DIE STÄRKSTEN HEILPFLANZEN BEI MÜDIGKEIT, ERSCHÖPFUNG UND ANTRIEBSSCHWÄCHE | Übersicht und Bewertung
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Phoenix -
4. März 2026 um 01:12 -
210 Mal gelesen -
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DIE STÄRKSTEN HEILPFLANZEN BEI MÜDIGKEIT, ERSCHÖPFUNG UND ANTRIEBSSCHWÄCHE | Übersicht und Bewertung
Antipsychotika können zu Müdigkeit, Apathie und Antriebsschwäche führen. Sedierung ist eine der am häufigsten berichteten Nebenwirkungen. In einer großen Online-Umfrage gaben 92 % der Nutzer Müdigkeit, 86% Motivationsverlust und 85% emotionale Abstumpfung als Nebenwirkung an. (Siehe Artikel)
Die stärksten Heilpflanzen gegen Müdigkeit und Antriebsschwäche sind sogenannte Adaptogene und Tonika, die den Körper und Geist bei Stress stärken und vitalisieren. Sie stellen die natürliche Energiebalance wieder her, ohne wie Koffein zu einem späteren „Absturz“ zu führen.
Zu den stärksten Heilpflanzen gehören Ginseng, Rosenwurz, Taigerwurzel, Maca, Astragallus und Schisandra, die sowohl bei körperlicher als auch geistiger Erschöpfung wirksam sind. Ashwagandha, Ginkgo, Heiliges Basilikum, Brahmi und Tigergras wirken hingegen vornehmlich bei geistiger Erschöpfung. Hier eine Tabelle mit der Schwerpunktwirkung:
Historie der Adaptogene
Adaptogene sind in den verschiedenen medizinischen Heilsystemen wohl bekannte und häufig genutzte Heilpflanzen. Sie gelten als offizielle Heilmittel in der UdSSR/Russland und in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), im Ayurveda, im Kampo und anderen traditionellen Medizinsystemen.
UdSSR/Russland

Der Begriff Adaptogen wurde 1958 vom sowjetischen Toxikologen Lazarev eingeführt. Er ging davon aus, dass Adaptogene die Widerstandskraft bei Menschen unter Stressbedingungen erhöhen, was zu verbesserter Ausdauer, Kondition und Leistungsfähigkeit führt. Rosenwurz-Extrakt ist ein Beispiel für ein adaptogenes Arzneimittel, das seit 1975 in der UdSSR/Russland in der offiziellen Medizin verwendet wird. Es ist angezeigt bei „verminderter geistiger und körperlicher Leistungsfähigkeit wie Schwäche, Erschöpfung, Müdigkeit und Konzentrationsverlust sowie während der Rekonvaleszenz (Genesung)“.
Tatsächlich wurden Adaptogene in der Weltraummedizin von sowjetischen Kosmonauten während langer Missionen auf der Station MIR sowie von Matrosen an Bord von Schiffen verwendet; auf U-Booten während langer Arktis-, Antarktis- oder Tropenexpeditionen; und von Piloten und Sportlern unter verschiedenen Stressbedingungen wie Sauerstoffmangel, Bestrahlung, Kälte und körperlicher und geistiger Überlastung.
TCM, Kampo und Ayurveda
Die in der TCM, japanischen Kampo-Medizin und Ayurveda verwendete Adaptogene sind z. B. Ginseng, Ashwagandha, Kalmegh und Bryonia. Kräuterheilkundige dieser Traditionen bezeichnen Adaptogene als Stärkungsmittel, Qi-Tonika, Rasayanas oder verjüngende Kräuter. Stärkungskräuter gelten in diesen traditionellen Heilsystemen als die wertvollsten und begehrtesten pflanzlichen Heilmittel.
Antikes Griechenland, Rom und die mittelalterliche Medizin

Der griechische Arzt Amirdovlat widmete beispielsweise jenen Heilpflanzen große Aufmerksamkeit, die antitoxische (Lavendel, Ringelblume, Eisenkraut) und stärkende Eigenschaften (Oster-Gewöhnlicher Fuchsschwanz, Bryonia) hatten. Amirdovlat verwendete Bryonia, die heilige Heilpflanze, als Allheilmittel für alle Krankheiten, um vorzeitiger Alterung vorzubeugen und Gesundheit und Vitalität zu erhalten.
In den 1990er Jahren bis in die heutige Zeit wurde Bryonia- Extrakt in Armenien, Russland, der Ukraine und Weißrussland als Stärkungsmittel und Adaptogen in die offizielle Medizin aufgenommen und als Arzneimittel registriert, und zwar u.a. als Mittel gegen verringerte Widerstandskraft gegen Infektionen; zur Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit, Koordination und geistigen Aktivität; und zur Vorbeugung von Stress. (1)
Wirkungsweise von Adaptogenen
Der Schlüssel zum Verständnis von Adaptogenen liegt in ihrer Rolle bei der Herstellung und Aufrechterhaltung eines inneren Gleichgewichts (adaptiven Homöostase), indem sie die natürliche Widerstandskraft des Körpers gegen Stressfaktoren aufbauen.

