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ERFAHRUNGSBERICHT | Von einer kurzzeitigen psychotischen Störung zur Diagnose "Schizophrenie" - der Wahnsinn der Psychiatrie und seine Folgen. • Update

  • Phoenix
  • 5. Mai 2026 um 23:59
  • 308 Mal gelesen

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ERFAHRUNGSBERICHT |

Von einer kurzzeitigen psychotischen Störung zur Diagnose "Schizophrenie" - der Wahnsinn der Psychiatrie und seine Folgen • Update


Ende Februar habe ich Iwona bei einem Infotag zur Ausbildung zum Genesungsbegleiter kennengelernt. Sie berichtete und schrieb mir ihre Leidensgeschichte mit der Bitte, ihr beim Ausschleichen ihrer Medikamente zu helfen.

Nach einigen Treffen mit ihr, möchte ich wichtige Ergänzungen einfügen:

  • Nach 13 Jahren haben sich typische Folgeerkrankungen von Antipsychotika entwickelt, die ich noch nicht erwähnt habe. Es sind Diabetes, Bluthochdruck und ein hoher Puls, die wiederum mit Medikamenten behandelt werden. Ebenso Bewegungsstörungen (Dyskinesien), zitternde Hände.
  • Nach 2 Monaten mit alternativer Medizin konnten schon deutliche Verbesserungen erreicht werden. Bericht folgt in einem weiteren Artikel.


Die Leidensgeschichte

Iwona studierte 2011 Innenarchitektur und mit 31 Jahren bekam sie ihre zweite Tochter. Weil das gemeinsame Einkommen ihrem Mann nicht genug war, arbeite sie in der Nachtschicht auf dem Flughafen und tagsüber kümmerte sie sich um ihre Kinder:

"Dadurch das ich keinen Krippenplatz gehabt habe war ich am Tage mit meinem Baby beschäftigt und Nachts arbeiten. Ich habe aufgehört zu schlafen, trotzdem hatte ich viel Liebe für meine Kinder, das hat mir die Kraft gegeben weiter zumachen."

Nach zwei Jahren mit zu wenig Schlaf, war es nicht verwunderlich, das sie eine Psychose bekam, Stimmen hörte und Wahnvorstellungen hatte. Sie wurde in die psychiatrische Klinik eingewiesen. Nach drei Wochen auf der geschlossenen Station der Psychiatrie mit ausreichend Schlaf und Beruhigungsmitteln waren ihre Symptome auch schon wieder abgeklungen.

Ihre Gesamtsituation war jedoch noch recht labil und da es anfangs auch Selbstmordgedanken gab, blieb sie länger. Mit der Zeit wurden schwere Nebenwirkungen von Antipsychotika deutlich, u.a. gab es mit Clozapin eine Blutvergiftung und ihr Gewicht stieg rasant an. Die Psychiater versuchten sie nun über Monate richtig einzustellen, allerdings erfolglos:

"Da war ich insgesamt 3 Monate auf der geschlossenen Station und weitere 5 Monate auf der offenen, es wurden viele Medikamente ausprobiert, weil ich in kurzer Zeit viele Nebenwirkungen hatte, die schlimmste mit Leponex eine Blutvergiftung und eine enorme Gewichtszunahme. Ich habe vor der Erkrankung 68 kg gewogen, bei einer Größe von 1,76 m. Nach der Klinik habe ich 134 kg gewogen. Ich habe ein Medikament gesucht, welches mir psychisch hilft und keine Gewichtszunahme bewirkt. Leider ohne Erfolg."

Insgesamt wurden an ihr 16 verschiedene Medikamente in den letzen 13 Jahren erfolglos ausprobiert. Mit 60 kg Übergewicht wurde ihr Leben zur Qual. Ihr Mann hat sie nach der Klinik nicht mehr geküsst, er verweigerte den Sex und suchte sich eine Geliebte. Damit nicht genug, ihr wurde (wirklich begründbar? ) Schizophrenie diagnostiziert und von dort an wurde sie von ihrem Mann, als "krank und verrückt" erklärt und nicht mehr ernst genommen.

Nach ihrer kurzzeitigen psychotischen Störung im Jahre 2013, auch Belastungspsychose genannt, und nach einem langen 8 monatigem Klinikaufenthalt mit fatalen Folgen für ihr Körpergewicht, war sie 2015 wieder so stabil eine einjährige berufliche Reha zu beginnen. Sie arbeitet nun schon seit 10 Jahren wieder Vollzeit (30 Stunden) im Pflegeheim in der Küche, neben den Verpflichtungen als Mutter. Seit einem Jahr lebt sie von ihrem Mann getrennt und befindet sich im Scheidungsverfahren.

