DIE KRISE DER PSYCHIATRIE | Warum unterschätzen Psychiater die gravierenden Schäden, die Psychopharmaka verursachen können? Und warum ändert sich ihre Sicht, wenn sie selbst oder ihre Angehörigen betroffen sind?
-
Phoenix -
15. Mai 2026 um 07:04 -
158 Mal gelesen
Fühlst du dich manchmal allein mit deinen Fragen oder Erfahrungen rund um Schizophrenie und Psychosen?
Bei Schizophrenie-Online bist du nicht allein. Tausche dich in unserem Forum aus, lies hilfreiche Beiträge im Wiki, entdecke persönliche Blogs und chatte mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen machen – sicher und respektvoll.
Jetzt kostenlos registrieren und Teil unserer unterstützenden Community werden. Gemeinsam ist vieles leichter!
.
DIE KRISE DER PSYCHIATRIE|
Warum unterschätzen Psychiater die gravierenden Schäden, die Psychopharmaka verursachen können? Und warum ändert sich ihre Sicht, wenn sie selbst oder ihre Angehörigen betroffen sind?
Zitat„Seit meinem ersten Tag in der Psychiatrie wundere ich mich, warum so viele Therapeuten so viel Energie darauf verwenden, Menschen zu überzeugen Medikamente zu nehmen, die sie eigentlich nicht selber einnehmen würden.“ (Dr. Weinmann, Psychiater)
|Psychiater sind Ärzte, die in der Regel ihr Studium der Medizin mit großem Idealismus begonnen haben, in der guten Absicht psychisch Erkrankten zu helfen. Schon im Studium werden die Inhalte jedoch klar von der Pharmaindustrie und korrumpierten Meinungsführern vorgeschrieben. Sie werden konsequent darauf trainiert Medikamente zu verschreiben. Nebenwirkungen werden verharmlost und wirklich zur Gesundung führende alternative Medizin gehören nicht zur Ausbildung. Im Beruf gibt es eine Ärztekammer die rigoros darüber wacht, dass vorgegebene Richtlinien eingehalten werden. Weicht ein Arzt davon ab, ist seine Zulassung bedroht.
PsychiaterInnen bemühen sich durch ihren persönlichen Einsatz sehr den Gesundheitszustand von psychisch Leidenden zu verbessern. Allerdings werden ihre Anstrengungen stark dadurch gemindert, dass sie ausschließlich mit stark belastenden neurotoxischen Chemikalien behandeln müssen, was Psychopharmaka mit Blick auf den langen Beipackzettel nun einmal sind, und damit schon mittelfristig mehr Schaden als Nutzen anrichten.
An den folgenden sechs Beispielen wird deutlich, wie sich die Perspektive von Psychiater komplett umkehren kann - von Befürwortern zu Kritikern der psychiatrischen Behandlung - wenn sie selbst oder nahe Angehörige von einer psychischen Krise betroffen sind, und unzureichend oder schädigend mit Psychopharmaka behandelt werden.
Sie sind auch Beispiele dafür, zu welchen herausragenden Leistungen Psychiater zum Wohle der Patienten fähig sind, wenn sie erst einmal die Schattenseiten der Psychiatrie schmerzlich selbst erfahren haben:

1. Dr. Josef, Psychiater und Leiter einer Entzugsklinik erlebte schweren Nebenwirkungen von Benzodiazepinen.
Die schmerzlichen Erfahrungen von Dr. Josef verdeutlichen die gravierenden Risiken einer Langzeiteinnahme von Benzodiazepinen. Er ist ein bekanntes Beispiel für einen Psychiater, der durch eigene Krisenerfahrungen neue Wege in der Behandlung beschreitet.
Dr. Josef hat Psychopharmaka bei Stress, Depressionen und Ängsten, mit schweren Nebenwirkungen konsumiert. Er informiert Betroffene nun von den Risiken von Psychopharmaka und leitet eine Klinik zum Absetzen.
Als Arzt werde ich diese Tabletten nie wieder einnehmen.
