
Mir ist heute komisch, der letzte Reduktionsschritt ist offenbar noch nicht überstanden.
Ich bin seit kurz nach 6 Uhr auf, mein Kopf ist jetzt seit etwa 10:30 Uhr wieder so komisch warm, als wäre ich fiebrig und ist fröstel, als hätte ich einen grippalen Infekt.
Meine Körpertemperatur ist laut Fieberthermometer normal und ich habe keinen grippalen Infekt. Covid hatte und habe ich auch nicht, auch Influenza A + B nicht, laut Tests.
Ich habe das Amisulprid, meine derzeitige individuelle Dosis von 0,034 ml Solian Lösung (~3,4 mg Amisulprid), erst gegen 10:20 Uhr genommen und meinen Betablocker, eine halbe Retardtablette Metohexal Succ 47,5 mg, die ich wegen der Nebenwirkungen des Solian, wegen meinem Herzen nehmen muss.
Vorher nahm ich bis zum Wechsel auf Risperidon Lösung den Betablocker Obsidan, wegen der Nebenwirkungen des Xeplion. Vorher war mein Herz völlig gesund.
Meine individuelle Mischung Wasser/Solian-Lösung schmeckte mir vorhin ungewöhnlich stark, als hätte ich die Solian Lösung pur genommen. Habe ich aber garantiert nicht.
Ich mache mir nun erstmal wieder eine Thermoskanne starken Tee, natürlich mit etlichen verschiedenen antibakteriellen und antiviralen Kräutern, frischem Ingwer und frisch ausfepesstem Zitronensaft.
Die Tees helfen mir persönlich ja schon seit Wochen sehr gut. War ja auch seit dem 30. Dezember weg, das fiebrige Gefühl im Kopf.
Neuroleptika reduzieren ist leider kein Spaziergang und selbst bei kleinschrittigen NL-Reduktionen kann es heftige Entzugserscheinungen geben, ganz individuell, die auch in sogenannten "Wellen und Fenstern" auftreten können. Hoffentlich ist es heute nur eine stundenweise Welle.
Ich habe noch nichts gegessen. Ich werde erstmal frühstücken und mir nachher neuen Smoothie machen. Für heute habe ich leider keinen fertigen mehr.
Ich mache die Smoothies immer komprimiert, für etwa 1 Woche und friere portionsweise einen Teil ein, damit ich möglichst für jeden Morgen einen Smoothie habe.
Das hilft mir auch unterstützend, mit der Fatigue etwas leichter fertigzuwerden, die ich als Nebenwirkung und Langzeitfolge vom Xeplion bekommen habe, dass ich schon vor knapp 3 Jahren abgesetzt habe und dann für kurze Zeit auf zunächst Risperidon Lösung wechselte, was ich garnicht vertragen habe, da spielte mein Herz garnicht mehr mit. Meine Hausäzt:innen wollten mich damals deswegen schon unbedingt ins Krankenhaus, in die Kardiologie, überweisen.
Puuh, das war heftig damals und ich hatte gleichzeitig noch als Nebenwirkungen vom Xeplion mit einer heftigen Lungenentzündung, Mandelentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung und Bronchitis zu kämpfen und das über 3 Monate lang.
Gegen Lungenentzündung war ich lang vorher schon geimpft, bekam sie leider dennoch. (Siehe Beipackzettel im Internet von Xeplion, dass auch solche Infekte Nebenwirkungen sein können.) Meine Hausärzt:innen waren sich da auch ganz sicher, dass die Infekte nur vom Xeplion kommen konnten.
Meine Hausärzt:innen drängten damals darauf, dass ich unbedingt das Xeplion und dann das Risperidon absetzen sollte, was ich dann tat, wollte ich ja Jahre vorher schon und war und bin die ganzen Jahre über nachweislich symptomfrei und wollte das Xeplion (Wirkstoff Paliperidon) nie.
