Dienstag den 14. April: Unfassbar unverschämtes in einer Pizzeria, samt schlafloser Nacht für mich, mit Höllenschmerzen nach einem "Brokkoliauflauf" und beinahe den Notarzt rufen müssen. Für 14 € 🧐🥴😬
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Emily -
20. April 2026 um 15:43 -
201 Mal gelesen -
2 Kommentare
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Am Dienstag Abend, vor knapp einer Woche, war ich zum ersten Mal in einer Pizzeria in der Nähe, relativ groß, nix los da, kein Mensch als Kund:innen da drin.
Ich hätte auf meinen Eindruck besser hören sollen und Abstand von einer Bestellung nehmen.
Tja, besser nicht auf das Bauchgefühl "Hunger", hatte ja gerade erst bei Lidl eine große Tasche voll verträglichen Lebensmitteln gekauft, die ich in großer Tasche, gut verzurrt, in meinem Einkaufskorb auf dem Gepäckträger, auf dem Fahrrad vor der Pizzeria hatte, die zum Glück noch da war, als ich da endlich rauskam.
Welcher normale Mensch rechnet schon in einer komplett leeren Pizzeria damit, dass ein einfacher Brokkoliauflauf, der seit der Eröffnung dieses, ich mäßig die gedachte Wortwahl und schreibe dezenter gewählt, "A.ischuppen", den es seit etlichen Jahren hier gibt, müssen offenbar nicht alle meinen guten Geschmack haben und das meine ich in jeder erdenklichen Version, dass ich da weit über eine halbe Stunde auf etwas, was zwar als Brokkoliauflauf suggestiv mit Bild, dass da auch wirklich Brokkoli drin wäre, in der Speisekarte abgebildet ist und der Gipfel der unfassbaren Frechheiten ist längst auch damit nicht erreicht, großspurig "Döner überbacken" für "schlappe" 11 €, sein sollte.
Hier mal der suggerierte Auflauf im Foto von deren Speidekarte.
Die Nr. 152, den Auflauf mit erwartetem, aber auch nur suggeriertem Gorgonzola, hatte ich zu meinem späteren Entsetzen gewählt, bezahlt und leider etwa die Hälfte davon, trotz üblem Geschmack, gegessen, weil ich Hunger hatte, Appetit auf einen Auflauf und ziemlich müde und erschöpft war. Mein erster Auflauf meines Lebens, aus einer Pizzeria.

Es waren praktisch nur Penne drin, irgendeine chemisch nach tja, im entfernten nach Gorgonzolasoße schmeckend, genau 4 winzige Fitzelchen, angeblich Dönerfleisch drin, erwa 3 cm lang, dünner als mit Sparschäler geschnitten, und 4, noch dünnere Scheiben, Brokkoli, in kleiner Briefmarkengröße. Etwas Käse drauf, überbacken.
Sowas unverschämtes findet man wirklich selten. Das hatte absolut nichts mit dem zu tun, was ich laut Speisekarte bestellt und bezahlt habe. Und das zu so einem Preis.
Nu, ich hätte es wirklich, wie schon beim Anblick zu Hause, besser lassen sollen, den Fraß überhaupt zu probieren.
Ich wollte nämlich nach dem Essen, zeitig schlafen gehen, statt immer wieder zu überlegen, ob ich nicht doch den Notarzt, ganz im Ernst, rufen sollte.
Ich bekam schnell immer mehr schmerzhaftes Druckgefühl hinter und über dem Brustbein, das zog sich dann im Laufe des späten Abends rund um meinen Oberkörper unter der Brust her und wurde immer breiter, irgendwann schon im Rücken hinter meinem Herzen großflächig.
Auch meine Nieren spürte ich plötzlich, mein Herz fühlte sich ruhig an, aber ich nehme ja auch täglich eine halbe Metohexal Succ von 47,5 mg, einen Betablocker, nur Betablocker können keine Herzinfarkte verhindern.