2. Dr. Chris Palmer, Harvard-Professor mit schizophrener Mutter.
Dr. Chris Palmer ist ein Harvard-Psychiater und Forscher. Er erlebte als Kind mit, wie seine Mutter in einem permanenten Zustand starker Sedierung gefangen war. Die verschriebenen Medikamente schränkten ihre Beweglichkeit ein und hinterließen ein Gefühl der Benommenheit, ohne ihre psychische Erkrankung zu heilen.
Dies erfüllte ihn mit tiefer Wut und führte dazu, dass er die Psychiatrie und insbesondere die Psychiater als inkompetent ansah. Er fasste schließlich jahrzehntelange Forschung zusammen und entwickelte das in seinem Buch „Gehirnenergie“ dargelegte Rahmenwerk. Er argumentiert, dass psychische Störungen eigentlich Stoffwechselstörungen des Gehirns sind, die direkt mit mitochondrialer Dysfunktion zusammenhängen. Er half mit seinen Erkenntnissen u.a. der bekanntesten Youtube-Bloggerin Lauren Kennedy West ihre Psychopharmaka mit Keto-Ernährung abzusetzen und von Schizophrenie zu gesunden. (siehe Artikel)
3. Prof. Luc Ciompi, Psychiater mit schizophrener Mutter.
Die Erkrankung der eigenen Mutter prägte den Schweizer Psychiater Luc Ciompi zutiefst und wurde zum zentralen Katalysator für seine gesamte wissenschaftliche Karriere. Beeinflusst durch die damaligen Defizite der traditionellen, oft rein sedierenden und stigmatisierenden Psychiatrie, suchte Ciompi nach humaneren Wegen und gründete die Soteria Bern als europaweit erste therapeutische Wohngemeinschaft dieser Art.
3. Dr. Mark Horowitz, Psychiater und Wissenschaftler, erlebte lebensbedrohliche Entzugssymptome von Antidepressiva.
Dr. Mark Horowitz ist ein australischer Psychiater und Wissenschaftler am University College London. Nachdem er selbst 15 Jahre lang Antidepressiva einnahm und beim Absetzen lebensbedrohliche Entzugssymptome erlitt, kämpft er für ein radikales Umdenken in seiner Berufsgruppe.
Zusammen mit Prof. David Taylor entwickelte er die Methode des hyperbolischen Absetzens. Im Jahr 2024 veröffentlichte er ein Standardwerk für Ärzte, um Patienten sicher von Psychopharmaka zu entwöhnen. Seine Forschung floss direkt in die staatlichen britischen Richtlinien zur sicheren Medikamentenreduktion ein.
4. Dr. Weinmann, Psychiater mit schizophrener Mutter
Der Psychiater Dr. Weinmann, dessen Mutter an Schizophrenie erkrankt ist, schreibt über seine Kollegen: „Seit meinem ersten Tag in der Psychiatrie wundere ich mich, warum so viele Therapeuten so viel Energie darauf verwenden, Menschen zu überzeugen Medikamente zu nehmen, die sie eigentlich nicht selber einnehmen würden.“
Dr. Weinmann ist einer der bekanntesten psychiatrischen Fachvertreter in Deutschland, die den routinemäßigen und langfristigen Einsatz von Psychopharmaka fundiert kritisieren. Er belegt anhand klinischer Daten, dass der Zusatznutzen vieler Antidepressiva und Antipsychotika gegenüber Placebos oft geringer ausfällt als von Herstellern suggeriert.
6. Dr. Matt Bernstein, Harvard-Professor mit psychiatrisch erkrankten Kindern
Dr. Matt Bernstein ist ein an Harvard ausgebildeter Psychiater und Dozent an der Harvard Medical School. Er erlebte einen persönlichen und beruflichen Wendepunkt, als zwei seiner Kinder plötzlich schwere neuropsychiatrische Symptome entwickelten, die auf die herkömmliche psychiatrische Standardbehandlung nicht ansprachen und die psychischen Probleme verschlechterten. Dr. Bernstein leitet nun die weltweit erste Klinik für metabolische Psychiatrie.
