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SYMPTOME UND BEHANDLUNG | Die stärksten Wirkstoffe in der Übersicht: 1. Psychosen und positive Symptome

  • Phoenix
  • 11. Mai 2026 um 08:57
  • 272 Mal gelesen

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SYMPTOME UND BEHANDLUNG | Die stärksten Wirkstoffe in der Übersicht:

1. Psychosen und positive Symptome


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  1. Psychosen und positive Symptome
  2. Negative Symptome
  3. Kognitive Symptome
  4. Depressionen
  5. Ängste
  6. Stress
  7. Schlafstörungen
  8. Gesamtsymptome


WirkstoffeVitamine
(B, C)
Fettsäuren
(Omega 3)
PsychobiotikaAntipsychotische HeilpflanzenTCM-FormulierungenSekundäre PflanzenstoffeAminosäurenHormoneAntipsychotika
Besserungen der positiven Symptome10%10%10%10-20%10-25%30%(1)10-25%10-25%10%
Effektstärkenkleinkleinkleinklein-mittelmittel-klein-mittelklein-mittelklein-mittel

(1) = Curcumin mit Piperin ohne Placebokontrolle


Kurzfassung

| Die Nährstoffpsychiatrie ist ein aufstrebendes Forschungsgebiet, das untersucht, wie Ernährung und Nahrungsergänzung zur Behandlung von psychischen Erkrankungen, wie Psychosen und Schizophrenie eingesetzt werden können.

Das Forschungsgebiet basiert auf der Erkenntnis, dass das Gehirn, da es ständig aktiv ist, hochwertigen „Treibstoff“ benötigt, um optimal zu funktionieren. Forscher haben mehrere biologische Mechanismen identifiziert, die den Zusammenhang zwischen der Ernährung und Psychosen und ihren Positivsymptomen herstellen. Forschungsergebnisse zeigten, dass bestimmte Nährstoffe und Ernährungsmuster die biologischen Prozesse – wie oxidativer Stress, Entzündungen und die Funktion von Neurotransmittern – beeinflussen können, die diesen Symptomen zugrunde liegen.

Die Behandlung mit Antipsychotika

Die FDA, die Behörde, die in den USA für die Zulassung neuer Medikamente zuständig ist, hat den Unterschied zwischen Antipsychotika und Placebos untersucht. Studien zeigten eine durchschnittliche Reduktion der PANSS-Werte (Positive und Negative Syndromskala) um lediglich sechs Punkte unter der Einnahme des Medikaments im Vergleich zu Placebo (2). Dieser Unterschied entspricht ca. 10% und wird nicht einmal als „minimale Verbesserung“ angesehen. Erst ab 20% spricht man von einer klinisch „minimalen Verbesserung“. Die Autoren der FDA schlussfolgern:

„Ein hoher und zunehmender Placebo-Effekt und ein abnehmender Behandlungseffekt sind in den Schizophrenie-Studien in Nordamerika von großer Bedeutung." (2)

Schaubild: Wirksamkeit von Antipsychotika

Der Unterschied von 6 Punkten der PANSS-Werte zwischen Medikament und Placebo nach 12 Wochen entspricht einer 7% Besserung und erreichte jedoch immer noch nicht das „minimale“ Niveau eines „klinisch bedeutsamen Unterschieds“ von 20%. Der Placebo-Effekt erreichte ebenfalls 10 Punkte oder 11%. D.h. der Placeboeffekt bei Antipsychotika beträgt 60%.

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Zudem sprechen 10–30 % der Schizophreniepatienten nicht auf Antipsychotika an, und weitere 50–60 % zeigen nur eine teilweise Reaktion ( Kane et al., 2019 ). D.h. nur 17% der Patienten erfahren eine klinisch relevante Verbesserung von 20% oder mehr gegenüber einem Placebo. (1)

Die Psychiater Dr. Aderhold und Dr. Weinmann, die an der S3-Richtlinie "Schizophrenie" mitgewirkt haben, kritisieren daher in ihren Zusatzinformationen zurecht: (4)

"Aber was bedeutet dies nun für die Mehrheit der Patienten, wenn alle in der gleichen Weise behandelt werden? Wenn weniger als 17% eine nur minimale klinisch bedeutsame Wirkung gegenüber einem Scheinmedikament erleben, werden viele ohne Nutzen mit Substanzen behandelt, an denen sie subjektiv oft erheblich leiden, die sie oft erheblich körperlich schädigen, oftmals irreversibel.

