr, dass sie das jederzeit tun könne bzw. sogar tun sollte, da das Haus laut Kaufvertrag bis 31.03. geräumt sein sollte. Jaja, sagt meine Tochter, das dauere noch. Sie brauche erst eine Erdgeschoßwohnung...seufz Zum wiederholten Mal versuche ich ihre Gedanken zu strukturieren und sie zu einer sinnvollen Reihenfolge der weiteren Vorgehensweise ihrerseits zu bewegen. Also erst Job...dann Wohnung usw.... Meine Tochter wird leicht gereizt und um die Situation zu entspannen bringe ich das Telefonat zu einem guten Ende. Mensch Mädchen nimm dein Medikament,- begreif doch endlich, dass du ohne nach wenigen Tagen nicht mehr klar denken kannst,-denke ich mir.


    Mir selbst geht es bis auf leichten Schnupfen gut. Habe gestern einiges im Büro abgearbeitet, Sachen für "Drüben" gepackt, mit meinem Liebsten im Garten gebuddelt und Haushalt gemacht, uns etwas Leckeres gekocht und mich ab fünf vor die Glotze geworfen und relaxt.

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    Es ist so ungewohnt,- alles ruhig,- wenig zu tun,- allen geht es gut,- da greift mein innerer Hypochonder aber ein. Mein Hals kratzt, meine Nebenhöhlen zu...mein Mann schiebt Panik,- Corona oder nicht Corona,- noch während ich mit ihm erläutere ob und wann sich einer von uns angesteckt haben könnte setzt auch noch trockener nerviger Husten ein.:-))) Das war der gestrige Abend.

    Heute morgen sind fast alle Beschwerden abgeklungen und ich bin fit! Es ist wohl eher eine allergische Reaktion auf so viel Ruhe gewesen.:-))) Die körperliche Auslastung fehlt mir und es gibt nichts außer ein bisschen Hausarbeit, Garten und Büroarbeit zu tun. Seltsam...

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    Gestern Abend erhielt ich noch eine Art Entschuldigung/Beschwichtigung meiner Tochter per Whatsapp. Sie schrieb, dass sie ohnehin mit dem Geld auskommen würde, sich noch Zigaretten gekauft habe und noch Geld über hätte bis zum Montag. :rolleyes: Muss ich das verstehen? Wo kommt plötzlich das Geld her? Wozu dann diesen Terz am Morgen? Egal...es geht ihr derzeit wieder ziemlich gut. Das freut mich sehr. :)

    Ansonsten sitze ich den zweiten Tag im Büro,- ganz diszipliniert,- naja fast :-))), arbeite mich durch das Papier. Heute Nachmittag habe ich mir Bewegung im Garten verordnet. Die Sonne scheint, der Wind peitscht,- "ideale" Bedingungen für Gartenarbeit,- ich werde schon etwas finden...lach...

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