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SERIE | Die stärksten Heilpflanzen bei Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebsschwäche:
2. Rosenwurz
| Besserung in 4 -12 Wochen | (+) | (-) | (k) | (D) | (Ä) | (ST) | (SCH) | (MEA) |
| Rosenwurz | - | ✓ | ✓ | 35% | 40% | 45% | ✓ | 45% |
(+) = positive, (-) = negative, (k) = kognitive Symptome, (D) = Depressionen, (Ä) = Ängste, (ST) = Stress, (SCH) = Schlaf, MEA = Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebsschwäche
| Kurzfassung |
| Rosenwurz (Rhodiola rosea) ist eine adaptogene Heilpflanze, die seit langem medizinische Verwendung in russischen, baltischen und skandinavischen Ländern und auch in China findet.
In den arktischen Höhenregionen Sibiriens wird Rosenwurz „Goldene Wurzel“ genannt, und in Skandinavien haben sie schon die Wikinger zur Steigerung der körperlichen Stärke und Energie verwendet. Ein 1200 Jahre altes tibetisches Wörterbuch beschreibt die heilenden Eigenschaften dieser Bergpflanze. Seit mindestens 1542 ist Rosenwurz auch in Deutschland bekannt und in einem lateinischen Kräuterbuch erwähnt. Seit den 1970 iger ist Rosenwurz Teil der russischen Schulmedizin und erhielt als Extrakt die Zulassung als Arzneimittel.
Es wurden zu Rosenwurz insgesamt über 20 klinische Studien mit über 1000 Teilnehmern zu psychiatrischen Erkrankungen durchgeführt und es zeigten sich Besserungen bei Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebsschwäche, bei kognitiven Symptomen, Depressionen und Ängsten sowie Stress.
Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebsschwäche
Antipsychotika können zu Müdigkeit, Apathie und Antriebsschwäche führen. Sedierung ist eine der am häufigsten berichteten Nebenwirkungen. In einer großen Online-Umfrage gaben 92 % der Nutzer Müdigkeit, 86% Motivationsverlust und 85% emotionale Abstumpfung als Nebenwirkung an. (Siehe Artikel)
Rosenwurz ist eine wirksame adaptogene Heilpflanze, die klinisch nachweislich Burnout und stressbedingte Erschöpfung bekämpft und gleichzeitig Konzentration und körperliche Leistungsfähigkeit verbessert. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass es besonders wirksam sein kann, um Müdigkeit, Erschöpfung und mangelnde Motivation zu bewältigen. Studien haben in 8 Wochen Verbesserungen der Motivation und des Aktivitätsniveaus um 45% bei Menschen festgestellt, die unter chronischer Müdigkeit leiden, die sich um 50% verbesserte. (15) (17) (18)
Studien zeigen zudem deutliche Verbesserungen der Symptome von stressbedingtem Burnout und chronischer Müdigkeit nach 4–8 Wochen Anwendung. Rosenwurz verbessert die körperliche und die geistige Leistungsfähigkeit und reduziert die mit Erschöpfung verbundene „Mir-ist-egal“-Einstellung. Aufgrund seiner vielfältigen Wirkmechanismen wird auch vermutet, dass Rhodiola eine wirksame Therapieoption für Menschen mit Post-Coronavirus-Syndrom darstellen könnte. (16)
Psychosen
Für Menschen mit Psychosen kann es von Bedeutung sein, weil es die Reizüberflutung senkt, also das sogenannte sensomotorische Gating verbessert, wie vorklinische Studien aus Deutschland zeigten. (1)
Kognition
Rosenwurz verbessert kognitive Funktionen wie Gedächtnis, Konzentration und mentale Schnelligkeit, insbesondere unter Stress oder Müdigkeit. Die Pflanze steigert die mentale Leistungsfähigkeit und reduziert stressbedingte Erschöpfung. Studien zeigen verbesserte Reaktionszeiten und mentale Ressourcen.