Fast regelhaft kommt es bei der unzureichenden Wirksamkeit zu weiteren Dosissteigerungen ohne klinischen Vorteil, jedoch oft mit zunehmenden Nebenwirkungen ... Die psychischen Funktionen der so Behandelten, die erforderlich sind für ihren Genesungsprozess, werden durch Fehl- oder Überdosierungen weiter geschwächt." (4)

Die Behandlung mit natürlichen Wirkstoffen

Zu den natürlichen Wirkstoffen, die einen direkten Einfluss auf die positiven Symptome einer Psychose haben, gehören Vitamine und Mineralstoffe, essentielle Fettsäuren, Psychobiotika, antipsychotische Heilpflanzen und sekundäre Pflanzenstoffe sowie Aminosäuren und Hormone.

In der folgenden Tabelle sind über 50 natürliche Substanzen gelistet, die in vorklinischen oder/und Humanstudien eine signifikante Wirksamkeit bei Psychosen und positiven Symptomen erzielt haben. Sie sind in der Regel sehr gut verträglich und zeigen zum Teil eine gleiche , in der Kombination sogar eine stärkere Wirksamkeit als Antipsychotika.

Die Wirkstoffe haben im menschlichen Organismus unterschiedliche Ziele und Wirkmechanismen und können daher in der Kombination eine bessere Wirkung erzielen. Sie können auch synergistisch wirken und so neue, einzigartige Wirkungen erzielen, die mit keiner Substanz allein erreicht werden kann.

Hilfe bei Nebenwirkungen und typischen Folgeerkrankungen von Antipsychotika

Darüber hinaus können die gelisteten natürlichen Wirkstoffe einen heilsamen Effekt auf Nebenwirkungen und typischen Folgeerkrankungen haben.


1. Wirkstofftabelle| Psychosen und positive Symptome

( +Δ% = Verbesserung der positiven Symptome)

Vitamine Fettsäuren
Psychobiotika
+Δ%Antipsychotische Heilpflanzen+Δ%TCM-Formulierungen+Δ%Sekundäre Pflanzenstoffe+Δ%Aminosäuren+Δ%Hormone+Δ%
B-Vitamine✓CBD10%Wendan20%Quercetin✓Glycin15%DHEA✓
Vitamin C10%Sibirische Kreuzblumenwurzel✓Yokukansan10%Curcumin30%(1)L-Theanin25%Pregnenolon10%
Omega-310%Indische Narde✓Diankuang Mengxing10%Diosmin✓D-Serin20%Genistein✓
Psychobiotika10%Kalmus✓Shizhen Anshen✓Betain✓Sarkosin15%Pflanzliche Hormone✓
Brahmi✓Jieyu Anshen✓Gallussäure✓Natriumbenzoat20%Estradiol10%
Ginkgo20% Piperin✓NAC10%Raloxifen25%
Indisches Basilikum✓ Myricitrin✓D-Alanin10%M.elatonin✓
Weiße Maulbeere✓ L-Lysin10%Oxytocin15%
Falscher schwarzer Pfeffer✓ Taurin10%
Belerische Myrobalane✓
Noni✓
Shilajit✓
Eukalyptus✓
Bettlerkraut✓
Löwenmähne✓
Weißbeerige Mistel✓
Mariendistel✓
Spinat (Samen)✓
Fenchel (Samen)✓
Rote Zwiebel✓

(1) = Curcumin mit Piperin ohne Placebokontrolle


1. Spezielle Ernährungsweisen

A Connection Between Diet, Nutrition, and Mental Health

Verschiedene Studien haben bestätigt, dass eine ungesunde Ernährung sowie eine schlechte Nährstoffaufnahme und - verwertung ein wichtiger Faktor ist, der dem Auftreten psychotischer Symptome vorausgeht. Studien zeigten, dass Menschen mit Schizophrenie schlechte Ernährungsgewohnheiten aufweisen, die bereits zu Beginn der Psychose zu beobachten sind.

