19.11.2020 Gespräch mit Rechtspfleger/Ehevertrag

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In einem knapp einstündigen Gespräch mit dem vom Vormundschaftsgericht beauftragten Rechtsanwalt wurde mir ganz schön mulmig. Er stellte mir zu den einzelnen Punkten im Ehevertrag von Miri und ihrem Mann Fragen, die ich wahrheitsgemäß beantwortete. Er wies mich auf eventuelle Schwierigkeiten in eventuell eintretenden Situationen hin. Sollte meine Tochter eines Tages doch in die Grundsicherung rutschen, könnte das Bezirksamt Teilvereinbarungen anfechten und prüfen, ob der Mann meiner Tochter nicht doch unterhaltspflichtig ist. Nach einigen klärenden Worten zur aktuellen finanziellen Lage meines Schwiegersohnes waren wir uns einig, dass das erfolglos bleiben und für uns nur eine Geduldsprobe hinsichtlich des Bearbeitungszeitraumes einer Bewilligung der Grundsicherung bedeuten würde. Ansonsten zeigte er sich hörbar beeindruckt von unseren Bemühungen fair miteinander umzugehen und äußerte die Meinung, dass wenn sich alle so verhalten würden, seine Arbeit viel einfacher wäre. Mir tat er fast leid. Es scheint ein hartes Geschäft zu sein.

Miri`s Konzept sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren fand er gut und er drücke uns die Daumen für ein gutes Gelingen....(und ich erst nach unserem Gespräch)

Es stehe seiner Zustimmung des Vertrages nichts im Wege, da er in sich schlüssig und aufgrund der jetzigen Lage stimmig wäre. Er wird ihn bei Gericht befürworten.

Bei mir allerdings wuchs ein Gefühl der Unsicherheit, alles richtig gemacht zu haben. Daher bat ich ihn spontan ein paar Tage zu warten um bei mir auftauchende Fragen diesbezüglich noch mit ihm klären zu können, bevor seine Stellungnahme beim Gericht eingeht. Nach dem ich das Ganze gestern noch ein Mal gedanklich durchgekaut, abgewogen und für gut, aber egal wie man es dreht und wendet natürlich auch risikobehaftet befunden habe, gab ich ihm heute mein Okey.