Depressionen und Ängste
Rosenwurz wird traditionell zur Linderung von Stresssymptomen und zur Stimmungsaufhellung bei leichten bis mittelschweren Depressionen und Ängsten eingesetzt, wobei Studien eine potenzielle Wirksamkeit bei geringeren Nebenwirkungen als herkömmliche Antidepressiva nahelegen. Studien zeigten Besserungen bei Depressionen um 35% (8), Ängsten um 40% (10).
Stress
Rosenwurz wird auch wegen seiner adaptogenen Eigenschaften zur Stressbewältigung eingesetzt, indem es die Anpassung an körperliche und geistige Belastungen unterstützt und Stresssymptome lindert. Die Pflanze hilft, die Stressreaktion zu dämpfen und den bei Stress erhöhten Cortisolspiegel zu regulieren. Anwender berichten von gesteigerter Gelassenheit und besserem Umgang mit Stresssituationen.

Er wurde sogar für Kosmonauten verwendet, da es die Stressresistenz und die Leistungsfähigkeit erhöht sowie das Lern- und Erinnerungsvermögen verbessern konnte. Es beruhigt die Emotionen, stimuliert aber gleichzeitig den Intellekt. Studien zeigten Besserungen bei Stress um 45%. (13)
In einem Beurteilungsbericht wertete die europäische Arzneimittelagentur Studien zu folgenden Anwendungsgebieten aus:
- Episoden leichter bis mittelschwerer Depressionen
- generalisierte Angststörung
- stressbedingte Erschöpfung
- mentale/kognitive Leistungsfähigkeit
- Müdigkeit und Schlaf
Sie kam zu dem Schluss, dass Ergebnisse der klinischen Studien den Gebrauch plausibel mache und Rosenwurz in der Naturmedizin seit langem zum Einsatz komme, bei gleichzeitigem Fehlen gravierender Nebenwirkungen und daher für die Anwendung als positiv zu beurteilen ist. Rosenwurz ist im Allgemeinen gut verträglich und weist ein günstiges Sicherheitsprofil auf. |
Können Antipsychotika zu Müdigkeit, Apathie und Antriebsschwäche führen?
Antipsychotika haben eine Reihe von Nebenwirkungen. Sie können unter anderem auch zu Müdigkeit, Apathie und Antriebsschwäche führen. Sedierung ist eine der am häufigsten berichteten Nebenwirkungen. In einer großen Online-Umfrage gaben 92 % der Nutzer Drowsiness (Schläfrigkeit) oder Müdigkeit als Nebenwirkung an. Diese Müdigkeit kann so stark sein, dass sie das Aufstehen am Morgen oder die Bewältigung alltäglicher Aufgaben massiv erschwert.
Betroffene bringen diese Nebenwirkungen mit Schwierigkeiten in Verbindung, sich voll am Leben und an sozialen Rollen zu beteiligen, und mit der Unfähigkeit, eine Arbeit zu finden. Sie bringen insbesondere Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Sedierung und kognitive Probleme mit einer Beeinträchtigung der Alltagsfunktionen und der Unfähigkeit zu arbeiten in Verbindung, was die gesellschaftliche Genesung beeinträchtigt. Weitere Ergebnisse der Umfrage:
"Etwas weniger Menschen empfanden die Medikamente allgemein als „hilfreich“ (41%) als als „nicht hilfreich“ (43%). Während 35% berichteten, dass sich ihre „Lebensqualität“ „verbessert“ habe, gaben 54% an, dass sie sich „verschlechtert“ habe ...
57% oder mehr der Teilnehmer berichteten von 14 Nebenwirkungen, am häufigsten: „Benommenheit, Müdigkeit, Sedierung“ (92%), „Motivationsverlust“ (86%), „verlangsamtes Denken“ (86%) und „emotionale Abstumpfung“ (85%). Suizidalität wurde von 58% als Nebenwirkung gemeldet ...