Ihre Ernährung ist im Allgemeinen durch einen hohen Konsum von verarbeiteten Lebensmitteln, gesättigten Fetten, Zucker und Salz sowie einen geringen Konsum von Ballaststoffen, Obst und Gemüse gekennzeichnet.

Tatsächlich hat eine Metaanalyse herausgefunden, dass Personen mit einer ersten psychotischen Episode ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren sowie niedrigere Vitamin B, C und D - Spiegel aufweisen als gesunde Kontrollpersonen. Auch ein Mangel an essentiellen Spurenelementen, einschließlich Calcium, Zink, Selen, Kupfer und Mangan, wurde beobachtet. Nährstoffdefizite können die neurologische Entwicklung negativ beeinflussen und das Psychoserisiko erhöhen. (1)

Vorteile einer gesunden Ernährung und Nahrungsergänzung

Es gibt eine Vielzahl von Studien, die zeigen, das ein verbesserter Ernährungszustand, sich positiv auf die Verbesserung der psychotischen Symptome auswirken können. So konnte beispielsweise gezeigt werden, dass die Ergänzung von Vitaminen und Omega-3-Fettsäuren das Ausmaß positiver Symptome verringern kann. (2)

1. Ketogene Ernährung

Ketogene Ernährung ist reich an Fett, aber arm an Kohlenhydraten. Eine Studie mit Psychose-Patienten zeigte eine Verbesserung der u.a. Gesamtsymptome um 45%. Bis zum Ende der Intervention konnten 64 % der Patienten Anzahl und/oder Dosierung ihrer Psychopharmaka reduzieren. (3)

Schlussfolgerungen: "Die Verabreichung einer ketogene Ernährung in diesem halbkontrollierten Setting an Patienten mit behandlungsresistenter Geisteskrankheit war durchführbar, wurde gut vertragen und ging mit signifikanten und wesentlichen Verbesserungen der Depressions- und Psychosesymptome sowie mehrerer Marker der Stoffwechselgesundheit einher. (3)

2. Mediterrane Ernährung

Die Mittelmeerdiät gilt allgemein als eine der gesündesten Ernährungsweisen. Sie zeichnet sich durch einen ausgewogenen Anteil an gesunden Fettsäuren und einen hohen Verzehr von Gemüse, Obst, Nüssen und Olivenöl aus. Auch die mediterrane Ernährung wurde als vorteilhaft bei Psychosen angesehen. Als Folge verbessern sich u.a. die positiven Symptome. Die Studien dauerten zwischen 1 - 3 Wochen bis 12 Monaten. (1)

3. Glutenfreie Ernährung

Aktuelle Untersuchungen bestätigen den Zusammenhang zwischen Glutenempfindlichkeit und Schizophrenie. Etwa 30% der Menschen mit Schizophrenie weisen erhöhte Werte von Antikörpern gegen Gluten auf – ein höherer Anteil als bei gesunden Kontrollpersonen. Es ist daher für ein Drittel aller Menschen mit Schizophrenie sehr ratsam sich auf eine Glutenunverträglichkeit untersuchen zu lassen.

Eine Studie ergab eine Verbesserung von Parametern des psychotischen Verhaltens durch die glutenfreie Ernährung (4): Besserung feindseliger Aggressivität, Verlangsamung des Denkens, psychotische Desorganisation. Im Vergleich zu den Teilnehmern mit glutenhaltiger Diät zeigten die Teilnehmer in Studien mit glutenfreier Diät eine deutliche Verbesserung der Gesamtsymptome (4) ... mehr erfahren


2. Vitamine und essentielle Fettsäuren


Die Ergebnisse biochemischer Tests hatten niedrige Spiegel der Vitamine B9, B12, C , D und E im Blut von neu diagnostizierten Patienten und Patienten mit chronischer Schizophrenie gemeldet.