Adaptogene wirken wie Stressimpfstoffe, indem sie milden Stress erzeugen und so das Abwehrsystem und den Stoffwechsel des Körpers aktivieren, die negativen körperlichen Auswirkungen von Stress umkehren und das Gleichgewicht und die Gesundheit des Körpers wiederherstellen.
Durch leichten Stress werden Reparatur- und Erhaltungsmechanismen in Gang gesetzt, um die Zellen vor nachfolgenden Belastungen zu schützen, während chronischer Stress ein fortschreitendes Versagen dieser Mechanismen verursacht, was zu Zellalterung, Alterung und Zelltod führt. Zusammengefasst wird dieses Reiz-Reaktionssystem als adaptives Stressreaktionssystem des Körpers bezeichnet, das auf Umweltstress reagiert.
Dadurch wird es durch Adaptogene möglich, wie in der Grafik ersichtlich, als Stressschutz zu wirken und einer hohe Stressreaktion vorzubeugen, sowie eine stimulierende Wirkung, Stärke und Wiederstandskraft zu erzeugen, in der Phase in der ohne Adaptogene nach dem Stressereigniss eine Phase der Erschöpfung eingetreten wäre.
Wirkung von Adaptogenen auf das Immunsystem und das Gleichgewicht der Gehirnchemie

Wenn das Immunsystem aufgrund einer Über- oder Unterreaktion auf Belastungen nicht richtig funktioniert, helfen Adaptogene bei der Wiederherstellung der richtigen Immunantwort.
Wenn das Immunsystem hingegen überaktiv ist und Allergien und Asthma, rheumatoide Arthritis oder Lupus auslöst, schwächen Adaptogene die Reaktion des Immunsystems und bringen es auf ein normales Niveau zurück.
Wenn die Gehirnchemie aus dem Gleichgewicht gerät, können Adaptogene das Gleichgewicht wiederherstellen und tiefgreifende Auswirkungen auf die kognitiven Funktionen, das Gedächtnis und die Stimmung haben.
1. Adaptogene bei Psychosen, Schizophrenie und Depressionen
Vor allem haben Adaptogene potenzielle Vorteile bei der kognitiven Funktion, Verhaltensstörungen und psychischen Erkrankungen, wie Psychosen, Depressionen und Müdigkeit, die stressbedingt sind. In zahlreichen klinischen Studien konnte die positive Wirkung von Adaptogenen an schizophrenen und depressiven Patienten unter Stressbedingungen nachgewiesen werden. Sie wirken insbesondere für die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit bei Ermüdung und geistiger Anspannung.
Z.B. empfahl das Pharmakologische Komitee des Gesundheitsministeriums der UdSSR die medizinische Verwendung von Rosenwurz-Extrakt bei Patienten, die an Neurosen und Schizophrenie litten. Es wurde berichtet, dass Rosenwurz- Extrakt erfolgreich zur Linderung von Depressionen und Nebenwirkungen nach Psychopharmakatherapie bei schizophrenen Patienten eingesetzt wurde. (4)
Eine weitere Studie berichtete von einer vollständigen Genesung einer Psychose nach Behandlung mit Schisandra-Extrakt. Die Autoren behandelten 36 Patienten (19 mit Schizophrenie, sechs mit reaktiver Psychose, vier mit alkoholbedingter Psychose, drei mit Depressionen und vier mit Psychopathie) dreimal täglich mit Schisandra-Präparaten. Insgesamt wurde bei den Patienten mit Psychose eine vollständige Genesung beobachtet. (4)
(G) = Gesamtsymptome, (+) = positive, (-) = negative, (k) = kognitive Symptome, (D) = Depressionen, (Ä) = Ängste, (ST) = Stress, (SCH) = Schlaf, MEA = Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebsschwäche
* = im Zusammenwirken mit Schizandra und Rosenwurz (6)
**= Kombinationsprodukt mit Taigawurzel (10)
***= Ginkgo- und Cistanche-Extrakte
2. Kombination von Adaptogenen
In der TCM, Ayurveda und japanischen Kampo-Tradition werden feste Kombinationen von Heilpflanzen in standardisierten Proportionen verwendet. Die Idee, zwei oder mehr Pflanzen oder Substanzen zu kombinieren, die dann stärker wirken als jeder Inhaltsstoff allein, ist aus mehreren Gründen sehr attraktiv: Die Inhaltsstoffe können im menschlichen Organismus unterschiedliche Ziele und Wirkmechanismen haben und daher in Kombination eine bessere Wirkung erzielen.
