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SCHIZOPHRENIE UND GESUNDUNG | 8. Homöopathie bei Trauma, Psychosen und Schizophrenie

  • Phoenix
  • 22. November 2025 um 01:33
  • 853 Mal gelesen

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SCHIZOPHRENIE UND GESUNDUNG |

8. Homöopathie bei Trauma, Psychosen und Schizophrenie


Die mehrteilige teilige Reihe, SCHIZOPHRENIE UND GESUNDUNG, befasst sich mit dem Zusammenhang von Trauma und Psychosen/Schizophrenie, um daraus folgend Therapien und Heilmethoden auf den 5 Ebenen der Heilung in ihrer Wirkung besser zu verstehen und zu motivieren.

Die Artikel 1. Kindheitstrauma, 2. Abspaltung und Entkörperung, 3. Ich-Störung und Psychose, 4. Negative Glaubensmuster und Wahnideen, 5. Emotionen und Psychose zeigen eine Entwicklung auf, die schließlich zu schizophrenen Erkrankung führen kann. Im Artikel 6. Wahn und Sinn wird deutlich, das Psychosen einen Sinn haben, eine Strategie sind, seltsame und traumatische Erlebnisse zu überleben – als eine gesunde Reaktion auf unsinnige Umstände.

Der Prozess der Gesundung erfolgt auf den 5 Ebenen der Heilung. Das heißt mit der Regulation der Symptome mit Hilfe verschiedener natürlicher Wirkstoffe auf der stofflichen Ebene (1. Körper-Ebene) , sowie der Entwicklung von Bewusstsein für Körper und Geist zur Aufarbeitung traumatischer Erfahrungen auf den weiteren Ebenen. So können mit Mind-Body-Therapien und Homöopathie ( 2. Energie-Ebene), Trauma-Psychotherapien (3. Mental-Ebene), Kunst-Therapien (4. Intuitive Ebene) und Meditation (5. Geist-Ebene) traumatische Erfahrungen als Auslöser für Psychosen und Ursache von Schizophrenie geheilt werden.


Kurzfassung
Unresolved Trauma: All You Need to Know ...

| Unter den zahlreichen Risikofaktoren für Psychosen und Schizophrenie ist die Belastung durch Traumata weit verbreitet. Tatsächlich berichten bis zu 80 % der Personen, die die Kriterien für ein Hochrisiko für ein Psychose-Syndrom erfüllen, über eine Trauma. Die Häufigkeit von Kindheitstrauma bei einer ersten Psychose liegt dabei bei 52 - 73%.

Eine traumatische Familiengeschichte hat somit als Einzelfaktor, den größten Einfluss auf die Entwicklung einer Schizophrenie. Sexueller, körperlicher oder emotionaler/psychischer Missbrauch, Vernachlässigung, Tod oder dauerhaften Trennung eines Elternteils und Mobbing verdreifachen das Risiko für Psychosen im Erwachsenenalter. (3)

Ein verdrängtes Kindheitstrauma, kann sich in Form einer Psychose ausdrücken - meist zu Beginn des Erwachsenenlebens - wenn der Mensch die Stärke und Reife entwickelt hat die traumatischen Erlebnisse der Kindheit zu verarbeiten. Eine Psychose ist sozusagen eine natürliche Reaktion der Psyche um belastende Ereignisse der Vergangenheit ins Bewusstsein zu bringen, sie wieder zu fühlen und aufarbeiten zu können.

Auch wurde ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Kindheitstrauma und Symptomen festgestellt, wobei Kindheitstraumata mit den schwersten Formen positiver Symptomatik im Erwachsenenalter verbunden sind, insbesondere Halluzinationen und affektive Symptome, wie Depressive Stimmung, Antriebsarmut, Verlust von Interesse und Freude, Konzentrations- und Denkstörungen, Störungen des Selbstwertgefühls und des Selbstvertrauens, Gefühle von Wertlosigkeit und Schuldgefühle und Zukunftsängste. (3)

Homöopathie bei Trauma

Ein Trauma kann die Integrität einer Person bedrohen. Dies entsteht, wenn der Organismus mit seiner Fähigkeit überfordert ist, einen Zustand höchster Anspannung – hervorgerufen durch ein stark belastendes Erlebnis – selbst zu regulieren. Die Homöopathie setzt genau hier an: Sie hilft dem Organismus, seine Fähigkeit zur Selbstregulation zu verbessern, und diese Selbstregulation findet im autonomen Nervensystem statt. Ein individuell ausgewähltes homöopathisches Mittel lindert die traumatischen Belastungen im Körper und stärkt nicht nur das körperliche, sondern auch das seelische Immunsystem.

Seelische Traumata sind zunehmend häufige Behandlungsanlässe in der homöopathischen Praxis. Die Homöopathie bietet Unterstützung besonders im Rahmen der Krisenintervention, aber auch bei einer darauf folgenden psychotherapeutischen Aufarbeitung.

Homöopathie bei Psychosen und Schizophrenie

Ten Postpartum Homeopathic Remedies ...

Es gibt eine lange Liste homöopathischer Medikamente zur Behandlung von Psychosen und Schizophrenie, und die Mittel werden je nach Einzelfall symptomatisch ausgewählt. Die am häufigsten eingesetzten homöopathischen Mittel gegen Schizophrenie sind Lachesis, Anacardium und Hyoscyamus.