B- Vitamine

Eine Metaanalyse zeigte, dass eine Zusatzbehandlung mit B-Vitaminen zu einer kürzeren Dauer schizophrener Episoden führte. Es zeigte sich des weiteren, dass hohe Vitamin-B-Dosen ( B6, B9 und B12) signifikant Schizophrenie-Symptome bessern können. Niedrige Dosen hingegen zeigten keine Effekte. (5)

"Die zusammengefassten Effekte zeigten, dass eine Vitamin-B-Supplementierung (einschließlich B6, B9 und B12) psychiatrische Symptome signifikant stärker reduzierte als die Kontrollgruppe ... Meta-Regressionsanalysen zeigten, dass eine kürzere Krankheitsdauer mit einer höheren Wirksamkeit von Vitamin B verbunden war." (5)

Studien haben gezeigt, dass ein niedriger B12-Spiegel mit der Schwere einer Psychose korrelieren kann, insbesondere mit Halluzinationen und negativen Symptomen (z. B. sozialer Rückzug, mangelnde Motivation). Eine Forschungsarbeit empfiehlt:

"Ein niedriger VitB12-Serumspiegel kann ... die Schwere einiger Psychosesymptome, einschließlich Halluzinationen und Negativsymptomen, vorhersagen. Daher wird bei psychotischen Patienten die Überwachung des VitB12-Spiegels und dessen Supplementierung empfohlen, um deren Symptome zu lindern." (6)

Eine Vitamin-B Einnahme konnte die Gesamtsymptome bei ambulanten Schizophrenie-Patienten um 10% in 12 Wochen gegenüber Placebo verbessern. (7)


Vitamin C

Einige Studien haben über niedrigere Vitamin-C-Spiegel bei medikamentös behandelten Patienten mit Schizophrenie berichtet. In einer Studie gab man Schizophrenie-Patienten 1000 mg Vitamin C täglich – vier Wochen lang. Erst jetzt waren sämtliche Vitamin-C-Werte mit denen der Kontrollgruppe vergleichbar. Die entsprechenden Forscher gaben an, dass ihre Studie die Hypothese bestätige, der zufolge man bei einer Schizophrenie einen deutlich höheren Vitamin-C-Bedarf habe als gesunde Menschen.

Eine aktuelle Rezension von 2024 berichtet:

"Der potenzielle Einsatz von Ascorbinsäure bzw. Vitamin C in der Schizophrenietherapie könnte Patienten erhebliche Vorteile bringen ... Darüber hinaus gibt es Berichte über ihre positive Wirkung auf psychotische Symptome und ihr Potenzial bei der Verringerung der Nebenwirkungen von Antipsychotika ... " (9)

Eine Dosis von 500 mg Vitamin C verbesserte in einer Studien positive Symptome um 10% in 8 Wochen gegenüber Placebo.(8)


Essentielle Fettsäuren

Gesunde Fette: Welche gibt es? - #lebennurbesser

Bei vielen schizophrenen Patienten wurde gezeigt, dass der Gehalt an Fettsäuren, insbesondere an Omega-3-Fettsäuren verringert ist. Hinweise hierfür liefern erste Studienergebnisse mit Patienten, die überwiegend Omega-6-Fettsäuren zu sich nahmen und einen erniedrigten Blutspiegel mit Omega-3-Fettsäuren hatten, als es bei Gesunden der Fall war.

Und es wurde ein Zusammenhang zwischen einer niedrigeren Konzentration essentieller Fettsäuren und einer größeren Schwere positive Symptome beobachtet.