Der Schmerz auf und unter dem Brustbein könnte ja auf eine körperliche Ankündigung auf einen beginnenden Herzinfarkt sein, dachte ich, bloß sitzt da ja auch die Speiseröhre, bloß hatte ich keine Magenschmerzen und mir war nicht schlecht.
Die diffusen, schmerzhaften Gefühle und so breit dieser fast meinen halben Oberkörper einnehmenden Druckgefühe, ließen mich nicht gut liegen, konnte keine Sekunde schlafen, in den Arm strahlten diese Gefühle und Schmerzen, auf und unter dem Brustbein und Umkreis ziemlich heftig, aber nicht aus.
Bei Frauen sollen laut meinen Infos, mögliche fühlbare Ankündigungen eines Herzinfarkts, das wusste ich, oft diffuser und für Lai:innen wie mich, oft noch schwerer erkennbar sein, als bei Männern.
Meine Begeisterung über diese üble Nacht hielt sich in Grenzen.
Erst um 6 Uhr morgens, noch kein Auge zugemacht, machte ich mir entnervt einen Anti-Sress-Tee mit 2 Beuteln, mit den Gedanken, dass das vielleicht nervlich wegen evtl. doch Herz und Nerven, statt evtl. Speiseröhre wäre.
Ich war ja abends schon so müde und erschöpft, weswegen ich den Fraß überhaupt gekauft und was davon gegessen hatte, so konnte ich nach dem Tee etwas im Bett ruhen und schlief sogar unruhig, wie unter einer Oberfläche, bis kurz vor 8 Uhr, aber dann weckten mich die Schmerzen und an Schlaf war nicht mehr zu denken.
Ich konnte mich kaum bewegen, wollte zum Hausarzt, um ein EKG machen zu lassen und es war Mittwoch, die Praxis nur morgens und nicht lange, geöffnet.
Nur konnte ich mit den Schmerzen und wie ich mich fühlte, unmöglich mit Fahrrad oder Bus da hin, zu Fuß schonmal garnicht und hätte jemanden bitten müssen, mich zu fahren, oder ein Taxi nehmen.
Ich machte mich fertig, um los zu können, doch da musste ich plötzlich ganz schnell zur Toilette und hatte einen riesen Dpfiff. Mein Körper warf den gegessenen Mist raus. Zum Glück.
Ich spürte schon Erleichterung und mir ging es etwas besser, der Druck am Brustbein und die Schmerzen, ließen was nach.
Dann machte ich mir eine Kanne starken Kräutertee für die Speiseröhre, trank 2 große Tassen in Ruhe auf dem Sofa liegend, 2 Kopfkissen im Rücken, um aufrechter wegen Reflux (Edit: Ich habe sonst nie Reflux!) zu sitzen und dann gingen diese ganzen Schmerzen und komischen Gefühle zum Glück relativ schnell weg.
War ich erleichtert. Ich aß nach und nach, so abgerupfte Stückchen von den 4 kleinen Pizzabrötchen. Das ging, die sind ja weder fettig noch süß. Aber trocken wie Brötchen, zum Aufsaugen im Magen.
Dann war der Spuk vorbei, endlich, so gegen 9:30 Uhr morgens.
Was da wohl drin war, in dem Fraß. Keine Ahnung, hab kein Chemielabor. Sowas darf doch nicht vorkommen, wenn man da was angeblich essbares kauft.
Zu allem Überfluss hatte ich an dem Abend während der langen Wartezeit dort, Vitamalz in einem Kühlschrank entdeckt.
Ich kaufte eins, bestimmt schon 10 Jahre kein Malzbier mehr getrunken, hatte Lust drauf. Sagt der bullige Typ hinterm Thresen ernsthaft: "3 €, bitte!" Zum Mitnehmen, 0,33 l versteht sich!
Das haut einen doch glatt aus den Socken, solche Preise.
Der Chemiefraß mit auch noch dem süßen Malzbier und Kohlensäure drin, vielleicht hatte das auch noch chemisch zusammen in mir reagiert, an dem Abend. Aber wohlgemerkt, ich bin kein gefühlloses Reagenzglas in einem Chemielabor!
In den Laden setze ich jedenfalls nie wieder einen Fuß.
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