15.09.20 -was für eine Nacht ?

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Hallo.

Habe mal wieder eine Horror-Nacht hinter mir und gerade festgestellt, dass ich anscheinend gestern Abend keine Tabletten genommen habe :S

Das ist einerseits sehr beruhigend, da ich den Grund für diese schlechte Nacht gefunden habe.

Auf der anderen Seite ruft das in mir wieder hervor wie stark doch die Tabletten auf mein Denken, Fühlen und Handeln wirken (müssen), wenn eine vergessene Einnahme solche Auswirkungen hat. Ich bin wirklich irgendwie gar nicht ich selbst und ich weiß manchmal ( JETZT) nicht,ob ich das will. Ich habe Angst, dass diese Medikamente verhindern sollen, dass ich klar denken kann. Ich soll wohl nicht merken was hier abläuft und kann mich wegen der Tabletten und der Spritze inzwischen auch gar nicht mehr genau daran erinnern was das eigentlich ist. Es geht mir besser mit Medikamenten, aber vielleicht nur weil ich von ihnen eingelullt werde und ruhig gestellt?! >w< autsch, an der Stelle mal nicht Weiterdenken! Natürlich bin ich krank und die Arzneien helfen. SO werde ich mal jetzt Weiterdenken... Bin allerdings im Kopf schon wieder bei "aber" und "oder". Kann das sein,dass einmal Tabletten nicht nehmen sich so auswirkt? Wie stark verändert mich dann die regelmäßige Einnahme? Ich weiß, dass ich seit den ersten Spritzen und Tabletten meine Kreativität eingebüßt habe und ich bin gefühlloser geworden, ich bin total verschlafen, immer hungrig und immer müde und ich glaube ich bin auch antriebsarmer als vorher. Das sind doch alles schlechte Veränderungen. Die Frage ist: hat mich die Krankheit verändert oder die Medizin dagegen! Jetzt gerade bin ich mir überhaupt nicht sicher.

Habt ihr manchmal auch solche Zweifel?

LG hejemalafa

Kommentare 4

  • Hallo Hejemalafa,

    ja, ich war damals wieder psychotisch geworden, weil ich die Tabletten ein oder zwei Tage vergessen haben musste. ich weiß es nicht genau, ich glaube es. Ich habe als Nebenwirkung eine Blasenschwäche, Müdigkeit und bin weniger seelisch belastbar bei zwischenmenschlichen Konflikten. Kann deshalb (noch) nicht arbeiten gehen. Aber ich nehme auch nur ein Medikament. Emotional verflacht bin ich nicht. Ich bin froh, überhaupt am Leben zu sein. Manchmal habe ich gute Tage, manchmal nicht. Das Wichtigste bei mir ist der Schlaf. ich hatte früher 10 Jahre lang nur durchgearbeitet und sehe es heute als gut an, dass ich zumindest ausschlafen kann. Ich weiß nicht, was dir gut tut. Lass es dir gut gehen, Tini

    • Hallo Tini,

      Auch dir danke ich für deine Antwort.

      Schlaf ist für mich auch wichtig, eigentlich schlafe ich viel zu viel, aber bei einigen Stunden weniger bin ich gleich empfindsamer und "anfälliger" .

      LG hejemalafa

  • liebe hejemalafa,


    Doch ich kenne diese Zweifel auch und andere hier bestimmt auch.


    Ohne Medikamente geht es nicht bei mir .. aber ich bin auch in meiner Spontanität und den Emotionen total eingeschränkt.


    Und wenn ich einmal eine eine Einnahme vergessen habe entgleisse ich ziemlich schnell.


    An meiner Mutter konnte ich lange ablesen wie es dann ohne Medikamente aussieht auch nicht wirklich besser.


    Verflachung in der Emotion trat bei ihr auch auf dazu viel mehr Symptome und das Leben in parallel Welt.


    Manchmal möchte ich einfach authentisch sein.. aber ich denke heute ohne Medikamente bin ich das auch nicht mehr.. sondern einfach nur krank und dann nehme ich wieder weiter die Pillen.


    Liebe Grüße Ida ?

    • Hallo Ida,

      Danke für deine Antwort.

      Also bin ich nicht alleine damit,dass ich manchmal ins Zweifeln gerate... das ist gut,ich komme mir nicht mehr ganz so dumm vor.

      LG hejemalafa