1. Warum sind Psychiater von den Vorteilen von Psychopharmaka überzeugt und unterschätzen die Risiken?
Bewusstsein für Gefahren von Psychopharmaka ist meist sehr begrenzt
Psychiater sind nicht generell unwissend, aber ihr Bewusstsein für Gefahren von Psychopharmaka ist meist sehr begrenzt. Gründe hierfür ist der Einflusses der Pharmaindustrie auf Forschung und Ausbildung und die verzerrte Veröffentlichung von Studien. Pharmaunternehmen finanzieren massiv Forschungsprojekte, verfassen Artikel im Auftrag von Dritten und fördern positive Ergebnisse.
Forschungen mit negativen oder nicht eindeutigen Ergebnissen werden oft nicht veröffentlicht oder als positiv umgedeutet, was die wahrgenommene Wirksamkeit und Sicherheit von Arzneimitteln verzerrt. Dadurch entsteht eine verzerrte Literatur, die das Wissen von Ärzten prägt.
"Es ist ziemlich gut belegt, dass etwa 85 % der medizinischen Forschungsliteratur schlichtweg falsch sind. Teilweise ist auf technische Faktoren und die Art und Weise zurückzuführen, wie die Studien durchgeführt wurden. Zum großen Teil ist es darauf zurückzuführen, dass die Pharmaindustrie die Forschung überproportional beeinflusst und nur über positive Studien berichtet, während sie ihr Bestes tut, negative Studien zu unterdrücken und unerwünschte Ereignisse nicht zu melden. So werden die Ärzte viel zu stark von der Macht der Pharmaindustrie beeinflusst ..." Psychiater Allen Frances, M.D.
Standardmäßig wird auf Psychopharmaka als primäre Lösung gesetzt
In der medizinischen Ausbildung und Praxis wird oft standardmäßig auf Medikamente als primäre Lösung gesetzt, wobei Risiken weniger und Naturheilverfahren keine Beachtung finden. Die Fokussierung des medizinischen Systems auf einer schnellen medikamentösen Behandlung, anstatt auf eine umfassende psychosoziale Betreuung trägt ebenfalls dazu bei, dass ein mangelndes Verständnis für die vollen Risiken entsteht, einschließlich neurologischer Schäden oder anhaltender Probleme nach dem Absetzen der Medikamente. Kurze Termine (wie das 15-Minuten-Modell) erschweren eingehende Gespräche über komplexe Risiken und die langfristige Nutzung.
Mangelnde Berücksichtigung langfristiger Entzugserscheinungen
Zudem gibt es eine mangelnde Berücksichtigung langfristiger Entzugserscheinungen. Viele Ärzte sind nicht ausreichend über schwere, lang anhaltende Entzugssyndrome oder anhaltende psychische Veränderungen informiert, die nach dem Absetzen von Medikamenten auftreten können.
Es mangelt an Langzeitstudien zu Entzugserscheinungen, anhaltenden Problemen und Neurotoxizität, was zum Teil darauf zurückzuführen ist, dass bei der Finanzierung die Wirksamkeit Vorrang vor dem Schaden hat. Das Potenzial von Arzneimitteln, irreversible neurologische Schäden zu verursachen, ist ein Thema, das aufgrund der damit verbundenen Bedrohung für die Branche oft vermieden wird.
Psychopharmaka verringern die Aktivität in Hirnregionen, die für Selbstwahrnehmung und kritisches Denken verantwortlich sind.
Potenzielle kognitive und psychologischer Auswirkungen der Medikamente selbst sind ebenfalls ein Grund, die die (Selbst-) Reflexion und die Anzeige der Betroffenen gegenüber dem Psychiater verhindern.
Einige Psychopharmaka können die Aktivität in Hirnregionen verringern, die für Selbstwahrnehmung und kritisches Denken verantwortlich sind, wodurch es für Patienten (und möglicherweise auch für Ärzte) schwieriger wird, negative Veränderungen zu erkennen. Meist fehlt Betroffenen auch jede Kraft sich gegen eine stark belastende Behandlung zur Wehr zu setzen - oftmals auch weil ihnen gesunde Alternativen unbekannt sind und nicht vermittelt werden.
