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BUCHVORSTELLUNG | "Morgen bin ich ein Löwe: Wie ich die Schizophrenie besiegte." von Arnhild Lauveng

  • Phoenix
  • 13. Dezember 2025 um 12:42
  • 320 Mal gelesen
  • 6 Kommentare

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BUCHVORSTELLUNG |

"Morgen bin ich ein Löwe: Wie ich die Schizophrenie besiegte." von Arnhild Lauveng


"Ist es möglich, eine „ehemalige Schizophrene“ zu werden, wie sich die norwegische Psychologin Lauveng selbst bezeichnet? Ein unabhängiges Leben zu führen und eine erfüllende Karriere zu haben, ohne auf Medikamente angewiesen zu sein?

Ein Buch, das Mut macht: Eindrucksvoll schildert die Psychologin Arnhild Lauveng ihren Weg aus der Schizophrenie. Ohne Sentimentalität und falsches Pathos zeichnet sie das Bild eines psychischen Leidens, das immer noch gesellschafftlich stigmatisiert und mit vielen Tabus behaftet ist. Und sie beweist, dass es möglich ist, nicht nur mit der Krankheit zu leben, sondern sie ohne Medikamente zu besiegen.

Arnhild Lauveng, Jahrgang 1972, hat an der Universität von Oslo studiert und arbeitet heute als klinische Psychologin, daneben ist sie erfolgreiche Buchautorin und gefragte Referentin. Für ihr Bemühen um mehr Offenheit im Umgang mit psychischen Erkrankungen wurde sie 2004 mit dem Mental Health Prize ausgezeichnet."



Buchbesprechung Zitat gekürzt (1) :

"Die erstaunliche Geschichte einer Frau, der das scheinbar Unmögliche gelang: Seit ihrer Jugend litt Arnhild Lauveng an Schizophrenie, fast zehn Jahre ihres Lebens verbrachte sie in der Psychiatrie. Ihr Leben als Patientin war geprägt von Selbstzerstörung und der niederschmetternden Diagnose, dass ihre Erkrankung unheilbar sei. Denn zum Zeitpunkt ihrer Diagnose wurde ihr gesagt, dass es sich um eine angeborene Krankheit handele, mit der sie ihr Leben lang leben müsse. Doch die junge Frau überwand nicht nur die Krankheit, sondern auch das Gesundheitssystem, das sie gefangen hielt.

Krankenhausaufenthalte

Lauvengs erster Krankenhausaufenthalt erfolgte, als sie 17 Jahre alt war. „Danach ging es etwa 10 Jahre lang hin und her, mal rein, mal raus, mal kürzere Aufenthalte.“ Lauvengs Begegnungen mit Polizisten und Krankenhauspersonal geben Aufschluss über die besten und schlechtesten Eigenschaften von Menschen in Autoritätspositionen im Bereich der psychischen Gesundheit und der Strafverfolgung. Obwohl sie überwiegend freundliche Helfer hatte, verhielten sich einige Polizisten und psychiatrische Pflegekräfte grausam und missbräuchlich, was Lauvengs Gefühl der Ohnmacht und Scham über ihren Zustand noch verstärkte.

Hoffnungslosigkeit

Doch die Misshandlung durch Polizei und Krankenhauspersonal war nicht das, was ihre Genesung am meisten behinderte. Für Lauveng, die sich bewusst ist, dass ihre schlimmsten Symptome – das wiederholte Schneiden ihrer Arme und Beine mit Glas und anderen scharfen Gegenständen sowie das Essen von Servietten und Papptellern – sie durchaus als jemanden mit geringer Heilungschance hätten abstempeln können, war das Schlimmste an der Behandlung, die sie erfuhr, dass „niemand in meinem Umfeld wirklich an meinen Traum glaubte oder daran, dass ich ihn verwirklichen könnte“.

Stattdessen drängten sie sie, sich ein „realistischeres“ Ziel zu setzen: zu verstehen, dass sie eine chronische Krankheit hatte und zu lernen, mit ihren Einschränkungen zu leben. Dies kam für Lauveng einem Todesurteil gleich. Tatsächlich unternahm sie drei Selbstmordversuche.

Ein Weg zur Genesung

Doch die meiste Zeit sehnte sich Lauveng weiterhin nach den gleichen Dingen, die wir uns alle wünschen – und glaubte hartnäckig, dazu fähig zu sein: „Leben, Entwicklung, Wachstum, einen guten Alltag für mich und die Menschen, die mir wichtig sind, Verständnis, Sicherheit, Beziehungen zu anderen Menschen.“

Und schließlich traf sie auf eine Sozialarbeiterin, die an ihren Traum glaubte und einen Plan entwarf, der sie von ihrem damaligen Standpunkt zu der Psychologin führte, die sie schließlich wurde.

