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  3. Einblicke in mein schizophrenes Leben

Angst

  • Glocki
  • 11. Mai 2026 um 08:40
  • 244 Mal gelesen
  • 14 Kommentare

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Ich merke wie ich Angst vorm Reduzieren habe. Die letzten 2x ging es nicht gut. Andererseits kann es so nicht bleiben. Ich fühle mich zugedröhnt. Ich werde mal sehen wie es auf 100mg ist. Vielleicht reicht mir das schon. So bin ich sicher. Es kann so nichts passieren. Ich habe Angst dass es schief geht. Auch wenn ich jetzt meine guten Routinen habe. Eigentlich habe ich ja Wahngedanken und magisches Denken aussortiert und achte darauf dass ich mich nicht mit Freunden streite sondern bin ihnen zugewandt. Auch bei Angst vor vertrauten Situationen schrillen die Alarmglocken.

Es ist ein komisches Gefühl. Ich muss mich langsam vortasten. Es ist komisch nicht so leben zu können wie man will. Ich werde mir selbst ähnlicher wenn ich reduziere. Es ist schade dass ich in der letzten Psychose so abgerutscht bin und mich davon so schlecht erholt habe. Vielleicht geht auch alles gut und ich habe aus den vielen Medikamenten gelernt. Das hoffe ich. Vielleicht ist die Angst auch ganz gut um vorsichtig vor zu gehen. Ich hoffe ich bin klüger geworden. Es ist schon heftig was für einen Krater die letzte Psychose hinterlassen hat. Durch das ständige überschreiten meiner Grenzen bin ich für Dummheiten offener geworden. Ich kann mir das bloß vor Augen halten und mich langsam vorwagen. Es ist unangenehm vor sich selber Angst zu haben. Ich werde das mal mitnehmen und mir Gedanken dazu machen. Dass ich gut mit meinen Freunden umgehe ist schon mal ein gutes Zeichen. Ich muss es einfach schaffen. Vielleicht mache ich mir auch umsonst Sorgen.

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Kommentare 14

Henry
11. Mai 2026 um 17:59
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Entschuldige, ich habe einen Blogbeitrag geschrieben, in dem ich als erstes an dich dachte. Keine Kritik, sondern versöhnliche Worte, die nicht weh tun.

Den Kommentar auch bitte lesen unter dem Blogbeitrag.

Ich bin nicht geschult im Umgang mit traumatisierten Menschen, ich bin wahrscheinlich einfach viel zu unvorsichtig mit dir umgegangen.

Glocki
11. Mai 2026 um 18:05
Autor
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Ach was, ist schon o.k. mich stimmt das nachdenklich. Vielleicht muss ich auch nicht in Opposition mit der Ambulanz gehen. Ich muss aufpassen nicht zu sehr recht haben zu wollen. Trotzdem schade dass sie vermutlich nicht auf meinen Wunsch nach 100mg Spritze eingehen. Muss man wohl so hinnehmen. Früher war der Therapeut voll auf meiner Seite, aber seit es schief ging steckt der Wurm drin. Werde es ansprechen. Ich danke dir für deinen Kommentar.

forsythia
11. Mai 2026 um 15:32
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Du bist übrigens nicht die Einzige, der von Therapeuten misstraut wird.

Glocki
11. Mai 2026 um 15:42
Autor
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Ja, sowas ist doch schade. Ich habe es erst verstanden weil es einmal schief ging. Aber man kann sich doch erkundigen, was macht der Betreffende dafür und seine Sichtweise etwas ändern. So hat man das Gefühl in die kriminelle Ecke gestellt zu werden. Also hilfreich ist das nicht. Man fühlt sich auch allein gelassen. Ich werds ansprechen, vielleicht hilft das ja was.

Henry
11. Mai 2026 um 14:25
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Du erwartest dir Vertrauen, du willst dass es angenehm ist was man sagt, das kann ich leider nicht bieten und die Ambulanz wahrscheinlich auch nicht.

