21.05.2020

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Heute Nacht waren sie wieder da - die Ameisen @.@ ich hasse sie.

Noch nie habe ich mit jemanden darüber gesprochen,auch nicht mit der Therapeutin. Es kommt mir immer so vor als würde ich komplett verrückt werden. Anfangs dachte ich da sind wirklich welche und dann habe ich festgestellt,dass ich mir das nur einbilde. Wo sollten die Tiere herkommen, warum sind sie nur bei mir und wenn ich genau hinschaue und mich kratze, dann sind sie plötzlich an einer anderen Stelle... das ist nicht normal,das kann und darf nicht sein. *think* Also dachte ich mir ich bilde mir das nur ein,aber wenn sie da sind muss ich kratzen, es gibt sogar schon vernarbtes Gewebe. Ich kann nicht anders und ich habe das Gefühl sie sind da, in echt. Sie krabbeln in mich und sie sind unter meiner Haut.O.O

Wieso Ameisen? Ich weiß es nicht und komme nicht drauf, es gab da mal ein Erlebnis als ich noch ein Kind war,aber das war nicht schlimm und ich erinnere mich kaum.

Wofür stehen Ameisen? Ich kenne mich nicht mit ihnen aus,aber ich denke sie sind ganz anders als ich: fleißig, strukturiert, jeder hat eine Aufgabe, einen wichtigen Platzin der Gemeinschaft. Vielleicht möchte ich so sein,unbewusst?!

Irgendwann hatte ich sogar mal ein Ameisenterrarium,da waren meine Kinder noch klein - ich fand diese Tierchen spannend. Und jetzt? Es ist eine Qual,ich kratze oft bis es blutet...

Ich weiß nicht, ob ich das hier schreiben kann :Xich komme mir total verrückt vor und habe Angst vor den Reaktionen.

Aber es kann ja nix passieren,nicht wirklich. Also den Beitrag absenden.jetzt. bevor ich es mir überlege.

Kommentare 10

  • hi du :)


    ich hab beim lesen so ein gänsehautgefühl bekommen weil ich das kenne was du schreibst. nicht die ameisen konkret aber das gefühl dass da was unter meiner haut krabbelt und es von innen kitzelt und juckt und ich einfach kratzen muss damit es aufhört. und ich muss immer heftiger kratzen weil dadurch dass es sich anfühlt als wäre es von unter der haut erwischt man es einfach nicht wenn man von außen über die oberfläche kratzt.


    manchmal hilft es mir wenn ich ein coolpack auf die stelle lege an der was krabbelt, die kälte hilft manchmal dass ich nicht anfange zu kratzen und dass es nicht so intensiv wird.

    • Hallo Kieselstein,

      Vielen Dank für deinen Kommentar, ich habe noch nie davon gehört,dass es jemandem genauso oder ähnlich geht und es tut gut doch nicht ganz allein damit zu sein. Auch vielen Dank für die Idee mit dem coolpack. Das werde ich unbedingt mal ausprobieren. :)

      LG hejemalafa

  • Liebe Hejemalafa,

    Es ist alles in Ordnung! Du bist nicht verrückt. Und niemand hier wird dich be- oder verurteilen. Wir alle haben Gefühle und Gedanken gehabt, die nun einmal atypisch sind. Von der Norm abweichend - aber das ist nicht schlimm! Dein Unbewusstes versucht dir etwas zu sagen. Irgendetwas tut dir sehr weh, glaube ich, und deine Psyche versucht nur dem Schmerz eine Form zu geben, um ihn zu lindern.

    Es ist wichtig, dass du das weißt!

    Jetzt ist es aber so, dass die Quelle dieses Schmerzes finden keine einfache Aufgabe ist. Die Psyche des Menschen ist verworren, komplex und deshalb auch so wunderschön! Du darfst keine Angst haben, sie "auszukundschaften". Damit du das aber in Ruhe machen kannst, brauchst du jetzt Hilfe. Vielleicht sind es andere Medikamente, vielleicht eine höhere Dosis, vielleicht auch etwas anderes. Ich kann es nicht wissen, genauso wenig wie du! :/

    Auch deine Therapeutin wird es nicht auf Anhieb wissen können :/ Aber mit deiner Hilfe, wird sie es herausfinden. Dafür ist es aber sehr, sehr wichtig, dass du dich öffnest! Rede mit ihr.

    Mach dich auf die Suche nach der Quelle des Schmerzes. Wie gesagt, die Psyche ist wunderschön trotz all ihrer Komplexität. Du wirst Sachen herausfinden, die sehr faszinierend sind!! Was das Gehirn schafft, um sich zu schützen, ist beeindruckend.

    Du wirst herausfinden, was die Ursache ist. Eine Lösung gibt es immer!

    Bitte hör auf meinen Ratschlag.

    Du hast es verdient glücklich zu sein!! Mehr noch! - Du schuldest es dir, glücklich zu sein!

    Ich hoffe ich war nicht zu persönlich.