Ich empfand die ganze Behandlung mit Xeplion traumatisierend, sowohl in der Klinik als auch ambulant. 5 Jahre habe ich Xeplion insgesamt bekommen.
Ich habe mir in meinem ganzen Leben nue was zu Schulden kommen lassen und trotzdem wurde ich zur Xeplion-Spritze gezwungen.
Von 150 mg schrittweise etwa alle 3 Monate damit reduziert. Von 150 mg auf 100 mg, auf 75 mg, auf 50 mg, auf 25 mg.
Das sind die Dosierungen, die der Hersteller Janssen anbietet, andere gibt es von Xeplion nicht. Außer 3-Monatsspritzen unter dem Namen Trevicta.
Xeplion sind Depotspritzen für 28 Tage. Es gibt noch Invega als Retardtabletten Mit dem Wirkstoff. Also kaum wieder wegzukommen, von Paliperidon. Keine Möglichkeit, kleinschrittig damit zu reduzieren, leider.
Ich war ich 3 volle Jahre auf 25 mg und der Psychiater, den ich da leider hatte, wollte mich absolut nicht wechseln lassen, dass ich in der Zeit schon hätte weiter ausschleichen können.
Das war furchtbar für mich, so ein aggressiver Typ, der Psychiater. Ich bin froh, dass ich den los bin, seit der damals in Rente ging.
Jim van Os hat mal auf psychosenet.nl geschrieben, dass sie Untersuchungen gemacht haben, wobei festgestellt wurde, dass Paliperidon auch nach Absetzen der Spritze auch noch etwa 269 Tage lang im Blut nachweisbar ist.
Ist klar, es kann dann selbstverständlich weiterhin Nebenwirkungen erzeugen, Langzeitfolgen machen und selbstverständlich auch leider Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, auch mit denen, worauf man vielleicht (evtl. zum Reduzieren oder Ausschleichen) wechseln möchte.
Ich bekam damals ein heftiges Antibiotikum, als ich die Infekte gleichzeitig hatte, was mir auch noch heftigen Dpfiff zusätzlich bescherte. Das war krass.
Es half mir leider nicht gegen die heftigen Infekte, aber mein Darm war davon sehr lange angegriffen.
Die Hausäzt:innen weigerten sich damals leider, einen Abstrich zu machen, um den oder die Erreger festzustellen, die mich damals so krank machten. Deswegen habe ich keine Ahnung, ob das vielleicht ein viraler Infekt war, gegen den das Antibiotikum ja garnicht wirken konnte. Covid war es nicht, das habe ich damals immer wieder getestet.
Ihr wisst es wahrscheinlich, etwa 70 % des Immunsystems sollen im Darm sitzen. Das Darmmikrobiom ist äußerst wichtig für die Gesundheit und das Wohlbefinden. Auch für die Darm-Hirn-Achse.
Mein Darmmikrobiom ist inzwischen schon länger wieder weitgehend in Ordnung, aber das hat trotz vieler täglich sinnvoller Maßnahmen sehr lange gedauert.
So nehme ich nun seit knapp 3 Jahren Solian Lösung zum weiter kleinschrittig reduzieren und möglichst ganz auszuschleichen. Ich nehme keine weiteren Psychopharmaka.
Ich frage mich, ob ich die Solian Lösung vielleicht garnicht mehr vertrage. Das kann ja auch vorkommen.
Schönen Tag uns. ![]()
Edit:
Meine üblichen Maßnahmen haben mir heute Morgen schnell geholfen. Meine persönliche Teemischung, 4 Schwarzkümmelölkapseln á 500 mg Bio Schwarzkümmelöl und was gescheites, entzündungshemmendes, essen.
Das fiebrige Gefühl ging schnell wieder weg und auch die gesamte Körpertemperatur hat sich wieder auf normal reguliert.
Tja, auch Reperaturmaßnahmen des Körpers bei Reduzierungen können lange anhalten. Immerhin weiß ich, es sind Heilungsprozesse. Da muss ich durch.
Schönen Abend noch. ![]()