Bei Psychosen wird z.B. Hyosciamus niger angewand. In diesem Zusammenhang ist bekannt, dass Hyosciamus niger (Schwarzes Bilsenkraut) die Wirkstoffe Hyoscyamin und Scopolamin enthält. Hyoscyamin und Scopolamin haben starke psychotrope Effekte, einschließlich charakteristischer deliriumähnlicher Zustände mit Halluzinationen, Stimmungsschwankungen und kognitiven Defiziten bei gesunden Personen. Als homöopathisch stark verdünntes Mittel, hat es somit antipsychotische Eigenschaften, und kann bei psychotisch Erkrankten eine heilsame Wirkung haben.

In einer klinischen Studie über paranoide Schizophrenie mit 30 Fällen besserten sich die Beschwerden nach 6 Monaten in 15 Fällen deutlich, in 8 Fällen mäßig, in 4 Fällen leicht und in 3 Fällen kam es zu keiner Besserung. Die Gesamtsymptome (BPRS-Analyse) vor und nach der Behandlung zeigten eine signifikante Reduktion der Punktzahl um 40%. (6)

Homöopathie und weitere Symptome

Andere Studien zeigten Besserungen bei Depressionen um 15%, bei Angstzuständen um 20%, bei Stress und Schlafstörungen. (7) (10) (11) (12). Im Vergleich zu verschreibungspflichtigen Medikamenten und Psychopharmaka besteht bei homöopathischen Mitteln kein Abhängigkeits- oder Suchtrisiko, sie verursachen keine Nebenwirkungen und keine Folgeerkrankungen. |


1. Was ist Homöopathie ?
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Die Homöopathie ist ein medizinisches System, welches im späten 18. Jahrhundert in Deutschland von Samuel Hahnemann entwickelt wurde. Hahnemann war Arzt, medizinischer Schriftsteller und Übersetzer. Seit nun mehr 200 Jahren wird Homöopathie in der einen oder anderen Form in fast jedem Land der Erde praktiziert.

Die Homöopathie zielt darauf ab, die angeborene Lebenskraft des Körpers wiederherzustellen. Die Behandlung wird auf die individuellen Eigenschaften des Patienten abgestimmt. Dazu zählen Lebensstil sowie Symptome und allgemeiner Gesundheitszustand.

Homöopathische Heilmittel werden aus natürlichen Materialien gewonnen, darunter Extrakte pflanzlichen und tierischen Ursprungs und Mineralstoffe. Mit ihnen kann die dem Körper innewohnende Kraft zur Selbstheilung angeregt werden. Die Heilmittel werden verarbeitet, indem diese Substanzen mehrfach verdünnt werden.

In wissenschaftlichen Zeitschriften wurden einige hundert Studien zur Homöopathie veröffentlicht und bei 85 Prozent der placebokontrollierten Studien zeigte sich, dass Homöopathie wirksamer ist als ein Placebo. (2) Eine im Jahr 2005 vom Bristol Homeopathic Hospital veröffentlichte, sechsjährige Studie berichtete, dass 70 Prozent von 6.500 nachuntersuchten Patienten eine Verbesserung ihres Gesundheitszustands erfuhren, nachdem sie homöopathische Behandlungen erhalten hatten. (1)

Alle Aspekte des Patienten werden berücksichtigt

Homeopathy- The Green Medicine - Whole Health Agriculture

Die Homöopathie betrachtet eine Krankheit nicht nur als eine Ansammlung von Symptomen, sondern vielmehr als eine Reaktion auf die individuelle Situation eines Patienten. Die Homöopathie behandelt alle Symptome, die ein Patient erlebt, einschließlich der „spirituellen, emotionalen, mentalen und körperlichen Symptome“.

Homöopathische Mittel können Symptome von Psychosen und Schizophrenie reduzieren. Es zeigten sich in Studien Besserungsraten von 40% nach 6 Monaten.

Im Vergleich zu verschreibungspflichtigen Medikamenten und Psychopharmaka besteht bei homöopathischen Mitteln kein Abhängigkeits- oder Suchtrisiko, sie verursachen keine Nebenwirkungen und keine Folgeerkrankungen.

2. Wirkungsweise von Homöopathie
Bottle of homeopathic globules, mortar of green nettle and mint leaves,  juniper twigs. Homeopathy medicine remedies. Selective focus. Stock-Foto |  Adobe Stock

Homöopathie ist ein medizinisches System, das im Wesentlichen auf dem Ähnlichkeitsprinzip beruht: Eine Substanz, die bei einem gesunden Menschen Krankheitssymptome hervorrufen kann, kann als Arzneimittel zur Behandlung ähnlicher Symptommuster bei einem erkrankten Menschen verwendet werden. Man geht davon aus, dass homöopathische Arzneimittel beim Patienten eine selbstregulierende Heilreaktion auslösen.

Nach dem Grundsatz „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“ wird eine Krankheit mit dem Mittel behandelt, das am gesunden Menschen ein „ähnliches Leiden“ hervorruft.

Das homöopathische Arzneimittel setzt dabei einen Reiz im Körper, der die Selbstheilungskräfte aktiviert. Eine Erkrankung wird mit einer kleinen Menge eines Naturstoffes behandelt, der am gesunden Menschen in größerer Dosis zu ähnlichen Symptomen führt, wie sie für eine bestimmte Erkrankung charakteristisch sind.

