30.05.2020/am Gipfel

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Heute erhielt ich einen Anruf von meiner Tochter. Sie fragte an, wie sie ihr "Vermögen" bei einem Wohnungseigentümer belegen könnte. Miri klang sehr freundlich. Ich unterbreitete ihr meine Idee den Kaufvertrag als "Beleg" zur Besichtigung mit zu bringen.

Meine Tochter konnte mir nicht wirklich folgen, war aber damit einverstanden, dass ich den mir Vorliegenden kopiere und ihr Montag mitbringe. Ihre Ausfertigung konnte sie nicht finden. Ich freue mich zu hören, dass Miri sich von dem Konflikt mit ihrem Bruder nicht aus der Fassung bringen hat lassen und auch heute noch an dem Thema dran war. Vielleicht schafft sie es ja doch noch eine für sie passende Wohnung zu finden und zu mieten. Mal sehen. Auf meine Frage ob sie bei den Job`s angerufen hätte, verneinte sie etwas frustriert. Vielleicht wird es doch langsam Zeit, eine Erwerbsunfähigkeits/minderungsrente für sie zu beantragen!?

Wenn ich Miri zu diesem Thema frage, reagiert sie ganz erbost und unwillig, da sie doch arbeiten könne. Ich warte auf einen inneren Impuls von mir, der mir sagt, dass es reicht und ich das jetzt einfach tue. Als letzten Termin, habe ich mir den Eingang ihres Ertrages vom Hausverkauf innerlich markiert. Dann wird es Zeit. Egal was Miri dazu sagt. Ab da ab bleiben uns, wenn Miri höhere Wohnungskosten haben sollte, ca. eineinhalb Jahre um eine Solche durchzubringen.


Ansonsten geht es mir derzeit nicht Fisch nicht Fleisch. Arbeite alles, eher gemütlich, ab was zu tun ist, bin den Rest viel im Büro und habe es tatsächlich irgendwie geschafft das schon früher erwähnte Programm wieder zum Starten zu bringen. Wunderbar...Die Startdatei war wohl in einem falschen Pfad. Der Kasten verschlingt momentan viel Zeit.

Kommentare 3

  • liebe Elfriede, bin jetzt vielleicht etwas zu schnell.. sorry falls es so ist.


    Aber das mit der Erwerbsminderungsrente für deine Tochter..wäre echt gut.

    Und es muss ja auch nicht für den Rest ihres Lebens sein.


    Oder...es kann auch sein dass ihr erstmal eine berufliche Rehabilitation vermittelt wird.

    Da würde sie dann auch noch.. Übergangsgeld beziehen und in sozialen fragen Unterstützung bekommen.


    Meine Freundin n Deutschland hat das gemacht und arbeitet heute.. wieder Vollzeit in der Gastronomie.

    Daran war überhaupt nicht mehr zu Denken.


    Und wenn es doch die Rente wird gibt es Möglichkeiten.

    Tagesstätte für die Tagesstruktur Oder Zuberdienst bis 450euro. . selbst bei voller Rente.


    Auch das eine Möglichkeit wieder einzusteigen.

    Was du von deiner Tochter schreibst klingt überhaupt nicht so...als könne sie ihre Lage noch realistisch einschätzen.. zumindest zur Zeit nicht.


    Es ist super schwer Betreuer für sein eigenes Kind zu sein.

    Manchmal ist ein fremder besser...weil das dann nur ..der doofen Betreuer ist...und nicht die Mama.


    Gleichzeitig würde ich mir auch nicht das Heft aus der Hand nehmen lassen, an deiner Stelle.


    Ganz schön schwierige Situation.. tauschen möchte ich auch nicht.


    Schön dass es mit dem "Kasten " also Computer jetzt besser läuft.

    Liebe Grüße Ida

    Gefällt mir 1
    • Hallo liebe Ida,

      danke für deine klare Meinungsbekundung. Das hilft mir sehr.

      Derzeit kann ich die Betreuung für Miri nicht abgeben, da der Hausverkauf noch nicht durch ist.

      Wenn ich jetzt abgebe, beginnt der "Spaß" von vorne, wurde mir vom Notar schon bei Vertragsabschluss gesagt. Ich arbeite jetzt seit fast eineinhalb Jahren am Verkauf des Hauses,- einschließlich die Erwirkung eines Betreuers, die alleine dauerte ca. viereinhalb Monate. Das Gericht ist total überlastet. Schon lange.


      Es ist leider auch so, dass Miri derzeit noch zu viel eigenes Geld besitzt um irgendwelche Hilfen zu bekommen. Ich warte jetzt noch bis Mitte Juni, dann müsste die Geschichte vom Tisch sein. Dann sind auch hoffentlich alle Ämter wieder voll besetzt, und ich kann beginnen etwas für Miri zu bewirken.


      Ja,- du hast Recht, manchmal finde ich es schwer meine Tochter zu betreuen. Die Rechtspflegerin im Betreuungsgericht und auch eine Bekannte, die als berufliche Betreuerin arbeitet, meinten jedoch gleich zu Beginn solcher Überlegungen, dass ein Betreuer aus der Familie viel mehr Möglichkeiten hat und besser zugunsten der Betreuten handeln kann. Im Moment schlaucht mich auch ehrlich gesagt weniger meine Tochter als dieses ganze Klimborium drum herum. Ämter, die mit halber Besetzung arbeiten z.B.. Es geht einfach alles soo langsam vorwärts. Also spiele ich noch ein wenig doofe Mama- Betreuerin. :-) Wobei Miri auch immer wieder Vertrauen in mich beweist und sich mit gewissen Problemen an mich wendet. Ein beruflicher Betreuer hat pro zu Betreuenden vier Stunden im Monat, die er/sie bezahlt bekommt. Das ist lächerlich. Miri braucht oft spontan Hilfe. Mit vier Stunden kommt man bei ihr nicht hin.


      Miri war von sich aus schon beim Arbeitsamt. Es wurden ihr verschiedenste Job`s und Ausbildungsstellen angeboten. Bisher war sie bei niemanden vorstellig. Mal sehen, wie das weiter geht.


      Ja,- Miri kann ihre Lage immer noch nicht realistisch einschätzen. Ich beobachte allerdings, dass es durch ihre regelmäßigere Einnahme deutlich besser wird als noch die Monate zuvor. Daher bemühe ich mich um Geduld und habe die Hoffnung, dass ich ihre Selbstwahrnehmung durch die Anforderungen des alltäglichen Lebens noch zum Besseren entwickelt. Ich glaube einfach, dass Dinge die man selbst erkennt, leichter zu glauben sind und sich tiefer ins Gedächtnis eingraben als Wahrheiten, die man gesagt bekommt. Ich lasse sie noch so lange "spielen", wie es ihre Situation erlaubt...und hoffe.


      Oh je liebe Ida, jetzt habe ich dich ordentlich zu getextet. Auch ein Sorry von mir, wenn das zu viel war.


      Ich freue mich für deine Freundin, dass sie wieder voll erwerbsfähig ist. Das ist doch toll!! ...und das gibt mir eine gewisse Hoffnung.


      Ich umarme dich und Danke für dein Ohr!!

      Liebe Grüße

      Elfriede

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    • Liebe Elfriede, du hast mich nicht Zugetext... danke für deine lange und ausführliche Antwort.


      Die Ämter und so weiter können schon sehr stressen.


      Ich finde es wunderbar wie sehr du für und um deine Tochter kämpfst.


      Ganz liebe Grüße Ida

      Danke 1