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[Teil 3]
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[Teil 5]
[Teil 6]
[Teil 7]
Weil im siebten Teil nun also ein Laserpointer auf der Brust von Bart, welcher im Gebüsch liegt und Felix beobachtet, auftaucht, und ich eine schizophrenesk anmutende Überschrift nur wußte, ein Wortspiel aus "Siebenter Teil" und "Sie bitte freilich durchsieben", war Ihnen vielleicht eine Art PH-Test für die Befindlichkeiten,
dann ist es aber auch vorbei und geht eben mit dem achten Teil meines Romans weiter, bei dem zu meiner Kenntnis niemand zu schaden gekommen ist:
Also ein weiterer Teil von "Liebe und andere Elektrokanonen oder 'Das Märchen vom Weltpolizisten', der Roman zu 'Ich mag mich irren'" ...
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„Rolf! Chris! Verdammt, Bart wird von einem Scharfschützen anvisiert!“
„Schalte uns mal durch auf sein Funkgerät.“
Mathilda verband das Büro mit Bart.
„Bart, was ist los?“
„Ich sitz' hier und rauche eine, da taucht ein leuchtender roter Punkt auf meiner Brust auf. Ich meine, wenn mich hier jemand umlegen wollte, wäre ich sowieso geliefert. Also habe ich mal den Rauch gegen den Lichtstrahl gepustet. Er kommt von der gegenüberliegenden Seite des Tals, in das Felix gerade geht. Ich hab mich aber jetzt trotzdem erst mal verschanzt.“
„Gut gemacht, Bart. Dann seid ihr wohl nicht mehr allein. Wir werden mal sehen, was wir rausfinden können.“
Chris empfahl Chef dann, die Drohnenleitstelle zu bitten, die Gegend abzusuchen.
„Spiel nicht den Helden. Wir kümmern uns drum.“
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Ich weiß ja nicht, worüber Antonia so nachdachte, aber ich war erstens happy, zweitens psychotisch. Ich stellte mir wieder vor, dass sie damals in dem Team war, das die ganze Sache begleitet hatte. Und, egal ob sie im Team war oder nicht, dass sich das Team mit mir freute, dass ich offensichtlich nach all den Jahren, eigentlich das erste mal als Erwachsener, eine Freundin hatte. Ey, ob ihre Wohnung überwacht wurde, war mir doch im Endeffekt nicht so wichtig. Überwacht wurde ich immer. Also immer wenn etwas in meinem Leben von Bedeutung war, war ich mir sicher, dass das irgendwo registriert wurde.
So ist das, wenn das so ist. Dass es Außerirdische gibt. Nur, dass die andauernd Zeit für mich hatten. War ich so wichtig, oder war denen so langweilig. Dazu gab's eigentlich keinen Anlass, finde ich. Weil es so vielen Menschen – im Gegensatz zu mir – schlecht geht. Die konnten alle jemanden brauchen, der an sie glaubt.
Denn die Außerirdischen glauben an die Menschen.
„Antonia, ich glaube Gott glaubt an die Menschen.“
„Hmm?“ sie hatte uns zwei Toast gemacht und stand gerade am Kühlschrank.
„Die Außerirdischen glauben an die Menschen .. vielleicht mehr als andersherum.“
„Wenn ich das wäre, was du Außerirdische nennst, wäre ich ziemlich beleidigt, so genannt zu werden. Klingt wie Ausländer.“
„Ach, genau da bin ich auch mal drauf abgefahren. Aber inzwischen finde ich, das Wort 'Ausländer' ist nichts schlimmes.“
„Ausländer genannt zu werden ist nichts schlimmes?“
„An und für sich ist das Wort Ausländer nichts schlimmes.“ ergänzte ich, mit dem Gefühl, mich zurecht nicht mehr durchsetzen zu können.
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Es passierte dann noch ganz viel. Zum Beispiel geriet Chef außer sich, weil die Luftüberwachung behauptete, da sei niemand, der auf Bart gezielt haben könnte. Aber vor allen Dingen schlurfte Betty plötzlich ins Büro:
„Ich unterhalte mich mit Felix.“
„Betty!“ sagte Chris freudig.
Sporty schob ihr einen Stuhl unter den Hintern.