Bei Psychosen wird z.B. Hyosciamus niger angewand. In diesem Zusammenhang ist bekannt, dass Hyosciamus niger (Schwarzes Bilsenkraut) die Wirkstoffe Hyoscyamin und Scopolamin enthält. Hyoscyamin und Scopolamin haben starke psychotrope Effekte, einschließlich charakteristischer deliriumähnlicher Zustände mit Halluzinationen, Stimmungsschwankungen und kognitiven Defiziten bei gesunden Personen.

Als homöopathisch stark verdünntes Mittel, hat es somit antipsychotische Eigenschaften, und kann bei psychotisch Erkrankten eine heilsame Wirkung haben.

Ein zweites Beispiel: Während eine starke Dosis Kaffee am Morgen die meisten Menschen sicherlich aufweckt, ist die homöopathische Anwendung des Mittels (in potenzierter Form) namens Coffea cruda genau das Gegenteil. Es kann einen ruhelosen Geist beruhigen, überschäumende Gedanken verlangsamen und zu einer erholsamen Nachtruhe verhelfen.

Hahnemann entdeckte auch, dass bei vielen Stoffen die Heilkraft erst durch eine Potenzierung freigesetzt wird, d.h. einer Verdünnung und gleichzeitigen Dynamisierung des Stoffes.

Als Weiterentwicklung der klassischen Einzelmittel-Therapie gilt die Komplexmittel-Homöopathie, die mehrere harmonisch aufeinander abgestimmte Substanzen zu einem Medikament vereint. Hier ergänzen sich die Einzelbestandteile in Bezug auf ein bestimmtes Krankheitsbild und ermöglichen eine ganzheitliche Therapie. So kann mit einem einzelnen Präparat eine Vielzahl von Symptomen behandelt werden.

In der Homöopathie werden Substanzen eingesetzt, die die körpereigenen Regulationssysteme sanft stimulieren und an den Ursachen ansetzen, anstatt nur Symptome zu behandeln. Die Balance des Körpers wird auf natürlichem Wege wiederhergestellt. So steht bei der Homöopathie eine ganzheitliche Behandlung von Körper, Seele und Geist im Vordergrund.


1. Homöopathie bei Trauma

Homöopathie und Psychotraumatologie, 9783830476597

Wird es dem Organismus, wie oft bei einem Kindheitstrauma, nicht ermöglicht, das akute Geschehen zu verarbeiten, verschiebt sich die psychische Belastung in eine tiefere, chronische Schicht. Dementsprechend entwickeln sich Traumafolgestörungen, wenn ein Mensch seine Traumatisierung nicht verarbeiten kann. Wenn es nicht möglich ist, die Gefühle nach einem traumatischen Erlebnis auszudrücken, sondern sie unterdrückt werden müssen, entstehen psychische oder psychosomatische Symptome.

Die homöopathische Krankheitslehre geht davon aus, dass dann ein äußeres Symptom die tiefer liegende chronische Krankheit verdecken oder kompensieren kann. Die der Krankheit zugrunde liegende Ursache, nämlich ein oft unbewusstes Trauma, muss dann erkannt werden, um eine Heilung zu ermöglichen.

"In einer homöopathischen Behandlung findet die Durcharbeitung des Traumas sowohl auf der somatischen wie auch der psychischen Ebene statt, indem frühere mit dem Trauma verbundene Symptome wieder auftauchen und noch einmal durchlebt werden. Auf diese Weise wird das Trauma ganzheitlich verarbeitet. Das Trauma spielt in der Homöopathie eine zentrale Rolle, um die Krankheit des Patienten in ihrer Ursache zu verstehen und zu heilen." (1)

Im homöopathischen Verständnis der posttraumatischen Krankheitsentwicklung gilt also: Unterdrückt man den natürlichen Ausdruck der Lebenskraft, nämlich eine heftige körperliche oder emotionale Reaktion auf ein Trauma, verschiebt sich die Symptomatik auf eine tiefere, chronische Ebene. Die Entstehung von chronischen Krankheiten und von Traumafolgestörungen folgt einem ähnlichen Prinzip.

Ganz ähnlich verhält es sich mit der durch ein Trauma verursachten Symptomatik: Zuerst erscheint ein körperliches oder psychisches Symptom, dahinter steht aber die tiefere psychische Problematik eines Traumas. Wird ein solch äußeres Symptom geheilt, erscheint als Folge einer Unterdrückung im homöopathischen Sinn die eigentliche psychische Symptomatik, nämlich die emotionale Reaktion auf eine tiefer liegende psychische Verletzung.


Beispiel: Sexueller Missbrauch und somatische Traumafolgen


In der ersten psychotischen Episode liegt in 12-25% der Fälle ein sexueller Missbrauch vor. Die Folge eines solchen Traumas kann bei Frauen auf der körperlichen Ebene Dyspareunie (brennende oder krampfartige Schmerzen im Genitalbereich beim Geschlechtsverkehr), oder Vaginismus (Scheidenkrampf) sein.

Chronische psychosomatische Beschwerden im Genitalbereich oder Bauchraum können also auf eine sexuelle Traumatisierung hindeuten. Die Patientinnen können mit Angstattacken reagieren, wenn ihnen das Symptom durch eine erfolgreiche somatische Behandlung genommen wird.

Hier wirkt auch das Prinzip der Unterdrückung: Wenn die symbolhafte Bedeutung eines Körpersymptoms nicht in seinem traumatisch bedingten Kontext verstanden und rein symptomatisch behandelt wird, verschlimmert sich die psychische Symptomatik.