Diese Memoiren erinnern uns daran, dass die Situation jedes Einzelnen im Hinblick auf psychische Erkrankungen etwas anders ist. Und um es mit Lauvengs Worten zu sagen: „Jeder, der möchte, sollte auf eine bessere Zukunft hoffen dürfen, egal ob diese Hoffnung realistisch ist oder nicht. … Manche Träume werden wahr.“

Das Buch ist ein persönlicher und kraftvoller Bericht über Lauvengs eigene Erfahrungen mit Schizophrenie, ihre Krankenhausaufenthalte und ihre letztendliche Genesung, die es ihr ermöglichte, die Krankheit ohne Medikamente zu überwinden und als Psychologin zu arbeiten."


Früher verbrachte ich meine Tage als Schaf.

Tag für Tag sammelten die Schäfer alle auf der Station zum gemeinsamen Ausmarsch, und wie alle Schäferhunde knurrten und bellten sie, wenn jemand in der Tür zögerte. Es kam vor, dass ich leise Mäh machte, während sie mich über den Flur trieben, es hat aber nie jemand gefragt, warum – ist man erst verrückt, darf man auch Mäh machen.

Früher verbrachte ich meine Tage als Schaf.

In einer Herde trieben sie uns über die Wege rings um die Klinik, eine langsame ungleiche Schar aus Individuen, über die sich niemand Gedanken machte. Denn wir waren eine Herde geworden, und die ganze Herde sollte sich draußen ergehen, um anschließend wieder eingepfercht zu werden.

Früher verbrachte ich meine Tage als Schaf.

Die Schäfer schoren mir das Fell und stutzten die Klauen, damit ich besser in die Herde passte. Ich trottete los zwischen hübsch frisierten Eseln, Bären, Eichhörnchen und Krokodilen Und fragte mich, warum niemand etwas sehen wollte.

Früher verbrachte ich meine Tage als Schaf, während sich alles in mir danach sehnte, über die Savanne zu jagen. Und ich ließ mich treiben, vom Pferch auf die Weide und wieder in den Stall, wenn sie sagten, das sei für ein Schaf so das Beste. Und ich wusste, dass das falsch war. Und ich wusste, dass es so nicht ewig gehen würde.

Früher verbrachte ich meine Tage als Schaf.

Aber morgen bin ich ein Löwe.


Einleitung:

"Ich schreibe dieses Buch aus einem ganz bestimmten Grund. Ich war früher schizophren. Das hört sich ebenso unmöglich an wie »frühere AIDS-Patientin« oder »ehemalige Diabetikerin«. Ein ehemaliger Schizophrener ist etwas, das es so nicht gibt. Eine Rolle, die man niemals angeboten bekommt.

Hingegen gibt es die Rolle des irrtümlich als schizophren diagnostizierten Patienten. Oder des symptomfreien Schizophrenen, der die Krankheit mit Medikamenten in Schach hält, und nicht zuletzt die des Schizophrenen, der es gelernt hat, mit seinen Symptomen zu leben, oder der sich im Moment in einer guten Phase befindet. Keine dieser Alternativen ist irgendwie schlecht, aber sie treffen auf mich nicht zu. Ich war schizophren.

Ich weiß, wie es war. Weiß, wie die Welt aussah, wie sie sich anfühlte, was ich dachte und tun musste. Auch ich hatte meine »guten Phasen«, und ich weiß, wie ich sie erlebt habe und wie die Dinge jetzt sind. Das ist etwas ganz anderes. Jetzt bin ich gesund. Und auch das muss erlaubt sein.

Es ist nicht leicht, genau zu sagen, wie lange ich krank war, denn die Krankheit entwickelte sich über Jahre, und ebenso dauerte es Jahre, mich wieder aus ihr herauszukämpfen. Ich hatte Selbstmordgedanken und litt über Jahre an Sinnesstörungen, ehe überhaupt jemand erkannte, dass ich im Begriff war, schizophren zu werden. Und ich war schon wieder ziemlich gesund, sicher und innerlich abgeklärt, bevor das System überhaupt daran glaubte, dass ich gesund werden könnte.

Krankheit und Gesundheit sind Prozesse und Abstufungen, die man eigentlich nicht zeitlich festschreiben kann. Aber es begann mir bereits als Vierzehn- bis Fünfzehnjähriger schlecht zu gehen. Mit siebzehn wurde ich zum ersten Mal eingewiesen. Von da an ging es rein und raus, über Jahre hinweg mal kürzere, mal längere Einweisungen. Manchmal war ich nur wenige Tage oder Wochen in der psychiatrischen Notaufnahme, andere Male Monate, und die längsten Perioden erstreckten sich über ein bis zwei Jahre in offenen oder geschlossenen Abteilungen, mal freiwillig, mal nicht.

All diese Zeiten zusammengenommen war ich sechs bis sieben Jahre in der Klinik. Das letzte Mal mit sechsundzwanzig Jahren, doch da war ich bereits ganz eindeutig auf dem Weg der Besserung, auch wenn das für jemand anders als mich selbst vielleicht kaum erkennbar war. Ich glaube nicht, dass meine Geschichte mehr ist als bloß meine Geschichte. Sie muss nicht auf alle zutreffen. Aber es ist eine andere Geschichte, eine Geschichte, die sich von allem unterscheidet, was man sonst zu hören bekommt, wenn man mit der Diagnose Schizophrenie konfrontiert wird. Und deshalb glaube ich, dass es wichtig ist, sie zu erzählen.