Die meisten Befragten (70%) hatten versucht, die Medikamente abzusetzen. Die häufigsten Gründe dafür waren Nebenwirkungen (64%) und Sorgen um die langfristige körperliche Gesundheit (52%). Die meisten (70%) konnten sich nicht erinnern, über Nebenwirkungen informiert worden zu sein." (1)
Apathie und Antriebsschwäche, die oft als emotionale Abstumpfung oder sekundäre Negativsymptome bezeichnet werden, entstehen, weil Antipsychotika, insbesondere Dopamin-D2-Rezeptorantagonisten, die für Vergnügen, Belohnung und Initiative verantwortlichen Dopaminbahnen blockieren. Eine starke Blockade kann dazu führen, dass man weniger Freude empfindet (Anhedonie) und den inneren Antrieb verliert (Avolition). Dies kann dazu führen, dass die Motivation für alltägliche Aktivitäten sinkt und das Denken verlangsamt wirkt.
Häufige Symptome: Betroffene berichten oft von einem Gefühl der "Zombie-ähnlichen" Wirkung, körperlicher Müdigkeit, Schläfrigkeit und emotionaler Taubheit. In Studien wurde ein Zusammenhang zwischen hoher Sedierung und verminderter Motivation bestätigt.
Müdigkeit und Sedierung: Viele Antipsychotika (z. B. Quetiapin oder Olanzapin) wirken stark dämpfend. Während diese Wirkung in akuten Krisen (z. B. bei Unruhe) gewollt sein kann, wird sie im Alltag oft als belastend empfunden.
Apathie und „Emotionale Taubheit“: Patienten berichten häufig von einem Gefühl der emotionalen Gleichgültigkeit oder einer „inneren Leere“. In Fachkreisen wird dies teils als „neuroleptisches Defizitsyndrom“ bezeichnet.
Es ist wichtig, dass Personen, die diese Symptome verspüren, diese mit ihrem Arzt besprechen, da dieser möglicherweise die Dosierung anpassen oder das Medikament wechseln kann, um diese und andere mögliche Nebenwirkungen besser zu behandeln.
1. Wirkungsweise
In verschiedenen Untersuchungen wurden mehrere pharmakologische Wirkungen von Rosenwurz festgestellt, darunter stressschützende, ermüdungshemmende, antidepressive und angstlindernde Wirkungen sowie stimulierende Wirkungen auf kognitive Funktionen.
Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebsschwäche
Rosenwurz fördert die zelluläre Energieproduktion. Man geht davon aus, dass es die Synthese von ATP (Adenosintriphosphat) anregt, der primären Energiequelle für die Zellen.
Stress
Rosenwurz hat einen Einfluss auf Endorphine und eine verminderte Ausschüttung von Stresshormonen. Saponine aus Rosenwurz wurden ebenfalls als wichtige Moleküle beschrieben, da sie potenziell sedierende und hypnotische Wirkungen haben können, indem sie das serotonerge, GABAAerge und Immunsystem modulieren.
Depressionen
Die Wirkungen werden möglicherweise durch Änderungen des Serotonin- und Dopamin-Niveaus vermittelt: indem es – ähnlich wie Antidepressiva – den enzymatischen Abbau der beiden Botenstoffe hemmt und über eine bessere Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke für Neurotransmittervorstufen (wie L-Tryptophan) sorgt.
Es wurde auch gezeigt, dass Rhodiola präventive und schützende Wirkungen ausübt, indem es oxidativen Stress im neuronalen Gewebe unterdrückt. (4)
2. Studien
Es wurden zu Rosenwurz insgesamt über 20 klinische Studien mit über 1000 Teilnehmern zu psychiatischen Erkrankungen, wie Stress und Burnout, kognitive Störungen, Depressionen und Ängsten durchgeführt. (3)
Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebsschwäche
1. Die Wirkung von Rosenwurz bei chronischer Müdigkeit wurde in einer klinischen Studie ohne Placebokontrolle über einen Zeitraum von 8 Wochen untersucht. (15) In dieser unkontrollierten Studie erhielten 100 Personen mit anhaltenden oder chronischen Müdigkeitssymptomen täglich 400 mg eines ethanolischen Rosenwurz-Extrakts.
