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SERIE | Die stärksten Heilpflanzen bei Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebsschwäche:
4. Ashwaganda
| Besserung in 2 - 12 Wochen | (G) | (+) | (-) | (k) | (D) | (Ä) | (ST) | (SCH) | (MEA) |
| Ashwaganda | 15% | - | 10% | 20% | 35% | 30% | 20% | 25% | 20% |
(G) = Gesamtsymptome, (+) = positive, (-) = negative, (k) = kognitive Symptome, (D) = Depressionen, (Ä) = Ängste, (ST) = Stress, (SCH) = Schlaf, MEA = Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebsschwäche
| Kurzfassung |
| Ashwaganda (Withania somnifera) auch Schlafbeere oder indischer Ginseng genannt, ist eine der bedeutsamsten Heilpflanzen des Ayurveda und wird seit über 3000 Jahren verwendet.
Im Ayurveda wird es als Rasayana (ein Weg zur Erlangung von Spitzenleistungen) klassifiziert, der die körperliche und geistige Gesundheit fördert, den Körper verjüngt und die Langlebigkeit erhöht.
Es wurden ca. 50 klinische Studien durchgeführt, die die Auswirkungen von Ashwagandha auf Stress und Angstzustände, Schizophrenie, kognitive Leistungsfähigkeit, Zwangsstörungen, Schlaflosigkeit und Müdigkeit, sexuelle Funktion und Diabetes untersuchten. Die Ergebnisse der meisten dieser Studien zeigten positive Auswirkungen der Einnahme von Ashwagandha. Insgesamt ist der stärkste Beweis für die therapeutische Wirksamkeit von Ashwagandha die Linderung von Stress- und Angstsymptomen. Diese Eigenschaften machen Ashwagandha zu einem besonders attraktiven Kandidaten für Personen mit Schizophrenie, die unter Ängsten, negativen und kognitiven Symptomen sowie unter Depressionen, Stress und Schlaflosigkeit leiden.
Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebsschwäche
Antipsychotika können zu Müdigkeit, Apathie und Antriebsschwäche führen. Sedierung ist eine der am häufigsten berichteten Nebenwirkungen. In einer großen Online-Umfrage gaben 92 % der Nutzer Müdigkeit, 86% Motivationsverlust und 85% emotionale Abstumpfung als Nebenwirkung an. (Siehe Artikel)
Die Forschung zeigt, dass Ashwagandha,, zur Linderung von Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebslosigkeit beiträgt. Sie belegt Verbesserungen der mentalen Wachheit, der körperlichen Ausdauer und des Energieniveaus. Studien an Erwachsenen mit chronischem Stress und Müdigkeit haben gezeigt, dass Ashwagandha das Energieniveau deutlich verbessert, Müdigkeitsgefühle reduziert und hilft, diese zu bewältigen.
Durch die Reduzierung von Stress und Angstgefühlen berichten Teilnehmer häufig von einer gesteigerten intrinsischen Motivation und verbesserter Konzentrationsfähigkeit. Mechanismen deuten darauf hin, dass Ashwagandha das Gleichgewicht von Neurotransmittern wie Dopamin unterstützen kann, was direkt mit dem Belohnungssystem und Antrieb verknüpft ist. Erste Effekte auf die Schlafqualität und Erholung zeigen sich oft nach 14 Tagen, während die volle Wirkung auf chronische Erschöpfung meist erst nach 8 bis 12 Wochen eintritt.