Bezüglich der ersten Psychoseepisode und der Gabe von Omega-3-Fettsäuren wurden acht randomisierte, kontrollierte Studien durchgeführt. Patienten, die mit zusätzlich mit Fischöl behandelt wurden, zeigten eine signifikante Verbesserung der der positiven Symptome um 10% nach 16 Wochen gegenüber Patienten, die mit Placebo behandelt wurden. (10)

Zusammenfassung

Die Bedeutung von Vitaminen und Fettsäuren bei Psychosen wird durch Ergebnisse klinischer Studien untermauert, die gezeigt hatten, dass die Supplementierung mit einer Verringerung der positiven Symptome verbunden war ... weiterlesen


4. Psychobiotika

Neuste Forschungen zeigten, das der Darm zurecht, das zweite Gehirn genannt wird, denn hier werden wichtige Botenstoffe produziert, die auch für Psychosen relevant sind, wie Dopamin, Serotonin ect.

Eine probiotische Nahrungsergänzung war in Studien mit einer signifikanten Verbesserung der negativen Symptome bei um ca. 10% gegenüber Placebo in 2 Wochen verbunden. (11)

Anwendung und Dosierung

Am häufigsten untersucht und am effektivsten bewertet wurden kombinierte Präparate aus den Gattungen

  • Lactobacillus acidophilus
  • Lactobacillus fermentum
  • Lactobacillus reuteri
  • Lactobacillus rhamnosus
  • Bifidobacterium animalis
  • Bifidobacterium breve
  • Bifidobacterium bifidum
  • Enterococcus

Dosierung: (10- 100 Mrd. KBE (Koloniebildende Einheiten) pro Tag)


5. Antipsychotische Heilpflanzen

Antipsychotische Heilpflanzen bieten aufgrund ihrer breiten Palette biologischer Aktivitäten vielfältige Alternativen als Ersatz oder Ergänzung zu Antipsychotika. Sie sind reich an Stoffen, die mit dem Zentralnervensystem interagieren können, um Wirkungen hervorzurufen, die für die Behandlung von Psychosen und positiven Symptomen von Vorteil sind.

Sie haben ihr therapeutisches Potenzial in einer Vielzahl an Studien demonstriert, u.a. durch Modulation von dysfunktionalen Botenstoffsystemen, der Reduktion von oxidativem Stress, Linderung von Entzündung des Zentralnervensystem und Stärkung des Immunsystems. Eine aktuelle Studie von 2024 mit dem Titel "Rolle von Phytochemikalien bei der Behandlung von Schizophrenie" schlussfolgert:

"Etwa 80 % der Menschen in Asien und Afrika verlassen sich auf Komplementär- und Alternativmedizin. Die häufig eingesetzten antipsychotischen Medikamente haben eine Reihe von Nebenwirkungen ... Die überwiegende Mehrheit der Forschung hat gezeigt, dass die antioxidative Aktivität der Phytochemikalien ihnen ihre antipsychotischen und neuroprotektiven Eigenschaften verleiht. Der medizinische Nutzen, die geringe Nebenwirkungsrate, das verbesserte Sicherheitsprofil und die hervorragende Wirksamkeit dieser Phytochemikalien haben Aufmerksamkeit erregt." (12)

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So war die gemessene Wirkungsstärke von TCM-Formulierungen bei der Reduzierung von Symptomen vergleichbar mit Antipsychotika. In einer Forschungsarbeit über Wendan-Absud ist zu lesen:

"Wendan-Absud kann für Personen mit Schizophrenie als Alternative zu typischen Antipsychotika nützlich sein, die erhebliche Nebenwirkungen haben können. In China wird Wendan nicht nur zur Behandlung schizophrenieähnlicher Erkrankungen eingesetzt, sondern auch zur Verringerung unerwünschter Nebenwirkungen westlicher Medikamente ...