In der homöopathischen Krankheitslehre entspricht diese Dynamik der Entwicklung einer schweren Krankheitsentwicklung, wie der Ausbruch von Psychosen und eine schizophrene Erkrankung: Wenn ein äußerer Angriff auf den Organismus nicht adäquat durch eine Abwehrreaktion beantwortet werden kann, verschiebt sich die zuerst gesunde Reaktion auf eine krankhafte Ebene.

BUCHVORSTELLUNG | "Homöopathie bei sexuellen Störungen" von Maria Schäfgen


Das homöopathische Prinzip der Krankheitsentwicklung

Das homöopathische Prinzip der Krankheitsentwicklung ist auch in der Trauma-Psychotherapie erkennbar, und dementsprechend wird therapiert:

"Die tiefer liegende Ursache der nach außen scheinenden Krankheit sollte erkannt werden, z. B. ein verdrängtes psychisches Trauma. Dann gilt es in der homöopathischen Behandlung, die äußeren Symptome mit dem inneren psychischen Geschehen durch die Wahl eines Arzneimittels, welches beides erfasst, zu verbinden. In der Traumatherapie wird versucht, den psychischen oder psychosomatischen Ausdruck eines traumatischen Erlebnisses zu verstehen und dem Bewusstsein zugänglich zu machen, damit das Trauma verarbeitet werden kann. " (1)


Heilung von Trauma


Sowohl in der homöopathischen Krankheitslehre wie in der Trauma-Psychotherapie verläuft die Krankheitsentwicklung von außen
nach innen und die Heilung von innen nach außen: Dem Patienten wird von außen eine emotionale Verletzung zugefügt, die er psychisch nicht verarbeiten kann, wenn sie die eigenen Verarbeitungsmöglichkeiten der Lebenskraft überfordert.

Diese unverarbeitete Belastung zeigt sich dann entweder durch körperliche oder psychische Symptome, die aber nur der äußere Ausdruck einer inneren Dynamik sind. In der Psychotherapie wie in der Homöopathie gilt es, das Innen nach außen zu bringen: Bei der homöopathischen Behandlung erfolgt innere Heilung, wenn äußerlich Körpersymptome auftauchen und sich gleichzeitig die psychische Symptomatik bessert. Analog gilt bei einer Traumatherapie: Die zum Trauma gehörigen Erinnerungen und Gefühle können ausgedrückt werden, indem sie ins Bewusstsein rücken, also nach außen abgeführt werden, während gleichzeitig die Traumafolgestörungen abklingen. (1)

Die Trauma-Psychotherapie folgt also einem ähnlichen Prinzip, wie wir es aus der homöopathischen Krankheitslehre für die Entstehung von chronischen Krankheiten kennen: von außen nach innen. In umgekehrter Weise werden chronische Krankheiten wie auch Traumafolgestörungen geheilt, nämlich von innen nach außen.


Heilmittel für traumatische Ereignisse

Staphysagria: Wut nach einer verletzenden Handlung, wie sexueller Übergriff

Staphysagria: Tiefe Wut und Empörung nach einer verletzenden Handlung, die die eigenen Grenzen verletzt. Die betroffene Person fühlt sich entweder nicht in der Lage, diese auszudrücken, oder reagiert sehr wütend auf wahrgenommene Beleidigungen.

Dieses Mittel kann nach einem sexuellen Übergriff in Betracht gezogen werden. In diesen Fällen kann die betroffene Person über stechende, brennende Schmerzen im Genitalbereich klagen. Es ist wichtig, dieses Mittel nicht an Personen zu verabreichen, die sexuell missbraucht wurden und sich in einem Umfeld befinden, in dem sie weiteren Missbrauch erleiden könnten – wie z. B. Erwachsene in einer gewalttätigen Beziehung oder Kinder, die in einem Umfeld leben, in dem sie erneut Opfer des Täters werden könnten. In solchen Fällen könnte eine Gabe von Staphysagria dem Opfer die Energie geben, sich im Falle eines erneuten Angriffs zu wehren, was tragische Folgen haben könnte, da es zu noch mehr Gewalt seitens des Täters führen könnte. (2)

Stramonium: Opfer von Gewalt oder Raub

Stramonium: Opfer von Gewalt oder Raub oder mit Gewalt bedroht und anschließend traumatisiert. Personen, die Stramonium benötigen, haben Angst vor einer Wiederholung des Gewaltereignisses und sind möglicherweise so ängstlich, dass sie das Haus nicht mehr verlassen möchten. Sie möchten nicht allein sein und haben möglicherweise Schlafstörungen, da sie Angst vor der Dunkelheit und Albträumen entwickeln. (2)

Stramonium kann ein breiteres Spektrum an Gefühlen ausdrücken (von Hysterie mit lautem Lachen bis zu Wut und Gefühlen der Unwirklichkeit). Obwohl Todesangst vorhanden sein kann, ist die vorherrschende Angst, die uns zu Stramonium führt, die Angst vor der Dunkelheit. Kinder wachen nachts schreiend und voller Angst aus einem Albtraum auf, können nicht richtig aufwachen und kennen die Eltern nicht, die versuchen, sie zu trösten. (3)

