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ANTIPSYCHOTIKA | Welche Auswirkungen haben Antipsychotika auf die Psyche und die Genesung ?

  • Phoenix
  • 19. Oktober 2025 um 07:47
  • 444 Mal gelesen
  • 2 Kommentare

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ANTIPSYCHOTIKA |

Welche Auswirkungen haben Antipsychotika auf die Psyche und die Genesung ?


Antipsychotika | Artikelübersicht:
  1. Welche Symptome gibt es bei Schizophrenie und wie werden sie gemessen ?
  2. Haben Antipsychotika einen echten Effekt bei Psychosen ?
  3. Wie verändern Antipsychotika das Gehirn ?
  4. Wie wirken Antipsychotika auf die Psyche und die Genesung ?
  5. Wie gut helfen Antipsychotika wirklich? - Die verborgene Tragödie
  6. Können Antipsychotika vor Rückfällen schützen ? Was Studien wirklich zeigen ?
  7. Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen
  8. Täuschung und Selbsttäuschung - Wie Antipsychotika zur Chronifizierung von Schizophrenie führen


Kurzfassung

| Antipsychotika werden in der akuten Phase einer Psychose überwiegend als vorteilhaft empfunden. Sie können Symptome wie Wahnvorstellungen und Halluzinationen lindern. Die Intensität von aufdringlichen psychotischen Erlebnissen bessert sich sowie die Funktionsfähigkeit der Betroffenen und gib ihnen ein Gefühl von Normalität zurück. Sie können auch dazu beitragen, starke Angstzustände, Unruhe und Manie zu reduzieren. Viele Betroffene halten Antipsychotika für unerlässlich, um das Chaos in der akuten Phase einer Psychose zu bewältigen.

Eine Umfrage unter 832 Personen in 30 Ländern, die Antipsychotika einnehmen, ergab:

"Über die Hälfte (56%) dachte, die Medikamente linderten die Probleme, für die sie verschrieben wurden, aber 27% dachten, sie würden sie verschlimmern."(5)

Langfristig betonen Betroffene häufig die schädlichen und lähmenden Folgen der Nebenwirkungen, denn diese überwiegen oft den Nutzen nach dem Abklingen einer Psychose. Antipsychotika können mit ihrer psychoaktiven Wirkungen erhebliche emotionale, kognitive und Persönlichkeitsveränderungen hervorrufen. Es treten zahlreiche Nebenwirkungen auf, wie emotionale Taubheit, Angst, Müdigkeit oder Sedierung. Betroffenen empfinden die geistigen Einschränkungen und körperlichen Veränderungen als schwer erträglich und erleben einen Verlust wichtiger Aspekte ihres Selbstwertgefühls und ihrer Handlungsfähigkeit. (1)

"Von allen Teilnehmern berichteten 14,3 % ausschließlich von positiven Erfahrungen, 27,9 % hatten gemischte Erfahrungen und 57,7% berichteten ausschließlich von negativen." (6)

Die spezifischen psychologischen Auswirkungen können je nach Person, Dosierung und Art des Antipsychotikums stark variieren. Die Nebenwirkungen können sich auch negativ auf die Funktionsfähigkeit auswirken, wobei manche unter verminderter Motivation, sozialem Rückzug oder kognitiven Schwierigkeiten leiden.

Betroffene bringen diese Nebenwirkungen mit Schwierigkeiten in Verbindung, sich voll am Leben und an sozialen Rollen zu beteiligen, und mit der Unfähigkeit, eine Arbeit zu finden. Sie bringen insbesondere Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Sedierung und kognitive Probleme mit einer Beeinträchtigung der Alltagsfunktionen und der Unfähigkeit zu arbeiten in Verbindung, was die gesellschaftliche Genesung beeinträchtigt. Weitere Ergebnisse der Umfrage:

"Etwas weniger Menschen empfanden die Medikamente allgemein als „hilfreich“ (41%) als als „nicht hilfreich“ (43%). Während 35% berichteten, dass sich ihre „Lebensqualität“ „verbessert“ habe, gaben 54% an, dass sie sich „verschlechtert“ habe ...