In einer 12-wöchigen Studie mit 120 Probanden, die unter Energiemangel litten, reduzierte die Einnahme von Ashwagandha die allgemeine Erschöpfung signifikant um 20% im Vergleich zu Placebo. (16) Eine andere Studie zeigte Verbesserungen um 15% auf der Chalder Fatigue Scale. (17)
Negative und Gesamtsymptome
Studien mit Schizophrenie-Patienten zeigten Besserungen der Gesamtsymptome um 15 %, bei negativen Symptomen um 10% gegenüber Placebo in 12 Wochen. (1)
Kognition
Studien zeigen, dass die tägliche Einnahme von Ashwagandha die kognitive Funktion, die Stimmung und die Motivation bei gestressten und erschöpften Erwachsenen verbessern kann. Ergänzungen von 600 mg täglich verbesserten in klinischen Tests das Gedächtnis, die Aufmerksamkeit und reduzierten die mentale Erschöpfung nach kognitiver Belastung. Ashwagandha zeigte Besserungen bis zu 20% gegenüber Placebo in 12 Wochen bei kognitiven Symptomen. (13) (14)
Depressionen und Ängste
Depressionen und Schlafstörungen verbesserten sich um 40% gegenüber Placebo in 12 Wochen. (15) Ängste konnten mit Ashwagandha in einer Studie mit Patienten mit generalisierter Angststörung um 20% in 10 Wochen gesenkt werden. (8) Die Zugabe von Piperin zu Ashwagandha zeigte in einer Studie sogar eine Verbesserung der Angst um 40% gegenüber Placebo in 12 Wochen. (15)
Stress
Ashwaganda wird traditionell als Beruhigungsmittel und bei stressbedingten Schlafstörungen eingesetzt, aber auch als „Adaptogen“ verwendet, d.h. als Mittel zur Steigerung der Leistungsfähigkeit und körperlichen Widerstandskraft gegen Stress und Krankheiten. Stress kann ein Auslöser für Psychosen sein. In Studien konnte der Cortisol- und Stresslevel um 20% gesenkt werden.(7)
Schlafstörungen
Schlafstörungen verbesserten sich ebenfalls um 40% gegenüber Placebo in 12 Wochen. (15) Die Lebensqualität konnte um 25% in 12 Wochen gegenüber Placebo gesteigert werden. (15) |
Können Antipsychotika zu Müdigkeit, Apathie und Antriebsschwäche führen?
Antipsychotika haben eine Reihe von Nebenwirkungen. Sie können unter anderem auch zu Müdigkeit, Apathie und Antriebsschwäche führen. Diese Symptome zählen zu den häufigsten psychischen Nebenwirkungen dieser Medikamentengruppe.
Sedierung ist eine der am häufigsten berichteten Nebenwirkungen. In einer großen Online-Umfrage gaben 92 % der Nutzer Drowsiness (Schläfrigkeit) oder Müdigkeit als Nebenwirkung an. Diese Müdigkeit kann so stark sein, dass sie das Aufstehen am Morgen oder die Bewältigung alltäglicher Aufgaben massiv erschwert.
Betroffene bringen diese Nebenwirkungen mit Schwierigkeiten in Verbindung, sich voll am Leben und an sozialen Rollen zu beteiligen, und mit der Unfähigkeit, eine Arbeit zu finden. Sie bringen insbesondere Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Sedierung und kognitive Probleme mit einer Beeinträchtigung der Alltagsfunktionen und der Unfähigkeit zu arbeiten in Verbindung, was die gesellschaftliche Genesung beeinträchtigt. Weitere Ergebnisse der Umfrage:
"Etwas weniger Menschen empfanden die Medikamente allgemein als „hilfreich“ (41%) als als „nicht hilfreich“ (43%). Während 35% berichteten, dass sich ihre „Lebensqualität“ „verbessert“ habe, gaben 54% an, dass sie sich „verschlechtert“ habe ...
57% oder mehr der Teilnehmer berichteten von 14 Nebenwirkungen, am häufigsten: „Benommenheit, Müdigkeit, Sedierung“ (92%), „Motivationsverlust“ (86%), „verlangsamtes Denken“ (86%) und „emotionale Abstumpfung“ (85%). Suizidalität wurde von 58% als Nebenwirkung gemeldet ...
Die meisten Befragten (70%) hatten versucht, die Medikamente abzusetzen. Die häufigsten Gründe dafür waren Nebenwirkungen (64%) und Sorgen um die langfristige körperliche Gesundheit (52%). Die meisten (70%) konnten sich nicht erinnern, über Nebenwirkungen informiert worden zu sein." (1)
Apathie und Antriebsschwäche, die oft als emotionale Abstumpfung oder sekundäre Negativsymptome bezeichnet werden, entstehen, weil Antipsychotika, insbesondere Dopamin-D2-Rezeptorantagonisten, die für Vergnügen, Belohnung und Initiative verantwortlichen Dopaminbahnen blockieren. Eine starke Blockade kann dazu führen, dass man weniger Freude empfindet (Anhedonie) und den inneren Antrieb verliert (Avolition). Dies kann dazu führen, dass die Motivation für alltägliche Aktivitäten sinkt und das Denken verlangsamt wirkt.