Du hast Fehler gemacht und willst gerne wieder kiffen, mir fehlt bei psychotischen Erkrankungen jegliches Verständnis dafür wenn jemand trotzdem echtes Gras rauchen will, es ist meine Meinung und wer weiß ob sie stimmt, aber ich kann nicht schmeicheln, wenn ich einfach das Gefühl habe jemand fährt mit hohem Risiko in eine gefährliche Einbahnstraße und verspielt damit vielleicht wirklich sehr viel.

Ich bin kein Orakel oder ein Prophet, aber ich sage was ich mir denke und ich behaupte auch nicht, dass ich weiß wie das Leben läuft und wie jemand anderes Leben laufen wird.

Ich habe nicht den Stein der Weisen gefunden und bin jetzt übermächtig mit Weisheit gesegnet, ich erzähle nur von meinen Erfahrungen aus meinem Umfeld, die entweder gestorben sind oder wirklich soweit im Abseits gelandet sind, dass von einem normalen Leben wirklich nicht mehr gesprochen werden kann.

Ich weiß nicht wie das sich auswirkt, aber ich glaube du hast einfach viel mehr Verantwortung als jemand der nie mit dem Gesetz oder der Polizei sich auseinandersetzen musste.

Hass mich ruhig, ich glaube wenn du verstehst was ich meine, dann könnte es ein normales Leben werden, aber wie gesagt, ich will mich hier nicht aufspielen als der Guru, ich bin ein kleiner Mensch mit Erfahrungen aus dem Umkreis und es gibt mehr als einen Menschen der durch solche Dinge wie Kiffen trotz Psychose nicht nur keine Liebe jemals mehr bekommt, sondern wirklich von seinem restlichen Umfeld als armes Geschöpf angesehen wurde.

Bitte schämt euch fremd von mir aus, ich meine die anderen Mitleser ausser Glocky, ich kann es aushalten, wenn man sich wegen meiner Meinung schämt.

Ich habe einfach genug erlebt, jetzt lasse ich aber meine Moralpredigt.

Glocki
11. Mai 2026 um 15:23
Autor
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Ich respektiere deine Meinung. Kiffen macht mir wirklich nichts aus. Es ist einfach angenehm, ich würde es sonst nicht tun. Das darf man nicht alles über einen Kamm scheren. Was die Anbulanz angeht, das schwächt mich weil sie kein Vertrauen in mich haben. Das ist belastend. Es trifft mich etwas wenn du sie in einem Atemzug mit deiner Einstellung nennst.

Die sollen mich unterstützen und mich nicht in die kriminelle Ecke stellen bloß weil ich ein paar Medikamente reduzieren will. Es geht um meine Lebensqualität. Ich mache mir wie gesagt schon genug Gedanken darum und habe mit meinen guten Routinen vorgesorgt. Sollte es wider erwarten nicht klappen würde ich so leben wollen wie jetzt. Dann wäre viel Gefühl für mich gefährlich. Ich muss es aber probieren, das bin ich mir selbst und meinem Umfeld schuldig.

Ich werde das mit dem Vertrauen nochmal bei der Ambulanz ansprechen. Es geht nicht an dass ich mir versuche ein Leben aufzubauen und von therapeutischer Seite nur Misstrauen kommt. So stark bin ich auch nicht dass ich das einfach so wegstecke.

Henry
11. Mai 2026 um 11:41
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Sicherheit geht meiner Meinung nach immer vor wenn man eine Gefahr für sich oder andere war und wieder sein könnte.

Ich würde so etwas wie Medikamentenentscheidungen nie selbst entscheiden, wenn es so ausgeartet wäre wie bei dir.

Du hast eine extreme Verantwortung und Nächstenliebe fängt auch schon damit an, dass man an sich selbst arbeitet und den Ärzten vertraut die einem Hilfe anbieten Selbstliebe zu lernen.

Ich entschuldige mich nicht für meinen Beitrag, ich habe aber natürlich 100% Verständnis für Menschen die aus welchen Gründen auch immer, nicht besser handeln konnten als sie taten.

Nur jetzt hast du die Möglichkeit einen Neustart hinzulegen und du willst anscheinend Lebendigkeit und Freude gegen ein stabiles Fundament tauschen, das dich von Grund auf stabil genug machen kann, damit du wirklich keine so großen Fehler mehr machen musst, dass du mit der Polizei zu tun hast und mit der Forensik.