„Was war denn los? Und was meinst du mit: 'du unterhältst dich mit Felix'?“
„Er ist in meinem Kopf. Lass mal sehen ..“
Betty bat, die Wärmebilder sehen zu dürfen.
„Wir haben abgemacht, dass er gleich zweimal beide Arme hochhebt.“
„Wie jetzt?“ wollte Rolf wissen, kam aber dann selbst drauf: „Willst du damit sagen, du bist auch in seinem Kopf?“
„Mhmm! Ist ein prima Kerl. Sag mal, kommen wir da nicht irgendwie näher dran?“
„An Felix? Naja, Bart sitzt in seiner Nähe im Gebüsch. Aber der ist gerade mit was anderem beschäftigt.“
Rolf überlegte nochmal.
„Obwohl, wir können ihn mal fragen.“ Rolf funkte Mathilda an. „Könnt ihr mich nochmal mit Bart verbinden, bitte?“
Einen Moment später war Bart zur Stelle.
„Chef, was gibt's?“
„Bart, sag mal, was macht der rote Punkt?“
„Malt Herzen in die Luft.“
„Malt was? Ah, ok. Dann bist du wieder an Felix dran?“
„Er sitzt auf einem Baumstumpf.“
„Ok, kannst du uns Bescheid geben, falls er auffällig beide Arme hochhebt?“
„Beide Arme? Hat er gerade gemacht, wieso?“
„Betty will das telepathisch mit ihm verabredet haben.“
„Au weia. Und ich dachte, er denkt er sei ein Vogel.“
„Hehe, ein Vogel ist er auf jeden Fall. Ok, halt uns auf dem Laufenden.“
Rolf beendete die Verbindung, und guckte Betty mit einer Mischung aus Verlegenheit und Stolz an.
„Du hast dich nicht zufällig mit Bart abgesprochen?“
„Warum sollte ich das tun.“
„Ja ja, war nur 'ne Frage.“
„Rolf, das ist eine höhere Macht, die die beiden miteinander verbindet.“ Chris kniff den einen Mundwinkel zusammen. „Gott oder Außerirdische.“
„Prima.“ sagte Chef offenkundig sarkastisch. „Dann kann die Staatsmacht den Laden ja jetzt zu machen.“
„Och, ich glaub die arbeiten ehrlich gesagt auf unserer Seite“ erwiderte Chris.
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Wir rauchten viel zu früh unsere ersten Zigaretten. Während Antonia unter der Dusche stand blätterte ich ein bisschen in einer thailändischen Punk-Rock Zeitschrift, die sie mir zu lesen gab. Dann durfte ich unter die Dusche und wurde das erste mal seit Wochen richtig wach.
Antonia musste dann zur Universität. Und ich hätte am Nachmittag wieder einen Termin beim Psychiater. Beschwingt gingen wir aus dem Haus und knutschten uns, bevor sie den südlichen Weg um die Alster nahm und ich den nördlichen.
Ich sah ihr noch ein wenig hinterher, und begab mich dann selbst in den Morgenverkehr.
Die Menschen lächelten an diesem sonnigen Tag und, zumindest in meiner Erinnerung, zwitscherten die Vögel. Ich hörte keine Stimmen, hatte aber das Gefühl, die unsichtbaren sieben Zwerge laufen um mich herum und freuen sich mit mir.
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„Gut, Betty. Oder sollte ich dich Felix nennen?“
„Rolf, nenn' sie bloß nicht Felix. Wir sind hier nicht beim Ouija. Wie sagt man das bloß auf deutsch?“
„Gläserrücken.“ sprang Sporty Chris bei.
„Ok, dann etwas amtlicher. Betty, was weißt du über die ZP? Was denkt er? Was hat er vor?“
„Felix weiß eigentlich sehr gut Bescheid. Es ist erstaunlich. Ich meine, woher soll ich eigentlich wissen, was er weiß und was ich weiß. Aber ich bin mir da ziemlich sicher, dass ich das unterscheiden kann. Also er weiß genau, dass die CIA mit der Strahlenkanone an ihm dran ist. Er unterhält sich mit einer Edith, die bei denen arbeitet. Ich hab' sie auch kurz kennengelernt. Ganz nett. Und irgendwie .. mächtig.“
„Ja, Edith.“ Chris hatte sich bis zur Wand entfernt, an die er lehnte, und guckte gerade aus einem konzentrierten Zuhören auf. „Sie ist Dauergast im inneren Kreis. Sie auf unserer Seite zu wissen, zumindest im Moment, ist sehr gut. Sie gegen einen zu haben, kann hingegen ganz schön dramatisch werden.“
„Irgendwas ist da bei Felix.“ sagte Betty, nicht ohne sich wieder die Fingerspitzen an die Schläfen zu halten.