Als ich krank war, bekam ich nur eine Geschichte zu hören. Es hieß, ich sei krank, ein angeborenes Leiden, das mein ganzes Leben dauern würde und mit dem ich lernen müsste zu leben. Diese Geschichte stimmte in meinem Fall nicht. Sie machte mir keinen Mut und gab mir weder Hoffnung noch Kraft in einer Zeit, in der ich gerade das so sehr gebraucht hätte. Es war keine Geschichte, die mir gut tat. Und in meinem Fall war es auch keine wahre Geschichte. Aber es war die einzige Geschichte, die ich zu hören bekam.

Nachdem ich wieder gesund wurde, habe ich Psychologie studiert. Diese Ausbildung hat mir gezeigt, dass es auch neben meiner privaten, persönlichen Geschichte eine ganze Reihe anderer Geschichten gibt, die man Menschen mit der Diagnose Schizophrenie erzählen kann und auch jenen, die mit diesen Menschen leben und arbeiten. Deshalb will ich noch einige weitere erzählen außer meiner eigenen. Auch diese werden nicht auf alle zutreffen. Das Leben ist groß und kompliziert und facettenreich, und es gibt kein definitives Fazit. So etwas funktioniert in der Mathematik, nicht in der Wirklichkeit. Deshalb ist keine dieser Geschichten die einzige, große, allgemeingültige Wahrheit. Aber alle diese Geschichten sind wahr."


Leseprobe

Nebel und Drachen, Blut und Eisen

Lokale nyheter | Schizofren ble psykolog

Es begann zögernd und vorsichtig, und ich bemerkte es kaum. Wie ein schöner Sommertag, an dem langsam Nebel aufzieht. Zuerst nur ein dünner Schleier, der sich vor die Sonne schiebt, dann aber immer dicker wird, während die Sonne noch scheint.

Erst wenn sie das nicht mehr tut, wenn alles kalt geworden ist und die Vögel nicht mehr singen, spürt man, was da vor sich geht. Aber dann ist der Nebel da, und die Sonne ist weg, und die Wegmarkierungen beginnen zu verschwinden.

Plötzlich hat man nicht mehr die Zeit, nach Hause zu kommen, weil sich der Nebel so dicht auf alle Wege gelegt hat, dass ein Fortkommen nicht mehr möglich ist. Und dann bekommt man es mit der Angst zu tun. Denn man weiß nicht, was da vor sich geht oder warum das geschieht und wie lange es dauern wird.

Man begreift nur, dass man allein ist und im Begriff, sich zu verlaufen, und schließlich bekommt man Angst, vielleicht nie wieder den Weg nach Hause zurück zu finden. Ich weiß nicht, wann oder wie es begann, aber ich erinnere mich daran, dass ich in der Schule immer mehr Angst bekam. Eigentlich gab es gar nicht so viel, wovor ich hätte Angst haben müssen, und die Angst war auch noch nicht so groß, aber ich spürte, dass etwas nicht in Ordnung war.

Ich war immer das liebe, stille, fleißige Mädchen gewesen, das sich gerne selbst beschäftigte, oft vor sich hinträumte und nicht viele Freunde hatte. Ich hatte zwar ein paar, insbesondere eine enge, beste Freundin, habe mich aber nie mit vielen Menschen umgeben. Auf der Grundschule war ich ein bisschen gemobbt worden. Nicht wirklich tragisch, sondern eher dieses stille, unauffällige Alltagsmobbing, das einem beinahe unmerklich das Selbstvertrauen, die Freundschaften und das Lachen raubt und einen zu guter Letzt allein zurücklässt in dem Glauben, es sei am besten so.

Auch auf der nächsten Schule ging das so weiter. Es war nicht wirklich schlimm, aber doch spürbar. Kaugummi in den Haaren, Menschen, die gingen, wenn ich kam, die mit ihren Stühlen zur Seite rückten oder höhnisch lachten. Gruppenarbeit war ein Albtraum, und in den Pausen war ich häufig allein. Das war schon lange so gewesen, bis ich schließlich bemerkte, dass ich mehr und mehr allein war und dass es sich nicht nur um eine äußerliche Einsamkeit handelte, sondern um eine Einsamkeit, die auch von meinem Inneren Besitz zu ergreifen begann.

Irgendwie war etwas geschehen, meine Einsamkeit beruhte mit einem Mal nicht mehr nur darauf, dass ich nicht mit jemandem zusammen war, sondern darauf, dass mich der Nebel an der Kommunikation hinderte. Die Einsamkeit war ein Teil meiner selbst geworden. Ich bekam gute Noten in der Schule. War mit meiner besten Freundin zusammen, ging ins Kino, arbeitete als Babysitterin, zeichnete, malte und hörte Musik. Ich lachte und hatte reichlich Pläne für die Zukunft.