57% oder mehr der Teilnehmer berichteten von 14 Nebenwirkungen, am häufigsten: „Benommenheit, Müdigkeit, Sedierung“ (92%), „Motivationsverlust“ (86%), „verlangsamtes Denken“ (86%) und „emotionale Abstumpfung“ (85%). Suizidalität wurde von 58% als Nebenwirkung gemeldet ...

Die meisten Befragten (70%) hatten versucht, die Medikamente abzusetzen. Die häufigsten Gründe dafür waren Nebenwirkungen (64%) und Sorgen um die langfristige körperliche Gesundheit (52%). Die meisten (70%) konnten sich nicht erinnern, über Nebenwirkungen informiert worden zu sein." (5)


Gesellschaftliche Genesung und Lebensglück

In Umfragen hatten Betroffene das Gefühl, dass Antipsychotika wichtige Aspekte ihrer Persönlichkeit beraubten, beispielsweise ihrer Antriebe, ihrer Vorstellungskraft, der Fähigkeit sich zu verlieben oder ihres Humors.

Sie empfanden die Auswirkungen als schädlich für das Selbstwertgefühl und die Identität, was erhebliche Auswirkungen auf das soziale Funktionieren und das Erreichen von Lebenszielen hat. Nur 20% der Betroffenen sind in einem Beschäftigungsverhältnis, davon nur 10% in Vollzeit. Nur etwa 20% sind in einer festen Beziehung.

Zudem erlitten sie einen Verlust an Autonomie, aufgrund einer geringen Beteiligung an Entscheidungen, rechtlicher Einschränkungen, Druck von Angehörigen, Freunden oder Fachkräften. Studien berichten davon, das Betroffene in einen langfristigen Zustand der Passivität und Hoffnungslosigkeit verfallen waren.

Eine aktuelle Forschungsarbeit von 2025 aus den Niederlanden mit dem Titel "Der Zusammenhang zwischen antipsychotischer Behandlung und Nebenwirkungen sowie gesellschaftlicher Genesung und Glück" berichtet: (1)

"Bei vielen Menschen mit einer psychotischen Störung wird daher oft keine vollständige Genesung erreicht ... Die Nebenwirkungen der antipsychotischen Behandlung werden als Hauptgrund für die geringere gesellschaftliche Genesung angenommen." (1)

"Eine der wenigen Studien zum Absetzen der Behandlung mit einer längeren Nachbeobachtungszeit veranschaulichte die potenziellen langfristigen schädlichen Auswirkungen einer antipsychotischen Behandlung. Nach 7 Jahren erreichten etwa doppelt so viele Patienten in der Reduktions-/Absetzgruppe eine funktionelle Remission. (46 % gegenüber 20 %).18" (1)

Eine Metaanalyse ergab nur geringe bis mäßige Verbesserungen der persönlichen Genesung und der subjektiven Lebensqualität bei Menschen mit Schizophrenie. Das betrifft sowohl das Funktionieren im Alltag als auch das Wohlbefinden und das Lebensglück, welche für eine vollständige Genesung von Bedeutung ist. (1)


Forderungen an Ärzte für die Behandlung

Umfragen zeigten Beschwerden über den verschreibenden Arzt und “umfassten fehlende Informationen über Entzugserscheinungen, Unterstützung oder die Diskussion von Alternativen." (6) Die Forscher der Umfrage fordern daher:

"Ärzte sollten der Notwendigkeit einer respektvollen und kooperativen Beziehung zwischen Patient und verschreibendem Arzt mehr Aufmerksamkeit schenken. Dazu gehört zum Zeitpunkt der Verschreibung die Bereitstellung sämtlicher Informationen über Antipsychotika, einschließlich potenzieller Vorteile und Schäden, Entzugsschwierigkeiten und Informationen über alternative Behandlungen wie Psychotherapien." (6)

Forschungsarbeiten fordern:

"Um eine stärker genesungsorientierte Versorgung zu implementieren, sollten sich die verschreibenden Ärzte der möglichen negativen Auswirkungen von Antipsychotika auf die gesellschaftliche Genesung und das Glücksgefühl bewusst sein ...