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Professor Heise, die heute vielleicht 22 Studenten einschließlich Antonia, und ich, saßen uns sehr bewusst und vielleicht etwas lauernd gegenüber. Die hatten das ja alle mitbekommen beim letzten Mal. Plötzlich war dann aber eine gut aufgelegte Stimmung im Raum. Wir wollten alle wieder eintauchen in die Welt der Psychose, hatte ich das Gefühl. Bis auf den einen. Der neulich sagte, ich könne ja auch in einer Behindertenwerkstatt arbeiten, statt im Supermarkt nicht zu bezahlen. Aber er ließ es nicht raushängen.
„Ja, Hallo alle miteinander.“ begrüßte Heise das Publikum der Märchenstunde. „Wir sind inzwischen Experten von Herrn Longolius Psyche. Und sind letztes mal stehengeblieben, oder mussten Schluss machen, bei einer neugierig machenden Erzählung über, ja, was war das eigentlich, Herr Longolius? Eine ..“
„Wir sind bei einer Erscheinung stehengeblieben.“ sagte ich übertrieben nüchtern.
„Eine Erscheinung. Sie befinden sich im Wald und dann sehen sie etwas auf dem Boden.“
„Richtig, ich stehe, zugegeben total abgekämpft, im Wald.
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„Er guckt auf den Boden.“
Sie hatten Bart gefragt, was die ZP gerade mache.
„Oh Mann. Das glaubt ihr mir nie.“
„Was ist, Betty?“
„Da stehen, warte .. 1, 2, 3, 4, .., 9, 10, 11.. da stehen ein gutes Dutzend Leute bei Felix rum. Oder sogar mehr. Ja. Da sind noch mehr.“
„Wie kommst du darauf?“ fragte Rolf, machte sich dann aber klar, dass sie die Frage nicht wird beantworten können.
„Chris, wie kommt sie darauf?“
„Es geht offenbar los.“
„Was geht los?“
„Eine .. Vorführung. .. Von ..“
„Von?“
„Ach, verdammt. Von Gott oder den Außerirdischen. Ich hab so was schon mal gesehen.“
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„Naja, und dann dreh ich mich um, und seh' sie vor mir.“
„Was sehen Sie vor sich?“
„Außerirdische. In drei Reihen. Große, kleine, helle, dunkle, hübsche, eigentlich alle sehr schön. Nur manche sahen nicht aus wie Menschen. Aber die meisten schon sehr menschlich. Acht, vielleicht Zehn in jeder Reihe. Und neben mir standen noch zwei. Die konnte ich aber nicht erkennen. Also, wenn ich die neben mir angeguckt habe, habe ich auch nicht mehr gesehen. Aber die ganzen anderen habe ich mit den Augen gesehen. Ja, so war das.“
„Haben die etwas gesagt?“ wollte Antonia jetzt wissen.
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„Die zwei die neben ihm stehen. Die .. ich glaube die untersuchen ihn. Die haben so was in der Hand, wie .. Metalldetektoren.“
Rolf guckte Chris fragend an.
„Betty, sagen die etwas zu Felix?“ versuchte Chris herauszufinden.
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„Ja, wir haben uns die ganze Zeit unterhalten. Aber .. was haben die gesagt?