Zwei Studien berichteten über verwertbare Daten für klinisch bedeutsame Verbesserungen (< 50 % Reduktion des PANSS). Insgesamt gab es keinen klaren Unterschied zwischen der Wendan-Gruppe und den Antipsychotika-Gruppen ... Für dieses Ergebnis scheint die Behandlung mit Wendan bei Schizophreniepatienten ähnlich wirksam zu sein wie Antipsychotika." (13)

Die positiven Symptome konnten mit Wendan um 14 Punkte auf der PANSS-Positiv-Scala in 8 Wochen gesenkt werden, und war damit vergleichbar mit dem Antipsychotikum Chlorpromazin. Das entspricht einer Reduktion um ca. 20%. (14)

In Vergleich zu Antipsychotika, die meist nur eine Wirkung auf positive Symptome haben, mit Besserungen um durchschnittlich 10%, und negative und kognitive Symptome, sowie Depressionen verschlechtern können, haben antipsychotische Heilpflanzen eine Breitbandwirkung auf alle Symptome bei Psychosen und Schizophrenie.

Zudem besitzen sie auch Eigenschaften zur Linderung von Nebenwirkungen und typischen Folgeerkrankungen von Antipsychotika, wie Gehirnschrumpfung, Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Leber- und Nierenschäden, Diabetes sowie Krebs.

Traditionelle Chinesische Medizin

In den traditionellen Medizinsystemen, ob TCM oder in der ayurvedischen Medizin, werden Psychosen seit einigen tausend Jahren meist mit einer Heilpflanzen-Formulierung erfolgreich behandelt, da Kombinationen zu Synergieeffekten führen und so die stärkste Wirkung erzielen können. Antipsychotische Heilpflanzen können beliebig kombiniert werden, sodass nicht nur positive Symptome, sondern auch weitere belastende Symptome wirksam gelindert werden können.

Antipsychotische Heilpflanzen haben aufgrund ihres therapeutischen Werts, der geringen Nebenwirkungen, eines besseren Sicherheitsprofils und mit einer hohen Wirkung, erfolgreich - insbesondere in Entwicklungsländern - zur Gesundung von Psychosen beigetragen ... mehr erfahren


6. Sekundäre Pflanzenstoffe

Unter sekundären Pflanzenstoffen oder Phytochemikalien versteht man chemische Verbindungen, die von Pflanzen gebildet werden. Sekundären Pflanzenstoffe haben vielfältige gesundheitsfördernde Wirkungen, erweitern die Behandlungsmöglichkeiten und können eine wichtige Ergänzung zu antipsychotischen Heilpflanzen sein.

Sieben sekundären Pflanzenstoffe mit antipsychotischen Eigenschaften sind oben gelistet, die in Studien bei psychotischen Symptomen ihre Wirksamkeit bewiesen haben und im Handel erhältlich sind.

Beweise für Curcumin bei therapieresistenter Schizophrenie beispielsweise, wurden durch eine Studie mit einer Kombination mit Piperin gezeigt. Dabei gab es für die 20 Teilnehmer eine signifikante Verbesserung der der positiven Symptome um 30%, nach 16 Wochen Behandlungszeit mit täglich 4 g Curcumin. Bei dieser Studie gab es jedoch keine Placebokontrolle. (15)

... mehr erfahren


7. Aminosäuren

Studien haben gezeigt, dass Aminosäuren eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel spielen, da sie Hauptvorläufer von relevanten Botenstoffen, wie Dopamin, Glutamat, GABA und Serotonin sind. Bei Patienten mit Psychosen sind es sind gut beschriebene Befunde, dass es Defizite und anormale Konzentrationen von Aminosäuren an der Aktivierung von Botenstoffen im Gehirn beteiligt sind.

Aminosäuren und deren Derivate haben Wirkung u.a. auf positive Symptome in über 50 placebokontrollierten Studien mit über 1500 Schizophrenie-Patienten bestätigt wurden und zu einer umfassenden und ganzheitlichen Therapie von Psychosen und Schizophrenie auf der stofflichen Ebene genutzt werden können.