Eine kürzlich durchgeführte offene randomisierte Studie hat gezeigt, dass eine gesteuerte Dosisintervention, bei der die Dosisreduktion langsam erfolgte und auf gemeinsamer Entscheidungsfindung basierte, im Vergleich zur Erhaltungstherapie zu keinen Rückfällen führte und die Lebensqualität im Vergleich zum Ausgangswert verbesserte." (1) |


1. Positive psychologische Effekte

Einige Zitate über die positive Wirkung von Antipsychotika:

Zitat

"Sie verringern die Intensität der inneren Stimmen" (Risperidon)

"Sie stoppen meine negativen Gedanken und das Gefühle zu stark und überwältigend für mich sind" (Risperidon)

"Sie betäuben mein Gehirn von psychotischen Gedanken" (Risperidon)

"Übermäßige Schläfrigkeit, beruhigt die Stimmung, allgemeine beruhigende Wirkung, weniger Halluzinationen" (Olanzapin)


Bei psychotischen Symptomen können Antipsychotika folgende positive Auswirkungen auf die Psyche haben:

  • Linderung psychotischer Symptome: Der Hauptzweck dieser Medikamente besteht darin, Symptome wie Halluzinationen, Wahnvorstellungen und desorganisiertes Denken zu lindern oder zu kontrollieren.
  • Verringert Stress und Sorgen: Antipsychotika können Patienten helfen, sich durch ihre psychotischen Symptome weniger belastet oder beschäftigt zu fühlen. Sie ermöglichen ihnen so ein stabileres Leben zu führen und sich auf andere Aspekte des Lebens zu konzentrieren. Zum Beispiel können mit anderen Therapien, die zugrunde liegenden Ursachen ihrer Erkrankung behandelt und das Rückfallrisiko verringert werden.
  • Linderung von Angst und Unruhe: Die Medikamente können extreme Angst und Unruhe lindern, beispielsweise aufgrund von Paranoia oder dem Gefühl, bedroht zu sein.
  • Verhaltenskontrolle: Sie können aggressives oder störendes Verhalten verringern.
  • Stimmungsstabilisierung: Obwohl sie in erster Linie bei Psychosen eingesetzt werden, können einige Antipsychotika auch stimmungsstabilisierende Wirkungen haben, was sie bei der Behandlung von bipolaren Störungen und behandlungsresistenten Depressionen nützlich macht.


2. Negative psychologische und emotionale Auswirkungen

Antipsychotika können zahlreiche negative psychische Auswirkungen haben. In einer großen Umfrage unter Antipsychotika-Anwendern wurden folgende häufige Nebenwirkungen berichtet:

Verstärke negative Symptome

  • Emotionale Abstumpfung: Eine sehr häufige Nebenwirkung von Antipsychotika ist die emotionale Abstumpfung. Dieser Effekt kann als „zombieartiger“ Zustand beschrieben werden, in dem sich Betroffene stumpf, gleichgültig und von positiven und negativen Emotionen losgelöst fühlen. Studien zeigen, dass viele Patienten diesen Zustand als unangenehm empfinden und von Motivationsverlust und der Unfähigkeit, Freude zu empfinden, berichten. Über 80 % der Umfrageteilnehmer berichteten von emotionaler Abstumpfung. (5)
  • Ich fühle mich „nicht wie ich selbst“: Bei manchen Menschen kann die Einnahme von Antipsychotika zu einer grundlegenden Veränderung des Selbstwertgefühls und der Identität führen, was sehr belastend sein kann. Patienten haben das Gefühl, dass die Medikamente ihre Persönlichkeit abstumpfen und Aspekte ihrer Identität auslöschen. Mehr als 80 % gaben an, sich distanziert oder nicht wie sie selbst zu fühlen. (5)
  • Verminderte Motivation: Eine große Mehrheit berichtete von einem Motivationsverlust und weniger Energie für soziale Interaktionen.
  • Zunehmender sozialer Rückzug: Manche Menschen fühlen sich sozial zurückgezogener und von ihrer Umgebung losgelöster.
  • Verstärkte Angst und Depression: Einige Antipsychotika können verstärkte Angst oder depressive Gefühle verursachen.
  • Sexuelle Nebenwirkungen: geringere Libido und Schwierigkeiten, einen Orgasmus zu erreichen.
  • Suizidgedanken: Einige Studien berichten, dass Suizidalität eine Nebenwirkung sein kann, die möglicherweise mit anderen negativen Auswirkungen wie emotionaler Abstumpfung und Motivationsverlust verbunden ist, sagt das National Institutes of Health (NIH). (3) Über die Hälfte der Umfrageteilnehmer gaben Suizidgedanken als Nebenwirkung an (5) "das wahrscheinlich durch eine Zunahme depressiver Symptome, Gefühle der Hoffnungslosigkeit, emotionalen Rückzug, geringes Selbstwertgefühl und die Unfähigkeit, Zuneigung auszudrücken, bedingt ist. Akathisie und die mit Akathisie verbundene Unruhe werden mit Depressionen und Suizidalität bei Männern in Verbindung gebracht. " (1)