Arnika : Bei unerwarteten Gewaltsituationen

Arnica montana: Bei unerwarteten Gewaltsituationen, in denen die eigene Sicherheit, die Sicherheit anderer oder sogar das eigene Leben in Gefahr sein könnten, kann der Betroffene körperlichen und psychischen Stress erleiden. Der Betroffene fühlt sich gebrochen, als wäre sein ganzer Körper verletzt, und ist sowohl körperlich als auch seelisch verzweifelt. Er ist deprimiert, sehnt sich nach Einsamkeit, fürchtet Berührungen und möchte vor allem nicht angesprochen werden. Er ist aufgeregt, verängstigt, nervös oder leidet sogar unter Wahnvorstellungen. Tagsüber ist er müde und nachts möglicherweise unruhig, weil er im Bett keinen Platz zum Liegen findet, weil es zu hart ist. Seine qualvollen Träume halten ihn nachts wach und er wacht in Todesangst auf, weil er das Schlimmste befürchtet. Vor allem nachts durchlebt er den Unfall immer wieder. (4)

Im krassen Gegensatz dazu scheinen diejenigen, die Arnika brauchen , oberflächlich betrachtet in Ordnung zu sein. Sie sagen, es sei alles in Ordnung – und bestehen sogar darauf – besonders tagsüber. Doch ihr Unterbewusstsein verrät ihre tieferen Gefühle in Form von Albträumen, die sie nachts aufwecken. Bilder des schockierenden Stressors verfolgen sie eher nachts als während ihrer Wachstunden. (3)

Opium: Mittel gegen Schock

Homöopathisch zubereitetes Opium ist ein weiteres Mittel gegen Schock, das sich jedoch deutlich anders darstellt. Den Betroffenen geht es nicht gut, sie sind aber nicht verzweifelt. Sie wirken abwesend. Sie beschweren sich nicht und bitten nicht um etwas. Die Bilder des Geschehenen verfolgen sie in ihren wachen Stunden, und jedes Mal, wenn sie daran denken, überkommen sie wieder dieselben Gefühle. Aus diesem Grund haben sie trotz einer überwältigenden Schläfrigkeit Schwierigkeiten beim Einschlafen. Sie reagieren seltsam geräuschempfindlich. (3)

Der Patient ist sprachlos vor Angst und unerwarteten Emotionen, wirkt gefühllos und teilnahmslos, begleitet von Gefühlen wie Traurigkeit, Benommenheit, Lethargie, Faulheit und einem allgemeinen Mangel an Reaktionsfähigkeit. Der Patient ist „im Delirium mit freudiger Stimmung“, da er keine Lust hat, etwas zu tun und einfach nur in Ruhe gelassen werden möchte. Obwohl die Vorstellungskraft des Patienten sehr lebhaft sein kann, kann er oder sie dennoch Angst haben, da das furchterregende Bild ständig vor seinen Augen aufblitzt. (4)

Arsenicum: Extreme Angst und Unruhe

Dieses Mittel kann bei extremer Angst und Unruhe auftreten. Eindeutige Anzeichen für die Notwendigkeit dieses Mittels sind Aufwachen zwischen Mitternacht und 2 Uhr morgens. Die Person, die Arsenicum benötigt, ist unruhig im Bett und kann nur schwer wieder einschlafen. Sie steht oft auf, um fernzusehen oder ein Buch zu lesen. Sie kann sogar Angst vor Einbrechern haben. Angst ist ein starkes Leitmotiv dieses Mittels. Sie kann Angst vor dem Sterben, Armut, ihrer Gesundheit und Unlust gegen das Alleinsein haben. Um ihre Ängste zu kompensieren, kann sie ihre Umgebung sehr kontrollieren und versuchen, sie in Ordnung zu halten. Bei sehr starker oder lang anhaltender Angst kann es zu Appetitlosigkeit und Durst kommen. Dies ist ein hervorragendes Mittel zur akuten Behandlung starker Angstzustände. Mit dem richtigen Mittel lässt die Angst sehr schnell nach, der Schlaf wird besser und der Appetit sollte sich verbessern. (2)

Wer Arsenicum braucht , macht sich Sorgen um sich selbst. Er blickt zurück auf das Geschehene und wird gequält von der Vorstellung, was passiert wäre, wenn er in einem dieser Flugzeuge gewesen wäre. Sicherheit ist ihm sehr wichtig, und der Verlust dieser Sicherheit ist ihm buchstäblich unerträglich. Er bekommt Todesangst. Er fürchtet um seine eigene Sicherheit, besonders nachts und wenn er allein ist. Er wird reizbar und ruhelos – typischerweise räumt er seine Umgebung auf, um innere Unordnung durch äußere Ordnung zu kompensieren. (3)

Aconitum: Unruhe, Angst und Todesangst

Aconitum napellus: Dieses Arzneimittel wird bei starker und plötzlich auftretender Unruhe, Angst und Todesangst zu einem vom Patienten erwarteten Zeitpunkt sowie bei weiterhin vorhandener, unlogischer und undefinierbarer Angst, Angst vor der Dunkelheit, Angst beim Überqueren der Straße und Angst vor Menschenmengen angewendet. Er zuckt beim geringsten Geräusch zusammen. Der Patient bittet um Hilfe, insbesondere da er häufig unter Bluthochdruck, Herzklopfen, Atemnot und Engegefühl in der Brust leidet . Gegen Mitternacht machen sich nächtliche Verschlimmerungen durch Unruhe, Angst und unerträgliche Schmerzen bemerkbar. Die Gedanken des Patienten rasen ständig und er ist viel zu erhitzt, sodass er nicht einschlafen kann. Albträume, beunruhigende Träume und ruckartiges Erwachen machen den Schlaf unruhig. (4) Dieses Mittel ist nützlich, um die unmittelbare Reaktion intensiver Angst zu lindern. (2)