Diese Wirkstoffe habe vornehmlich das Glutamatsystem als Behandlungsziel, welches bei Dysfunktion zu positiven Symptomen führt. Die Ergebnisse von Studien zeigten bei den 9 gelisteten Aminosäuren Besserungen der positiven Symptome von 10-25% in 6 - 8 Wochen gegenüber Placebo ... weiterlesen


8. Hormone

Der Zusammenhang zwischen Hormonen und Psychosen wird seit über einem Jahrhundert vermutet. Allerdings gibt es erst in den letzten drei Jahrzehnten wissenschaftliche Beweise für die therapeutische Wirkung von Estrogen bzw. ähnlichen Substanzen, wie pflanzliche Hormone, Sterioide und Selektive Estrogenrezeptor-Modulatoren bei schizophren erkrankten Frauen und Männern.

Eine aktuelle Rezension von 2024 kommt zu de Ergebnis:

"Leider gibt es einen beträchtlichen Anteil an Personen, die nur begrenzt oder gar nicht positiv auf Antipsychotika reagieren. Für solche Patienten kann die Erwägung ... einer Östrogenverstärkung von großer Bedeutung sein." (4)

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Neuste Forschungen zeigen eine entscheidende Rolle von Hormonen bei Psychosen. Es wurde festgestellt, dass die Östrogenspiegel bei Patienten mit Schizophrenie alarmierend niedrig waren. (1)

Östrogenmangel tritt bei beiden Geschlechtern häufig auf und ist mit einer Zunahme psychotischer Symptome verbunden. Östrogenmangel ist sowohl bei Frauen als auch bei Männern mit Schizophrenie im Verlauf ihrer Krankheit üblich, im Vorfeld und bei Psychosen sowie bei chronischer Schizophrenie. Östrogene regulieren wichtige erkrankungsbestimmende Wege, einschließlich der Dopaminaktivität, der Mitochondrienfunktion und des Stresssystems.

Mit dem Nachweis eines therapeutischen Nutzens von Hormonen bei Schizophrenie wurde eine Reihe von klinischen Studien durchgeführt. Die Hormongruppe verzeichnete eine signifikant stärkere Verringerung u.a. positiver Symptome was die Wirksamkeit einer begleitenden Hormontherapie bei Schizophrenie unterstreicht.

Eine kürzlich erschienene Übersichtsarbeit zeigt, dass Östrogen selbst als Antipsychotikum wirken kann, da es in ähnlicher Weise auf die Dopamin-Signalgebung abzielt wie Antipsychotika. Die Ergebnisse von Studien zeigten bei den gelisteten Hormonen Besserungen der positiven Symptome von 10-25% in 6 - 12 Wochen gegenüber Placebo ... weiterlesen


Studien und Quellen

Antipsychotika:

(1) Leucht, S. Arbter D, Engel RR, Kissling W, Davis JM (2009) How effective are second-generation antipsychotic drugs? Molecular Psychiatry 14: 429-47

Volltext frei: https://www.nature.com/articles/4002136.pdf

(2) Khin Ni A et al (2012) Exploratory Analyses of Efficacy Data From Schizophrenia Trials in Support of New Drug Applications Submitted to US Food and Drug Administration, J Clin Psychiatry 73(6): 856‑864

Abstract: https://www.psychiatrist.com/J…2012/v73n06/v73n0620.aspx

(3) Danborg & Gøtzsche (2019) Benefits and harms of antipsychotic drugs in drug-naive patients with psychosis: A systematic review. International Journal of Risk & Safety in Medicine 30(4):193‑20

Volltext frei: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/p…is%3A+A+systematic+review.

(4) Zusatzinformationen zur S3-Leitlinie Schizophrenie, Von Dr. Volkmar Aderhold und Dr. Dr. Stefan Weinmann

Ernährung:

(1) The Deficit Schizophrenia Subtype Is Associated with Low Adherence to the Mediterranean Diet: Findings from a Case–Control Study. Krzysztof Kowalski 1, Bogna Bogudzińska 1, Bartłomiej Stańczykiewicz 1, Patryk Piotrowski 1, Tomasz Bielawski 2, Jerzy Samochowiec 3, Krzysztof Szczygieł 3, Piotr Plichta 3, Błażej Misiak, 2022