Verstärkte kognitive Symptome

Höhere Medikamentendosen und eine stärkere „anticholinerge Belastung“ gehen oft mit einer Verschlechterung der kognitiven Leistung einher. Mögliche kognitive Nebenwirkungen sind:

  • Gehirnnebel: Schwierigkeiten, klar zu denken, sich zu konzentrieren und sich an Dinge zu erinnern.
  • Verlangsamte Gedanken: Eine allgemeine Verlangsamung der mentalen Prozesse.
  • Gedächtnisprobleme: Beeinträchtigungen des verbalen Lernens und Gedächtnisses.
  • Verminderte Aufmerksamkeit: Schwierigkeiten mit anhaltender Aufmerksamkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit.
  • Verminderte Kreativität


Sonstige Nebenwirkungen

  • Gesteigerter Appetit und Gewichtszunahme
  • Unruhe (Akathisie): Ein Gefühl intensiver innerer Unruhe und Erregung ist eine dokumentierte Nebenwirkung.
  • körperliche Müdigkeit
  • Muskelsteifheit
  • Überempfindlichkeit- und Durchbruchspsychosen: Bei 30-40% können nach langfristiger Einnahme von Antipsychotika neue oder sich verschlimmernde psychotische Symptome auftreten.


Kurzvideo: "Antipsychotika unterdrücken was es wirklich bedeutet ein Mensch zu sein"

„Antipsychotika unterdrücken was es wirklich bedeutet ein Mensch zu sein, denken zu können, sich zu verlieben, kreativ zu sein. Alle diese Dinge werden durch Antisychotika unterdrückt. Sie wirken nicht gegen eine Psychose, das ist ein sehr irreführender Name. Sie beruhigen die Menschen und nehmen ihnen höhere intellektuelle Fähigkeiten. Das ist es, was sie tun.

Es ist sehr aussagekräftig, dass in allen Ländern, in denen dies untersucht wurde, der starke Anstieg beim Konsum von Psychopharmaka zu einem starken Anstieg der Invaliditätsrenten geführt hat. Wenn diese Medikamente so wundervoll wären, würden wir erwarten, das Gegenteil zu sehen.“


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„Wir haben also all diese Menschen, die eine Invalidenrente beziehen, von denen viele keine Invaliditätsrente benötigen würden, wenn ihnen keine Psychopharmaka verschrieben worden wären. Und es ist wirklich ironisch, dass eine der Definitionen einer psychiatrischen Störung lautet, dass sie irgendwie dysfunktional sind, das das Leben nicht wirklich funktioniert für sie. Und was ist dann die Behandlung?