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„Die unterhalten sich irgendwie. Aber ich versteh's nicht. Und dann sind da die zwei die ihn untersuchen. Ich glaube, die meinen das nicht ernst. Fragt mal Bart nochmal, ob er was sieht.“
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„Vielleicht haben wir uns auch nicht die ganze Zeit unterhalten. Aber die haben sich mit Leuten hinter mir unterhalten. Da waren irgendwie Leute hinter mir. Denen haben die etwas über mich erzählt.“
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„Nein, da ist nichts. Das würde ich schon sehen. Aber er hat sich in meine Richtung gedreht.“
„Dann sind die mit dem Laserpointer jetzt hinter ihm?“
„Wahrscheinlich.“
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„Ich habe echt nicht viel behalten, außer der Tatsache, dass die da waren. Und dass sie irgendwelchen Leuten hinter mir mitgeteilt haben, dass ich ein dufte Typ bin. Und, dass sich die Außerirdischen fragen, was ich eigentlich für eine Lebensform bin. Also insgesamt ein ziemlich erhebendes, lustiges, herzzerreißendes Schauspiel. Da war .. noch was. Aber ich erinnere es nicht. Nach 15 oder 20, vielleicht auch 30 Minuten, war der Spuk dann vorbei. Ich ging dann weiter durch den Wald. Da glitzerte noch alles. Als wenn noch ganz viele Leute von anderen Planeten anwesend sind. Sehr triumphal, sehr viele Tränen.“
„Sie haben also nicht die fehlenden 247 Gebote erhalten oder so etwas?“ fragte Heise.
„Naja, es ging schon darum, wie man die Welt verbessern kann. Aber das war ein ziemlicher Ego-Trip. Als wolle man mich ein bisschen aufmuntern. Jetzt weiß ich wieder! Sie haben noch sehr eindringlich gesagt, ich würde das schon machen.“
„Sie würden das schon machen?“
„Ja.“
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„Ich sag's doch. 'Sie machen das schon' haben sie ihm gesagt.“
„Aber .. was?“
„Na, prff, ehrlich gesagt, vielleicht, die .. Welt verbessern?“ sagte Betty zögerlich. „Ich hab nicht viel verstanden. Aber das war ganz klar zu hören. 'Sie machen das schon.'“
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„Wenn ich auf die Kinder aufpassen soll, dann brauche ich diesen Akku! - Ja, ich hab doch gesagt, dass ich arbeiten muss und ich kann ja schlecht auf dem Spielplatz sitzen und mein Notebook ohne Akku benutzen. Also schick' bitte einen Kurier. - Ja, zum Gericht. - Danke.“
Er legte das Telefon in die Ablage bei der Gangschaltung, aber da war es schon zu spät. Die Sirene heulte einmal kurz auf, und im Rückspiegel sah er ein Polizeiauto und den eindeutigen Hinweis, dass er rechts ran fahren sollte.
„Führerschein 'nd Fahrzeugpapiere bitte.“
„Warum denn?“
„Sie haben während der Fahrt telefoniert. Das ist eine Ordnungswidrigkeit.“
„Ja, ich bin gerade auf dem Weg zum Gericht. Sagen Sie mal, haben Sie gar nicht mein Nummernschild überprüft, bevor Sie mich angehalten haben?“
„Warum denn?“
„Na, mein Name ist Frank Richter. Ich bin Richter beim Bundesgerichtshof.“
„Und?“
„Ja, schon gut. Was kostet denn das?“
„40 Euro und einen Punkt.“
„Na, das geht ja noch.“
Frank war 48 Jahre alt und wohnte jetzt seit acht Monaten in der Gerichtsstadt Karlsruhe, wo er tatsächlich Bundesrichter geworden ist, wenn auch beim XII. Senat. Das störte ihn aber gar nicht. Eine Koryphäe im Familienrecht zu sein war etwas, auf das er stolz war.
Sein kleiner Sohn hatte versucht, mit dem Akku seines Dienst-Notebooks sein komisches Legospielzeug anzutreiben, oder so ähnlich. Jedenfalls brauchte er einen neuen. Und weil die BGH-IT mindestens vier Tage gebraucht hätte, einen neuen zu besorgen, hat er sich einen privat bestellt. Der wurde heute morgen ziemlich genau in dem Moment geliefert, als er gerade losgefahren war. Und weil er nachher die Tochter vom Kindergarten abholen sollte – Ach, 40 Euro und ein Punkt.
Doch er war ziemlich sicher, dass die Polizisten wussten wen sie da gerade anhielten. Aber, über so etwas darf man sich nicht aufregen, in seiner Position. Wäre er dunkelhäutig, könnte man überlegen ob das diskriminierend gewesen ist. Aber es gab keinen schwarzen Bundesrichter. Worüber machte er sich schon wieder Gedanken.