Standardlehrbücher vernachlässigen psychologische Veränderungen und langfristige Risiken
Die Behandlung selbst kann neue psychische Probleme hervorrufen, die nicht durch die Standardmeldung unerwünschter Ereignisse erfasst werden. Standardlehrbücher vernachlässigen subtile psychologische Veränderungen und langfristige Risiken und konzentrieren sich stattdessen stärker auf unmittelbare Vorteile.
Korruption der Ärzteschaft in der medizinischen Ausbildung
Die Korruption im ärztlichen Berufsstand beginnt oft bereits in der medizinischen Ausbildung. Sie manifestiert sich in einer Mischung aus systemischer Ausbeutung, kommerziellem Druck und moralischem Verfall, der die Grundlagen für das spätere Berufsleben legt. Schon während der Ausbildung beginnt die subtile Einflussnahme durch Sponsoring und "Geschenke" der Industrie, was die objektive Verschreibungspraxis frühzeitig gefährdet.
Die Verschreibung von Medikamenten steht im Vordergrund und gesünderen Alternativen werden nicht gelehrt. Psychiater und Ärzte werden konsequent darauf trainiert Medikamente zu verschreiben. Nebenwirkungen werden verharmlost und wirklich zur Gesundung führende alternative Medizin gehören nicht zur Ausbildung.
Die hierarchische Struktur der medizinischen Ausbildung führt dazu, dass Studierende Korruption – wie unethische klinische Studien, voreingenommene Forschung und finanzielle Interessenkonflikte – miterleben oder daran teilnehmen, ohne dass diese hinterfragt werden, wodurch eine Kultur des Schweigens gefördert wird.
Versteckte Bestechung von Politikern, Beamten und Ärzten sind Kern des Gesundheitssystems
Versteckte Bestechung von Politikern, Beamten und Ärzten sind Kern des Gesundheitssystems. Ärzte werden in einem Bonussystem gehalten um mehr und mehr Medikamente zu verschreiben. Für die Beratung zum Absetzen von Medikamenten jedoch wird dieser nicht bezahlt - so gibt es für den Arzt keine Abrechnungsziffer von der Krankenkasse dafür.
15.000 Pharmareferenten in Deutschland habe je einem Budget von 200.000 Euro, das macht 3 Mrd. € die nur dafür da sind Ärzte zu binden, durch Scheinverträge, Reisen, Kochkurse und Eintrittskarten für ein Fußballspiel usw. Es gibt regelrechte Listen, in denen der Arzt ankreuzen kann, welche Zuwendung er wünscht. Das Ergebnis: Ein krankes Gesundheitssystem, in dem Profit über den Interessen der Patienten steht.
Video: Dr. Mary Vieten über die gravierenden Lücken in der Ausbildung von Psychiatern
Dr. Mary Vieten hebt eine gravierende Lücke in der Ausbildung von Psychiatern hervor und argumentiert, dass die Lehrpläne die schwerwiegenden, langfristigen Nebenwirkungen von Psychopharmaka, darunter Suizidgefahr, schwere Bewegungsstörungen und Stoffwechselveränderungen, nicht ausreichend lehren.
2. Und warum ändert sich ihre Sicht, wenn sie selbst oder ihre Angehörigen betroffen sind ?

1. Dr. Josef, Psychiater und Leiter einer Entzugsklinik
Die schmerzlichen Erfahrungen von Dr. Josef verdeutlichen die gravierenden Risiken einer Langzeiteinnahme von Benzodiazepinen. Er ist ein bekanntes Beispiel für einen Psychiater, der durch eigene Krisenerfahrungen neue Wege in der Behandlung beschreitet.
Dr. Josef hat Psychopharmaka bei Stress, Depressionen und Ängsten, mit schweren Nebenwirkungen konsumiert und leitet nun eine Klinik zum Absetzen von Psychopharmaka.
In einem Interview beschrieb er, wie er etwa fünf Monate lang Xanax (ein Benzodiazepin mit dem Wirkstoff Alprazolam) eingenommen und dann negative psychologische Auswirkungen (wie etwa zwanghafte Gedanken bei zunehmendem Konsum) erlebt habe.