Signifikante Verbesserungen zeigten sich bereits eine Woche nach Beginn der Supplementierung, und die Verbesserungen nahmen im Verlauf der Studie kontinuierlich zu. Nach Abschluss der Studie zeigte sich eine signifikante Verbesserung auf allen Skalen. Die größte Veränderung wurde in der Subskala „Allgemeine Müdigkeit“ beobachtet, mit einer Verbesserung um 50% in Woche 8. In den Subskalen „Körperliche Müdigkeit“, „Mentale Müdigkeit“, „Verminderte Aktivität“ und „Verminderte Motivation“ verbesserte sich bis zum Studienende um 45%. (15)
Schaubild:. Besserung von Müdigkeit, Aktivität und Motivation

Da die in dieser Studie beobachtete Verbesserung deutlich ausgeprägter war als die in vielen anderen Müdigkeitsstudien, gehen die Autoren davon aus, dass dies nicht allein durch den Placebo-Effekt erklärt werden kann.
Ergebnis:
"Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass 2 × 200 mg WS® 1375 [ Ein Extrakt von Rosenwurz] eine wirksame Behandlung für Patienten mit anhaltender oder chronischer Müdigkeit darstellen können. Auch das Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil von WS® 1375 war günstig."(15)
2. Eine Studie untersuchte einer Behandlung mit Rhodiola rosea bei 118 Burnout-Patienten. Über 12 Wochen wurde täglich eine Dosis von 400 mg Rosa-rosea -Extrakt (WS® 1375 , Rosalin) verabreicht.
Ergebnisse
Mehrere Parameter hatten sich bereits nach einer Woche Behandlung verbessert und verbesserten sich bis zum Studienende weiter. Erschöpfung ging um 40% zurück. Die Häufigkeit von Nebenwirkungen war gering.
"Die präsentierten Ergebnisse bieten eine vielversprechende Grundlage für weitere klinische Studien zur Erforschung der klinischen Wirkung von R. rosea -Extrakt bei Patienten mit Burnout-Syndrom." (18)
3. Es wurde gezeigt, dass Rosenwurz chronische Müdigkeit und Burnout-bedingte Symptome lindert. Zur Untersuchung dieser Wirkungen von Rosenwurz wurde eine Studie in 128 Hausarztpraxen in Deutschland durchgeführt, an der 330 Patienten mit Burnout-Symptomen (Erschöpfung, Depression, Schlaflosigkeit, Müdigkeit oder Leistungsabfall) teilnahmen. Es wurde über eine deutliche Linderung dieser Beschwerden nach 8-wöchiger Gabe von Rosenwurz bei sehr guter Verträglichkeit berichtet.
"Bei den erfassten Symptomen (Erschöpfung, depressive Verstimmung, Schlafstörungen, Müdigkeit, Leistungsabfall) zeigte sich über den Beobachtungszeitraum von 8 Wochen ein hochsignifikanter und kontinuierlicher Rückgang der Beschwerdeintensität um bis zu 63 % bei sehr guter Verträglichkeit." (17)
4. Aufgrund seiner vielfältigen Wirkmechanismen wird vermutet, dass Rhodiola eine wirksame Therapieoption für Menschen mit Post-Coronavirus-Syndrom darstellen könnte. 85 % der Betroffenen gaben Müdigkeit als belastendes Symptom an. In einer placebokontrollierten Studie mit 100 Personen mit Long-COVID-Symptomen führte die zweiwöchige Einnahme einer Kombination aus Rhodiola, Eleutherococcus und Schisandra zu einer Verbesserung der Energieregeneration und Schmerzlinderung. (16)
"Chisan® verkürzte bei 50 % der Patienten die Dauer von Müdigkeit und Schmerzen um ein bzw. zwei Tage. Die Anzahl der Patienten ohne Müdigkeitssymptome ... war in der Behandlungsgruppe an Tag 11 (28 % vs. 43 %, Linderung der Müdigkeit) signifikant geringer als in der Placebogrupp . " (16)
Psychotische Symptome
Ein Symptom bei Psychosen ist eine Reizüberflutung, eine erhöhte Bereitschaft, auf Umweltreize zu reagieren. Es fehlt ein Filter um wichtige von unwichtigen Informationen zu unterscheiden. Eine starke Konzentrationsstörung ist die Folge. Ein solches Defizit wurde wiederholt bei Schizophrenie beschrieben.