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„Ja, so war das. Ich wollte dann zu Hause weiter an meinem internationalen Notrufsystem gebastelt.“
„Wie sind Sie denn überhaupt nach Hause gekommen?“ wollte Heise wissen.
„Mit dem Bus.“
„Aber Sie hatten kein Geld.“
„Ach, manchmal lassen sie einen so mitfahren, manchmal nicht. Der Busfahrer ließ mich wohl mitfahren, wenn ich mich richtig erinnere. Außerdem war es offenbar so kalt an dem Morgen, dass Glatteisgefahr herrschte. Der Fahrer hatte wohl auch einfach Mitleid.“
„Und was ist das genau mit diesem Notrufsystem?“
„Oh, das war eine von diesen Ideen, die vielleicht nur ich selbst richtig verstehen konnte. Ich wollte eine Webseite bauen, auf der sich Journalisten, Hilfsorganisationen und Sicherheitsbehörden vernetzen können. Dann bin ich über diese Telefonsoftware gestolpert und habe mich darin verheddert. Ach, das war sowieso nicht zu schaffen für mich allein, gerade mit meinen bescheidenen Programmierkünsten. Aber, vor allen Dingen, bin ich viel zu sehr zum Einzelkämpfer geworden. Bei der Deutschen Bank habe ich einen Kredit beantragt. Habe denen das Konzept vorgestellt. Aber man kann der Bank da wirklich keinen Vorwurf machen. Eine Seite war mein Konzept lang. Ach, wissen Sie .. ich würde gern Schluss machen für heute.“ Heise reagierte nicht gleich, deshalb begründete ich meine Bitte. „Jetzt habe ich diese Erscheinung geschildert. Und dann meine unverwirklichbare Idee. Das passt doch nicht zusammen.“
„Was für einem unvorstellbarem Druck setzen Sie sich auch immer aus. Nur weil Sie diese Webseite haben, müssen Sie doch nicht im Alleingang die Welt verändern.“
„'Sie machen das schon', haben die mir gesagt!“
„Abgesehen davon, das das unter Umständen auch eine Halluzination gewesen sein mag, heißt das doch nicht, dass Sie den großen Wurf landen müssen.“
„Wie Sie meinen.“ Ich nahm schon einmal vorsorglich meine Sachen, da ich mir sicher war, dass ich gleich gehen würde. Dann war mir aber eines noch sehr wichtig:
„Aber die Sachen, die ich da gesehen habe, waren echt. Ganz vielleicht waren die Außerirdischen eine 3D-Projektion von einem Geheimdienst. Aber ausgedacht habe ich mir das nicht.“
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Felix nahm den Bus nach Hause. Ingmar stieg zur Sicherheit mit ein, durfte aber auf Anweisung von Chris und Rolf nicht eingreifen, als Felix fast nicht mitfahren durfte. Weil er natürlich immer noch kein Geld hatte. Da waren sie absolut streng.
Ingmar hätte ihm die Fahrkarte kaufen können, wenn der Busfahrer härter eingestellt gewesen wäre. Er hätte es tun können, aber nicht gedurft. Aber das war ja dann egal.
Es war jetzt Viertel nach sechs Uhr morgens. Alle waren hundemüde, außer Betty, die immer mehr mit Felix zu verschmelzen schien. Zumindest fieberte sie sehr mit, als Felix den warmen Bus kommen sah. Und war dann genau so glücklich wie er, als er sich einen Platz gesucht hatte, und aus dem Fenster guckend, die Ereignisse der Nacht Revue passieren ließ.
Rolf und Chris mussten gerade bei den zur Frühschicht angetretenen anderen Leuten, die etwas zu sagen hatten, die Taten der Nacht verteidigen.
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Ich konnte dann gehen, musste aber noch unten vor dem Gebäude, auf der kleinen Wiese, auf Antonia warten. Denn der Kurs war nicht zu Ende, nur weil ich gegangen war.
[Fortsetzung folgt. Wer nicht warten kann auf felix.longolius.net/buch zum E-Mail Abruf]