Sein Erfahrungsbericht nach zwei Jahren mit Xanax (Benzodiazepin)
2. Dr. Chris Palmer, Harvard-Professor mit schizophrener Mutter
Dr. Chris Palmer ist ein Harvard-Psychiater und Forscher, mit schizophrener Mutter, der sich für die metabolische Psychiatrie einsetzt. Die persönliche Erfahrung von Dr. Chris Palmer mit der schweren Krankheit seiner Mutter bildet die Grundlage für seine bahnbrechende Karriere.
Dr. Palmer erlebte mit, wie seine Mutter in einem permanenten Zustand starker Sedierung gefangen war. Die verschriebenen Medikamente schränkten ihre Beweglichkeit ein und hinterließen ein Gefühl der Benommenheit, ohne ihre psychische Erkrankung zu heilen. Sie wurde wiederholt unfreiwillig in Kliniken eingewiesen, erhielt psychiatrische Medikamente und wurde psychotherapeutisch betreut. Keine dieser Standardbehandlungen konnte ihre Grunderkrankung heilen.
Dies erfüllte ihn mit tiefer Wut und führte dazu, dass er die Psychiatrie und insbesondere die Psychiater als inkompetent ansah.
Seine Motivation, Psychiater zu werden
Angetrieben von dieser Frustration und dem Wunsch, Familien in ähnlichen traumatischen Situationen zu helfen, entschied er sich für dieses Fachgebiet. Sein Ziel war es, die systemischen Mängel, die seiner Mutter geschadet hatten, direkt anzugehen und zu beheben.
In seinen drei Jahrzehnten am McLean Hospital und an der Harvard Medical School begegnete er häufig Patienten, die nicht auf optimale Medikamente und Psychotherapie ansprachen. Dies trieb ihn an, nach den eigentlichen Ursachen psychischen Leidens zu suchen.
Die Entwicklung hin zur metabolischen Psychiatrie
Die Gehirnenergietheorie: Er fasste schließlich jahrzehntelange Forschung zusammen und entwickelte das in seinem Buch „ Gehirnenergie“ dargelegte Rahmenwerk. Er argumentiert, dass psychische Störungen eigentlich Stoffwechselstörungen des Gehirns sind, die direkt mit mitochondrialer Dysfunktion zusammenhängen.
Bahnbrechende neue Interventionen: Da er beobachtete, dass herkömmliche Medikamente lediglich die Symptome linderten, begann er erfolgreich therapieresistente Erkrankungen wie Schizophrenie und bipolare Störungen mit gezielten metabolischen Interventionen wie medizinisch-ketogenen Diäten, Schlafoptimierung und Bewegung zu behandeln.
Dr. Chris Palmer erzählt die Geschichte seiner Mutter – und wie sie seine Karriere prägte.
Die Stoffwechsel-Psychiatrie ist ein wachsendes Feld, das den Zusammenhang zwischen Stoffwechselstörungen und psychischen Erkrankungen untersucht. Er ist ein führender Vertreter der „Brain Energy Theory“, die davon ausgeht, dass psychische Störungen Stoffwechselstörungen des Gehirns sind ... mehr erfahren
Er half mit seinen Erkenntnissen u.a. der bekannteste Youtube-Bloggerin Lauren Kennedy West ihre Psychopharmaka mit Keto-Ernährung abzusetzen und von Schizophrenie zu gesunden. (siehe Artikel)
3. Prof. Luc Ciompi, Psychiater mit schizophrener Mutter
Die Erkrankung der eigenen Mutter prägte den Schweizer Psychiater Luc Ciompi zutiefst und wurde zum zentralen Katalysator für seine gesamte wissenschaftliche Karriere sowie die Gründung der Soteria Bern.
Der persönliche Hintergrund
Die Mutter: Seine Mutter, Klara Ciompi, litt unter einer diagnostizierten „schleichenden Schizophrenie“. Sie verstarb in der Psychiatrischen Universitätsklinik Waldau bei Bern.