Häufige Symptome: Betroffene berichten oft von einem Gefühl der "Zombie-ähnlichen" Wirkung, körperlicher Müdigkeit, Schläfrigkeit und emotionaler Taubheit. In Studien wurde ein Zusammenhang zwischen hoher Sedierung und verminderter Motivation bestätigt.
Müdigkeit und Sedierung: Viele Antipsychotika (z. B. Quetiapin oder Olanzapin) wirken stark dämpfend. Während diese Wirkung in akuten Krisen (z. B. bei Unruhe) gewollt sein kann, wird sie im Alltag oft als belastend empfunden.
Apathie und „Emotionale Taubheit“: Patienten berichten häufig von einem Gefühl der emotionalen Gleichgültigkeit oder einer „inneren Leere“. In Fachkreisen wird dies teils als „neuroleptisches Defizitsyndrom“ bezeichnet.
Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit: Diese Auswirkungen werden gemeinhin als bedeutende, aber manchmal übersehene Auswirkungen auf die tägliche Funktionsfähigkeit und die Lebensqualität beschrieben.
Es ist wichtig, dass Personen, die diese Symptome verspüren, diese mit ihrem Arzt besprechen, da dieser möglicherweise die Dosierung anpassen oder das Medikament wechseln kann, um diese und andere mögliche Nebenwirkungen besser zu behandeln.
1. Wirkungsweise
Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebsschwäche
Ashwagandha wirkt auf die HPA-Achse, um den Cortisolspiegel zu normalisieren und die „Nebennierenerschöpfung“ zu reduzieren, die Müdigkeit und Antriebslosigkeit verursacht.
Schizophrenie
Es gibt seit langem die These, dass Personen mit Schizophrenie eine schwache antioxidative Abwehr aufweisen. Diese immun-entzündlichen Veränderungen wirken sich auf die dopaminerge, glutamaterge und cholinerge Neurotransmission aus, die wiederum mit den bei Schizophrenie festgestellten positiven, negativen und kognitiven Symptomen verbunden sind.
Die Vorteile von Ashwagandha können sich aus der antioxidativen, entzündungshemmenden und immunverstärkenden Wirkungen sowie der Modulation von GABA und Glutamat und anderen Neurotransmittern ergeben. Es reduziert die Apoptose (Zelltod) und fördert die synaptische Plastizität (Anpassungsfähigkeit des Gehirns).

Kognition
Ashwagandha wird in der traditionellen ayurvedischen Medizin seit jeher zur Verbesserung des Gedächtnisses und der kognitiven Fähigkeiten verwendet, möglicherweise indem es GABA, Cholin beeinflusst und/oder als Agonist der nikotinischen α-7-Rezeptoren wirkt.
Stress
Ashwagandha senkt nachweislich den Cortisolspiegel, ein Stresshormon.
Ängste
Ashwagandha kann Neurotransmitter wie GABA und Serotonin beeinflussen, die bei der Stimmungsregulierung und Angst eine Rolle spielen. Über einen gesenkten Cortisolspiegel kann es auch zur Linderung von Angstgefühlen beitragen.
2. Studien
Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebsschwäche
1. Eine placebokontrollierte Studie untersuchte die Wirkung von Ashwagandha-Wurzelextrakt auf Kognition, Energie und Stimmung bei 120 Erwachsenen mit kognitiven und Energieproblemen. Die Probanden wurden einer von zwei Gruppen zugeteilt: entweder erhielten sie 600 mg Ashwagandha-Wurzelextrakt pro Tag oder ein identisches Placebo. Die Einnahme erfolgte über 8 Wochen.
Die Teilnehmer der Ashwagandha-Gruppe zeigten eine signifikant stärkere Verringerung der mentalen Erschöpfung und eine Steigerung des allgemeinen Energieniveaus um 20% im Vergleich zur Placebo-Gruppe. Die Studie zeigte eine Reduzierung der mentalen Müdigkeit (Mental Fatigue Scale). Die Probanden berichteten von einer besseren Stimmung und einer gesteigerten Motivation bzw. exekutiven Funktion. Zusätzlich wurden Verbesserungen des episodischen Gedächtnisses, des Arbeitsgedächtnisses und der Aufmerksamkeit festgestellt.