Pulsatilla: Gefühl des Verlassenseins

Diejenigen, die Pulsatilla brauchen, befinden sich am anderen Ende des Verlustspektrums. Sie weinen leicht und wünschen sich Trost. Sie fühlen sich sowohl durch das Weinen als auch durch den Trost besser. Dieses Mittel ist hervorragend geeignet, wenn man unter dem Gefühl des Verlassenseins leidet. Angst äußert sich in Anhänglichkeit und Tränen. Sie wollen ständig die Aufmerksamkeit ihrer Mutter. Dieser Zustand kann durch die Abwesenheit eines Elternteils aufgrund einer Scheidung, einen Urlaub der Eltern oder den Beginn des Kindergartens ausgelöst werden, wenn das Kind mit der Aussicht konfrontiert wurde, in einer fremden Umgebung von Mama und Papa getrennt zu sein. (3) (2)

Natrium muriaticum: Trauer mit gereizten Ausbrüchen

Menschen, die Natrium muriaticum benötigen, erfahren tiefes Leid und Bitterkeit. Darüber hinaus fällt es ihnen noch schwerer zu weinen, selbst wenn sie allein sind, und wenn sie weinen, vergießen sie eher ein paar zarte Tränen als ganze Eimer. (3)

Wenn die Person auf Trauer mit gereizten Ausbrüchen über Kleinigkeiten reagiert, könnte dies ein gutes Heilmittel sein. Diese Menschen weinen überhaupt nicht vor anderen oder haben vielleicht das Gefühl, dass sie weinen möchten, aber es kommt nicht. Sie müssen allein sein, um zu weinen, da sie sehr zurückgezogen leben. Es kann eine tiefe Traurigkeit entstehen, die bis in eine leichte Depression reicht. Nat mur befasst sich in der Homöopathie mit dem Aufbau und der Zerstörung von Beziehungen. Die Person fühlt sich möglicherweise betrogen, allein und als bräuchte sie dringend Fürsorge. Allerdings lässt sich ein Nat-mur-Mensch diese Gefühle nicht oft anmerken. Sie haben möglicherweise Einschlafschwierigkeiten, da sie dazu neigen, nachts im Bett über vergangene Ereignisse, alte Verletzungen und Gespräche nachzugrübeln. (2)

Phosphorsäure: Traumatisches Ereignis mit Erschöpfung

Menschen, die Phosphorsäure benötigen, sind nach einem traumatischen Ereignis oft körperlich und geistig erschöpft und geschwächt. Trauer oder Trauma gehen meist mit dem Gefühl einher, von der Kommunikation mit ihren Lieben isoliert zu sein. Dies kann auf eine Zwietracht zurückzuführen sein oder einfach daran, dass sie sich in einer anderen Stadt oder einem anderen Land als ihre Lieben befinden und nicht so oft zum Telefon greifen und mit ihnen sprechen können, wie sie es gerne würden. Sie schlafen oft schlecht, weil sie sich Sorgen um ihre Lieben machen, und leiden möglicherweise unter drückenden oder bohrenden Kopfschmerzen. Sie haben Schwierigkeiten, ihre Gedanken zu ordnen oder die richtigen Worte zu finden … fast so, als ob die Bahnen in ihrem Gehirn nicht richtig miteinander verbunden wären. (2)

Menschen, die Phosphorsäure benötigen, verfallen in Apathie und wollen nicht einmal sprechen. Trotz dieser immensen Apathie können sie Energie für körperliche Aktivitäten aufbringen, wenn dies erforderlich ist. (3)

Aurum: Schwere Depression nach Trauma

Menschen, die nach einem traumatischen Erlebnis schwer depressiv werden, benötigen möglicherweise Aurum metallicum . Sie fallen nach einer kurzen Phase, in der Wutgefühle auftauchen und unterdrückt werden, in einen tiefen, dunklen Abgrund der Verzweiflung. Sie denken über die Natur des Glaubens nach und wenden sich typischerweise dem Gebet und/oder der Meditation zu, um Trost zu finden und sich vielleicht wieder mit einer vernachlässigten spirituellen Seite zu verbinden. Sie finden Musik beruhigend – aber auf eine begrenzte, melancholische Art und Weise. (3)


2. Homöopathie bei Psychosen und Schizophrenie

Homeopathy - Vienna Female Medcare

Es gibt eine lange Liste homöopathischer Medikamente zur Behandlung von Schizophrenie, und die Mittel werden je nach Einzelfall symptomatisch ausgewählt. Die am häufigsten eingesetzten homöopathischen Mittel gegen Schizophrenie sind Lachesis, Anacardium und Hyoscyamus.

Bei Psychosen wird z.B. Hyosciamus niger angewand. In diesem Zusammenhang ist bekannt, dass Hyosciamus niger (Schwarzes Bilsenkraut) die Wirkstoffe Hyoscyamin und Scopolamin enthält. Hyoscyamin und Scopolamin haben starke psychotrope Effekte, einschließlich charakteristischer deliriumähnlicher Zustände mit Halluzinationen, Stimmungsschwankungen und kognitiven Defiziten bei gesunden Personen. Als homöopathisch stark verdünntes Mittel, hat es somit antipsychotische Eigenschaften, und kann bei psychotisch Erkrankten eine heilsame Wirkung haben.