Aber abends begann ich, häufiger rauszugehen, unternahm lange Spaziergänge, auf denen ich über alles und nichts nachdachte. Und manchmal wusste ich hinterher nicht einmal mehr, wo ich gewesen war. Ich machte mir viele Gedanken über den Tod, und mitten im Sommer kletterte ich bis ganz nach oben auf die Sprungschanze und fragte mich, wie es wäre, nach unten zu fliegen und an einem ganz anderen Ort zu landen, einem Ort, von dem man nie wieder zurückkam.

Ich glaube, ich schrieb in meiner Jugend nicht einen einzigen Schulaufsatz, in dem ich nicht jemanden tötete, mit Ausnahme vielleicht der rein wissenschaftlichen Arbeiten, aber auch die waren reichlich düster. Ich wurde stiller und hörte häufig Musik. Ich las viel, und nicht selten handelte es sich um ziemlich traurige, dicke Bücher, die für eine Vierzehnjährige eigentlich zu schwere Kost waren.

Tarjei Vesaas, Kafka und Dostojewskij. Ich war einerseits sehr erwachsen, andererseits äußerst kindlich – und wusste selbst nicht mehr, wer ich eigentlich war. Ich ging in die neunte Klasse und wünschte mir zu Weihnachten ein Latein-Lehrbuch und eine Babypuppe. War immer verwirrter und schrieb viel Tiefsinniges in mein Tagebuch. Aber nichts davon war für sich genommen wirklich ungewöhnlich. Ich war ein Teenager, und Jugendliche in diesem Alter sind in der Regel unberechenbar. Sie kämpfen damit, noch Kind und doch gleichzeitig schon ein Stück weit erwachsen zu sein. Grübeleien und plötzliche Meinungsänderungen sind da ganz normal.

Es gab eigentlich nichts, über das man sich hätte Sorgen machen müssen. Im Nachhinein denke ich, dass das deutlichste Warnsignal dafür, dass etwas mit mir nicht stimmte, die Tatsache war, dass sich meine Identität, meine Sicherheit, ich selbst zu sein, langsam auflöste. Ich wurde immer unsicherer, ob es mich wirklich gab oder ob ich nicht nur eine Figur aus irgendeinem Buch war, die jemand erfunden hatte. Ich war mir nicht mehr sicher, wer meine Gedanken und Handlungen steuerte: Tat ich das selbst – oder waren das andere? Der Autor des Buches vielleicht?

Ich begann mich zu fragen, ob ich wirklich am Leben war, denn alles fühlte sich so unendlich leer und grau an. In meinem Tagebuch schrieb ich statt »ich« »sie«, und schließlich dachte ich auch so: »Sie ging über die Straße zur Schule. Sie war sehr traurig und fragte sich, ob sie sterben musste.« Und irgendwo in meinem Inneren fragte etwas, ob »sie« immer noch »ich« war, und kam zu dem Schluss, dass das nicht stimmen konnte, denn schließlich war »sie« traurig, während »ich« nichts war. Nur grau.

Etwa zu dieser Zeit erkannte ich, dass ich Hilfe brauchte. Lange Zeit hatte mir davor gegraut, doch eines Tages, als ich allein in einem Klassenzimmer saß und meine Norwegisch-Hausaufgaben machen wollte, nahm ich all meinen Mut zusammen und ging nach unten zur Schulkrankenschwester. Sie war sehr freundlich, aber ich spürte, dass es mir nicht gelang, mich klar genug auszudrücken.

Sie fragte, ob ich aß, und das tat ich, sie wollte wissen, ob ich davor Angst hätte, dick zu werden oder in einen Bus einzusteigen, aber das hatte ich nicht. Ich hatte Angst, nicht zu existieren, hatte Angst, dass die Gedanken in meinem Kopf nicht meine eigenen wären. Aber danach fragte sie nicht. Ich sagte ihr, alles fühle sich grau an, und ich könne nicht mehr leben, woraufhin sie für mich einen Termin beim Schulpsychologen ausmachte. Mir war flau, und ich hatte Angst. Ich wollte niemandem davon erzählen.

Der Termin lag in den Winterferien, so dass die Schule glücklicherweise geschlossen war. Zu Hause gab ich vor, bloß einen Spaziergang machen zu wollen. Ich versteckte mich auf dem Friedhof neben der Schule, bis ich den Psychologen kommen sah. Ich wollte wirklich mit ihm reden, auch wenn ich Angst davor hatte. Mir war klar, dass ich dabei war, mich in diesem Nebel zu verlaufen, und dass ich Hilfe brauchte. Aber ich wusste nicht, wie ich darum bitten oder erklären sollte, was da in mir geschah. Denn der Nebel war bereits ziemlich dicht, und die Kommunikation fiel mir schwer. Ich beteuerte, verwirrt zu sein, und der Schulpsychologe antwortete, das seien alle Teenager.