"Das pflanzliche Präparat wurde gut vertragen und die Patienten-Compliance war hoch. In keiner der beiden Gruppen wurden schwerwiegende unerwünschte Ereignisse berichtet. Diese Studie legt nahe, dass eine Dosis von 600 mg täglich die Kognition, die Energie und die Stimmung bei Erwachsenen mit selbstberichteten kognitiven und energetischen Problemen verbessern kann." (16)
2. In einer weiteren 12-wöchigen placebokontrollierten Studie (RCT) wurden die Auswirkungen von Ashwagandha auf Stress, Müdigkeit und Sexualhormone bei 111 übergewichtigen Männern und Frauen mit Stress- und Müdigkeitssymptomen untersucht. Die Behandlungsgruppe erhielt zweimal täglich 200 mg eines Ashwagandha-Wurzelextrakts, die Kontrollgruppe erhielt ein Placebo
Die Teilnehmer, die den Ashwagandha-Extrakt über 12 Wochen einnahmen, berichteten von einer 15-prozentigen Verringerung des Gesamtwerts auf der Müdigkeitsskala im Vergleich zur Placebogruppe. Es wurde auch eine Reduzierung des Stressniveaus um 38,59 % festgestellt, unterschied sich jedoch nicht signifikant von denen der Placebogruppe.
Bei den Männern, die Ashwagandha einnahmen, war im Vergleich zur Placebogruppe ein signifikanter Anstieg von freiem Testosteron und luteinisierendem Hormon zu verzeichnen. Ergebnis der Studie:
"Sekundäre Ergebnisparameter lassen ... auf eine mögliche Wirkung gegen Erschöpfung schließen. Diese könnte auf einen Einfluss auf das autonome Nervensystem zurückzuführen sein." (17)
3. Ziel einer Studie war es, die Erfahrungen von Studierenden zur Wirkung von Ashwagandha auf Energieniveau, mentale Klarheit, Schlafdynamik und Stress zu erforschen. Die Teilnehmer der Behandlungsgruppe nahmen täglich 700 mg Ashwagandhaextrakt ein, während die Teilnehmer der Placebogruppe Glycerinkapseln einnahmen. Ergebnisse der Studie:
"Unsere Ergebnisse zeigen, dass Ashwagandha das subjektive Wohlbefinden von Studierenden durch die Förderung anhaltender Energie, gesteigerter mentaler Klarheit und verbesserter Schlafqualität in einer moderaten Dosierung über 30 Tage steigerte." (18)
Negative Symptome

1. Schizophrenie-Patienten können von Ashwagandha profitieren, wie u.a. eine placebokontrollierte Doppelblindstudie mit 64 Schizophrenie-Patienten ergab. (1) (2)
Die Patienten nahmen 12 Wochen lang täglich 1000 mg Ashwagandha-Extrakt oder ein Placebo. Verbesserungen bei der Behandlung bei negativen Symptomen, Angst und Depressionen, Gesamt- und Stresssymptomen wurden erstmals nach 4 Wochen festgestellt und hielten während des 12-wöchigen Studienzeitraums an. Ashwaganda erreicht nach 12 Wochen eine 15%ige Besserung der Gesamtsymptome.
2. Eine weitere Studie mit Schizophrenie-Patienten mit einer zusammengesetzten Formulierung, die Shankhapushpi, Jatamamsi, Brahmi , Ashwagandha und Vacha enthielt, reduzierte psychotische Symptome. Alle Heilpflanzen in der Verbindung haben sich in verschiedenen Studien als wirksam bei Psychosen erwiesen. "Es ist zu erwarten, dass zusammengesetzte Formulierungen eine gleichwertige oder größere Wirkung auf psychotische Symptome haben." ( Kulamarva et al. , 2023) (5)
Kognitive Symptome
Ashwagandha zeigte positive Wirkungen in den Kategorien:
- Aufmerksamkeit und Konzentration
- Arbeitsgedächtnis und exekutive Funktion
- Lernen und Gedächtnis
- Soziale Kognition
Ashwagandha-Extrakte waren in einer systematischen Überprüfung von kognitionssteigernden Heilpflanzen die einflussreichsten zur Verbesserung der sozialen Kognition. (13)
1. Aufmerksamkeit und Konzentration
Die Auswirkungen von Ashwagandha auf die Aufmerksamkeit wurden im Rahmen mehrerer Studien an Menschen untersucht, die sich hauptsächlich auf Patienten mit Aufmerksamkeitsdefiziten aufgrund von kognitivem Abbau konzentrierten. (13)
1. Die Verabreichung von 300 mg Ashwagandha-Wurzelextrakt über vier Wochen verbesserte die anhaltende Aufmerksamkeit und die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung bei Personen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung. Eine längere Behandlung (bis zu acht Wochen) mit derselben Dosierung verbesserte die Aufmerksamkeit weiter. (13)
2. Die zweimal tägliche Einnahme von Ashwagandha- Extrakt (1000 mg/Tag) über 14 Tage verbesserte die Aufmerksamkeit und die sensorische-motorische Leistung. (Pingali et al. 2014 ).