In einer vorklinischen Studie wurde festgestellt, das Rosenwurz die Reizüberflutung lindern kann, also das sogenannte Sensomotorische Gating verbessert. (1)
Kognitive Symptome
Aus den bisher vorgelegten Erkenntnissen lässt sich schließen, dass es ermutigende Belege für die positive Wirkung von Rosenwurz auf die kognitive Funktion und Müdigkeit gibt, wie zahlreiche präklinische In-vitro- und In-vivo-Experimente sowie mehrere klinische Studien belegen.
In klinischen Studien verbesserten sich im Verlauf der Behandlung mit Rosenwurz die geistige Leistungsfähigkeit, die Aufmerksamkeit, die Aufgabenleistung und die allgemeine Stimmung; Stress und selbstberichtete leichte Angstzustände nahmen ab.
Wirkung von Rosenwurz auf die Konzentration:
1. Die Wirkung von Rosenwurz auf die Aufmerksamkeit und der mentalen Ressourcen wurde kürzlich untersucht (Heldmann et al. 2016 ). Die Ergebnisse dieser Studie mit 50 gesunden Freiwilligen, die ein Risiko für Stresssymptomatik aufwiesen, zeigten eine Leistungssteigerung unter Multitasking-Bedingungen im Verlauf der Rosenwurz-Gabe über 12 Wochen. Insgesamt hatte Rosenwurz einen positiven Einfluss auf die Aufmerksamkeit und die Verteilung mentaler Ressourcen und damit auf die Geschwindigkeit und Qualität der Leistung unter Bedingungen hoher kognitiver Anforderungen.
Depressionen
Es wurden insgesamt 7 Studien zu Rosenwurz mit ca. 400 Patienten mit Depressionen durchgeführt.
Besserung der Depressionswerte um 35 %
1.) Darbinyan et al. führte 2007 die erste placebokontrollierte klinische Phase-III-Studie über 6 Wochen eine mit dem Ziel durch, die Wirksamkeit und Sicherheit eines Rosenwurz- Extrakts bei 91 Patienten zu bewerten, die derzeit an einer leichten/mittelschweren Depression leiden. Eine Gruppe erhielt täglich 2 Tabletten Rosenwurz- Extrakt (340 mg/Tag), eine zweite erhielt zweimal täglich 2 Tabletten mit einer unterschiedlichen Dosis Rosenwurz- Extrakt (680 mg/Tag) und eine dritte Gruppe erhielt täglich 2 Placebo-Tabletten.
Bei Personen in den Rosenwurz- Behandlungsgruppen besserte sich die allgemeine Depression zusammen mit Schlaflosigkeit, emotionaler Instabilität und Somatisierung nach der Einnahme der Medikation deutlich.
Der Extrakt verbesserte die Depressionswerte sowohl in der 340-mg- (um 35 %) als auch in der 680-mg-Gruppe (um 30 %) im Vergleich zum Ausgangswert, aber nicht in der Placebogruppe (3 %). In keiner Gruppe traten schwerwiegende unerwünschte Nebenwirkungen auf. (8)
Rosenwurz im Vergleich zum Antidepressivum Sertralin
2.) Eine anschließende 12-wöchige Studie zeigte Sicherheits- und Wirksamkeit zur antidepressiven Wirkung von R. rosea im Vergleich zum herkömmlichen Antidepressivum Sertralin bei 57 ambulanten Patienten mit leichter bis mittelschwerer Depression. Die Patienten wurden in drei Gruppen eingeteilt und erhielten entweder Kapseln mit Rosenwurz- Pulverextrakt (340 mg), Sertralin (50 mg) oder Placebo.