(2) Relevance of diet in schizophrenia: a review focusing on prenatal nutritional deficiency, obesity, oxidative stress and inflammation. Viorica Rarinca 1,2,3,†, Amalia Vasile 4,†, Malina Visternicu 2,3, Vasile Burlui 3, Gabriela Halitchi 3,*, Alin Ciobica Ana-Maria Singeap 7,8,*, Romeo Dobrin 9,10, Ecaterina Burlui 3, Lucian Maftei 11, Anca Trifan, 2024

Ketogene Ernährung:

(3) The Ketogenic Diet for Refractory Mental Illness: A Retrospective Analysis of 31 Inpatients. Albert Danan, Eric C Westman, Laura R Saslow, Georgia Ede, 2022

Glutenfreie Ernährung:

(4) A double-blind gluten-free/gluten-load controlled trial in a secure ward population. Vlissides DN, Venulet A, Jenner FA., 1986

B-Vitamine

(5) The effects of vitamin and mineral supplementation on symptoms of schizophrenia: a systematic review and meta-analysis. Firth, J, Stubbs B, Sarris J et al., 2017

(6) Is Vitamin B12 Level a Reliable Predictor of Psychosis Severity in Male Patients with Megaloblastic Anemia at a Single Tertiary Hospital? Hanaa Wafaa 1, Rania Magadmi 2, Nora Hakami 1, Hadeel Al Sadoun 1, Safa Almaghrabi 3, Nuha Mohammed 4, Aziza Alrafiah, 2022

(7) Biochemical, physiologic, and clinical effects of L-methylfolate in schizophrenia: A randomized controlled trial. Joshua L Roffman, et al. 2017

Vitamin C:

(8) Role of antioxidants in the management of Schizophrenia: a Randomized Control Trail. Saima Kouser*, Samina Kausar, Shaier Khan, Dr. Mansoor Ghani, Nazia Yousef, 2021

(9) The Use of Ascorbic Acid in Adjunctive Treatment for Schizophrenia—Current State of Knowledge. Patrycja Piłat 1,*, Kamil Nikel 1, Joanna Smolarczyk 2, Magdalena Piegza, 2024

Omega 3:

(10) LONGITUDINAL INVESTIGATION OF THE RELATIONSHIP BETWEEN OMEGA-3 POLYUNSATURATED FATTY ACIDS AND NEUROPSYCHOLOGICAL FUNCTIONING IN RECENT-ONSET PSYCHOSIS: A RANDOMIZED CLINICAL TRIAL. Philip R Szeszko 1,2, Robert K McNamara 3, Juan A Gallego 4,5, Anil K Malhotra 4,5, Usha Govindarajulu 6, Bart D Peters 4, Delbert G Robinson, 2021

Psychobiotika:

(11) (5) Probiotic normalization of Candida albicans in schizophrenia: a randomized, placebo-controlled, longitudinal pilot study. Emily G. Severance,Kristin L. Gressitt, Cassie R. Stallings, Emily Katsafanas, Lucy A. Schweinfurth, Christina L. G. Savage, Maria B. Adamos, Kevin M. Sweeney,Andrea E. Origoni, Sunil Khushalani, Faith B. Dickerson, and Robert H. Yolken, 2017

Antipsychotische Heilpflanzen:

(12) Role of Phytochemicals in Management of Schizophrenia. Shazia Perveen, Sumaria Kanwal, Ali S. Alqahtani, Faiza Rao, Ayesha Asghar, Ali Irfan, Mahtab Ahmad Khan and Riaz Ullah, 2024

(13) Wendan decoction (Traditional Chinese medicine) for schizophrenia. Hongyong Deng , Ji Xu, 2017

(14) The clinical research of wendan decoction combined with chlorpromazine on schizophrenia patients. Chang W. , 2009

Sekundäre Pflanzenstoffe:

(15) Exploratory Study of Curcumin isolated from Turmeric Curcuma Longa, the Putative Histone Deacetylase Inhibitor, as added-on strategy to antipsychotics in treating negative symptoms and Neuro-cognitive deficits in Schizophrenia Simon Chiu et. al. (2019)

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