2. Arbeitsgedächtnis und exekutive Funktion
3. Die akute Supplementierung mit 400 mg eines Ashwagandha -Wurzel- und -Blattextrakts half, die Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten und verbesserte das Kurzzeit- oder Arbeitsgedächtnis. (13)
4. Eine placebokontrollierte Studie mit Probanden mit leichter kognitiver Beeinträchtigung zeigte, dass die Ergänzung mit Ashwaghanda-Wurzelextrakt (300 mg zweimal täglich über acht Wochen) verschiedene Aspekte der Gedächtnis- und Lernfähigkeit verbesserte, darunter das visuelle Gedächtnis und das verbale Erinnerungsvermögen.
Schlussfolgerungen der Studie: "Ashwagandha kann bei der Verbesserung des Kurzzeit- und Allgemeingedächtnisses von Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung wirksam sein und außerdem die Exekutivfunktionen, die Aufmerksamkeit und die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung verbessern." (Choudhary et al. 2017 ).
3. Lernen und Gedächtnis
5. In einer placebokontrollierten Studie wurde die Wirkung von 300 mg Ashwagandha-Wurzelextrakt-Kapseln auf kognitive Funktionen, Stressniveau, Schlafqualität, allgemeines Wohlbefinden und Sicherheit bei gestressten Personen untersucht. 130 Personen nahmen 90 Tage lang täglich eine Kapsel Ashwagandha oder ein Placebo ein.

Für die Ashwagandha-Gruppe stieg Erinnerungsvermögen (PALFAMS) signifikant um 20% gegenüber Placebo in 90 Tagen. Die Gesamtfehlerquote sank zudem in der Ashwagandha-Gruppe um 15%. Der Stresswert sank um 30% und die Schlafqualität verbesserte sich ebenfalls um 30%.
Schlussfolgerungen der Studie: "Dies ist die erste klinische Studie, in der Ashwagandha auf seine Sicherheit und Wirksamkeit hin untersucht wurde. Die Behandlung mit einer Kapsel Ashwagandha einmal täglich über 90 Tage verbesserte Gedächtnis und Konzentration, psychisches Wohlbefinden und Schlafqualität, reduzierte den Stresspegel und war sicher und gut verträglich." (14)
4. Soziale Kognition
6. Ashwagandha verbesserte das auditiv-verbale Arbeitsgedächtnis (als Maß für soziale Kognition) in einer 8-wöchigen, placebokontrollierten Studie mit Patienten mit bipolarer Störung mit einer Dosis von 500 mg/Tag Ashwagandha-Extrakt. Ashwagandha zeigte eine angstlösende Wirkung und trug zu einer Verbesserung des verbalen Hörens, der Berichts- und Reaktionszeiten in der Öffentlichkeit bei. Der Extrakt zeigte eine signifikante Wirksamkeit bei der Verbesserung der Leistung des Patienten bei kognitiven Aufgaben um 15%. (Chengappa et al. , 2013 ).
Depressionen
Ashwaghanda wurde in vier Studien, eine bei denen Schizophrenie diagnostiziert wurde, auf ihre antidepressive Wirkung hin untersucht. Die täglichen Dosen lagen zwischen 240 und 1000 mg über einen Zeitraum von 5 -12 Wochen. Die Ergebnisse dieser Studien zeigen, dass Ashwagandha bei depressiven Symptomen von signifikantem Nutzen sein kann.
1. Die Wirkung von Ashwagandha-Wurzelextrakt mit Piperin wurde bei Personen mit leichter bis mittelschwerer Depression in einer aktuellen placebokontrollierten Studie von 2022 mit 70 Teilnehmer über 90 Tage untersucht. Depression verbesserten sich um 30% gegenüber Placebo. Die Serumspiegel von Serotonin stiegen in der Ashwagandha-Gruppe, zeigten aber einen Rückgang in der Placebo-Gruppe.