Bemerkenswerterweise berichteten doppelt so viele Probanden über studienbedingte Nebenwirkungen von Sertralin im Vergleich zu Rosenwurz und Placebo. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Rosenwurz im Vergleich zu herkömmlichen Antidepressiva eine mildere antidepressive Wirksamkeit, jedoch eine höhere Verträglichkeit aufweist. (7)
![PDF] Rhodiola rosea versus sertraline for major depressive disorder: A randomized placebo-controlled trial. | Semantic Scholar](https://d3i71xaburhd42.cloudfront.net/1362a9575e029ac44e24d4bb599a9338687c1164/4-Figure2-1.png)
Verringerung der Nebenwirkungen von Antidepressiva
3. Zwei Klinische Studien zeigten, dass Rosenwurz bei gleichzeitiger Verabreichung mit trizyklischen Antidepressiva zu einer deutlichen Verringerung der Nebenwirkungen der Medikamente führt und gleichzeitig zusätzliche positive Auswirkungen auf depressive Symptome hat.
Rosenwurz mit Saffran mit besten Ergebnissen
4.) In einer weiteren Beobachtungsstudie erhielten 45 Erwachsene, die an leichter oder mittelschwerer Depression litten, 6 Wochen lang zweimal täglich eine Kombination aus R. rosea- und Safranextrakten (eine Tablette, 154 mg Rosenwurz und 15 mg Safran).
Nach 6 Wochen der Supplementierung sanken die HARS-Scores bei fast 85 % der Patienten um 58 %. Bei Tag 42 wurde auch ein signifikanter Rückgang der Angst- und Depressionswerte auf der Skala „Hospital Anxiety“ und „Depression Scale“ beobachtet, wobei der Rückgang ab der zweiwöchigen Einnahme der Nahrungsergänzung signifikant war. Am Ende der Studie stellten sowohl Hausärzte als auch Patienten deutliche Verbesserungen der Depressionssymptome fest. (9)
Angst
Besserungen bei Ängsten um 40%
1.) Eine Pilotstudie an zehn Erwachsenen mit der Diagnose einer generalisierten Angststörung (GAD) wurde durchgeführt, um speziell die anxiolytische Wirksamkeit von Rosenwurz zu bewerten. Probanden, die 10 Wochen lang eine tägliche Dosis von 340 mg R. rosea- Extrakt erhielten, zeigten einen signifikanten Rückgang der mittleren HARS-Werte (Hamilton Anxiety Rating Scale), mit Besserungen bei Ängsten um 40%. was auf eine signifikante Verbesserung der GAD-Symptome hindeutet. (10)
2.) Der Einfluss eines Rosenwurz- Extrakts auf selbstberichtete Angst, Stress, Kognition und andere Stimmungssymptome wurde in einer nicht placebokontrollierten Studie an 80 leicht ängstlichen Teilnehmern bewertet, die in zwei Gruppen randomisiert wurden: eine erhielt zweimal täglich Rosenwurz und einer erhielt keine Behandlungen.
Die Rosenwurz-Empfängergruppe berichtete nach 14 Tagen selbst von einer signifikanten Verringerung von Angstzuständen, Stress, Wut, Verwirrung und Depression sowie einer signifikanten Verbesserung der Gesamtstimmung. (11)
Stress
In mehreren klinischen Studien zu Stress, Burnout und chronischer Müdigkeit erwies sich Rosenwurz als wirksam, sicher und gut verträglich. In klinischen Studien verbesserten sich im Verlauf der Behandlung mit Rosenwurz die allgemeine Stimmung, Stress und selbstberichtete leichte Angstzustände nahmen ab.
1. In einer Übersichtsarbeit wurden Präventionsstrategien und bestehende Behandlungsmöglichkeiten für stressbedingte Symptome evaluiert, um Kriterien für einen angemessenen pharmakologischen Umgang mit Stress festzulegen. Die Autoren überprüften die Literatur, um eine klinisch sinnvolle Strategie zur Vorbeugung und Behandlung anhaltender Stresssymptome und ihrer Folgen, einschließlich Burnout und Folgeerkrankungen, zu entwickeln.