Ziel einer aktuellen Übersicht mit dem Titel "Eine Scoping-Überprüfung über den Nutzen der Homöopathie in der Behandlung von Schizophrenie" von 2023 war es, den Einsatzbereich der Homöopathie bei der Behandlung von Schizophrenie zu ermitteln. Es wurden dabei 12 Studien analysiert. Dreizehn Mittel wurden am häufigsten angezeigt und erwiesen sich bei der Behandlung schizophrener Patienten als nützlich.

Studien

1. In einer klinischen Studie über paranoide Schizophrenie mit 30 Fällen besserten sich die Beschwerden nach 6 Monaten in 15 Fällen deutlich, in 8 Fällen mäßig, in 4 Fällen leicht und in 3 Fällen kam es zu keiner Besserung. Die Gesamtsymptome (BPRS-Analyse) vor und nach der Behandlung zeigten eine signifikante Reduktion der Punktzahl um 40%. (6)

2. In einer anderen Studie wurden 50 Fälle von Schizophrenie beiderlei Geschlechts in vier Untergruppen aufgeteilt und mit Homöopathie behandelt. 2 von 3 Fällen einfacher Schizophrenie, 8 von 16 Fällen hebephrener Schizophrenie, 13 von 19 Fällen katatonischer Schizophrenie und 9 von 12 Fällen paranoider Schizophrenie zeigten eine Besserung. Als wirksame Arzneimittel erwiesen sich Sulphur, Natrum mur, Stramonium, Nux vomica und Hyoscyamus. (4)

3. Eine retrospektive Analyse wurde durchgeführt, um die Erfahrungen mit der homöopathischen Behandlung von psychiatrischen Patienten zu ermitteln. Die Ergebnisse: "Bei verschiedenen klinischen Zuständen wie ... Selbstmordversuchen, Angststörungen, depressiven Störungen, wurde eine ausgezeichnete Reaktion auf homöopathische Interventionen erzielt" (4)

Psychose und Ängste

4. Medikamente gegen Schlaflosigkeit und Angstzustände können Nebenwirkungen haben und bei bis zu 30 % der Patienten wirkungslos sein. Eine aktuelle Fallstudie von 2024 untersuchte den Fall eines jungen Mannes, bei dem anhaltende Schlaflosigkeit mit generalisierter Angststörung und schizophrener Störung diagnostiziert wurde. (15)

Zunächst nahm er Risperidon (Antipsychotikum), ein Benzodiazepin (Alprazolam), und ein Antidepressivum (Paroxetin) ein, die jedoch keine zufriedenstellende Wirkung zeigten. Er wurde mit individuell angepasster Homöopathie behandelt, die innerhalb von vier Monaten eine bemerkenswerte Verbesserung brachte. Dies zeigte sich in einer Abnahme der Einschlafschwierigkeiten und der Tagesmüdigkeit; außerdem nahmen Angstzustände und die damit verbundenen Symptome wie Reizbarkeit ab. Diese Verbesserung hält bis zu einem Jahr nach Beginn der Behandlung und trotz Absetzen aller Medikamente an.

"Ihm wurde Hyosciamus niger verschrieben , da es der äußersten Symptomschicht ähnelt: Angst und Psychose (seine jüngsten Diagnosen), deren wahrgenommene Ursache und Schlaflosigkeit (eine chronische Erkrankung, die jedoch durch die erstere modifiziert wird). Psychotische Symptome wurden aufgrund ihrer zeitlichen Verbindung mit Angst und ihrer Auslösung durch dasselbe Ereignis berücksichtigt" (15)

Ausführlicher Artikel siehe: SERIE | Homöopathie bei Schizophrenie: 1. Psychosen


3. Homöopathie bei weiteren Symptomen

Depressionen

1. In einer systematischen Übersicht wurden 18 Studien zur Bewertung von Homöopathie bei Depressionen ermittelt. Zwei Studien kamen dabei zu dem Schluss, dass eine standardisierte Behandlung durch Homöopathen mit den Antidepressiva Fluoxetin und Fluvoxamin vergleichbar ist. Die von den Patienten berichteten Ergebnisse zeigten in 10 von 12 unkontrollierten Studien eine moderate Verbesserung.

Schlussfolgerungen der Autoren: "Begrenzte Beweise aus zwei placebokontrollierten Doppelblindstudien legen nahe, dass Homöopathie bei Depressionen mit Antidepressiva vergleichbar und Placebos überlegen sein könnten. Patienten, die von Homöopathen behandelt wurden, berichten von einer Verbesserung ihrer Depression. Insgesamt ergeben die Beweise ein potenziell vielversprechendes Risiko-Nutzen-Verhältnis." (9)

2. Ziel der Studie war es, die Anwendung konventioneller Psychopharmaka bei 710 Patienten zu vergleichen, die sich wegen Angst- und Depressionsstörungen bei Allgemeinmedizinern in Behandlung begeben.

Schlussfolgerungen der Autoren: "Patienten mit Angst- und Depressionsstörungen, die sich an Hausärzte wandten, die ihnen Homöopathie verschreiben, gaben an, weniger Psychopharmaka zu verwenden und erlebten eine geringfügig höhere Wahrscheinlichkeit einer klinischen Besserung als Patienten mit konventioneller Behandlung." (8)

Ausführlicher Artikel siehe: SERIE | Homöopathie bei Schizophrenie: 2. Depressionen

Ängste

In einem Fallbericht besserten sich die Angstzustände in einer Psychose um 55%, bei zwei Studien mit 150 Teilnehmern besserten sich Ängste um 15-20%, Depressionen um 15%. In zwei Studien gab es mit homöopatischen Arzneimitteln vergleichbare Besserungen bei Ängsten wie mit Benzodiazepinen.