Die Autoren dieser Studie kommen zu der Schlussfolgerung: "Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass 500 mg Ashwagandha-Wurzelextrakt, standardisiert auf 2,5 % Withanolide mit 5 mg Piperin, bei der Linderung von Depressionen und Angstzuständen hilfreich sind, indem sie den Serotoninspiegel im Serum erhöhen." (11)
Wirkungssteigerung mit Piperin
2. In einer placebokontrollierten Studie erhielten 70 Teilnehmer über 90 Tage einmal täglich abends Ashwagandha-Wurzelextrakt (ARE) (500 mg) mit Piperin (5 mg) oder Placebo.
"Das Ausmaß der Verbesserungen betrug 52,1 % bei Angstzuständen und 52,9 % bei Depressionen in der ARE-Gruppe gegenüber 13,6 % bzw. 11,6 % in der Placebo-Gruppe ... Teilnehmer, die ARE einnahmen, berichteten von einer signifikanten Verbesserung der Lebensqualität (um 25%) und einer guten Verträglichkeit ... " (15) Die Ergebnisse der Studie waren vergleichbar mit früheren Studien mit Ashwagandha-Extrakten.
Schlussfolgerung: "Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass 500 mg ARE, standardisiert auf 2,5 % Withanolide mit 5 mg Piperin, durch Erhöhung des Serumserotoninspiegels Depressionen und Angstzustände lindern können."(15)

Angst
Generalisierter Angststörung

1. Vierzig Patienten mit generalisierter Angststörung nahmen an einer Placebo-Studie teil und wurden nach dem Zufallsprinzip für die Teilnahme an der Behandlungsgruppe (Ashwaghanda-Extrakt, 1 g/Tag) oder der Placebogruppe ausgewählt.
Ergebnisse: Es wurde gezeigt, dass Ashwagandha im Vergleich zum Placebo, die Angst und das Stressniveau signifikant um 20% in 10 Wochen reduzierte.
Der Extrakt war sicher und während des Versuchs wurden keine nachteiligen Auswirkungen beobachtet. (8)
Wirkungssteigerung mit Piperin
2. In einer placebokontrollierten Studie erhielten 70 Teilnehmer über 90 Tage einmal täglich abends Ashwagandha-Wurzelextrakt (ARE) (500 mg) mit Piperin (5 mg) oder Placebo.
"Das Ausmaß der Verbesserungen betrug 52,1 % bei Angstzuständen und 52,9 % bei Depressionen in der ARE-Gruppe gegenüber 13,6 % bzw. 11,6 % in der Placebo-Gruppe ... Teilnehmer, die ARE einnahmen, berichteten von einer signifikanten Verbesserung der Lebensqualität (um 25%) und einer guten Verträglichkeit ... " (15) Die Ergebnisse der Studie waren vergleichbar mit früheren Studien mit Ashwagandha-Extrakten.
Schlussfolgerung: "Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass 500 mg ARE, standardisiert auf 2,5 % Withanolide mit 5 mg Piperin, durch Erhöhung des Serumserotoninspiegels Depressionen und Angstzustände lindern können."(15)

Stress
Metaanalyse
1. Eine Metaanalyse untersuchte die Auswirkungen von Ashwagandha auf Ängste und Stress in 12 klinische Studien mit 1.002 Teilnehmern.
Die Ergebnisse: "Wir fanden heraus, dass eine Ashwagandha-Ergänzung Angstzustände und Stresslevel im Vergleich zum Placebo signifikant reduzierte. Darüber hinaus deutete die nichtlineare Dosis-Wirkungs-Analyse auf eine günstige Wirkung einer Ashwagandha-Ergänzung auf Angstzustände bis 12 g/Tag und Stress bei einer Dosis von 300-600 mg/Tag hin." (4)
2. In einer 60-tägigen placebokontrollierten Studie wurde die stresslindernde und pharmakologische Wirkung eines Ashwagandha-Extrakts bei gestressten, gesunden Erwachsenen untersucht. Sechzig Erwachsenen bekamen einmal täglich entweder ein Placebo oder 240 mg eines standardisierten Ashwagandha-Extrakts.
"In der Ashwagandha-Gruppe wurde im Laufe der Zeit eine statistisch signifikante Cortisolreduktion von 23 % beobachtet. In der Placebogruppe traten jedoch keine signifikanten Änderungen auf (0,5 % Anstieg)." (7)
Basierend auf HAM-A verringerte sich das Angstniveau bei Teilnehmern, die Ashwagandha einnahmen, um 17 % im Vergleich zu Placebo. Eine weitere Bestätigung der stimmungsaufhellenden Wirkung von Ashwagandha lieferten positive Gesamtverbesserungen im DASS-21 (30 % vs. 10 %), einem Maß für Depressions-, Angst- und Stresssymptome.

