12.06.2020

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Als ich zur verabredeten Zeit bei Miri eintraf, öffnete mir eine verschlafene, freundliche und strubbelige junge Frau die Tür.:-))

Unser Gespräch verlief weitestgehend entspannt, Wir einigten uns auf eine leichte Erhöhung der monatlichen Summe und vereinbarten einige Tausend Euro für Führerschein, einfaches Auto und sonstige kleinere Anschaffungen. Immerhin nur 20% der zu Anfang von Miri gewünschten Summe. Beworben, wie Miri es sich gestern noch vorgenommen hatte, hatte sie sich nicht. Ich sagte ihr deutlich, dass wenn sie in drei Monaten noch keine Arbeit in welcher Form auch immer hätte, würde ich einen Antrag auf Erwerbunfähigkeitsrente stellen. Da das Durchbringen einer solchen bis zu 1,5 Jahren dauern kann, vor allen Dingen wenn die eigentliche Antragstellerin sich weigert mitzumachen. Das brachte Miri leicht auf, da sie schon arbeiten gehen möchte und nicht sieht, wie ich zu der Annahme komme, dass sie nicht arbeiten könne. Als ich mich verabschiedete, teilte ich Miri mit, dass ich mich freue, dass wir heute konstruktiv miteinander sprechen konnten. Miri beantwortete dies mit einem etwas seltsamen:" Schön nicht!?" Was einen leicht schales Gefühl in mir hinterließ. Das Ergebnis unseres Gespräches rief bei unseren männlichen Familienmitgliedern, also ihrem Mann, meinem Sohn und R. ein Kopfschütteln und Stirnrunzeln hervor. Sie waren einhellig der

Ansicht, ich hätte mich "weichklopfen" lassen. Ich verteidigte meine Position mit Argumenten der zwischenmenschlichen Beziehung und dem Argument, dass ein gemeinsamer Konsens uns vermutlich weiter bringt, als ein diktatorisches Verhalten meinerseits. Schweigen war die Folge..;-))

Kommentare 2

  • Ja, ich finde gegenseitiges vertrauen auch sehr wichtig, es ist aber was mit dem ich Mühe habe, ich brauche immer ewig bis ich mich öffne.... Und über meine grössten Ängste und auch meine Wahn Ideen spreche ich mit niemandem... Da ich Angst habe, dass das dann gegen mich verwendet wird...

    • Ich glaube, da geht es meiner Tochter ganz ähnlich. Wobei es aus meiner Sicht nicht unbedingt um "gegen jemanden verwenden" geht, wenn man etwas Gesagtes/Anvertrauten in einem Gespräch benutzt. Bei einem Streit würde ich dergleichen natürlich lieber weglassen. Ich selbst habe die Taktik entwickelt, meine "Schwächen" ziemlich schnell "auf den Tisch zu legen". So kommt niemand auf die Idee, es könnte mir etwas ausmachen diese zu erwähnen. Bzw. erwähnt das niemand, weil es sowieso schon ausgesprochen ist. Also kann man mich vermeintlich nicht damit "treffen".