Ich würde dir nicht die Schuld geben, denn du konntest nichts dafür, aber jetzt bist du an einem Punkt, wo deine Handlungsfähigkeit komplett da ist und das ist eine richtig große Chance neu anzufangen, also überleg dir bitte gut, in wiefern du weiterhin Drogen oder Alkohol konsumieren willst, oder warum genau du deinem Helfersystem wie Psychiater und Therapeuten nicht vertrauen kannst.

Es ist ein gut gemeinter Rat, auch deshalb, weil ich nicht will, dass Menschen die die Chance haben ein gutes normales Leben zu haben, mir eine in die Fresse hauen oder sonst wie Schaden zufügen, weil sie ihre inneren Dämone nicht im Griff haben und sich nicht wagen, dieses Hühnchen mit sich selbst zu rüpfen und mit sich auf diese Weise Frieden schließen.

Du kannst tun was du willst wenn dich keiner zwingt etwas zu tun, ich wollte dich nur warnen, was auf dem Spiel steht, bei dir und bei deinem Umfeld.

Liebe Grüße

Henry

Glocki
11. Mai 2026 um 13:19
Autor
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Also es geht bei mir darum zu reduzieren weil es sonst kein Leben ist. Ich mache mir schon Gedanken wie es gut gelingen könnte und bin vorsichtig. Es hilft allerdings nicht wenn man gar kein Vertrauen zu mir hat, so wie die Ambulanz. Ich habe mich entschlossen da wegzugehen wenn sie an der Medikation nichts ändern. Das spiegelt meinen Leidensdruck den ich mit derartig hohen Dosierungen habe. Ja, ich möchte lebendiger werden, ich möchte leben. Der Weg ist endlich frei dazu. Ich habe schon selber genug Bedenken und mir ein stabiles Tagesgeschehen aufgebaut. Alkohol und mal ein Joint gehören zur Freiheit dazu. Ich habe mir Regeln gemacht damit nichts passiert. Ich bin gut vorbereitet. Ich erwarte ein bisschen Vertrauen in mich und meine Lebensführung, ich bin schon nachdenklich genug.

Still
11. Mai 2026 um 09:30
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Ich denke sie gehen mit dir runter wenn du mit ihnen zusammen arbeitest und wenn was passiert bist du da besser aufgehoben denke ich jedenfalls.

Glocki
11. Mai 2026 um 09:37
Autor
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Die haben kein Vertrauen in mich. Ich glaube sie wollen auf 150mg bleiben. Naja, mal sehen. Morgen erfahre ich es.

Still
11. Mai 2026 um 09:45
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Du wirst ja sehen, nur wenn mir das Leben eins gelehrt hat, dann nichts zu Überstützen und immer im Guten auseinander gehen, gerade auch in deiner Situation.

Glocki
11. Mai 2026 um 09:50
Autor
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Ja, das werde ich. Ich werde alles daransetzen mit der Ambulanz im Guten auseinander zu gehen. Danke.

Still
11. Mai 2026 um 09:09
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Hallo Glocki , ich denke du sollst es langsam angehen und so wie du heute schreibst klingst du schon etwas vernünftiger.

Sofort von der forensischen Ambulanz wegzugehen und schnell die Spritze abzusetzen ist unvernünftig. Sieh was dir die Reduktion auf 100 bringt und arbeite mit der Ambulanz zusammen. Wenn du dann doch einen Aussetzer hast und Probleme mit deinem Umfeld werden sie dich unterstützen. Brichst du sofort alles ab und gehst weg und es passiert was bist du im Nu wieder vor Gericht und dann sicher nicht aus Bewährung.

Wenn alles gut geht kannst du später immer noch im Guten gehen. Das wäre besser für dich.

Glocki
11. Mai 2026 um 09:27
Autor
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Naja, ich wollte eigentlich von der Ambulanz weggehen wenn sie auf 150mg bleiben wollen. Ich habe aber schon eine Psychiaterin gefunden mit der ich langsam abbauen wollte. So dass man sagen könnte mein Ziel sind vielleicht 15mg Olanzapin. Mal sehen wie der Weg wird.

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