Ich sagte ihm, ich hätte das Gefühl, ich wäre es nicht mehr selbst, die meine Gedanken und Tätigkeiten steuerte, und er zeichnete mir das Freudsche Modell auf und schrieb »Ich« und »Es« und »Über-Ich« in die Kreise. Ich verstand nichts davon, es zeigte mir aber in aller Deutlichkeit, dass auch er nicht verstand, was ich ihm zu sagen versucht hatte. Der nächste Termin überschnitt sich mit einer Arbeit, so dass ich zur Krankenschwester lief und ihr sagte, ich hätte keine Zeit, bräuchte aber auch keinen neuen Termin, weil es mir schon wieder deutlich besser ginge.

Es war eine blanke Lüge, aber der Nebel begann in 23 dieser Zeit wirklich dicht zu werden, so dass es immer schwieriger wurde, vernünftige Gedanken zu denken, geschweige denn darüber zu reden. Da war eine Lüge einfach die leichteste Lösung. Ich wusste, dass es mir niemals gelingen würde auszudrücken, wie es wirklich war. Deshalb sagte ich, es sei alles in Ordnung, und drehte mich weiter allein im Kreis.

Erstaunlicherweise lief es in der Schule immer noch gut. Die Aufsätze waren tragisch, aber nach wie vor gut geschrieben, und auch in den anderen Fächern kam ich zurecht. Jahreszahlen, Kronblätter, Kriege und chemische Formeln waren sichere, einfache und standhafte Fakten in einer Welt, die immer chaotischer wurde. Sie bereiteten mir keine Probleme, waren gefühllos und unveränderlich, ließen sich von meinem inneren Chaos nicht beeindrucken, und alles war gut, wenn man sie nur paukte und auswendig lernte. Ich ging spazieren, passte auf kleine Kinder auf, machte Hausaufgaben und absolvierte Prüfungen. Niemand wusste, dass ich mich mit jedem Tag mehr und mehr verirrte und mich immer weiter von zu Hause entfernte. Aber es war so. Und dann kam ich auf das Gymnasium. Anfangs ging alles gut. Ich kam in eine nette Klasse mit ein paar bekannten und einer Reihe neuer Gesichter. Ich erkannte, dass es dort auch nette Menschen gab, vielleicht gar neue Freunde, mit denen ich Spaß haben könnte.

Ich nahm auch einen Job an, verkaufte abends in einem Kino Schokolade, und obgleich die Fahrt mit dem Bus dorthin lang war, gefielen mir die Arbeit und die Kollegen. Es ging mir gut. Sehr gut. Zu gut. Denn so war meine Welt nicht gewesen, daran war ich nicht gewöhnt. Wenn alles gut lief, wurde die grausame Einsamkeit, die zuvor um mich herum geherrscht hatte, nur umso deutlicher. Und auch die Trauer steckte noch in meiner Brust. Wenn ich mit den anderen lachte, wand sie sich in mir und erinnerte mich daran, dass das Leben nicht leicht, lustig und gut war, sondern einsam, traurig und schmerzhaft. Und dann fühlte ich mich nur noch einsamer. Außerdem war ich so lange gequält worden, dass es für mich ungewohnt und anstrengend war, wenn die Menschen plötzlich freundlich waren. Wollte ich der Tatsache ins Auge blicken, dass die Menschen tatsächlich nett waren und gar keinen Grund hatten, nur so zu tun, musste ich auch die Trauer über das Gewesene an mich heranlassen. Und das schaffte ich nicht. Das Grau wuchs.

Mir wurde immer klarer, dass ich mich in meiner Rolle als stilles, nettes, kluges Mädchen nicht mehr wohlfühlte. Ich wollte fliegen und begann leuchtend rote, feuerspeiende Drachen zu zeichnen. Drachen, die vor Kraft und Leben und all dem strotzten, was ich nicht hatte. Denn in mir war alles nur noch grau. Schon auf der alten Schule hatten sich meine Sinneswahrnehmungen verschoben. Aber auch das war so langsam und Stück für Stück geschehen, dass ich es anfangs kaum bemerkt hatte. Manchmal, wenn ich müde war, fiel mir auf, dass sich gewisse Geräusche anders anhörten. Irgendwie merkwürdig. Mal waren sie zu laut, mal zu leise, oder sie klangen einfach nur seltsam. Jetzt wurde das schlimmer. Gewöhnlich unterliegen die Geräusche ja einer klaren Ordnung, einige sind laut, andere leise; manche sind wichtig, manche weniger wichtig. Doch jetzt verwischten diese Regeln sich zusehends.

Wenn ich mit jemandem spazieren ging und mich dabei unterhielt, spürte ich, dass es immer schwieriger für mich wurde, meinen Gesprächspartner zu verstehen, weil unsere Stimmen vom Geräusch meiner Sohlen auf dem Asphalt übertönt wurden. Das Rauschen im Ohr konnte so laut und bedrohlich werden, dass es beinahe physisch wehtat, und manchmal war ich verunsichert, was das überhaupt für ein Geräusch war. Hörte ich da wirklich nur ein Rauschen, oder sprach jemand mit mir? Auch die Stimme des Lehrers konnte entschwinden, Worte und Informationen konnten zu bloßen Geräuschen werden, zum Kreischen eines Sägeblattes oder dem Heulen des Windes. Auch was ich sah, begann sich zu verändern.