Ergebnisse: Im Vergleich zum Placebo war Ashwagandha mit einer signifikanten Verringerung der Angst- und Stresswerte verbunden. Der Testosteronspiegel stieg im Laufe der Zeit bei Männern leicht an. Diese Ergebnisse legen nahe, dass die stresslindernde Wirkung von Ashwagandha über seine mildernde Wirkung auf die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse erfolgen kann. (7)
Schlaf
1. In einer aktuellen klinischen Studie von 2021 wurde die Verwendung eines Ashwagandha-Extrakts sowohl als Anxiolytikum als auch zur Verbesserung von Schlaflosigkeit im Vergleich zu einem Placebo bestätigt. Insgesamt 80 Teilnehmer wurden zwei Gruppen zugeordnet, entweder Ashwagandha oder Placebo, und 8 Wochen lang untersucht.
Ergebnisse: "Sowohl bei gesunden als auch bei schlaflosen Probanden kam es in der mit Ashwagandha-Wurzelextrakt ergänzten Gruppe zu einer signifikanten Verbesserung der Schlafparameter. Die vorliegende Studie bestätigt, dass Ashwagandha-Wurzelextrakt die Schlafqualität verbessern und bei der Behandlung von Schlaflosigkeit helfen kann. Ashwagandha-Wurzelextrakt wurde von allen Teilnehmern unabhängig von ihrem Gesundheitszustand und Alter gut vertragen." (9)
2. In einer weiteren placebokontrollierten Studie erhielten 150 gesunde Probanden die unter nicht erholsamem Schlaf litten sechs Wochen lang einmal täglich 120 mg standardisierten Ashwagandha-Extrakt
Ergebnisse: "In der Behandlungsgruppe wurde eine Steigerung der selbstberichteten Schlafqualität um 72 % festgestellt, verglichen mit 29 % in der Placebogruppe. Die sechswöchige Ergänzung mit dem standardisierten Ashwagandha-Extrakt verbesserte die allgemeine Schlafqualität bei gesunden Probanden. In der Studie wurden keine behandlungsbedingten unerwünschten Ereignisse berichtet." (1)
3. Anwendung Die wirksamsten Ergebnisse bei Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebsschwäche wurden mit täglichen Dosen von 300–600 mg Wurzelextrakt über einen Zeitraum von 12 Wochen erzielt. Eine Dosis-Wirkungs-Analyse zeigte eine günstige Wirkung von Ashwagandha auf Angstzustände bis 12g/Tag und bei Stress mit einer Dosis von 300–600 mg/Tag. Die tägliche Dosis sollte 6 bis 10 g gemahlene Wurzel oder das Äquivalent von 750 mg bis 1250 mg Ashwaganada- Extrakt bei kognitiven Symptomen betragen. Die durchschnittlich empfohlene Dosis liegt bei 3-6 g täglich von reinem Ashwaganda als Wurzel (Pulver). Bei einem Wirkstoff-Extrakt sind die Vorgaben des Herstellers zu beachten. |
4. Einkauf
Beim Einkauf ist darauf zu achten entweder die Pflanze als Pulver zu kaufen oder einen Extrakt. |
Studien und Quellen:
(1) Adjunctive Use of a Standardized Extract of Withania somnifera (Ashwagandha) to Treat Symptom Exacerbation in Schizophrenia: A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Study. K N Roy Chengappa, Jaspreet S Brar , Jessica M Gannon, Patricia J Schlicht, 2018
(2) Randomized placebo-controlled adjunctive study of an extract of withania somnifera for cognitive dysfunction in bipolar disorder. Chengappa K.N., Bowie C.R., Schlicht P.J., Fleet D., Brar J.S., Jindal R. J Clin Psychiatry. 2013
(3) Ashwagandha (Withania somnifera)—Current Research on the Health-Promoting Activities: A Narrative Review by Paulina Mikulska, Marta Malinowska, Miłosz Ignacyk, 2023
(4) Does Ashwagandha supplementation have a beneficial effect on the management of anxiety and stress? A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Camellia Akhgarjand, Farzaneh Asoudeh, Amir Bagheri, Zahra Kalantar, Zahra Vahabi, Sakineh Shab-bidar, Hamid Rezvani, Kurosh Djafarian, 2022
