24.10.20

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Guten Morgen,

H und M sind los zum Angelwettkampf, die anderen schlafen noch. Vielleicht lege ich mich auch nochmal hin und lese im Bett mein Buch weiter und lasse sie heute länger schlafen ? Weiß ich noch nicht.

Darf ich stolz auf mich sein für etwas völlig normales? Habe mich nämlich gestern nicht am Alkohol vergriffen. Das ist gut.

Es geht mir etwas besser als gestern, aber da sind immernoch diese Stimmen, besonders die,die mir zuflüstert, dass ich zu nichts nutze bin und nicht mal meine Mutterpflichten erfüllen kann. Wieso habe ich so viele Kinder in die Welt gesetzt wenn ich nicht für sie sorgen und sie zu ordentlichen Menschen erziehen kann?das war ein Fehler. Aber ich liebe alle meine Kinder und jeder ist für sich wirklich ein toller Mensch, auch wenn manche hier und da ein Problem haben. Mein Ältester macht eine Ausbildung, also er verdient Geld, er ist ziemlich selbständig und er ist sehr intelligent. Wir hatten extreme Probleme mit ihm,dennoch scheint aus ihm ein anständiger Mann geworden zu sein. Das wird bei den anderen auch so werden! Aber mein Anteil daran ist gering,ich habe nur die Verantwortung für ihre Fehler und "Probleme" zu tragen,weil ich daran schuld bin. Durch meine Krankheit bin ich oft unaufmerksam, vielleicht sogar ungerecht ihnen gegenüber. Sie verstehen mich und mein Sein nicht, das merke ich oft und zumindest zwei leiden darunter, dass ich (fast) immer traurig aussehe (und bin) und oft weine. Sie helfen mir mit vielen Dingen und sie akzeptieren, dass ich nicht viel "arbeiten" kann - so im Haushalt und so - aber es ist nicht fair gegenüber ihnen und sie begreifen nicht was diese Krankheit bedeutet. Ich bin wirklich keine gute Mutter, keine wie Kinder sie sich wünschen -.- und als Ehefrau tauge ich auch nichts und als Hausfrau erst recht nicht. Ich bin zu nichts zu gebrauchen...

Oh, diese Stimmen, die machen mich wahnsinnig - sie sind eigentlich immer da,aber seit knapp 3 Tagen wieder richtig laut und drängend. Sie wollen mich überzeugen, aber das will ich nicht zulassen. Ich kämpfe dagegen an,obwohl es mir so in der Vergangenheit einfiel,dass es besser ist sie einfach zu akzeptieren,als Teil von mir. Dann sind sie nicht mehr so störend, weil sie halt normal sind und dazu gehören und es ist gut sich nicht mehr zu fragen,wieso sie da sind und wann ich sie los bin. Aber jetzt kämpfe ich wieder dagegen an... sie sind einfach gefährlich, so wie sie jetzt sind dürfen die Stimmen nicht zu meinen eigenen Gedanken werden. Das wäre nicht gut.

Ich glaube ich sollte versuchen ein wenig zu lesen oder Häkeln oder Mittag vorbereiten oderso - mich irgendwie zu beschäftigen und damit abzulenken.

Schönen Sonnabend euch.

LG hejemalafa

Kommentare 2

  • Hallo Hejemalafa 🤗


    Ja, ich versuche auch oft, solche Stimmen nicht zu meinen Gedanken werden zu lassen, nur sind die das nicht längst? Die stimmen kommen ja aus dem eigenen Kopf und sind so schon Teil deiner Gedankenwelt.... vielleicht würde es was bringen, dich Stoff das positive zu konzentrieren und dies möglichst oft in Gedanken nochmals revue passieren zu lassen!


    Ich mache es oft so, dass ich mir selbst sage, was für ein Glück ich habe in der heutigen Zeit zu leben, wo ich eine Rente bekomme, und das ich eine Familie habe die zu mir steht und das ich eine liebe Frau habe, sowie auch ganz banale Sachen wie ein schöner Spaziergang oder ein gutes Buch zu lesen...


    Du hast bestimmt auch einige schöne Momente in deinem Leben gehabt und immer noch immer wieder schöne Momente an die du dich zurückerrinnern und so nochmal erleben und die Synapsen neu und besser zu verknüpften... so kann man schrittweise sein Gehirn lernen, was es denken soll... du kannst also Einfluß auf deine stimmen nehmen in dem du deine Gedanken schritt für schritt in die richtigen Bahnen lenken...

    Danke 1
    • Hallo Felix,

      Vielen Dank für die Zeit, die du dir genommen hast, um mir zu antworten ☺

      Ja, die Stimmen sind eigentlich schon Ich, also meine Gedanken. Mit meiner Therapeutin habe ich mal erarbeitet, dass es meine Gedanken,Gefühle und Erlebnisse aus der frühen Kindheit sind. Nur in der Regel hört es sich an als würden andere sprechen, wenn ich sage es geht in meine Gedanken über,dann meine ich damit,dass ich davon überzeugt werde, dass es stimmt und nur noch so denke - vorher sind da irgendwie zwei Seiten,die positive Seite ( das ist wie mein Verstand der es besser weiß) und die negative Seite (die meist nur schlechtes fühlt und glaubt).

      So lange mein Verstand noch "aktiviert" ist mache ich es genauso wie du und halte mir vor was alles positiv ist in meinem Leben und was ich alles kann. Natürlich hatte ich auch schöne Momente an die ich gerne denke. Leider habe ich da - beim Schöndenken - phasenweise Aussetzer...

      Vielen Dank für deine Anregung,ich werde versuchen wieder mehr das Gute zu sehen.

      LG hejemalafa

      Danke 1