Die Kontraste zwischen hell und dunkel wurden stärker, manchmal geradezu unheimlich. Wenn ich auf der Straße unterwegs war, konnten die Häuser um mich herum unvermittelt zu wachsen beginnen, riesengroß und bedrohlich werden, so dass ich mitunter fürchtete, sie könnten über mir zusammenstürzen. Vertraute Gesetzmäßigkeiten in Perspektive und Raum zerbrachen, und es fühlte sich an, wie durch eine surrealistische Malerei von Picasso oder Salvador Dalí zu laufen – sehr anstrengend und verwirrend.

Einmal blieb ich auf dem Weg zur Arbeit eine halbe Stunde stehen, weil ich es nicht wagte, die Straße zu überqueren. Es gelang mir nicht mehr, den Abstand zu den Autos einzuschätzen, und die Bordsteinkante geriet zu einem tiefen Abgrund, in den ich zu Tode stürzen konnte. Angst und Verzweiflung wuchsen, und zu guter Letzt sah ich keinen anderen Ausweg mehr, als einfach loszugehen. Würde ich getötet werden, wäre es wenigstens vorbei. Ich wurde nicht getötet. Ich schaffte es über die Straße, fand den Weg zur Arbeit und sagte, der Bus habe sich verspätet. Es war das erste Mal, dass ich zu spät kam, und es gab keine Probleme, aber die Lüge quälte mich. Doch was sollte ich sagen? Dass ich Angst hatte, von der Bordsteinkante zu Tode zu stürzen? Das ging nicht. Es hörte sich vollkommen verrückt an.

Während die Welt um mich herum immer chaotischer wurde, gab es dennoch etwas in mir, das diese Geschehnisse registrierte und erkannte, dass da etwas ganz und gar nicht stimmte. Irgendwo in meinem Inneren wusste ich, dass die Bordsteinkante nur circa 20 Zentimeter hoch ist, nicht zwanzig Meter, und dass man nicht davon stirbt, einen Schritt nach unten zu tun. Aber so sah meine Welt eben nicht aus, und während eine Stimme in mir das eine sagte, sagte eine andere etwas vollkommen anderes, so dass es immer schwieriger wurde, Dinge zu verstehen und Ordnung zu halten. In meinem Tagebuch, das ich noch immer führte, schrieb ich weiter über »sie«. Auch das verwirrte mich. Denn wenn ich »sie« war, wer war dann die, die schrieb? War ich »sie«? 26 Aber wenn »ich« »sie« war, wer erzählte dann über »ich und sie«? Das Ganze wurde immer chaotischer, und ich fand keinen Weg hinaus.

Eines Abends gab ich es vollends auf und ersetzte alle »ich« mit einem x für unbekannt. Ich fühlte, ich hatte aufgehört zu existieren, alles war nur noch Unordnung, und ich hatte keine Ahnung, ob ich existierte, was ich war oder wer ich war. Ich war nicht mehr da, jedenfalls nicht als eine Person mit einer Identität und Grenzen, einem Anfang und einem Ende. Ich bestand bloß noch aus undefinierbarem, ausuferndem Chaos, wie ein Fetzen Nebel. Diffus und grenzenlos. Dabei war ich noch immer ich selbst. Das erkenne ich, wenn ich die Tagebucheinträge aus jener Nacht lese, in der ich den Eindruck hatte, dass sich meine Identität vollends auflöste und die Psychose endgültig die Oberhand gewann. Denn in Anbetracht des immer bedrohlicheren Chaos schrieb ich voller Verzweiflung – und nun zitiere ich direkt: »Jetzt kann x nicht mehr. X hat keinen Schimmer, wer x ist, und x schafft es auch nicht mehr, darüber nachzudenken. X glaubt, x geht und bringt y ins Bett (Objektform).« Und obgleich ich mich sehr gut an die Verzweiflung und Einsamkeit erinnern kann, die ich empfand, weil ich so vollkommen allein war und nicht einmal ein solides »ich« besaß, muss ich in Anbetracht dieser Zeilen lächeln. Denn es ist so überaus deutlich, dass ich die ganze Zeit über da war, mit einer mehr als soliden Identität, auch wenn ich nicht mehr dazu in der Lage war, diese zu erkennen.