Sie geben Medikamente, die sie möglicherweise noch dysfunktionaler machen könnten. Je mehr sie sich mit Psychiatrie befassen, desto mehr denken sie, "Das ist verrückt !" Wie war es möglich, diesen falschen Glauben an diese schrecklichen Medikamente zu erwecken.“


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3. Auswirkungen auf die Genesung

Betroffene bringen die Nebenwirkungen von Antipsychotika mit Schwierigkeiten in Verbindung, sich voll am Leben und an sozialen Rollen zu beteiligen, und mit der Unfähigkeit, eine Arbeit zu finden. Sie nennen insbesondere Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Sedierung und kognitive Probleme als Gründe, die mit einer Beeinträchtigung der Alltagsfunktionen und der Arbeitsunfähigkeit einhergehen, was die gesellschaftliche Genesung beeinträchtigt.

Kognitive Beeinträchtigungen können verschiedene Aspekte der gesellschaftlichen Genesung behindern. So kann beispielsweise ein schlechtes verbales Arbeitsgedächtnis die soziale Kompetenz verringern.

Sowohl kognitive Beeinträchtigungen als auch die Ausdrucksdefizite und Erfahrungsbereiche negativer Symptome können zu einer Verschlechterung der psychosozialen Funktionsfähigkeit führen, was die gesellschaftliche Genesung, insbesondere im sozialen Bereich, beeinträchtigen könnte.

Nur 20% der Betroffenen sind in einem Beschäftigungsverhältnis, davon nur 10% in Vollzeit. Nur etwa 20% sind in einer festen Beziehung.


4. Lebensqualität und Glück

Da die meisten Antipsychotika Dopamin-Rezeptoren blockieren, kann ihre Einnahme das Wohlbefinden direkt negativ beeinflussen. Dopamin ist für seine Rolle im Belohnungssystem bekannt und wird mit positiven Affekten sowie mit der Vermittlung der Verbindung zwischen Oxytocin und sozialen Beziehungen in Verbindung gebracht. Antipsychotische Nebenwirkungen können sich negativ auf das Selbstwertgefühl, die Motivation und (Selbst-)Stigmatisierung auswirken, Gefühle der Hoffnungslosigkeit hervorrufen und zu sozialem Rückzug, Ruhelosigkeit und Depression führen.

"Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie die Nebenwirkungen von Antipsychotika das Glücksgefühl beeinflussen können, die über die Auswirkungen auf das gesellschaftliche Funktionieren hinausgehen.

Insbesondere Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Sedierung, kognitive Probleme, Gewichtszunahme und sexuelle Funktionsstörungen wurden mit einer geringeren Lebensqualität bei Menschen mit Schizophrenie in Verbindung gebracht." (1)

Deutlich sichtbare Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme, die Stigmatisierung und Selbststigmatisierung verstärken und das Selbstwertgefühl verringern können, führt zu sozialem Rückzug.

Weniger soziale Kontakte wiederum sind mit einer geringeren Lebensqualität verbunden, was zu Depressionen führt. Eine Beschäftigung könnte, wenn die Nebenwirkungen nicht wären, die Lebensqualität verbessern, indem sie die sozialen Kontakte erhöht, das Selbstwertgefühl stärkt und dem Leben Sinn verleiht.

Eine aktuelle Forschungsarbeit von 2025 aus den Niederlanden untersuchte den Zusammenhang zwischen antipsychotischer Behandlung und Nebenwirkungen sowie gesellschaftlicher Genesung und Glück und kommt zu dem Ergebnis:

"Bei vielen Menschen mit einer psychotischen Störung wird daher oft keine vollständige Genesung erreicht ... Die Nebenwirkungen der antipsychotischen Behandlung werden als Hauptgrund für die geringere gesellschaftliche Genesung angenommen ...

Bei der Beurteilung einer antipsychotischen Behandlung ist es wichtig, nicht nur das Rückfallrisiko, die psychotischen Symptome und die kurzfristigen Nebenwirkungen zu berücksichtigen, sondern auch die langfristigen Auswirkungen der antipsychotischen Behandlung auf die gesellschaftliche Genesung und die Lebensqualität/das Glücksgefühl in diese Gleichung einzubeziehen." (1)


5. Forderungen an Ärzte für die Behandlung

Umfragen berichten von Beschwerden über den behandelnden Arzt und “umfassten fehlende Informationen über Entzugserscheinungen, Unterstützung oder die Diskussion von Alternativen." (6) Die Forscher der Umfrage fordern daher:

"Ärzte sollten der Notwendigkeit einer respektvollen und kooperativen Beziehung zwischen Patient und verschreibendem Arzt mehr Aufmerksamkeit schenken. Dazu gehört zum Zeitpunkt der Verschreibung die Bereitstellung sämtlicher Informationen über Antipsychotika, einschließlich potenzieller Vorteile und Schäden, Entzugsschwierigkeiten und Informationen über alternative Behandlungen wie Psychotherapien." (6)

Forschungarbeiten berichten über Ärzte: "Es wurde festgestellt, dass Ärzte die Auswirkungen der Nebenwirkungen von Neuroleptika auf die Lebensqualität der Patienten unterschätzen" (2)

Main Menu: Psychiatric Medications ...

Und fordern daher:

"Um eine stärker genesungsorientierte Versorgung zu implementieren, sollten sich die verschreibenden Ärzte der möglichen negativen Auswirkungen von Antipsychotika auf die gesellschaftliche Genesung und das Glücksgefühl bewusst sein und diese diskutieren ...

Eine Dosisreduktion kann insbesondere bei Patienten mit einer relativ hohen Dosis sinnvoll sein, die angeben, dass Nebenwirkungen ihre Genesung und ihr allgemeines Wohlbefinden beeinträchtigen ...

Eine kürzlich durchgeführte offene randomisierte Studie hat gezeigt, dass eine gesteuerte Dosisintervention, bei der die Dosisreduktion langsam erfolgte und auf gemeinsamer Entscheidungsfindung basierte, im Vergleich zur Erhaltungstherapie zu keinen Rückfällen führte und die Lebensqualität im Vergleich zum Ausgangswert verbesserte." (1)


Studien und Quellen

(1) The Association of Antipsychotic Treatment and Side Effects With Societal Recovery and Happiness: A Naturalistic Cohort Study of People in Long-term Care for a Psychotic Disorder. Stijn Crutzen 1 2, Shiral Gangadin 1, Ken Ho Hua 3, Ellen Visser 1, Frederike Jörg 1, Gerdina Hendrika Maria Pijnenborg 4 5, Lisette van der Meer 6 7, Wim Veling 8, Stynke Castelein, 2025

(2) Experiences of taking neuroleptic medication and impacts on symptoms, sense of self and agency: a systematic review and thematic synthesis of qualitative data. Jemima Thompson, Jacki L. Stansfeld, Ruth E. Cooper, Nicola Morant, Nadia E. Crellin & Joanna Moncrieff, 2019

(3) https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6864560/

(4) To continue or not to continue? Antipsychotic medication maintenance versus dose-reduction/discontinuation in first episode psychosis: HAMLETT, a pragmatic multicenter single-blind randomized controlled trial. Marieke J H Begemann et al., 2020

(5) Positive and Negative Effects of Antipsychotic Medication: An International Online Survey of 832 Recipients. John Read 1, James Williams 2, 2019

(6) Using Open Questions to Understand 650 People's Experiences With Antipsychotic Drugs. John Read 1, Ann Sacia, 2020

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Kommentare 2

Raffa1974
19. Oktober 2025 um 08:14
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Letztendlich,was das Wichtigste und das Gefährlichste an den Neureolptika ist,führen sie bei Dauereinnahme zu einer Chronifizierung der ursprünglichen Problematik.Bei langjähriger Einnahme gewöhnt sich das menschliche Gehirn so sehr an die Neuroleptika,dass ein normales Leben ohne diese Mittel gar nicht mehr möglich ist.

Daher müsste man junge Menschen eigentlich vor der Psychiatrie und vor Psychopharmaka warnen und diese Mittel nicht immer als alternativlos bei psychischen Leiden hinstellen.Denn oft bedeutet es,wie Phönix es dargestellt hat,ein zusätzliches lebenslanges Problem.

Molly
19. Oktober 2025 um 10:57
  • Inhalt melden

Ich denke eher, die Chronifizierung liegt im Normalfall schon an der Krankheit an sich!

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