
Hallo
bin seit nunmehr zwei Tagen richtig traurig und es kommt immer mehr dazu. Könnte nur noch heulen, wenn das denn wirklich helfen würde, aber ich mache ein freundliches Gesicht , lache bzw lächel, bin nett zu allen.
was mich an meisten "mitnimmt" ist der Gedanke daran, dass ich Schuld bin, dass es meinen Kindern so schlecht geht: ich fand das Leben zum kotzen, immer, hatte zweimal versucht mich umzubringen und habe trotzdem beschlossen andere Menschen ( also meine Kinder) zum Leben zu zwingen ( indem ich sie auf die Welt bringe). Das war so egoistisch! Ich dachte meine Kinder werden liebe, fürsorge, unterstützung, Pflege usw bekommen, was mir fehlte, also wird es Ihnen gut gehen... Aber so einfach ist das anscheinend nicht und es tut mir furchtbar weh, dass sie nun so leiden wie ich. Ich wünschte wirklich es würde Ihnen besser gehen, ich habe alles dafür getan, dass es ihnen gut geht - doch manchmal ist auch alles geben nicht genug.
jetzt müssen wir zusätzlich auch noch mit dem sozialpsychiatrischen Dienst Kontakt halten... Da bin ich ja mal gespannt, ob die Dame die zündende Idee hat!?
Gestern war ich wirklich am ende. Habe meiner Freundin gesagt dass ich nicht sagen möchte was ist und die fragte weiter, dann meinte ich ok, sie meint es ja nur gut und habe es ihr erzählt. Bin nun sehr wütend auf mich, dass ich es getan habe. Das Gespräch endete damit, dass sie mir erklärte anderen Kindern würde es viel schlechter gehen als meinen und die müssten mehr durchmachen als meine ( kam mir so richtig vor wie "nun hab dich mal nicht so" ) ich weiß nicht wie es einem schlechter gehen kann, als wenn man suizidgedanken und selbstverletzendes Verhalten hat. Ich finde schon dann muss es einem sehr schlecht gehen, dann ist man ganz unten. Irgendwie kam mir das vor, wie ein "wettbewerb" wem es schlechter geht: ihren Enkeln oder meinen kindern. Ich hatte dazu auch nichts mehr geäußert , dies ist mir zu doof. Einer hält mehr aus als der andere und manche sind empfindsamer - Tatsache ist, dass es meinen Kindern nicht gut geht, egal ob es anderen schlechter oder besser oder gleich geht. Und am Ende hat sie noch hinterher geschoben, dass man immer was ändern kann, wenn man es nur will. Ich hatte das Gefühl jahrelang unverstanden zu sein und irgendwie ins nichts erklärt zu haben... Sie sagt ich hätte ja vor zwei Jahren den Schritt in die richtige Richtung gemacht indem ich Arbeit angefangen habe --- was dachte sie vorher? Das ich zu faul bin? Ich konnte nicht arbeiten gehen, war durch die Erkrankungen wirklich zu sehr eingeschränkt, es ging echt nicht und ab dem Moment wo es ging ( über 20 Jahre nach dem ersten psychiatrieaufenthalt) bin ich wieder arbeiten gegangen - wahrscheinlich denkt sie auch ich arbeite NUR in einer wfbm. Bin echt erschüttert, wie ich mich so in ihr täuschen konnte. Ich hoffe das ist irgendwie wieder zu kitten, denn sie ist meine einzige Freundin - abgesehen von windlicht, mit der ich ab und an über Whatsapp schreibe, der Ich auch sehr vertraue. Sonst gibt es niemanden den Ich habe, außer meinem Mann, der sehr fürsorglich und rücksichtsvoll und liebevoll ist, aber dieses krankheitsthema auch nicht versteht. Ich glaube jetzt wer das nicht aus eigener Erfahrung kennt kann es auch gar nicht verstehen, die Leute denken Sie verstehen einen, aber das ist wahrscheinlich unmöglich...
Zu allem Unglück rief mich noch meine ex-schwiegermutter an! Die fehlte mir gerade noch, ich habe ihr nichts erzählt, bin auf ihre fragen nach dem befinden nicht eingegangen und auch nicht auf irgendwas anderes. Ich habe gemerkt, dass sie meine schroffe Ablehnung spürte, aber das war mir (fast) egal. Ich habe mich 2005 getrennt, als mein Sohn 2018 aus dem Heim kam ist er zu ihr gezogen, ich erfuhr nur noch bröckchen und als er 18 war gar nichts mehr von ihm. Und jetzt kommt die mit diesem Kram um die ecke... Erinnert mich wieder an meine Kinder die keinen Kontakt möchten... Danke, das brauchte ich gerade noch! ( ist ironisch gemeint)
Ich fühle mich vollkommen fertig, müde, erschöpft, traurig, wütend , dazu noch die Stimmen. Nicht nur jetzt gerade, sondern die letzten zwei Tage schon.
Geht das wieder vorbei?
Ich wünschte ich wäre schon 70 Jahre alt, dann wäre das Ende in sicht...
LG Hejemalafa
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