Ich bin interessiert an Sprache und Grammatik. Auch das ist ein Teil der Kombination von Besonderheiten, die meine Identität ausmachen und durch die ich erst zu dem Menschen werde, der ich bin. Ich war also auch damals noch da. Nur konnte ich es nicht erkennen. Die Welt war grau geworden, meine Sinne waren verwirrt, und ich wusste nicht, wie ich mich dem Konflikt zwischen dem »lieben Mädchen« und dem »lebendigen Leben« stellen sollte. Meine Rolle war so eng, dass meine Seele Druckstel- 27 len bekam, die die ganze Zeit über schmerzten, und ich nicht weiter wusste. Ich zeichnete Drachen. Einzelne Zeichnungen von gelben Geschöpfen, die durch die Nacht flogen, oder ganze Serien aus mehreren Bildern, die erst gemeinsam ein Ganzes bildeten. Eine dieser Serien beginnt mit einer Eisprinzessin in einem blaulila Kleidchen. Sie geht allein durch einen dunklen Winterwald mit nackten, toten Bäumen. Im Wald sind viele wilde Tiere – Wölfe, Schlangen, kleine Teufel –, aber keines davon beachtet die Eisprinzessin, sie gehen alle ihre eigenen Wege. Sie ist ganz allein. Auf dem nächsten Bild wird die Prinzessin von dem großen, gelben, feuerspeienden Drachen gefressen, dabei sieht er eigentlich ganz nett aus, auch in diesem Moment. Das dritte Bild zeigt den Drachen, wie er ein großes, weißes Ei bebrütet, und auf dem vierten Bild bricht die Eierschale, und eine gelbrote Prinzessin kommt heraus. Sie lächelt ebenso glücklich wie der Drache. Auf dem letzten Bild geht die Feuerprinzessin wieder durch den Winterwald. Es ist noch immer genauso kalt und dunkel, und auch die wilden, gefährlichen Tiere sind noch da. Aber die Prinzessin passt nicht mehr in diesen Wald, und die Tiere bemerken das, wenden sich ihr zu und greifen sie an. Sie ist nicht mehr geschützt durch das Eis, sondern lebendig und verwundbar, und es besteht höchste Gefahr, dass sie gefressen wird.

Trotzdem habe ich in mein Tagebuch geschrieben: »Egal, es spielt keine Rolle, was es kostet, ich will nicht sterben, bevor ich nicht alle Farben meines Malkastens verwendet habe, will kein Leben in Pastell führen.« Und das schrieb ich, obgleich ich ein erschreckend genaues Bild meiner Zukunft gemalt hatte, ohne auch nur das Geringste darüber zu wissen. Ich wusste, dass ich gefressen werden würde. Und dass ich überleben würde. Noch eine weitere Bilderserie zeigt die Eisprinzessin. Hier wird sie beinahe von einer Horde kleiner, grauer Wollknäuel ohne Körper, aber mit großen Mäulern gefressen. Um ihnen zu entkommen, lässt sie sich wieder vom Drachen verschlingen. Dieses Mal gibt es kein Ei. Dieses Mal liegt der Drache weinend auf einer Wiese. Die Tränen sammeln sich zu einem Fluss, und am Ufer dieses Flusses wächst eine Blume. Die Knospe öffnet sich, und heraus kommt die Feuerprinzessin. Sie singt. Ich war total verwirrt, verstand nichts und konnte nicht erklären, was mit mir geschah.

Daran erinnere ich mich noch genau. Aber die Zeichnungen, von Anfang an sauber datiert, erzählen dennoch die ganze Geschichte. Sie zeigen, dass ich nichts begriff und doch alles verstand. Auch in anderer Hinsicht lebte ich aus, wofür ich keine Worte hatte. Ich kam mit meiner Rolle nicht zurecht und fühlte mich unwohl. Doch statt sie aufzugeben, wurde ich quasi perfekt darin. Ich begann, jeden Tag nach der Schule zu arbeiten, wollte aber trotzdem gute, ja bessere Noten bekommen. Ich lernte abends, wenn ich von der Arbeit zurück war, und paukte bis spät in die Nacht. Dann schlief ich ein paar Stunden, ehe ich im Morgengrauen aufstand, weiterlernte oder ganz leise Hausarbeit machte, damit mich niemand hörte, bis ich wieder zur Schule ging und dann zur Arbeit und immer so weiter.

Ich hatte keine Zeit mehr für Freunde oder Freizeit. Natürlich war das nicht gut, doch es war auch sicher, denn so brauchte ich mir keine Gedanken über meine einsamen Jahre zu machen. Es war alles so mies wie immer, was zwar nicht gut, aber wenigstens vertraut war. Ich schlief weniger und begann auch weniger zu essen. Nicht weil ich abnehmen wollte, sondern weil ich mich unter Druck setzen wollte, um Kontrolle über das Chaos zu gewinnen. Dann kam der Kapitän. Beim ersten Mal schrieb ich gerade in mein Tagebuch. Ich saß müde da und notierte etwas, als ich plötzlich bemerkte, dass ein Satz anders vollendet wurde, als ich mir das gedacht hatte. Ich bekam Angst und schrieb: »Wer hat diesen Satz beendet?«, und er antwortete: »Das war ich.« Damit ging es los. Es ist nicht weit vom Tagebuchschreiben zum Denken und vom Denken zu Stimmen, auf jeden Fall war ...

Quellen

(1) https://namiwc.org/2019/02/13/a-p…-schizophrenia/

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Kommentare 6

Molly
14. Dezember 2025 um 08:04
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Bei mir, und ja auch bei anderen Betroffenen, war es eben schon immer so, dass aus meiner Schizophrenie immer dann Psychosen aufflammen, wenn eine schlimme Lebenskrise durch äußerliche Umstände auftritt.