Die Inhaltsstoffe können auch synergistisch wirken und so neue, einzigartige Wirkungen erzielen, die mit keinem Inhaltsstoff allein erzielt werden können. Synergistisch bedeutet, dass die Kombination aktiv ist, während die Inhaltsstoffe einzeln inaktiv sind. Synergie kann auch als die Entstehung einer neuen pharmakologischen Aktivität interpretiert werden, die nur der Kombination zweier oder mehr Inhaltsstoffe vorbehalten ist.
Eine Forschungsarbeit kommt zu dem Ergebnis:
"Einige Kombinationen adaptogener Pflanzen bieten aufgrund ihrer synergistischen Wechselwirkungen in Organismen einzigartige Effekte, die durch keine Zutat allein erreicht werden können." (1)
3. Adaptogene sind Multitasker
Adaptogene sind hinsichtlich ihrer pharmakologischen Wirkungen Multitasker.
"Adaptogene haben pharmakologisch pleiotrope Wirkungen und wirken unter anderem gegen Stress und Müdigkeit, stimulierend, tonisch, antidepressiv, neuroprotektiv, kardioprotektiv, leberprotektiv, gastroprotektiv, antioxidativ, autoinflammatorisch, immunmodulatorisch, antitumoral, antiviral, antibakteriell und hypoglykämisch." (1)
In niedrigen und normalen Dosen wirken Adaptogene durch milde Aktivierung des sympathische Nervensystem indem sie körperliche Stressreaktionen imitieren und so zu einer erhöhten Stressresistenz führen. In höheren Dosen können sie Entzündungen unterdrücken und so vorzeitiger Zell-Alterung vorbeugen und Gesundheit und Vitalität bewahren.
"Folglich hat die Multitarget-Therapie mit Kräuterpräparaten polyvalente Wirkungen auf verschiedene Mediatoren, Effektoren und Regulationssysteme, was sie vermutlich zum wirksamsten Ansatz für die Behandlung komplexer Krankheiten macht." (1)
4. Hilfe bei Nebenwirkungen von Psychopharmaka
Über 50% der Patienten mit Schizophrenie bekommen mindestens eine Folgeerkrankung, 30% sogar zwei oder mehr. Es handelt sich dabei vor allem um Krankheiten resultierend aus den Nebenwirkungen von Psychopharmaka, da diese neurotoxisch sind.
Zu den typischen Erkrankungen gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs. 90% der Antipsychotika und 70% der Antidepressiva sind stark krebserregend. Die Folge ist eine verkürzte Lebenserwartung von 15-25 Jahren.
Unterstützende Eigenschaften von Adaptogenen
Adaptogene können Ungleichgewichte in Zellteilungszyklen korrigieren, die zu einer unkontrollierten Zellteilung führen und so eine Antikrebs-Wirkung haben.
Sie haben die außergewöhnliche Fähigkeit, Fehler zu beheben, gute Funktionen zu fördern, das Gleichgewicht des Körpers zu halten und eine Verschlechterung der Körperfunktionen zu verhindern.
Adaptogene Effekte, wie sie bei Ginseng, Rosenwurz, Taigawurzel, Ashwagandha und Schisandra zu beobachten sind, sind wissenschaftlich bestätigt und wirken gegen chronische Entzündungen, Stoffwechselstörungen, Diabetes, Herzkrankheiten und Bluthochdruck, Lebererkrankungen und Krebs. (1)
Studien und Quellen
(1) Evolution of the adaptogenic concept from traditional use to medical systems: Pharmacology of stress‐ and aging‐related diseases. Alexander G. Panossian, Thomas Efferth, Alexander N. Shikov, Olga N. Pozharitskaya, Kenny Kuchta, Pulok K. Mukherjee, Subhadip Banerjee, Michael Heinrich, Wanying Wu, De‐an Guo, and Hildebert Wagner, 2021
(2) Plant Adaptogens—History and Future Perspectives. Velislava Todorova, Kalin Ivanov, Cédric Delattre, Vanya Nalbantova, Diana Karcheva-Bahchevanska, and Stanislava Ivanova, 2021
(3) Understanding adaptogenic activity: specificity of the pharmacological action of adaptogens and other phytochemicals. Alexander Panossian, 2017
(4) Effects of Adaptogens on the Central Nervous System and the Molecular Mechanisms Associated with Their Stress—Protective Activity. Alexander Panossian and Georg Wikman, 2010
(5) Rates and Predictors of Relapse in First-Episode Psychosis: An Australian Cohort Study Open Access. Ellie Brown, Gillinder Bedi, Pat McGorry, Brian O’Donoghue, 2020
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