24.07.20 - Allein zu Hause😕

Hallo Lieber schizophrenie-online.org Nutzer


Um diese Seite im vollen Umfang Nutzen zu können musst du dich Registrieren, erst dann ist das erstellen und beantworten von BeitrĂ€gen möglich. Auch der Chat und der nicht öffentliche Bereich ist nur fĂŒr Registrierte Benutzer verfĂŒhgbar.


Als Registrierter Nutzer profitierst du außerdem davon, dass du andere Mitglieder ĂŒber Privat-Nachrichten oder Email (anonymisiert) kontaktieren kannst.

Hallo,

sitze hier und bekomme eine Nachricht fĂŒr meinen Mann - da geht es mir erst in den Kopf: Heute fĂ€hrt mein Mann mit den Kindern zum Sport! Das bedeutet ich bleibe alleine daheim... Einen Moment habe ich ĂŒberlegt mitzufahren, aber momentan dĂŒrfen ja eh keine "Zuschauer" in die Halle,auch keine Eltern. Außerdem, was noch wichtiger ist, habe ich fĂŒr heute genug von Menschengruppen - alleine sein ist das kleinere Übel, denke ich und hoffe das ich richtig denke.

Die Ärztin hat mir heute wieder etwas interessantes, richtiges gesagt - nicht zum ersten Mal - , nĂ€mlich dass ich mehr mit ihr reden soll und dass ich mit den anderen nicht sprechen muss, es ist völlig in Ordnung zu sagen dass ich dazu nix sagen möchte bzw dass ich darĂŒber jetzt nicht sprechen möchte. Damit wĂŒrde es mir besser gehen... Ich WILL ja so denken und damit fĂŒr mich sorgen, aber wie soll ich mich umprogrammieren? Meine gefĂŒhle/ mein Körper funktioniert irgendwie anders als mein Verstand/mein Hirn. Ich bin auch immer so unentschlossen,was ich möchte: einerseits möchte ich antworten um niemand zu verprellen, beleidigen, einschĂŒchtern, oder sonst wie negativ gegen mich aufzubringen. Andererseits möchte ich gar nichts von mir erzĂ€hlen, aus Angst vor möglichen Konsequenzen. Wie finde ich heraus was mir das grĂ¶ĂŸte BedĂŒrfnis ist? Ruhe oder Frieden? Frieden hört sich gut an, aber selbst wenn ich Auskunft gebe habe ich den wohl nicht... die Gruppe lĂ€stert sehr hinter dem RĂŒcken ĂŒber Leute aus anderen Gruppen, obwohl wir die anderen doch kaum kennen --- sie reden garantiert genauso abfĂ€llig ĂŒber mich, wenn ich nicht da bin. Und sie merken doch nichts. Heute,gleich beim FrĂŒhstĂŒck, sagte eine Frau :" und jenny, wie war es gestern, haste doch gut ĂŒberstanden, den ganzen tag hier, ne?" Ich habs bejaht und dachte daran wie es mir gestern ging... naja, wir sind alle dort weil wir krank sind und da ist jeder mit sich selbst beschĂ€ftigt, irgendwie verstehe ich das, aber dann sollen sie doch das Interesse Heucheln lassen, wenn sie so gar nix verstehen.

Heute war recht gut. Nach der Ergotherapie habe ich mich mit meinem Buch in den Ruheraum verzogen, ich habe nicht die ganze Zeit gelesen und war nicht so konzentriert, aber es tat gut mal nicht bei den anderen zu sein.

Direkt davor hatte ich das kurze GesprĂ€ch mit der Ärztin, das war sehr nett - ich wĂŒrde sagen ich vertraue ihr und halte sie auf ihrem Gebiet fĂŒr sehr kompetent, warum kann ich nicht hingehen wenn was ist, wieso fĂ€llt es mir so schwer zu reden und zu sagen was in mir ist und so? Ich glaube sie könnte mir helfen wenn ich mich nur öffnen könnte... nur wenn ich vor ihr stehe bzw auf Station bin,dann fĂ€llt es mir so schwer...

Es grĂŒĂŸt euch

Hejemalafa