Schlussfolgerungen der Autoren: "Rhodiola rosea -Extrakt (RRE) erfüllt wichtige Anforderungen. Es ist das wichtigste vom HMPC/EMA (HMPC =The Committee on Herbal Medicinal Products, EMA=European Medicines Agency's ) für die Indikation „Stress“ zugelassene Adaptogen und beeinflusst die Ausschüttung von Stresshormonen und kurbelt gleichzeitig den Energiestoffwechsel an, wie in der Tierliteratur gezeigt wurde. RRE bietet eine umfassende Behandlung von Stresssymptomen und kann chronischem Stress und stressbedingten Komplikationen vorbeugen." (14)
Rosenwurz bei lebensbedingten Stress-Symptomen:
2. Bei 101 Teilnehmern, die unter lebensbedingten Stresssymptomen litten, führte die vierwöchige Behandlung mit Rosenwurz zu Verbesserungen der Stresssymptome, stressbedingten Behinderungen im Beruf, im Sozial- und Familienleben und bei Funktionsbeeinträchtigungen, die R. rosea- Wurzelextrakt (200 mg, zweimal täglich) erhielten.
Es gab signifikante Verbesserungen bei Müdigkeit, Lebensqualität, Stimmung, Konzentration, Behinderung, Funktionsbeeinträchtigung und eine allgemeine therapeutische Wirkung. (13)
Abbildung: Wirksamkeit von Rhodiola rosea -Extrakt (RRE) bei der Behandlung von Stresssymptomen:
Verbesserung von geistiger Erschöpfung:
3. In einer früheren Studie wurde die Wirkung von Rosenwurz auf 56 gesunde Ärzte im Nachtdienst untersucht. Während des zweiwöchigen Behandlungszeitraums wurde in der Rosenwurz-Gruppe eine signifikante Verbesserung von geistiger Erschöpfung, assoziativem Denken, Kurzzeitgedächtnis, Berechnungs- und Konzentrationsfähigkeit sowie Geschwindigkeit der audiovisuellen Wahrnehmung beobachtet, was darauf hindeutet, dass Rosenwurz die allgemeine Erschöpfung unter bestimmten Stressbedingungen verringern kann (Darbinyan et al., 2000 ).
3. Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen von Antipsychotika
Rosenwurz ist eine Unterstützung bei Nebenwirkungen und typischen Folgekrankheiten von Antipsychotika, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Krebs und Lebertoxizität.
Es wurde festgestellt, dass Rosenwurz kardioprotektive Wirkungen besitzen, sodass es für Personen mit eingeschränkter Herzfunktion geeignet ist.
Wasserbasierter Extrakt aus Rosenwurz wurde in Russland und Sibirien gegen Diabetes sowie Lebererkrankungen eingesetzt und mongolische Ärzte verwendeten Rosenwurz gegen Krebs.
In jüngsten Übersichtsartikeln wurden die starken antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften sowie die Antikrebsaktivität hervorgehoben. (2)
4. Anwendung Zeitpunkt: Zur Optimierung der Aufnahme wird die Einnahme außerhalb von Mahlzeiten empfohlen, idealerweise am Morgen oder Vormittag, um die belebenden Eigenschaften zu nutzen. Abends kann seine leicht stimulierende Wirkung den Schlaf beeinträchtigen, wenn es später am Tag eingenommen wird. Dosierung: Die in klinischen Studien verwendeten wirksamen Dosen liegen typischerweise zwischen 200 mg und 600 mg pro Tag. Einnahme verteilt auf 2 bis 3 Mal täglich bei einer Anwendungsdauer von bis zu 4 Monaten. (6) Wirkungsgeschwindigkeit: Während manche Menschen bereits nach einer Woche Verbesserungen feststellen , entfalten sich die vollen Vorteile bei chronischer Müdigkeit und gesteigerter Motivation oft erst nach 4 bis 8 Wochen konsequenter Anwendung. |