Niemand kann verhindern, dass ein geliebter Mensch im Umfeld stirbt, eine Trennung von einem langjährigen Partner passiert, oder dass wegen Krieg oder ähnlichem das komplette Lebensgefüge zusammenbricht und ich denke schon, dass so etwas wieder dazu führen würde, dass ich wieder in einen schlimmeren Zustand kommen würde, als nicht Betroffene in solchen Phasen. Momentan fühle ich mich ja auch ziemlich gesund...:thinking_face:

Möglicherweise gibt es aber auch dabei psychische Vorgänge in mir, die durch frühe Traumata ausgelöst werden, die man vielleicht bearbeiten sollte... :thinking_face:

Phoenix
14. Dezember 2025 um 08:29
Autor
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Auf schwierige Lebensereignisse stets psychotisch zu reagieren, entspricht einem speziellem Muster, das genauer angeschaut und sicher auch gelöst werden kann. Denn nicht jeder muss auf diese Weise ein Leben lang reagieren.

Die Methoden der Psychologie bis hin zur Spiritualität sind vielfältig, um solche Verhaltensweise ergründen zu können. Was Dir helfen kann und wo Du am meisten Vertrauen hast, kannst wohl nur Du für Dich herausfinden.

Genesung ist ein aktiver Prozess und verschiedene Heilverfahren anzuwenden ist der Weg. Siehe: 5 Ebenen der Heilung

In über 20 Jahren mit Schizophrenie habe ich viel ausprobiert und auch immer etwas an "Gesundung" erfahren dürfen.

Meine Methoden habe ich nun gefunden um Komplexe zu lösen.

Emily
13. Dezember 2025 um 18:50
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Das Buch habe ich auch, kann ich empfehlen. :thumbs_up:

Emily
13. Dezember 2025 um 20:27
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Pessimismus hat noch niemandem geholfen, Erkrankungen zu überwinden und zu genesen, gerade keine psychischen Erkrankungen. Pillen können nicht alle menschlichen Probleme lösen.

Gesunder Optimismus und etwas "Forschungswille", auch mal was auszuprobieren, kann da schon viel helfen, Verbesserungen zur Gesundheit und solche Ziele der Genesung durchaus erreichen zu können.

Es gibt so viele genesene Menschen von psychischen Erkrankungen, auch von Schizophrenie.

Molly
13. Dezember 2025 um 14:10
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Ob man die Schizophrenie besiegt hat oder nicht, weiß man erst an dem Tag, an dem man stirbt!:thinking_face:

Es können auch nach Jahrzehnten noch mal Rückfälle passieren.

Phoenix
14. Dezember 2025 um 06:05
Autor
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Ja und Nein und Vielleicht

Ja, ich denke wir sollten Menschen, die Freiheit lassen, sagen zu dürfen, dass sie gesundet sind, wenn sie dies für sich tief in ihrem Wesen spüren und für sich erkannt haben. Niemand sonst kann dies tun.

Ein Trauma, als Ursache für Schizophrenie kann ausheilen. So wie ein Stachel, der seit langer Zeit tief im Fleisch sitzt, auch gezogen werden kann. Man spürt genau ob er noch da ist oder nicht.


Und nein, jeder kann, auch im hohen Alter, auch mit über 65 Jahren, Psychosen bekommen und Schizophrenie, auch wenn dies sehr selten ist. Häufig treten Psychosen mit anderen Erkrankungen auf, wie Parkinson, Alsheimer, Demenz oder Entzündungen, was dann erstmal untersucht werden muss.


Die größte Tragödie erleben Menschen die vielleicht schon längst gesundet sind, aber in eine schwere Abhängigkeit von Antipsychotika geraten sind und drei oder mehr gescheiterte Absetzversuche hinter sich haben. Sie erleben nur Absetzpsychosen, also reine Absetz- oder Entzugserscheinungen von Antipsychotika, glauben aber immer noch an Schizophrenie zu leiden. Psychiater bestätigen dies gern.

Diese Menschen können eine echte Psychose nicht mehr von einer Absetzpsychose unterscheiden, da sie Jahrzehnte Antipsychotika einnehmen. Ihnen fehlt das Wissen, die Kraft oder die Geduld das Ausschleichen richtig durch eine komplett gesunde Lebensweise zu unterstützen, wie eine gesunde Ernährung, Nahrungsergänzung, Sport, Yoga, eine sinnvolle Beschäftigung usw. .. weil sie nicht mehr daran glauben, gesunden zu können.

Antipsychotika haben sie übergewichtig, mürbe und antriebslos gemacht und die Organe geschädigt. 50% bekommen eine typische Folgeerkrankung, wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Bluthochdruck bis hin zu Krebs. 30% haben sogar zwei oder mehr Folgeerkrankungen. Die Lebenserwartung sinkt um 15-25 Jahre.

Ja, vielleicht sind sie schon längst gesund ... eine echte Tragödie ... ein Albtraum ... Erwachen noch möglich?

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