Die Motivation: Ciompi betonte rückblickend, dass das Erleben seiner „verrückten Mutter“ und der Wunsch, sie zu verstehen, sein lebenslanges Interesse am „Rätsel der Schizophrenie“ entfachte.
Die Entstehung der Soteria Schweiz
Gegenentwurf zur klassischen Psychiatrie: Beeinflusst durch die damaligen Defizite der traditionellen, oft rein sedierenden und stigmatisierenden Psychiatrie, suchte Ciompi nach humaneren Wegen.
Die Gründung: Inspiriert von Loren Moshers Soteria-Projekt in Kalifornien, gründete Ciompi im Jahr 1984 die Soteria Bern als europaweit erste therapeutische Wohngemeinschaft dieser Art.
Das Konzept: Das Modell basiert auf maximaler Stressreduktion, einem familiären Milieu („Dabeisein“) und einem sehr zurückhaltenden Einsatz von Antipsychotika.
Gespräch mit Luc Ciompi über sein Leben und seine Erfahrungen als Psychiater und Gründer der Soteria Bern
3. Dr. Mark Horowitz, Psychiater und Wissenschaftler, erlebte lebensbedrohliche Entzugssymptome
Dr. Mark Horowitz ist ein australischer Psychiater und Wissenschaftler am University College London. Er geriet weltweit in die Schlagzeilen, weil er die gängige psychiatrische Praxis herausfordert. Nachdem er selbst 15 Jahre lang Antidepressiva einnahm und beim Absetzen lebensbedrohliche Entzugssymptome erlitt, kämpft er für ein radikales Umdenken in seiner Berufsgruppe.
Der persönliche Hintergrund
Der Entzugs-Schock: Beim Versuch, die Medikamente nach herkömmlichen Richtlinien abzusetzen, litt er unter massiver Schlaflosigkeit, Panikattacken, Schwindel und Suizidgedanken.
Mangelnde Ausbildung: Im eigenen Medizinstudium lernte er, dass das Absetzen von Antidepressiva unproblematisch sei und Symptome nach zwei Wochen abklingen.
Erkenntnis im Netz: Hilfe fand er nicht bei Kollegen, sondern in Online-Foren von Patienten, die exakt dieselben qualvollen Langzeit-Entzugssymptome beschrieben.
Seine Kritik an der Psychiatrie
Überverschreibung: Er kritisiert, dass Antidepressiva zu schnell, zu oft und für viel zu lange Zeiträume verschrieben werden.
Fehldiagnose „Rückfall“: Die Psychiatrie deutet Entzugssymptome fälschlicherweise oft als Rückkehr der Depression. Patienten werden so fälschlich zu einer lebenslangen Einnahme verleitet.
Seine persönlichen medizinischen Errungenschaften
Das hyperbolische Ausschleichen: Zusammen mit Prof. David Taylor entwickelte er die Methode des hyperbolischen Absetzens. Die Dosis wird dabei zum Ende hin in immer winzigeren, exponentiellen Schritten reduziert.
Maudsley Deprescribing Guidelines: Im Jahr 2024 veröffentlichte er das Standardwerk für Ärzte, um Patienten sicher von Psychopharmaka zu entwöhnen.
Änderung offizieller Richtlinien: Seine Forschung floss direkt in die staatlichen britischen NICE-Richtlinien zur sicheren Medikamentenreduktion ein.
Interview mit Dr. Mark Horowitz über seine qualvollen Entzugserscheinungen
4. Dr. Weinmann, Psychiater mit schizophrener Mutter
Der Psychiater Dr. Weinmann, dessen Mutter an Schizophrenie erkrankt ist, schreibt über seine Kollegen: „Seit meinem ersten Tag in der Psychiatrie wundere ich mich, warum so viele Therapeuten so viel Energie darauf verwenden, Menschen zu überzeugen Medikamente zu nehmen, die sie eigentlich nicht selber einnehmen würden.“
Dr. Stefan Weinmann ist einer der sehr wenigen Psychiater in Deutschland, die sich trauen über die Gefahren von Psychopharmaka in seinen Büchern öffentlich zu berichten. Der Druck von Big Pharma, der hörigen Politik und der Ärzteorganisationen ist so groß, das ein kritischer Arzt auch schnell seine Zulassung verlieren kann.