5. Einkauf Rosenwurz in Form standardisierter Extrakt-Präparate gibt es zum Beispiel 200 MG Kapseln 60 St für 10€. Ich persönlich würde Rosenwurz in Rohform kaufen und selbst frisch zu Pulver mahlen. Ein Einkaufsbeispiel: 7€/ 50 g Auch ein standardisierter Extrakt aus der Apotheke hat Qualität und Wirksamkeit. |
Studien und Quellen
(1) Rhodiola rosea root extract has antipsychotic-like effects in rodent models of sensorimotor gating. Andreas Coors et al. , 2019
(2) Phenolic Compounds of Rhodiola rosea L. as the Potential Alternative Therapy in the Treatment of Chronic Diseases. Jurga Bernatoniene, Valdas Jakstas, and Dalia M. Kopustinskiene, 2023
(3) The Effectiveness of Rhodiola rosea L. Preparations in Alleviating Various Aspects of Life-Stress Symptoms and Stress-Induced Conditions—Encouraging Clinical Evidence. Emilija Ivanova Stojcheva and José Carlos Quintela, 2022
(4) Potential Antidepressant Effects of Scutellaria baicalensis, Hericium erinaceus and Rhodiola rosea. Fiona Limanaqi, Francesca Biagioni, Carla Letizia Busceti, Maico Polzella, Cinzia Fabrizi, and Francesco Fornai, 2020
(5) Nootropic Herbs, Shrubs, and Trees as Potential Cognitive Enhancers. Matěj Malík , Pavel Tlustoš , 2023
(6) https://www.zentrum-der-gesundheit.de/ernaehrung/nah…anzen/rosenwurz
(7) Rhodiola rosea versus sertraline for major depressive disorder: A randomized placebo-controlled trial. Phytomedicine. Mao J.J., Xie S.X., Zee J., Soeller I., Li Q.S., Rockwell K., Amsterdam J.D., 2015
(8) Clinical trial of Rhodiola rosea L. extract SHR-5 in the treatment of mild to moderate depression. Darbinyan V., Aslanyan G., Amroyan E., Gabrielyan E., Malmström C., Panossian A, 2007
(9) preliminary assessment of a combination of rhodiola and saffron in the management of mild-moderate depression. Neuropsychiatr. Dis. Treat. Bangratz M., Ait Abdellah S., Berlin A., Blondeau C., Guilbot A., Dubourdeaux M., Lemoine P. A, 2018
(10) A pilot study of Rhodiola rosea (Rhodax) for generalized anxiety disorder (GAD) J. Bystritsky A., Kerwin L., Feusner J.D. , 2008
(11) The Effects of Rhodiola rosea L. Extract on Anxiety, Stress, Cognition and Other Mood Symptoms. Cropley M., Banks A.P., Boyle J. , 2015
(12) Rhodiola rosea-Spezialextrakt SHR-5 bei Burn-out und Erschöpfungssyndrom. Erfahrungsheilkunde. Goyvaerts B., Bruhn S. , 2012
(13) Therapeutic effects and safety of Rhodiola rosea extract WS® 1375 in subjects with life-stress symptoms--results of an open-label study.Edwards D., Heufelder A., Zimmermann A. , 2012
(14) Stress management and the role of Rhodiola rosea: a review. Ion-George Anghelescu,David Edwards,Erich Seifritz &Siegfried Kasper, 2018
(15) Rhodiola rosea in Subjects with Prolonged or Chronic Fatigue Symptoms: Results of an Open-Label Clinical Trial Open Access. Yevgeniya Lekomtseva; Irina Zhukova; Anna Wacker, 2017
(16) Efficacy of adaptogens in patients with long COVID-19: A randomized, quadruple-blind, placebo-controlled trial. Pharmaceuticals, Karosanidze I, Kiladze U, Kirtadze N, et al., 2022
(17) Rhodiola rosea-Spezialextrakt SHR-5 bei Burn-out und Erschöpfungssyndrom. Ergebnisse einer Praxisstudie zur Wirksamkeit. Birgit Goyvaerts, Stefan Bruhn, 2017
(18) Multicenter, open-label, exploratory clinical trial with Rhodiola rosea extract in patients suffering from burnout symptoms. Siegfried Kasper 1,✉, Angelika Dienel, 2017