Mit stets 60 kg Übergewicht erfolgte 2019 auf ihren Wunsch ein Absetzversuch. Nach Anleitung des Psychiaters wurde eine viel zu schnelle Reduktion von 50% des Antipsychotikums im ersten Schritt vorgenommen, was eine Absetzpsychose zur Folge hatte.

"2020 Rückfall in eine Psychose, wieder stationär behandelt und wieder Gewichtszunahme durch Medikamente". Ihr Psychiater sagte: "Da müssen sie wohl nun ihr Leben lang Medikamente nehmen."

"Das hat mich dann 2024 dazu gebracht, durch eine Operation meinen Magen zu verkleinern, dadurch habe ich 34 kg abgenommen. Mein letzes Medikament "Benperidol" welches ich ausprobiert habe, habe ich mit Einverständnis meiner Ärztin auf 2 mg reduziert, welches ich bis jetzt nehme."


Der Wahnsinn der Psychiatrie

Iwona ist ein Herzensmensch, voller Liebe für ihre Kinder und ihre Mitmenschen. Sie lebte in einer Ehe mit ihrem untreuen Ehemann, auch für ihn hatte sie nur Mitgefühl. Mit Kraft und Energie arbeitet sie in Vollzeit vor und nach der Krise - nun in einer stressigen Großküche. Jetzt eine Ausbildung zur Genesungsbegleiterin.

Iwona ist eine starke Perönlichkeit - wirklich typisch schizophren? Oder nur eine kurzzeitige psychotische Störung nach einer Extrembelastung. Drei Wochen psychotische Symptome, dann nie wieder. Und eine reine Absetzpsychose beim zu schnellen Absetzen.

Aus einer einmaligen stressbedingten Psychose, so wie es früher gewesen wäre, verursachen Antipsychotika heutzutage eine Chronifizierung von möglicherweise nur sogenannter "Schizophrenie". Den Magen zu verkleinern wurde von ihrer Psychiaterin unterstützt, anstatt die Medikamente richtig abzusetzen - es zeigt sich hier der Wahnsinn der Psychiatrie mit ihren gravierenden Folgen.

Eine Magenverkleinerung ist ein irreversibler, großer chirurgischer Eingriff, der das Leben grundlegend verändert und mit erheblichen Konsequenzen verbunden ist. Es ist nur noch eine sehr geringe Nahrungsmenge möglich. Zu schnelles oder falsches Essen kann zu Schmerzen, Erbrechen oder dem sogenannten "Dumping-Syndrom" (Schwindel, Herzrasen, Schweißausbrüche) führen. Häufige Nebenwirkungen sind Gallensteine und Sodbrennen. Studien zeigen jedoch eine im Schnitt um etwa 3 Jahre verlängerte Lebenserwartung im Vergleich zu Übergewichtspatienten ohne Operation.

Aber damit nicht genug, der Wahnsinn geht weiter ...


Typische Folgeerkrankungen

Nach 13 Jahren haben sich typische Folgeerkrankungen von Antipsychotika entwickelt. Es sind Diabetes, Bluthochdruck und ein hoher Puls, die wiederum mit Medikamenten behandelt werden.

Für Diabetes nimmt sie seit ca. 6 Jahren nun morgens und abends 1000 mg Metformin.

Auf der Suche nach dem richtigen Medikament bekam Iwona vor 5 Jahren für eine kurze Zeit von 3 Monaten Abilify verschrieben, in der Hoffnung, dass sich damit ihr Übergewicht bessert. Das tat es nicht, aber als Nebenwirkung trat ein hoher Blutdruck und Puls auf, die nun mit Candesartan (8 mg/täglich) und Beta-Blockern (4 mg/täglich) behandelt werden.

Wäre es nicht selbstverständlich gewesen, nach dem Abilify wieder abgesetzt wurde auch diese Medikamente abzusetzen?

So nimmt sie seit 6 Jahren auch diese Medikamente, die wiederum eine lange Liste von Nebenwirkungen haben. Der Wahnsinn der Psychiatrie kennt keine Grenzen.


Genesungsbegleitung

Auf ihren Wunsch, haben wir nun begonnen ihr Antipsychotikum ( Benperidol - 2 mg) langsam schrittweise um 10% alle 4-6 Wochen zu reduzieren. Parallel dazu versuchen wir auch ihre anderen Medikamente und soweit es geht zu reduzieren und mit alternativer Medizin zu ersetzen.

Nach zwei Monaten mit verschiedener Nahrungsergänzung zeigen sich erste Erfolge. Ein Bericht erfolgt in einem weiteren Artikel.

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