(5) Role of Ayurveda in the management of psychotic disorders: A systematic review of clinical evidence.Kavyashree Kulamarva, Venkataram Shivakumar, Umesh Chikkanna, Kishore Kumar Ramakrishna, Hemanth Bhargav, Shivarama Varambally, 2023
(6) Potential clinical applications of Ashwagandha (Withania somnifera) in medicine and neuropsychiatry. D'Cruz M, Andrade C., 2022
(7) An investigation into the stress-relieving and pharmacological actions of an ashwagandha (Withania somnifera) extract: A randomized, double-blind, placebo-controlled study. Adrian L Lopresti , Stephen J Smith, Hakeemudin Malvi, Rahul Kodgule, 2019
(8) Assessment of the Efficacy of Withania somnifera Root Extract in Patients with Generalized Anxiety Disorder: A Randomized Double-blind Placebo- Controlled Trial. Sara Fuladi, Seyed A Emami, Amir H Mohammadpour, Asieh Karimani, Ali A Manteghi, Amirhossein Sahebkar, 2021
(9) Clinical evaluation of the pharmacological impact of ashwagandha root extract on sleep in healthy volunteers and insomnia patients: A double-blind, randomized, parallel-group, placebo-controlled study. Deepak Langade, Vaishali Thakare, Subodh Kanchi, Sunil Kelgane, 2021
(10) A randomized, double blind, placebo controlled study to evaluate the effects of ashwagandha (Withania somnifera) extract on sleep quality in healthy adults. Abhijit Deshpande, Nushafreen Irani, Ratna Balkrishnan, Irin Rosanna Benny, 2020
(11) A Standardized Withania somnifera (Linn.) Root Extract with Piperine Alleviates the Symptoms of Anxiety and Depression by Increasing Serotonin Levels: A Double-Blind, Randomized, Placebo-Controlled Study. Muhammed Majeed , Kalyanam Nagabhushanam , Avinash Murali, Devarajan T Vishwanathan, Ramamohan V Mamidala , Lakshmi Mundkur, 2024
(12) Nootropic Herbs, Shrubs, and Trees as Potential Cognitive Enhancers. Matěj Malík and Pavel Tlustoš, 2023
(13) Plant-derived nootropics and human cognition: A systematic review. Cristina Lorca,María Mulet,Catalina Arévalo-Caro,M. Ángeles Sanchez,Ainhoa Perez,María Perrino, 2022
(14) Efficacy and Safety of Ashwagandha Root Extract on Cognitive Functions in Healthy, Stressed Adults: A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Study. Kumarpillai Gopukumar, Shefali Thanawala, Venkateswarlu Somepalli, T. S. Sathyanaryana Rao, Vijaya Bhaskar Thamatam, Sanjaya Chauhan, 2021
(15) A Standardized Withania somnifera (Linn.) Root Extract with Piperine Alleviates the Symptoms of Anxiety and Depression by Increasing Serotonin Levels: A Double-Blind, Randomized, Placebo-Controlled Study. Authors: Muhammed Majeed, Kalyanam Nagabhushanam, Avinash Murali, Devarajan T Vishwanathan, Ramamohan V Mamidala, and Lakshmi Mundkur, 2023
(16) Safety and Efficacy of Ashwagandha Root Extract on Cognition, Energy and Mood Problems in Adults: Prospective, Randomized, Placebo-Controlled Study
Sanjiv Kale, MD ,Adrian Lopresti, MD ,Ravleen Suri, MBBS ,Neha Garg, MD &Deepak Langade, MD, 2024
(17) Exploring the efficacy and safety of a novel standardized ashwagandha (Withania somnifera) root extract (Witholytin®) in adults experiencing high stress and fatigue in a randomized, double-blind, placebo-controlled trial. Stephen J Smith . Adrian L Lopresti, and Timothy J FairchildView all authors and affiliations, 2023
(18) The Perceived Impact of Ashwagandha on Stress, Sleep Quality, Energy, and Mental Clarity for College Students: Qualitative Analysis of a Double-Blind Randomized Control Trial. Cynthia Baker 1, Jessica B Kirby 1, Jack O'Connor 1, Keston G Lindsay 1, Andrea Hutchins 1, Margaret Harris