    Sehr liebe Grüße, fühle dich gedrückt :*

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    • Hallo Fania,

      Vielen Dank für deinen Kommentar :)

      Ja,die Psyche ist wirklich eine komplexe, aber schöne Sache --- wenn da alles normal tickt. Unter normal verstehe ich hier allerdings nicht der Norm entsprechend, sondern wenn es so funktioniert , dass es einem gut geht. Ich hatte mal Psychologieunterricht und habe auch privat sehr viele Bücher aus dieser Sparte gelesen, wirklich interressant. Nur an mein eigenes ICH traue ich mich nicht ran.

      Genau wie Felix hast du recht: ich sollte das mal ansprechen... aber es ist ja nicht oft und ich hoffe immer, dass es nicht wieder passiert......

      LG hejemalafa

  • Hallo hejemalafa 🤗


    Habe schon von optischen Halluzinationen gehört, da bist du nicht allein! Ist allerdings drastische was du da schreibst und ich denke, du solltest das mit deinem Therapeuten besprechen... Es ist ja doch angsteinflössend und gibt sogar körperliche Wunden. Ich denke, dass ist mit der richtigen Therapie durchaus zu behandeln!!


    Herzliche Grüsse und danke für den Mut das hier zu schreiben....

    • Hallo Felix,

      Ich komme mir dabei so dumm vor, wenn ich das ansprechen sollte, weil ich eigentlich weiß, dass da gar nichts ist... und ich versuche möglichst gesund zu wirken,denn ich gehe unter gar keinen Umständen vollstationär.

      Aber du hast schon recht, bestimmt würde sich das behandeln lassen - das wiederum würde meine Lebensqualität steigern -> vielleicht spreche ich das mal wirklich an?!

      LG hejemalafa

    • Für solche Sachen muss man für Gewöhnlich nicht voll stationär gehen.

      Oftmals reicht eine medikamentöse Therapie, um Halluzinationen los zu werden!!

      Bitte sprich es an. Derzeit ist es nur eine Pseudo-Halluzinationen aber das kann sich schnell ändern und dann musst du mit Sicherheit ins Krankenhaus!

      LG Sofija

    • Hallo Sofija,

      Ich gehe voraussichtlich erst im Oktober zur Therapeutin, aber ich habe ein Heft in das ich alles eintrage, was ich dann besprechen möchte. Das steht jetzt auch drin. Es ist ja auch nicht so oft, nur alle paar Monate... früher hatte ich fast täglich optische Halluzinationen, aber damit konnte ich besser umgehen, weil das nicht ganz so verstörend war: "nur" leuchtende Flecken, die an den Wänden entlang wanderten. Das habe ich auch nicht erzählt, aber da hatte ich noch eine andere Diagnose ( war 1999) und wusste nicht das Halluzinationen dazugehören (können). Ich wollte nicht für verrückt gehalten und für immer "abgestempelt" und weggesperrt werden.

      Danke für deine moralische Unterstützung :)

      LG hejemalafa

    • Liebe hejemalafa,


      Ich hoffe du findest Hilfe bei diesem Problem.

      Vor Jahren hatte ich ein ähnliches Symptom und habe mir dann den Kopf blutig gekratzt immer an der selben Stelle.

      Es war als ob ich Läuse hätte...da war Aber nichts.


      Habe es irgendwann doch beim Psychiater angesprochen und gefragt was das sein kann ☺️.

      Und der gab mir als Antwort...: Das ist primitiv😭... Das tat weh und hat mir nicht geholfen.


      Aber dieser Arzt kannte mich kaum und war auch nicht so empathisch mit Patienten.


      Du bist nicht allein damit und ich bin es auch nicht.


      Immer wieder habe ich gedacht das ist nur bei mir so.

      Auch das schämen für die Krankheit und nach außen unbedingt normal wirken wollen..kenn ich sehr gut.


      Innerlich schreit alles in mir... Hilfe... Hilfe ich bin am Ende hilft mir jemand?🥺

      Und nach außen hin hin ich gleichen bleibend und wirke stabil.


      Zur Zeit fällt mir das lächeln Aber auch extrem schwer.


      Wenn ich lese wie Hart du mit dir selbst umgehst tut mir das sehr leid.

      Aber ich fühle auch..das ich mit mir genau so bin.


      Liebe Grüße Ida

    • Hallo Ida,

      Vielen Dank für deinen Beitrag :)

      In der Tagesklinik waren auch schon neben mir Schizophreniepatienten, aber mit denen habe ich mich nicht ausgetauscht... in diesem Forum erlebe ich das erste Mal, dass ich wirklich nicht allein bin. Dieses Wissen tut gut, obwohl ich es niemandem wünsche.


      Scham ist in der Tat auch bei mir dabei, für einige Symptome und für die Krankheit im Allgemeinen. Ich möchte einfach normal wirken und nicht negativ auffallen.

      Du beschreibst das sehr gut: ein innerer Hilfeschrei, der jedoch nicht nach außen dringt!

      Es liegt ja eigentlich nur an mir, ob ich Hilfe bekomme, aber irgendwas veranlasst mich nach Außen so zu tun als wäre alles gut. Auch der Therapeutin gegenüber fällt es mir schwer meine Problematik offen anzusprechen.wie soll sie mir da helfen?


      Ich selbst bin wirklich hart zu mir, ich will das Bestmögliche rausholen und versuche alles dafür was ich schaffe - bei anderen Menschen bin ich weitaus nachsichtiger, geduldiger und toleranter. Ich muss so sein...


      LG hejemalafa