Dr. Weinmann ist einer der bekanntesten psychiatrischen Fachvertreter in Deutschland, die den routinemäßigen und langfristigen Einsatz von Psychopharmaka fundiert kritisieren. Seine Bücher wie „Erfolgsmythos Psychopharmaka“ und „Die Vermessung der Psychiatrie“ analysieren systematisch die wissenschaftlichen Grundlagen und ökonomischen Interessen hinter der Medikamentenverordnung. Er legt dar, dass Studien oft kurzfristige Symptomlinderungen messen, während langfristige Lebensqualität vernachlässigt wird.
Weinmann argumentiert gegen die Verengung der Psychiatrie auf ein rein neurobiologisches Modell. Er belegt anhand klinischer Daten, dass der Zusatznutzen vieler Antidepressiva und Antipsychotika gegenüber Placebos oft viel geringer ausfällt als von Herstellern suggeriert. Er warnt vor den Risiken einer dauerhaften Medikation, wie Stoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Absetzsymptomen. Weinmann fordert statt der reinen Symptomunterdrückung eine stärkere Gewichtung von intensiver Betreuung, sozialer Integration und der Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen.
Referat von Dr. Stefan Weinmann: Neuroleptika reduzieren und absetzen - warum und wie?
6. Dr. Matt Bernstein, Harvard-Professor mit psychiatrisch erkrankten Kindern
Dr. Matt Bernstein ist ein an Harvard ausgebildeter Psychiater und Dozent an der Harvard Medical School. Er erlebte einen persönlichen und beruflichen Wendepunkt, als zwei seiner Kinder plötzlich schwere neuropsychiatrische Symptome entwickelten, die auf die herkömmliche psychiatrische Standardbehandlung nicht ansprachen.
Er wandte sich der Stoffwechsel-Psychiatrie zu, nachdem er feststellte, dass Psychopharmaka die psychischen Probleme seiner eigenen Kinder verschlechterten. Seitdem setzt er sich für die Behandlung von Stoffwechselstörungen ein, um mentale Erkrankungen zu verbessern.
Dieses persönliche Erlebnis prägte seinen Weg grundlegend
Die Fehldiagnose: Ärzte stuften die mysteriöse Erkrankung seiner Söhne als klassisch psychiatrisch ein und empfahlen starke Psychopharmaka. Dr. Bernstein spürte jedoch instinktiv, dass herkömmliche Medikamente die falsche Herangehensweise waren.
Die Ursachenforschung: Gemeinsam mit seiner Ehefrau, einer Psychologin, forschte er nach den tieferen Ursachen. Sie stießen auf metabolische (stoffwechselbedingte) sowie entzündliche Auslöser.
Der Erfolg durch Ernährung: Sie entdeckten den therapeutischen Nutzen der ketogenen Ernährung bei neurologischen Erkrankungen. Dies führte zur erfolgreichen Behandlung der Symptome seiner Kinder ohne den primären Einsatz von klassischen Psychopharmaka.
Beruflicher Wandel: Vor diesem Ereignis arbeitete Dr. Bernstein unter anderem als stellvertretender medizinischer Leiter der Akutstation für Schizophrenie und bipolare Störungen am McLean Hospital, einer Flaggschiff-Klinik der Harvard Medical School.
Pionierarbeit: Dr. Bernstein erforscht, wie Störungen des Energiestoffwechsels im Gehirn und der Mitochondrien schwere Krankheiten wie Schizophrenie oder bipolare Störungen befeuern. Inzwischen leitet er mit Accord Mental Health die weltweit erste Klinik für metabolische Psychiatrie
Dr. Bernstein und die Erfolge der metabolischen Psychiatrie.
Als Teil seines Ansatzes befürwortet Dr. Bernstein die Verwendung von u.a. ketogenen Diäten, Bewegung und Körper-Geist-Therapien als therapeutisches Mittel zur Behandlung von psychischen Erkrankungen wie Schizophrenie, bipolarer Störung und Depression ... mehr erfahren