Vergleich: Midazolam (Benzodiazepin) und Aconite napellus (homöopathisches Mittel)

ACONITUM NAPELLUS LM 6 Dilution 10 Milliliter

2. Ziel einer Studie war es, die angstlösende Wirkung von Midazolam und Aconite napellus bei Kindern während zahnärztlicher Behandlungen zu untersuchen.

Die Studie kommt zu dem Schluss: "Bei Kindern mit Verhaltensstörungen war die Einnahme eines homöopathischen Mittels zur Verringerung der Angst vor der Zahnbehandlung geringfügig erfolgreicher als die orale Gabe von Midazolam."(17)


Vergleich: Lorazepam (Benzodiazepin) mit Nervoheel N bei leichten Nervenstörungen

5. In einer offenen Kohortenstudie wurde die Wirksamkeits- und Verträglichkeitsprofile des homöopathischen Mittels Nervoheel N mit denen des Benzodiazepins Lorazepam bei 248 Patienten mit Schlaflosigkeit, Stress, Ängsten, Unruhe oder Burnout und ähnlichen nervösen Erkrankungen („leichte Nervenstörungen“) 4 Wochen verglichen. (18)

Ergebnis: Die Summe der Symptomwerte verbesserte sich mit Nervoheel N um 4,4 Punkte und mit Lorazepam um 4,2 Punkte. Bestimmte Variablen wie geistige Erschöpfung, Antriebslosigkeit tendierten zu einer schnelleren Verbesserung mit Nervoheel N und andere wie Ruhelosigkeit zu einer früheren Verbesserung mit Lorazepam.

Alle Unterschiede zwischen den Behandlungen lagen innerhalb von 10 % der maximalen Punktebereiche.

Schlussfolgerung: "Bei Patienten, die sich für eine homöopathische Behandlung zur kurzfristigen Linderung leichter Nervenstörungen entscheiden, sind die Wirkungen von Nervoheel N denen von Lorazepam nicht unterlegen." (18)


Ausführlicher Artikel siehe: SERIE | HOMÖOPHATIE BEI SCHIZOPHRENIE: 3. Ängste

Stress

Ziel einer Studie war es, die stressdämpfende Wirkung des homöopathischen Kombinationsmittels dysto-Loges(®) S auf physiologische und psychologische Maßnahmen bei akutem Stress bei 40 Frauen zu untersuchen. Zusätzlich wurden die Auswirkungen der Substanz auf Schlaf und Lebensqualität untersucht.

Ergebnisse: Die mit dem homöopathischen Mittel behandelten Teilnehmer wiesen niedrigere stressbedingten Adrenalin und Norepinephrin-Werte auf. Zwei Wochen Behandlung mit der homöopathischen Substanz führten auch zu einer besseren Schlafqualität.

Schlussfolgerungen der Studie: "Diese Studie liefert erste Belege für die positiven Auswirkungen von dysto-loges S auf die Schlafqualität. Eine Verbesserung der Schlafqualität war positiv mit einer normalisierten neuroendokrinen Stressreaktion bei akutem Stress verbunden, während bei Teilnehmern mit Schlafstörungen eine veränderte hormonelle Reaktion beobachtet wurde. " (10)

Ausführlicher Artikel siehe: SERIE | Homöopathie bei Schizophrenie: 4. Stress und stressbedingte Psychosen

Schlafstörungen

1. In einer Studie wurde die Anwendung konventioneller Psychopharmaka bei Schlafstörungen bei 346 Patienten verglichen.

Schlussfolgerungen der Autoren: "Patienten mit Schlafstörungen, die sich für die Konsultation eines Hausarztes mit homöopathischer Ausbildung entschieden, nahmen weniger Psychopharmaka ein und zeigten eine ähnliche Entwicklung ihres Zustands wie Patienten, die mit konventioneller medizinischer Behandlung behandelt wurden. Dieses Ergebnis kann sich in einem Nettovorteil durch die Verringerung von Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Psychopharmaka niederschlagen." (11)


2. Eine placebokontrollierte 4-wöchige Pilotstudie mit 46 Männern sollte die Wirkung eines homöopathischen Komplexes auf Schlaflosigkeit (psychophysiologische Insomnie (PI) ) bestimmen. Ergebnisse: Die Versuchsgruppe zeigte im Verlauf der 4-wöchigen Studie eine statistisch signifikante Verbesserung der Erregung vor dem Schlafengehen sowie der Einschlafverzögerung.

Schlussfolgerung der Autoren: "Die Ergebnisse legen nahe, dass die tägliche Anwendung des homöopathischen Komplexes über einen Zeitraum von 4 Wochen einen Einfluss auf die physiologische und kognitive Erregung vor dem Schlafengehen sowie auf die Einschlafverzögerung bei PI-Patienten hat." (12)

Ausführlicher Artikel siehe: SERIE | Homöopathie bei Schizophrenie: 5. Schlafstörungen


Studien und Quellen

(1) Homöopathie und Psychotraumatologie, Ingrid Pfanzelt, 2016

(2) https://healinghaven.co.nz/homeopathy-for…otional-trauma/

(3) https://mirandacastro.com/healing-remedi…aumatic-stress/

(4) https://www.hilarispublisher.com/open-access/ho…rder-90940.html

(...) Weitere Quellenangaben siehe Verlinkung zum vollständigen Artikel

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